Graefin
Lüdenscheid, Deutschland96%
Wie schon in anderen Berichten zu lesen ist, waren wir Anfang Mai 1 Woche in der Türkei.
Wir hatten im Juli 2007 gebucht, ohne zu wissen, wo wir übernachten würden. Mitte April kamen die Unterlagen und es stand dabei, daß wir am Strand in Alanya im Hotel Galeri Resort untergebracht würden. Nun gut, da waren wir 1997 schon einmal, es hat uns gefallen.
Nun teilte unsere Reiseführerin uns während der Rundfahrt mit, daß wir nicht dorthin kämen, sondern ins Gypsophila Holiday Village, ein 5-Sterne-Haus, viel besser als das Galeri. Okay, wir ließen uns überraschen. Im übrigen sei das Galeri auch abgewohnt.
Vorab angemerkt: wir waren nur 2 Nächte dort, 03. + 04.05.08, - zu kurz - aber trotzdem möchte ich Euch kurz meine Eindrücke schildern.
FAKTEN
Kontaktdaten könnt Ihr bei den Details sehen.
Es liegt etwa 1 Stunde von Antalya (Flughafen) entfernt, zwischen Side und Alanya. Bis Alanya sind ca. 40 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Begriffsbestimmung: gypsophila ist ein Nelkengewächs, ein Gipskraut, zu dem auch Schleierkraut gehört.
DAS HOTEL
50000 m Fläche mit 2 großen Pool-Anlagen mit Rutschen und Kinderbecken, 270 m Strand, sehr viel Grünanlagen und Liegeflächen.
404 Zimmer, davon 366 Standardzimmer und 32 Standardzimmer mit Verbindungstür, 4 Zimmer sind speziell für gehbehinderte Gäste. Außerdem gibt es 2 Suiten.
Ausgestattet sind sie mit Balkonen, Teppich, Telefon, Sat-TV, Klimanlage, Minikühlschrank, Safe. Die Bäder sind mit Wanne, Föhn und ebenfalls mit Telefon.
Es gibt 2 Restaurants, 2 Snack Bars, eine Panorama-Bar. Außerdem einige Shops, Friseur und Internet-Zugang.
ANKUNFT
Wir kamen gegen 18.30 h an und waren überrascht. Wie ich schon sagte, waren wir 1997 im Galeri, welches direkt nebenan liegt. Alles hatte sich total verändert, die Straße war 4-spurig ausgebaut, die Gegend komplett zugebaut!
Aber das Gypsophila kann noch nicht alt sein, denn die Bäume in den Grünanlagen waren noch recht klein. Wie man bei Google Earth sehen kann, ist dort noch gar nicht alles zu sehen, was es nun dort gibt, die Bilder sind von 2007
Das Hotel besteht aus vielen kleinen Bungalows mit 8 oder 12 Zimmern, die kleine Appartements darstellen. Alles ist hübsch angelegt und beschildert, so kann man sich gut zu recht finden.
Wir sollten vorher sagen, ob jemand im Erdgeschoß wohnen wollte, darauf wurde Rücksicht genommen, denn man muß immer einige Stufen ins Zimmer gehen, nach oben oder nach unten. Die Zimmer unten sind tiefer, 4 Stufen oder so. Wie die Zimmer für die gehbehinderten Gäste zu erreichen sind, weiß ich nicht. Aber es scheint welche zu geben ohne Treppen.
Nach den Formalitäten wurden wir zu den Zimmern gebracht. Es gab als Ausweis einen Plan, der einen als AI-Gast auswies. Dieser ist auch ein Lageplan, den Ihr hier ebenfalls seht.
Wir hatten unser Zimmer in der obersten Reihe am Ende, neben der Versorgungszufahrt und an der Hauptstraße. Sehr laut, wie wir feststellten. Aber wir schlafen mit Ohrstöpseln, also war es uns egal und wir ließen auch nachts die Balkontür auf.
Wir richteten uns ein und liefen dann durch die Anlage.
