Andros ist eine Insel abseits der Touristenströme, auf der man noch Ruhe und Erholung findet. Sie bezaubert ihre Gäste mit ihrem ursprünglichen Charme, den hübschen traditionellen Dörfern und der teilweise üppigen Vegetation. Mit den urigen Tavernen, den wunderschönen Stränden und den Olivenhainen ist sie eine Insel wie aus dem Bilderbuch. Wer in seinen Urlaub das typische Griechenland erleben will, ist hier richtig.
Land und Leute
Andros wirkt auf den ersten Blick rau und hart, es gibt bizarre und felsige Küsten, die Berge sind hoch und wuchtig. Dieser Eindruck täuscht jedoch, die Insel gehört zu den fruchtbarsten der gesamten Kykladen.

Man findet grüne Täler und Hänge, die von hohen, schlanken Zypressen bedeckt sind. Besonders der Süden ist saftig grün, hier werden Oliven, Feigen, Orangen und Zitronen angebaut. Im Frühjahr sieht die Insel aus wie ein bunter Blumenteppich und nur einige Wochen später erlebt man den Duft frischer Kräuter. Andros hat wunderschöne Strände, die nicht überlaufen sind. Hier kann man einen ruhigen Badeurlaub ohne jeglichen Rummel verbringen. Die Insel liegt abseits der Touristenströme und ist ideal für einen individuellen Urlaub in ursprünglicher Atmosphäre. Andros ist keine typische Kykladeninsel, die Architektur hebt sich von den übrigen Inseln deutlich ab. Die Häuser sind eher wie auf dem Festland gebaut und haben ziegelgedeckte Giebeldächer. Inseltypisch sind auch die zahlreichen Taubentürme, meistens weiß gekalkt und mit Mustern aus Schieferplatten verziert. Die Insel wurde bekannt durch ihre Reeder und Seefahrer, sie gilt deshalb auch als recht wohlhabend. Viele Athener, die hier ein Haus besitzen, kommen übers Wochenende, um sich vom Stress der Großstadt zu erholen. Der Tourismus hat für die Inselbewohner keine allzu große Bedeutung, viele leben noch vom Fischfang oder von der Landwirtschaft. Die Menschen in den Dörfern sind herzlich und aufgeschlossen, man erlebt hier noch echte griechische Gastfreundschaft.
Geografie und Anreise
Andros ist die nördlichste Kykladeninsel und nach
Naxos die zweitgrößte. Sie hat eine Größe von 389 qkm und etwa 9000 Einwohner. Sie ist im Westen gebirgig, die Berge sind bis zu 1000 m hoch. Die wichtigsten Orte sind die Hauptstadt Andros-Stadt, der Touristenort Bátsi, der Hafenort Gávrion und Órmos Korthiou mit landwirtschaftlicher Bedeutung. Große Teile von Andros sind unbesiedelt. Die Insel hat keine Fährverbindung von
Piräus, sie wird nur von dem kleinen Hafenort Rafina angelaufen, der etwa 30 km östlich von
Athen liegt. Vom Athener Zentrum oder vom
Flughafen aus gibt es guten Möglichkeiten, den Hafen per Bus zu erreichen. Weitere Schiffsverbindungen bestehen ab
Mykonos, alle Fähren und Schnellboote kommen im Hafen von Gávrion an. Von dort aus kann man mit dem Bus oder Taxi zu seiner Ferienunterkunft gelangen.
Die Hauptstadt
Andros-Stadt oder Chóra liegt im Osten der Insel auf einer Landzunge und ist sehenswert mit ihrem idyllischem Ambiente. Dass die Stadt die Heimat zahlreicher wohlhabender Reederfamilien ist, sieht man schon auf den ersten Blick an den schönen Patrizierhäusern und den Villen im klassizistischen Stil.

Alles wirkt vornehm und gediegen, die gemütliche Altstadt lädt zum Bummeln ein. Es gibt Hotels, Apartmentanlagen, Restaurants und Geschäfte. Auch der Hafen der Hauptstadt ist ein beliebtes Ziel als Ankerplatz für Yachten. Es gibt auch einige Strände in der Umgebung wie in den Strand von Niborio, der an der Uferstraße mit zahlreichen Tavernen und Bars liegt. Hier fühlen sich an den Wochenenden die jungen Athener besonders wohl. Paraporti heißt ein weiterer schöner Strand, der südlich von der Stadt liegt und ruhig ist. Die Hauptstadt bietet aber eher Kulturfreunden ein lohnendes Ziel, es gibt schöne Plätze, Kirchen und Museen. Der zentrale Platz ist der Platia Theophilo Kairi, der mit Schatten spendenden Bäumen bepflanzt ist und im Sommer ein beliebter Treffpunkt für Touristen ist.

An der Spitze der Halbinsel befindet sich der der Platz des Unbekannten Seemanns, von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Meer und auf die Stadt. Auf dem Platz befindet sich eine Statue von dem „verschollenen Matrosen“, von der er seinen Namen erhalten hat. Von hier aus hat man auch eine gute Möglichkeit, die steinerne Brücke, die Andros mit einer kleinen Insel verbindet, zu betrachten. Auch Überreste einer alten Festungsmauer sind zu sehen, auf dem Gelände befindet sich eine byzantinische Kirche, die noch recht gut erhalten ist. an der Platia Theophilo Kairi befindet sich das
Archäologischen Museum, das auf zwei Ebenen bedeutende archäologische Funde der Insel ausstellt. Es gib Exponate der archäologischen Stätte in Paleopoli zu bewundern, dabei sind Stücke zu sehen, die bis in die Antike zurückgehen. Auch das
Nautische Museum ist interessant, es zeigt die Geschichte der Seefahrer und Reeder von Andros.

