Taschimaus
Marburg, Deutschland99%
Vom 04.10.-18.10.05 habe ich mit meinem Freund in diesem Hotel unseren diesjährigen Urlaub verbracht. Für uns beide war es der erste Urlaub in der Türkei, sowie der erste Urlaub in einem All Inclusive Hotel, weshalb wir nicht wussten, was uns erwarten würde und unvorbelastet unsere Eindrücke sammeln konnten.
Dieses Hotel fiel uns durch positive Berichte auf und da der Preis im Vergleich zu ähnlichen Hotels deutlich niedriger war, haben wir es gebucht.
752 Euro haben wir für 2 Wochen beim Veranstalter ITS bezahlt.
Anreise und Lage des Hotels
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Die Anreise zum Hotel verlief problemlos. Wir wussten von vornherein, dass uns nach der Ankunft am Flughafen von Antalya noch eine längere Busfahrt erwarten würde. Letztendlich sind wir ca. 1,5 Stunden bis zum Hotel gefahren. Dieser lange Anfahrtsweg ist sicherlich nichts positives, aber es gibt schlimmeres. Das Hotel liegt, wie viele Hotels in dieser Gegend, direkt an der mehrspurigen Hauptstraße, die sich in den vorderen Zimmern auch bemerkbar macht. In unserem Zimmer in der zweiten Reihe hat man die Hauptstraße leider auch gehört, woran man sich jedoch sehr schnell gewöhnt hat. Wer sich daran stört, der sollte von vornherein den Wunsch angeben weiter vorn untergebracht zu werden.
Zur Lage ist ansonsten zu sagen, dass man in unmittelbarer Nähe zum Hotel fast nichts findet. Wenn man die Straße überquert hat (das Hotel hat glücklicherweise eine eigene Unterführung, ansonsten ist das Überqueren lebensgefährlich) und ein paar hundert Meter nach links oder rechts läuft, dann findet man ein paar Geschäfte in denen man günstige Kleidung, türkische Souvenirs etc. bekommen kann. Freitags findet außerdem ca. 200 Meter links vom Hotel auf der anderen Straßenseite ein Markt statt, auf dem man Kleidung, Taschen etc. günstig erwerben kann. Ansonsten jedoch findet man in der Nähe des Hotels keine Disco oder sonstige Ausgehmöglichkeiten. Bis nach Alanya sind es ca. 40 km gewesen, in die andere Richtung nach Manavgat etwas weniger.
Der Dolmus fährt glücklicherweise direkt an der Nebenstraße vorm Hotel ab, weshalb man sich nicht an die vielbefahrene Hauptstraße stellen muss. Ein Vorteil, den wir sehr zu schätzen wussten und mehrmals genutzt haben. Spazieren gehen kann man dort übrigens gar nicht, denn es gibt weder Bürgersteige, noch irgendwelche Wege, man muss direkt an der Straße laufen. Alles in allem würde ich die Lage eher negativ bewerten, da ist man mit einem Hotel in der Nähe von Antalya oder in Alanya sicherlich besser bedient. Wer jedoch auf Disco etc. verzichten kann, für den ist die Lage ok.
Die Anlage
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Die Hotelanlage ist wunderschön und gehört mit Sicherheit zu den schönsten an diesem Strandabschnitt. Architektonisch hebt sich die Anlage deutlich von der Konkurrenz in unmittelbarer Nähe ab. Während es sich bei den Nachbarhotels um riesige Klötze handelt, besteht das Gypsophila aus vielen kleinen Häusern, die unterschiedlich groß sind. Die Häuser am Rande des Hotels wurden erst im letzten Jahr erreichtet und sind dreigeschossig mit 12 Zimmern. Die älteren Häuser sind zweigeschossig und haben meist 8 Zimmer. Durch diesen Aufbau ist die Anlage sehr weitläufig und wenn man in einem Haus in Straßennähe unterkommt, dann muss man tagsüber teilweise etwas längere Wege zurücklegen. Dies ist jedoch keinesfalls störend, denn die Wege führen durch einen sehr gepflegten und schön angelegten Garten, in dem man immer etwas neues entdeckt.
Im oberen Teil der Anlage befindet sich die Rezeption und ein großer Teil der Häuser. Die zentrale Mitte bildet die Panorama-Bar, die sich oberhalb des alten Pools befindet. Dort findet man außerdem einige Geschäfte. Die Pools sind sehr schön gestaltet und gehören meines Erachtens zu den Highlights in dieser Anlage. Zwischen dem Strand und den Pools befindet sich noch ein teil des Gartens, in dem einige Liegen stehen. Hier kann man sich zwischen Palmen und vielen anderen Pflanzen niederlassen. In der Nähe des alten Pools befindet sich die alte Animationsterrasse, auf der früher die Shows vorgeführt wurden. Diese wurde durch das im letzten Jahr erbaute Amphitheater ersetzt. Hier finden sehr viele Leute platz und es ist sehr atmosphärisch. Negativ muss man hier anmerken, dass meistens zu wenig Sitzkissen vorhanden sind, da sich viele Kinder ganze Stapel genommen haben. Hier müsste mehr auf die Verteilung geachtet werden, damit niemand auf dem kalten Stein sitzen muss. Außerdem ist es schade, dass es bei Regen keine Möglichkeit zur Abendanimation gibt, da keine überdachte Fläche vorhanden ist.
Außerdem befindet sich im unteren Teil noch das Restaurant, welches noch sehr gut in Schuss ist, die Poolbar und 2 Snackbars. Draußen muss man nicht auf Plastikstühlen sitzen, sondern es gibt Stühle, die einem Korbsessel ähneln, aber natürlich aus wetterfestem Material sind. Sowohl die Poolbar, als auch die anderen Bars haben einen überdachten und einen Freibereich, so das man auswählen kann, ob man im Schatten oder der Sonne sitzen möchte. Es sind auch immer ausreichend Plätze vorhanden. Im Restaurant haben wir es zwei Mal erlebt, dass nicht genügend Plätze vorhanden waren, jedoch konnte man zu diesem Zeitpunkt auch nicht draußen sitzen, daher sind viele Plätze weggefallen.
Die Anlage ist, zumindest soweit ich das beurteilen kann, behindertenfreundlich. Haben einen rollstuhlfahrenden Urlauber gesehen, der alles problemlos erreichen konnte, auch wenn die Wege manchmal etwas länger sind. Alles in allem kann man über die Anlage nichts negatives sagen. Bis auf den etwas heruntergekommenen Spielplatz ist alles bestens erhalten und die Mitarbeiter sind bemüht dafür auch weiterhin zu sorgen. Nach einem Unwetter war die Anlage ziemlich verwüstet und am nächsten Tag sind etliche Mitarbeiter unterwegs gewesen, um die Anlage wieder herzurichten, was ich sehr positiv gefunden habe. Außerdem ist uns positiv aufgefallen, dass es sehr viele Toiletten gibt und man keine weiten Wege zurücklegen muss. Diese waren auch immer sehr sauber und gepflegt.
Unser Zimmer Nr. 2705
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Beim ersten Anblick unseres Zimmers waren wir positiv überrascht. Es kam mir sehr groß vor und auch das Bad ist ziemlich groß gewesen. Es waren zwei Betten vorhanden, eines war ca. 1,40 Meter breit, das andere muss wahrscheinlich 0,90 Meter breit gewesen sein. Diese Betten waren einfach grauenhaft. Sie waren total hart und durchgelegen und ich war nach jeder Nacht froh, dass ich diese überstanden hatte. Leider hatte ich meist am Morgen ziemliche Rückenschmerzen oder Verspannungen. An den Wänden des Zimmers konnte man auch schon Gebrauchsspuren feststellen, es war ein Riss in der Wand neben dem Bett und auch ansonsten sahen die Wände sehr verlebt aus. Um Strom zu bekommen, muss man den Schlüssel in einen Schalter stecken, damit dieser funktioniert. Der Schalter hing bei unserer Ankunft total aus den Nähten, keine Ahnung, was unsere Vorgänger damit angestellt hatten. Glücklicherweise wurde dieser Schaden jedoch sehr bald behoben. Auf diese Art Strom zu bekommen finde ich sehr gelungen, denn dadurch kann man keinen Strom verschwenden, da alles automatisch ausgeht, wenn man das Zimmer verlässt. Negativ war außerdem, dass die Duschvorrichtung am schmalen Ende der Badewanne platziert war. Dadurch konnte man den Duschvorhang nie so hinziehen, dass kein Wasser daneben läuft. Nach jedem Duschen hat daher (trotz unterschiedlicher Bemühungen) unser Bad geschwommen. Da die Badewanne nicht vollständig aus Porzellan bestand, sondern mit Plastik umrandet war, sehe ich hier eine große Schimmelgefahr, da das Wasser unter die Badewanne laufen kann, wo keine Reinigung möglich ist.
Ansonsten jedoch war das Zimmer in Ordnung. Man hatte in dem großen Kleiderschrank und in einigen kleinen Kommoden ausreichend Stauraum und auch genügend Bügel sind vorhanden gewesen. Vom Design her hätte ich mir sicherlich etwas schöneres vorstellen könne, denn die Bettkonstruktion und auch der Großteil der restlichen Möbel wirkte sehr wuchtig durch die Größe und vor allem durch die dunkle Farbe des Holzes. Das Zimmer hatte einen Teppichboden, was ich anfangs nicht schön fand, woran ich mich aber gewöhnt habe, zumal dieser recht gut gepflegt war. Der Balkon, der zu jeden Zimmer gehört, war relativ klein, mehr als zwei Stühle hat man nicht draufbekommen. Leider war auch kein Tisch vorhanden, so das man draußen nichts abstellen konnte. Nach den heftigen Regenfällen mussten wir feststellen, dass der Balkon falsch konstruiert war, denn der fiel nicht in Richtung Abfluss ab, sondern in die entgegengesetzte Richtung, weshalb er zwei Mal ziemlich unter Wasser gestanden hat. Positiv fand ich die Gestaltung des Bades, denn durch die Mischung von blauen und weißen Fliessen wirkte es sehr modern und gemütlich.
Über die Ausstattung des Zimmers kann man nichts negatives sagen. Es war ein Fernseher mit Fernbedienung vorhanden, auf dem man Sender der verschiedensten Länder bekommen konnte. An deutschsprachigen Sendern waren die ARD, das ZDF, der Kinderkanal, Eurosport, Pro 7, Sat 1, RTL und MTV vorhanden, was ich für ein Ferienhotel im Ausland beachtlich finde. Gerade da wir zwei Tage lang schlechtes Wetter hatten, haben wir ab und zu Fernsehen geschaut und dieses Angebot genutzt. Des weiteren gab es einen kleinen Kühlschrank, den wir jedoch nicht benutzt haben, da dieser durch die manuelle Stromzufuhr mehr aus als an gewesen ist. Die vorhandene Klimaanlage kann man auch selber per Fernbedienung regeln und sie funktioniert nur, wenn die Balkontür geschlossen ist. Auch sehr sinnvoll, wie wir fanden. Sie hat die Zimmertemperatur sehr schnell und effektiv gesenkt, was ja besonders beim heißen Sommer in der Türkei ziemlich wichtig ist. Im Bad befand sich ein Haartrockner, den ich etwas nervig fand, da man ihn nicht dauerhaft durch einen Schalter anschalten konnte, sondern diesen Schalter andauernd drücken musste, damit der Fön nicht ausgeht. Aber damit konnte ich leben. Glücklicherweise war auch ein Zimmersafe vorhanden, den man für einen Euro am Tag mieten konnte. Er war relativ klein, aber für die Papiere, Fotoapparat und andere kleine Wertsachen hat er locker ausgereicht. Auch die Bedienung war kinderleicht. Das Zimmer verfügt sowohl im Bad, als auch im Zimmer über ein Telefon. Die Kosten waren relativ hoch, für ca. eine Minute bezahlt man fast zwei Euro. Ist aber wahrscheinlich immer noch besser, als mit dem Handy zu telefonieren.
Die Sauberkeit des Zimmers war stets einwandfrei. Unsere Putzfrau war sehr bemüht die Zimmer gründlich zu reinigen. Täglich wurde das Zimmer gesaugt und das Bad gewischt. Was sie ansonsten gereinigt hat weiß ich nicht. Neue Handtücher bekam man, wenn man die alten auf den Boden gelegt hatte, was auch dem Umweltschutz dienen sollte. Nach einem kleinen Trinkgeld baute sie auf unseren Betten beeindruckende Skulpturen aus Bettwäsche und unseren Handtüchern und auch mein Schlafanzug war in wechselnden Formen auf dem Bett platziert.
Alles in allem hat es etwas gedauert, bis wir uns in unserem Zimmer einigermaßen wohlgefühlt haben. Man hat den Lärm von der Straße abends gehört und auch die anderen negativen Dinge waren gewöhnungsbedürftig. Dafür hatten wir den gewünschten Meerblick, auch wenn nur ein winziger Teil des Meeres aufgrund der vorgelagerten Häuser zusehen war, und wurden im Obergeschoss untergebracht. Leider war ein Zimmerwechsel aufgrund fehlender Kapazitäten zu Beginn unseres Urlaubs nicht möglich und später wollten wir nicht mehr umziehen. Für die Übernachtung reichen die Zimmer allemal, ansonsten verbringt man ja nicht soviel Zeit dort.
Hoteleinrichtungen
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Das Hotel verfügt über viele verschiedene Einrichtungen, die nun vorgestellt und bewertet werden sollen. Am wichtigsten ist sicherlich, dass sich in diesem Hotel zu einer bestimmten Uhrzeit täglich ein Doktor befindet, der zudem ein eigenes Gebäude zur Verfügung hat. Wir mussten diesen Service glücklicherweise nicht nutzen, aber es ist sehr beruhigend wenn man weiß, dass man die Möglichkeit hat. An weiteren Einrichtungen gibt es eine Sauna und ein Hamam, die wir jedoch nicht genutzt haben und daher auch nicht beurteilen können. Gegen eine Gebühr besteht außerdem die Möglichkeit sich massieren zu lassen.
Wer sich durch Spiele beschäftigen möchte, der kann sich bei der Animation welche ausleihen (beispielsweise Schach, diverse Kartenspiele, Scrabble usw.). Diese Möglichkeit haben wir leider viel zu spät entdeckt, dann jedoch täglich mit Begeisterung genutzt. Zudem kann man sich dort Tischtennisschläger ausleihen, um die beiden Platten zu nutzen, Bälle für den Kicker und die Minigolfanlage besorgen oder Billardkugeln bekommen. Um sich zu beschäftigen gibt es also einige Möglichkeiten. Die Minigolfanlage fand ich persönlich eher schwach und langweilig, aber wems gefällt, der hat sicher seinen Spaß dabei. Ansonsten kann man auf der gegenüberliegenden Seite des Hotels auf zwei Plätzen Tennis spielen (Schläger und Bälle gibt es auch bei der Animation) oder sich auf dem Hartplatz mit Fuß &8211; oder Basketball vergnügen. Am Strand gibt es außerdem ein Beachvolleyballfeld.
Da die Türkei dafür bekannt ist, dass man günstig einkaufen kann, gibt es im Hotel natürlich auch einige Geschäfte. Wer das Hotel nicht verlassen möchte, kann hier alles bekommen, was das Herz begehrt und die Preise sind nicht höher, als in Alanya. Man findet einen Laden, in dem man alles von der Postkarte über türkische Souvenirs bis hin zu Chips und Sonnenmittel bekommen kann. Wem der Lesestoff ausgeht, der kann hier übrigens auch deutsche Bücher bekommen. Preislich bezahlt man z.B. für zehn Postkarten einen Euro, was ich völlig ok finde. Die Bild-Zeitung gibt es für 1,70 Euro (wers braucht) und Sonnencreme kostet ca. acht Euro. Ansonsten gibt es noch ein Ledergeschäft, in dem man Taschen und Portemonnaies bekommen kann. Auch hier sind die Preise ok, für ein Lederportemonnaie bezahlt man (nachdem man gehandelt hat) z.B. um die 12 Euro. Ein Juwelier sorgt für den passenden Schmuck und beim Kleidungsgeschäft kann man sich günstig mit (gefälschter) Markenkleidung von Puma bis Dolce & Gabbana einkleiden lassen. Wir haben jedoch unsere Kleidung und die anderen Artikel in Alanya bzw. Manavgat gekauft.
Außerdem gibt es in diesem Hotel einen Fotografen der den ganzen Tag am knipsen ist. Diese Fotos werden am nächsten Morgen im Kleinformat ausgehängt und bei Gefallen kann man sie für vier Euro pro Stück (Größe 1518) kaufen. Auf Wunsch fotografiert er auch abends beim Sonnenuntergang, wo meistens die schönsten Fotos bei rausgekommen sind. Der Fotograf ist sehr professionell und freundlich und für die Qualität der Fotos finde ich den Preis durchaus gerechtfertigt.
Die Animation
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Natürlich gibt es hier reichlich Animation, denn schließlich handelt es sich um einen Club. Wer so etwas nicht mag, der sollte nicht in ein solches Hotel reisen! Bei der Animation muss ich jedoch leider sagen, dass diese nicht sonderlich gut gewesen ist. Das Animationsteam bestand zu unserer Reisezeit aus 10 Leuten, die jedoch nach und nach abgereist sind, da die Saison langsam dem Ende zugeht. Ein großer Teil der Animation war russischer Herkunft (vier oder fünf Animateure), eine Animateurin kam aus Deutschland, einer aus der Türkei und zwei aus Tunesien. Wenn man bedenkt, das in diesem Hotel kaum Russen sind, finde ich die Verteilung doch etwas unüberlegt. Viele der russischen Animateure konnten kein deutsch und hatten teilweise auch beim Englisch Probleme. Sam, der Chefanimateur war klasse und sehr freundlich, das muss man sagen. Er hat die abendlichen Shows meistens durch Improvisation gerettet.
Auch die Animateure, die sich um die Kinder gekümmert haben, sind mir positiv aufgefallen. Diese haben fließend deutsch gesprochen, alles andere wäre problematisch gewesen. Es gab einen Mini- und Maxiclub, der täglich von 10-12 und 15-17 Uhr stattgefunden hat und der ein festes Programm abgehandelt hat, was zum Lesen auch aushing. Abends fand für die Kinder noch die Minidisco statt, bei denen sich die Animateure auch super um die Kinder gekümmert haben. Hier sieht man, dass für die Kinder viel geboten wird.
Bei der Animation für die Erwachsenen sieht es da leider schon etwas schwächer aus. Die Sportanimation tagsüber war ok, es wurde Wasserball und Wassergymnastik angeboten. Des weiteren gab es verschiedene Turniere (Bogenschießen, Minigolf, Dart und Tischtennis), für die die Gewinner abends Urkunden überreicht bekamen. Auch Beachvolleyball und diverse andere Spiele wurden durchgeführt. Hier waren die Animateure schon bemüht, damit sich die Erwachsenen tagsüber nicht langweilen. Wenn man nicht mitmachen wollte, dann waren sie nicht aufdringlich, sondern haben ein Nein akzeptiert, was ich sehr positiv fand.
Abends um halb zehn fand täglich eine Show im Amphitheater statt. Manchmal gab es vorher eine Verlosung oder ein Bingo-Spiel. Hier sollte man aufpassen, denn die Animateure versuchen einem beim Abendessen Lose oder Bingo-Karten anzudrehen. Gerade am Anfang fällt man leicht darauf herein, was uns auch passiert ist. Die Lose konnte man nur im 6er Pack für zehn Euro bekommen, was uns jedoch erst gesagt wurde, als wir zugesagt hatten. Ein ganz schön happiger Preis, wie ich finde. Beim Bingo war der Preis niedriger, dafür gab es nur zwei Preise zu gewinnen. Ich würde von beidem abraten, da die Gewinnchancen nicht sehr hoch sind im Vergleich zum Preis. Hier haben wir uns geärgert, dass wir auf den Animateur hereingefallen sind.
Da man wie gesagt im Umkreis abends kaum etwas unternehmen, daher sind wir abends oft zur Animation gegangen. Die erste Show, die wir gesehen haben, war spitze und sehr professionell. Natürlich waren wir erst mal positiv überrascht und freuten uns auf die nächsten Shows. Es folgten die Wahl von Miss und Mister Gypso, was zum Teil zwar ganz lustig war, aber eigentlich eher langweilig und niveaulos. Manchmal gab es ein paar Lichtblicke, diese waren jedoch eher selten. Oftmals sind wir früher gegangen oder haben uns die Show komplett gespart. In anderen Hotels habe ich schon deutlich bessere Abendanimation erlebt, die ich hier schon etwas vermisst habe. Einmal pro Woche fahren die Animateure mit interessierten Gästen in eine Disco in der Nähe von Alanya. Einmal sind wir für den Preis von zehn Euro mitgefahren, aber das hätten wir uns wirklich sparen können. Auf zwei Animateurinnen mussten wir erst mal fast eine halbe Stunde warten bis wir abfahren konnten (diese Zeit ging uns natürlich in der Disco verloren). Letztendlich hatten wir dadurch nur knapp drei Stunden Aufenthalt bei einer Anreise von ca. 50 Minuten. Würde ich wahrscheinlich nicht noch mal machen, aber ich finde es dennoch gut, dass es diese Möglichkeit gibt.
Die Pools und der Strand
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Wie bereits erwähnt verfügt das Hotel über 2 Pools, von denen ich begeistert gewesen bin. Normalerweise bin ich gar kein Pool-Gänger, aber der Strand nicht schön war, habe ich diese sehr häufig genutzt. Der ältere Pool ist sehr groß und wenn nicht gerade dort Wasserball gespielt wird, kann man dort schwimmen, ohne sich mit jemandem in die Quere zu kommen. Durch seine interessante Form und mehrere Brücken, die über ihn führen, ist er auch fürs Auge ein Highlight. Des weiteren war er immer sehr sauber (außer nach dem Unwetter) und daher war die Wasserqualität spitze. Obwohl er schon etwas älter ist, konnte ich keine Mängel im Zustand feststellen.
Die Liegen an beiden Pools werden leider (wie auch in vielen anderen Hotels) schon am frühen Morgen reserviert und wenn das Hotel ausgebucht ist, dann kann man bei der Suche nach einer freien Liege schon mal Pech haben. Am vorderen Pool befindet sich direkt die Animationsterrasse, weshalb man hier selten seine Ruhe hat. Tagsüber wird man hier durchgehend mit wechselnder Musik beschallt. Zudem wird man hier sehr oft angesprochen, ob man bei verschiedenen Spielen mitmachen möchte. Wenn in diesem Pool Wasserball gespielt wird oder Wassergymnastik stattfindet, dann hat man selten seine Ruhe, ähnlich verhält es sich mit der Aerobic. Wer sich erholen möchte und nicht so auf Animation steht, dem würde ich den ruhigeren Pool bzw. die Liegewiese oder den Strand empfehlen.
Der zweite Pool ist im Zuge der Erweiterung im letzten Jahr neu entstanden. Auch er ist wie der andere riesig und man hat viel Platz zum Schwimmen. An beiden Pools befinden sich jeweils drei Rutschen, die stundenweise in Betrieb sind und die bei Jung und Alt sehr gut ankommen. Bademeister sorgen jedoch dafür, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Im neuen Pool gibt es zudem ein Jacuzzi, welches wir mit Begeisterung genutzt haben.
Der Strand des Hotels war leider sehr steinig, jedoch wussten wir das schon vorher, daher wurden wir nicht negativ überrascht. Beim Liegebereich wurde Sand aufgeschüttet, so dass man sich dort problemlos barfuss bewegen kann. Ansonsten gibt es einen Weg aus Holzpanelen, der zum Badesteg führt. Der Badesteg vom Hotel ist einer der längsten an diesem Strandabschnitt, daher kann man von diesem ins Wasser springen, ohne einen Aufprall auf Steine o.ä. befürchten zu müssen. Besonders für Kinder war dies natürlich ein Highlight. Andererseits muss man hier jedoch bedenken, dass es bei den Einstiegen bereits sehr tief ist. Unsichere Schwimmer sollten daher nur bei niedrigen Wellen ins Meer gehen. Das Meer ist dort sehr sauber und auch der Strandabschnitt vom Hotel ist immer sehr gepflegt. Andauernd ist einer der Kellner unterwegs und sammelt leere Becher von der Poolbar ein. Überwacht wird dieser zudem auch tagsüber und abends. Am Strand gab es durch die Überdachung übrigens immer sehr viel Schatten, aber auch die Sonnenanbeter hatten stets genug Platz, um sich auszubreiten.
Bei schlechtem Wetter gibt es übrigens die Möglichkeit das Hallenbad zu nutzen. Liegen, Auflagen und Sonnenschirme sind übrigens überall (Pool, Strand, Wiese) kostenlos zu bekommen.
Essen und Trinken
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Über das Essen wurde uns im voraus das positivste berichtet und somit hatten wir natürlich hohe Erwartungen. Da es sich beim Gypsophila um ein All-Inclusive Hotel handelt, kann man fast rund um die Uhr essen und trinken. Von 7-10 Uhr hatte man die Möglichkeit zu frühstücken, von 10-11 Uhr gab es zudem ein eingeschränktes Spätaufsteherfrühstück. Ab 12 Uhr kann man dann in einer der beiden Snackbars bis 16.30 Uhr Speisen wie Hamburger, Pommes usw. bekommen. Während der gleichen Zeit gibt es in zwei Zelten auf dem Gelände Gözleme, welche von türkischen Frauen auf traditionelle Art hergestellt werden. Wer immer noch Hunger hat, der kann ab 17 Uhr eine halbe Stunde lang Kaffee und Kuchen bekommen. Bis 19 Uhr ist dann erst mal Pause, dann folgt das Abendessen, welches man bis 21.30 Uhr zu sich nehmen kann. Zwei Stunden später gibt es für eine Stunde lang noch einen Mitternachtssnack, den wir jedoch nicht genutzt haben. Man merkt, dass man hier garantiert nicht verhungert. Getränke gibt es an den 4 Bars von 10-2 Uhr nachts und im Restaurant zu den Essenszeiten.
Mit dem Frühstück fing der Tag schon perfekt an, denn hier fehlte für meinen Geschmack nichts. Etliche Brot- und Brötchensorten decken sicherlich jeden Geschmack ab und da ich nur Körnerbrot esse, war ich sehr erfreut, dass es auch hier reichlich Auswahl gab. Man kann das Brot nach Wunsch frisch anschneiden, was ich oft genutzt habe. Ein weiteres Highlight war für mich die Käseauswahl. Hier konnte man zwischen sechs oder sieben Sorten wählen, eine Auswahl, die ich bisher in keinem Hotel erlebt habe. Der Käse war zudem auch noch sehr lecker! Zudem gab es natürlich Marmelade und anderen Süßkrams aufs Brot, den ich jedoch nicht gegessen habe. Wer es deftig mag, der kann zum Frühstück schon Pommes bekommen, was ich jedoch ziemlich absurd fand. Wurst wurde immer frisch aufgeschnitten, hier konnte man meist zwischen vier bis sechs Sorten auswählen. Die Geflügelwurst kann man auch nur positiv erwähnen! Ansonsten gab es eine riesige Auswahl an Müsli, Joghurts, warmen und kaltem Gebäck usw. Auch für Eier war reichlich gesorgt. Drinnen gab es meist Rührei und hartgekochte Eier, draußen konnte man sich fast täglich frische Omelettes oder Spiegeleier zubereiten lassen. Die Omelettes waren ein Genuss und mein persönliches Highlight im Urlaub, was ich zu Hause wirklich vermisse. Auch andere Urlauber sahen das scheinbar so, denn hier war der Ansturm meist sehr groß. An Getränken gab es Kaffee, viele Teesorten, Milch und die Eistees, die Bar hatte noch geschlossen. Wir sind meistens gegen neun zum Frühstück gegangen und haben meist einen schönen Platz bekommen. Nachdem jedoch zu Beginn der Herbstferien neue Urlauber angereist sind, wurde es manchmal schon ziemlich eng.
Beim Mittagessen haben wir nur sehr wenig gegessen, meistens haben wir uns am reichhaltigen Salatbuffet bedient, das auch abends vorhanden war. Hier konnte man zwischen vielen verschiedenen Sorten Rohkostsalaten wählen (Rot- und Weißkraut, Eisbergsalat, Möhren, Gurken usw.), aber auch angemachte Salate waren en masse vorhanden. Die Salate waren immer von guter Qualität und ich habe die Auswahl genossen. Besonders die Knoblauchsauce ist sehr zu empfehlen, wenn man sich einen eigenen Salat zusammenstellt. Ansonsten gab es, wie beim Frühstück und Abendessen auch, ein großes Brotbuffet, wovon ich mittags meist das superleckere Fladenbrot gegessen habe. An Hauptgerichten war die Auswahl drin auch genauso groß wie abends, außen gab es mittags nichts. Immer gab es Pommes, ansonsten meist Nudeln und vor allem türkische Speisen. Gemüse, viel Fleisch und Kartoffeln. Das warme Essen war mittags meistens weniger abwechslungsreich als abends, war vom Geschmack jedoch auch ok. Besonders erwähnenswert ist natürlich das Nachspeisenbuffet. Hier gab es etliche Sorten von Süßkrams, der größtenteils verführerisch aussah und meist auch genauso geschmeckt haben - sehr gefährlich!
Zudem konnte man wie gesagt an der Snackbar essen oder sich einen türkischen Fladen holen. Die Fladen gibt es mit Hackfleisch, Spinat oder Käse, man kann sie auch mit Zucker und Zimt essen. War nicht so mein Fall, daher habe ich diese nur einmal probiert. Die Chickenburger an der Snackbar waren ok, den Rest habe ich nicht probiert. Wer daher nur eine Kleinigkeit zum Mittagessen haben möchte bzw. sich nicht extra fürs Restaurant umziehen will (Badekleidung ist nämlich verboten), der kann hier sicherlich ganz gut essen, jedoch bin ich lieber beim Salat geblieben.
Abends gab es wie gesagt ähnliche Speisen wie mittags, hinzu kam aber noch, das auf der Terrasse von den Köchen verschiedene Gerichte zubereitet wurden. Dort gab es immer zwei Sorten Nudeln, dann noch verschiedene Gemüsesorten und immer etwas vom Grill. Manchmal auch Döner, dieser war jedoch aus Lammfleisch, was ich nicht esse. Im allgemeinen bekommt man sehr viel Lamm und Geflügel, was von der Qualität her meistens bestens war. Auch das Kalbsfleisch war sehr zart und lecker, alles also sehr hochwertig. Auch von den Gewürzen her haben die Speisen gut geschmeckt, auch wenn es manchmal etwas schärfer hätte sein können.
Die Getränkeauswahl ist ok. Es gibt verschiedene Sorten von Eistees, die man sich selber zapfen kann und die meist nur gemischt richtig gut schmecken. Ansonsten die türkischen Versionen von den Pepsi-Produkten. Leider keine Säfte, was mir etwas gefehlt hat, dafür ist es jedoch auch ein relativ günstiges Hotel gewesen. Zudem gab es Wasser mit und ohne Sprudel, gezapftes Bier, was mir jedoch zu bitter war (Carlsberg glaube ich) und Wein zum selber zapfen, der ganz in Ordnung war. Es gab einen Tagescocktail, der jedoch nicht geschmeckt hat. An harten Spirituosen gab es Wodka und andere Produkte, die ich jedoch nicht aufzählen kann, da ich diese nicht getrunken habe.
Schade ist, dass man Eis nicht umsonst bekommt, damit kann man jedoch leben. Ansonsten habe ich nicht gesehen, dass man für irgendetwas bezahlen musste, auch bei der Bar gab es, soweit ich das gesehen habe, nur Getränke, die inklusive waren. Alles in allem war das Essen und die Getränkeauswahl jedoch gut, schade fand ich es, dass der Fisch meist nicht gut zubereitet war bzw. wenig abwechslungsreich angerichtet wurde. Ansonsten vom Essen her eines der besten Hotels, die ich bisher kennengelernt habe.
Fazit
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Wir haben es nicht bereut, dass wir uns für dieses Hotel entschieden haben. Durch den Ausbau im letzten Jahr, hat die Anlage an Reiz gewonnen, denn es gibt einen zweiten, wunderschönen Pool und auch das Amphitheater ist gelungen. Dennoch würde ich wahrscheinlich dieses Hotel für einen solch langen Aufenthalt nicht mehr buchen, denn nach 10 Tagen wurde es ehrlichgesagt etwas langweilig. Die nähere Umgebung gibt recht wenig her und bis in die größeren Städte ist es schon etwas weiter. Mit Kindern würde ich das Hotel jedoch besuchen, denn es schien sehr familienfreundlich zu sein, was uns die Familien, die wir kennengelernt haben, auch bestätigt haben. Die Anlage ist sehr schön, das Personal überfreundlich und auch ansonsten war alles ok. Daher kann ich die Anlage guten Gewissens weiterempfehlen, denn für diesen Preis kann man über die ein oder anderen kleinen Mängel definitiv drüber wegsehen! Insgesamt daher die volle Punktzahl.