EINDRÜCKE
Alles ist gepflegt, der Rasen gemäht und die Blumen ordentlich gepflanzt und Büsche beschnitten. Mülleimer nehmen Müll auf und Zigaretten. Im Zimmer war Rauchverbot.
Wir kamen an der ersten Pool-Anlage an und ich steckte den Fuß ins Wasser -ups- sehr erfrischend! Um nicht zu sagen saukalt! Nachts war es noch recht kalt, so wurde es noch nicht so warm. Aber egal, ich freute mich darauf, es am Sa. auszuprobieren!
Am Ende der Anlage war die erste Snack Bar, Serifs Bar. Nachmittags gab es dort Kaffee und Kuchen.
Ein Kinderbecken war hier und auch eine Rutschanlage. Hier gab es Öffnungszeiten.
Wir kamen am Restaurant vorbei, sehr groß, aber für die vielen Gäste mußte das auch sein. Davor bauten Köche bereits einiges auf, dazu später.
Am Restaurant vorbei kommt man zu 2. Poolanlage, wieder mit Kinderbecken, Rutschen und einer Pool-Bar. Hier war ebenfalls Kuchen aufgebaut.
Weiter vorbei kommt man zum Büro des Arztes, der zu bestimmten Zeiten den Gästen zur Verfügung steht. Hier ging es auch zum Amphi-Theater, der Ort für abendliche Programme.
Das Gebäude des Arztes bietet auch Platz für ein Fischrestaurant und eine Schwimmhalle. Hier ist auch der Masseur zu finden, Fitnessstudio und Sauna.
Im Untergeschoß ist hier eine Disco und für Seminare auch ein Konferenzraum. Dieser ist ausgestattet mit normalem Equipment, Details sind zu erfragen.
Wieder Richtung Pool kommt man zum Einkaufszentrum, hier sind einige Shops, die wichtige Dinge wie Sonnencrème, Duschgels, Batterien, Filme usw. anbieten. Aber auch Schuhe und T-Shirts; Ihr wisst schon, die einmaligen Marken-Originale Außerdem ist hier ein Frisör, bei dem es sich lohnt, die Haare schneiden zu lassen. Preislich von unseren Frisören nicht zu schlagen. Der Internet-Zugang ist hier, kostenlos, aber mit der Bitte, es bei 20 Minuten zu lassen. Und der Aufgang zur Panorama-Bar.
Da der Markt in Alanya nur Die. und Fr. geöffnet ist, verzichteten wir auf den Ausflug dorthin und kauften in den Shops im Hotel, was wir wollten.
Weiter geht es zum Mini-Club. Hier werden die kleinen Gäste betreut. Es gibt kleine Duschen und auch kleine Toiletten. Nett gemacht.
Zugang zum Strand gibt es, allerdings ist der sehr steinig. Die Steine werden wohl entfernt, aber das war uns dann auch egal und faulenzten am Pool.
VERPFLEGUNG
Wir hatten all in, konnten uns also an den Bars bedienen oder auch bedienen lassen. Dafür waren die kleinen Ausweise, die tatsächlich abgefragt wurden, es gibt auch HP-Gäste. Also scheint man wohl von den Armbändern abzukommen.
Es gab diverse Getränke. In Preis waren die nationalen, wie so schön heißt. Also nicht Coca Cola sondern eine türkische Cola. Aber egal, man konnte sie trinken. Das Bier frisch gezapft, alles andere konnte man sich auch selbst nehmen. Wein war in großen Fässern mit Zapfhahn, Kaffee in Maschinen für eine Tasse.
Für die Gegend um die Pools gab es keine Gläser, sondern Becher aus Kunststoff. Es sollte auch kein Glas o. ä. mitgenommen werden wegen der Verletzung.
Abends wollten wir im Restaurant essen. Draußen wurden ja vorher schon einige Dinge aufgebaut. Später sahen wir, was: ein Döner-Spieß, die Nudel-Bar, frittierte Gemüse und Desserts, alles mit den Köchen.
Drinnen war es enorm. Aber wenn das Haus ausgebucht ist, wollen auch alle 1500 Personen abgefüttert werden. Riesige Platten mit kalten Vorspeisen, warme Speisen, Desserts, jede Menge Brot auch unser Schwarzbrot und andere Körnersorten waren zu finden. 2 Suppen dazu und jeder fand, was er wollte. Wahnsinn.
Das erste Frühstück am Samstag haben wir verschlafen, aber das war uns egal. Wir nahmen dann etwas später einen Burger mit Pommes an der Snackbar. Dafür dann kein Mittagessen. Wie wir hörten, waren die Buffets auch mittags gut gefüllt und von großer Auswahl.
Am 2. Abend gab es draußen gegrillte Leberspieße. Wie schon beim Döner wurde das Fleisch zubereitet, in Wärmebehälter gegeben, aus denen man von einem Koch bedient wurde.
Das Frühstück wollten wir dann am Sonntag testen. Auch hier wieder eine Wahnsinnsmenge! Eier in hart und in weich. Draußen konnte man allerdings frische zubereiten lassen: gerührt, gespiegelt, als Omelett wie man wollte.
Auch jetzt wieder Brot in allen Variationen! Kaffee holte man sich an den Maschinen, wie auch nachmittags.
Hier gab es das einzige Aber: das weiche Ei. Das war so weich, das sogar das Weiße nicht gestockt war ;-((
Dafür aßen wir dann mittags nichts. Man kann ja nicht nur essen!
Abends gab es dann gegrillte Truthahnkeulen-Spieße.
ANIMATION
Es gibt 16 Animateure, weiblich und männlich, verschiedene Nationalitäten. Die Gäste waren Deutsche, Amerikaner und auch Russen (respektive Weissrussen und andere)
Man wurde angesprochen, irgend etwas mitzumachen, aber wenn man Nein sagte, war das okay, sie waren nicht aufdringlich.
Das Programm das übliche: Beach-Volleyball, Wassergymnastik, Bingo, Musik, Türkisch-Sprachkurs, Kinderanimation usw.
Am ersten Abend war Premiere für das Show-Programm. Hier gab es im Amphi-Theater Musik und Show: Comedy (Parodien auf Touristen unterschiedlicher Länder), Tanz usw. Sehr nett und kurzweilig.
SERVICE
Die Zimmermädchen waren rosa gekleidet und gut zu erkennen. Sie waren alle freundlich und wir waren auch sehr zufrieden, so ließen wir 5,- € dort. Es war aufgeräumt und sauber.
Am Pool konnte man sich Auflagen für die Liegestühle und Sonnenschirme holen, aber es wurde auch gebracht, wenn man einige Minuten Geduld hatte. Bei jedem Liegestuhl stand ein Kunststoffhocker, darunter eine Art Blumentopf als Mülleimer und Aschenbecher. So war alles sauber.
Die Kellner waren freundlich und beeilten sich, alle Wünsche zu erfüllen. Auch hier freuten sie sich, wenn man in türkisch bestellte, allerdings versteht jeder deutsch.
Auch die Restaurants oder Bars waren sehr sauber, man merkt, daß es noch nicht alt ist.
UND SONST?
Wenn man raus will, lohnt sich Alanya, ebenso Ausflüge nach Side oder zum nahegelegenen Aspendos. Wir haben nichts dergleichen gemacht, da wir nur 2 Tage zum Ausspannen dort waren. D. h. Aspendos stand vorher auf unserem Plan.
FAZIT
Es war toll!
Wir waren traurig, daß wir abreisen mußten, wir wären gerne noch geblieben!
Wir werden sehen, 2009 2 Wochen hier zu verbringen, oder 1 Woche nach einer Woche Rundreise. Mal sehen.
Dies sind nur einige wenige Eindrücke, aber wenn man nur 2 Tage da ist, geht nicht mehr.
Ich hoffe, Ihr könnt Euch ein Bild machen.