Neben hölzernen Schiffsmodellen sind antike Handelsbücher, Lithografien von Schiffen und Kapitänsmützen zu bestaunen. Das
Museum für Moderne Kunst wird von Fachleuten als das interessanteste seiner Art in Griechenland bezeichnet. Es stellt eine Verbindung zwischen der Geschichte und der modernen Zeit dar. Es wurde 1979 eröffnet und zeigt neben Werken von griechischen Künstlern auch Kunstwerke von Picasso, Matisse, Kadinsky, Paul Klee, Chagall und Miro. Auch wechselnde Ausstellungen berühmter griechischer und internationaler Künstler werden organisiert. Bekannt ist auch die Kunst- und Musikveranstaltung „Ploes“, die von der Petros und Marika Kydonieos-Stiftung ausgerichtet wird. Andros wird deshalb auch als die kulturelle Hauptstadt der Kykladen bezeichnet.
Sehenswertes
Auf Andros gibt es viele Quellen und eine üppige Vegetation. Deshalb ist die Insel hervorragend zum Wandern geeignet. Auch wenn man die Insel mit dem Auto erkunden will, lassen sich viele Sehenswürdigkeiten mit einem Spaziergang verbinden, denn diese Insel ist ein Paradies für Naturliebhaber.

Der einzige Touristenort ist
Batsi, ein kleines Fischerdorf, das mittlerweile eine gute touristische Infrastruktur mit Hotels und Apartmentanlagen, Tavernen, Cafés und Bars aufweist. Der Ort hat sich aber trotz des aufkommenden Tourismus seine typisch griechische Atmosphäre bewahrt. Es gibt einen malerischen Fischerhafen, hübsche Gassen und einen schönen langen
Strand. Hier gibt es Liegen und Sonnenschirme und es werden auch einige Wassersportarten angeboten. Auch außerhalb des Ortes findet man einige schöne Badebuchten mit glasklarem Wasser. Nördlich von Batsi liegt
Gavrion, der Hafenort der Insel. Auf Grund des Fährbetriebes ist es ein lebhafter quirliger Ort, der auch wegen der guten Busverbindungen eine gute Ausgangslage für Ausflüge darstellt. Es gibt auch einige Unterkunftsmöglichkeiten, Tavernen und Geschäfte. Abgesehen von dem
Fährhafen mit seinem Betrieb ist es aber eher ein kleiner verschlafener Ort. Sehenswert ist der
Ágios-Pétros-Turm in der Nähe von Gavrion. Der eindrucksvolle hellenische Schutzturm ist etwa 20 m hoch und besteht aus Schiefersteinen. In der Nähe von Batsi befindet sich das Kloster
Zoodochou Pigis, das zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel gehört.

Es war in früheren Zeiten das größte Kloster auf Andros und war in der Zeit der türkischen Besatzung von hoher Bedeutung. Heute wird es noch von einigen Nonnen bewohnt. Ein lohnendes Ausflugsziel ist auch die antike Hauptstadt
Paleopoli, die inmitten üppiger Vegetation liegt. In einem kleinen Museum sind Funde aus der Zeit des Altertums ausgestellt. Neben der Besichtigung der antiken Stadt finden Naturfreunde eine idyllische Landschaft mit Obstbäumen und Wasserfällen. Die Insel hat natürlich eine Reihe schöner Strände und Buchten zu bieten, viele liegen in der Nähe der Orte Gavron und Batsi. In der Umgebung von Gavrion locken
Agios Petros,
Vitali und
Fellos die Sonnenanbeter und Wasserratten. Batsi besitzt mit
Golden Ammos einen wunderschönen langen Sandstrand.
Hotels und andere Unterkünfte
So charmant wie die Insel sind auch ihre
Übernachtungsmöglichkeiten. Besonders im Ferienort Batsi findet man hübsche Hotels und idyllische Häuser. Hier punktet das
Mare E Vista mit seiner schönen Lage in einer malerischen Bucht.

Es verfügt über Apartments und ist besonders für Familien mit Kindern geeignet. Außer einem Süßwasserpool verfügt es über ein Kinderspielzimmer und einen Tischtennisraum. Das
Aneroussa liegt ebenfalls direkt am Strand und bietet seinen Gästen einen wunderschönen Blick auf die Ägäis. Die Zimmer sind im traditionellen Stil eingerichtet und bieten viele Annehmlichkeiten. Neben einem Fernsehzimmer und Aufenthaltsraum gibt es auch eine Strandbar, die Erfrischungsgetränke und Snacks anbietet. Im Zentrum von Batsi befindet sich das
Chryssi Acti. Zur Ausstattung gehört ein Pool mit einer kleinen Sonnenterrasse, dort gibt es Liegen und Sonnenschirme. Die Zimmer sind gemütlich und komfortabel ausgestattet. Unternehmungslustigen Gästen steht eine Autovermietung zur Verfügung. Individuellen Urlaub verspricht die
Villa Arni mit ihrer familiären Atmosphäre. Die Wohnungen und Studios sind im inseltypischen Stil eingerichtet und bieten Ruhe und Erholung. In der Inselhauptstadt befindet sich das Aparthotel
Vassiliki, nahe beim Niborio-Strand. Die Räume verfügen über einen schönen Meerblick uns sind mit einer voll ausgestatteten Küche eingerichtet. Das Hotel ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge.