Antalya gilt als das Tor zur türkischen Riviera und gehört zu den beliebtesten Urlaubsorten des Landes. Die Hafenstadt liegt in einer schönen Bucht und ist von Bergen umgeben. Mit ihren breiten palmengesäumten Boulevards, Parks und Stränden hat sie eine Menge zu bieten. In den verwinkelten Gassen der osmanischen Altstadt gibt es viel zu entdecken!
Die Stadt und ihre Bewohner
Antalya wurde im Jahre 158 vor Chr. von König Attalos II. von Pergamon gegründet und erhielt den Namen Attaleia. Für türkische Verhältnisse ist sie eine recht junge Stadt. Sie galt als ein bedeutender Hafen und geriet im Jahre 36 vor Chr. unter römische Herrschaft. Später, in der byzantinischen Zeit, wurde sie Bischofssitz und war ein Zentrum des Christentums.

1207 eroberten die Seldschuken die Stadt, 100 Jahre später erlangten die Emire von Egidir die Macht über Adalia, wie die Stadt mittlerweile genannt wurde. 1387 fiel sie unter Sultan Murat I. an das Osmanische Reich. Heute ist Antalya als Hauptstadt der gleichnamigen Provinz eine moderne Wirtschaftsmetropole. Die Entwicklung begann in den 1970er Jahren. Damals hatte die Stadt 40.000 Einwohner, zu Beginn der 1990er Jahre waren es schon 450.000. Viele Menschen aus den ländlichen Gebieten Ostanatoliens zog es in die Stadt. Heute werden 1 bis 1,5 Millionen Einwohner geschätzt, die genaue Zahl ist nicht bekannt. Auch rund 7000 Deutsche leben in Antalya. Diese Bevölkerungsentwicklung hat nicht nur den Wohnungsbau vorangetrieben. Es wurden auch immer mehr Straßen gebaut, die die zahlreichen neuen Vorstädte mit dem Zentrum verbinden. Moscheen und Einkaufszentren entstanden und es siedelten sich Gewerbebetriebe und Industrien an. Antalya ist auch ein wichtiges Tourismuszentrum an der
türkischen Riviera. Der
Flughafen Antalya befindet sich 10 Kilometer östlich der Stadt. Über die gut ausgebauten Schnellstraßen sind die Feriengebiete
Lara,
Belek,
Side,
Kemer und
Alanya gut und bequem erreichbar.
Sehenswürdigkeiten
Das Altstadtviertel
Kaleici ist mit seinen engen Gassen und alten Gebäuden ein Spiegelbild der Vergangenheit Antalyas. Hier zeigen sich der Lebensstil, die Kultur und die Sitten der früheren Bevölkerungen.

Besonders sehenswert sind die osmanischen Holzhäuser mit ihren typisch vorspringenden Erkern. Der Stadtteil wird aber auch von zahlreichen Restaurants, Bars, Geschäften, Boutiquen und kleinen Hotels geprägt. Die meisten Sehenswürdigkeiten Antalyas liegen hier im alten Stadtviertel, so dass man sie gut zu Fuß erreichen kann. Das Wahrzeichen der Stadt, der
Uhrenturm, steht gleich am Eingang zur Altstadt. Dort ist er nicht zu übersehen. Er wurde auf dem Sockel einer alten römischen Stadtmauer errichtet und gilt als Ausdruck der modernen Zeit. Gleich neben dem Uhrenturm befindet sich die
Tekeli Mehmet Paşa Moschee. Sie gehört zu den wichtigsten religiösen Zentren der Stadt. Erbaut wurde sie im 16 Jahrhundert unter Tekeli Mehmet Paşa. Architektonisch reizvoller ist allerdings die
Murat Paşa Moschee, die nicht weit entfernt liegt. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Innenbereich ist sie reich mit Fayencen geschmückt. In einem osmanischen Herrenhaus ist das
Suna-Inan-Kirac Kaleici Museum untergebracht.

Dort sind ein paar alte Fotografien der Stadt zu betrachten. Auch einige lebensgroße Puppen, die Szenen aus frühren Zeiten wie beispielsweise einen Henna-Abend vor dem Hochzeitsfest zeigen, sind in diesem Museum ausgestellt. Zum Museum gehört eine griechisch-orthodoxe Kirche, in der wechselnde Ausstellungen und Konzerte stattfinden. Zu den bedeutendsten Museen der Türkei gehört das
Archäologische Museum in Antalya. Die Besucher können die Geschichte der Region erleben. Gezeigt werden Götterstatuen, Schmuckstücke, Münzen, Fossilien und Waffen der verschiedenen Kulturen, die hier gelebt haben. Darunter sind Funde aus Lykien und Pamphylien. Aus Perge stammen reich verzierte Sarkophage. Das
Hadrianstor bildet einen Übergang von der Altstadt zur modernen Großstadt.

Es wurde im Jahre 130 nach Chr. anlässlich des Besuches des Kaisers Hadrian in der Stadt errichtet. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt stellt das
Yivli-Minarett der Alaeddin-Moschee dar. Es stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und 38 Meter hoch. Das Minarett ist aus Ziegelsteinen erbaut und teilweise mit blauen Fliesen verziert. Unterhalb der Altstadt liegt der
Hafen, der mit seinen Yachten und Fischerbooten ein malerisches Bild bietet. Etwas außerhalb liegen die
Düden-Wasserfälle in einem kleinen Park. Er ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Familien zum Picknicken. Auch Badefans und Sonnenanbeter kommen in Antalya auf ihre Kosten. Der
Konyaalti Strand liebt westlich vom Zentrum und bietet Wassersportmöglichkeiten, Beachclubs, Umkleidekabinen, Liegestuhlverleih und Duschen. Etwa 12 Kilometer östlich von Antalya liegt der lange
Lara-Strand. Hier befinden sich zahlreiche Hotels und andere touristische Einrichtungen. Hinter Lara beginnt das neue Urlaubsgebiet
Kundu mit seinen Themenhotels wie dem
WOW Kremlin Palace oder dem
Venezia Palace.
Ausflugsziele in der Umgebung
Antalya ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den historischen Stätten der Region. Nördlich der Stadt liegen die Ruinen von
Termessos im Nationalpark Güllük Dagi. Die Geschichte der Stadt lässt sich bis in das 2. Jahrhundert vor Chr. zurückverfolgen.

Sie wurde bereits in der Ilias von Homer erwähnt und man nannte ihre Bewohner auch die "kriegerischen Solymer" nach dem antiken Berg Solymos. Die Blütezeit der Stadt dauerte bis zum 2. Jahrhundert nach Chr. Die meisten Bauwerke, die heute als Ruinen zu besichtigen sind, stammen aus dieser Zeit. Von einer antiken Straße ausgehend, gelangt man zu einem Marmortor und zu den unteren Verteidigungsanlagen. Weiter geht es an den Resten des Gymnasiums vorbei bis zur Agora. Östlich davon liegt das Theater von Termessos. Teile der Zuschauerreihen sind noch recht gut erhalten, so dass es einen imposanten Eindruck vermittelt. Dazu trägt auch die Lage mit den umliegenden Bergen und der wunderschönen Landschaft bei. Zwischen Antalya und Side sind die Ruinen von
Perge zu besichtigen. Der Ort gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Südtürkei.

Zu bewundern sind hier sind ein fast unversehrtes Stadion, eine prachtvolle Kolonadenstraße und ein großes Theater. Perge wurde im 11. Jahrhundert vor Chr. gegründet und hatte seine höchste Bedeutung als Kultstätte der Artemis Pergaia. Bei einem Rundgang sind zunächst das Theater und das Stadion zu sehen, beides liegt außerhalb der Stadt. Das Stadion gehört zu den am besten erhaltenen in Kleinasien. Rund 12.000 Zuschauer fanden Platz, um Sportveranstaltungen und Gladiatorenkämpfe verfolgten. Hinter dem Stadion gelangt man ins Stadtzentrum, das fast vollständig von einer Mauer umgeben ist. Aus der römischen Zeit stammt das Haupttor, der dahinter liegende Platz diente repräsentativen Zwecken. Weiter geht man durch das hellenistische Stadttor, rechts davon befindet sich die Agora mit Säulenumgängen. Mitten durch die Anlage zieht sich die Kolonadenstraße bis zur Akropolis hin.

Sie liegt auf einem Hügel und von dort oben hat man einen wunderbaren Blick über die antike Stadt. Beliebt ist auch ein Ausflug nach
Pamukkale, der meistens als 2-Tagestour angeboten wird. Die berühmten
Kalksinterterrassen bieten einen beeindruckenden Anblick und der antike Ort
Hierapolis, der sich in der Nähe befindet, gibt noch weitere Einblicke in die Geschichte des Landes. Eine besondere Attraktion gibt es seit Juni 2007 in der Nähe von Kemer. Seitdem ist die
Seilbahn auf den nahe gelegenen 2575 m hohen Tahtali Berg in Betrieb. Touristen haben somit die Möglichkeit, Sommer- und Wintersport in einem Urlaub zu betreiben.
Einkaufen
Die Stadt ist ein Einkaufsparadies, zu den beliebtesten Souvenirs gehören Teppiche, Lederwaren und Schmuck. Wie überall in der Türkei kann man durchaus gute Qualitäten zu günstigen Preisen finden. Teppiche kann man häufig direkt in der Knüpferei kaufen, dort sorgt man auch für den Versand des guten Stücks.

Schmuck- und Ledergeschäfte gibt es in Antalya in großer Zahl, in vielen Läden gibt es die Möglichkeit, sich Lederbekleidung nach Maß anfertigen zu lassen. Auch Textilien findet man in reicher Auswahl. Wer ein besonderes Souvenir sucht, sollte sich nach Brettspielen umschauen. Die findet man oft mit kunstvoll geschnitzten Figuren. Auch Gefäße aus Kupfer, Messing oder Zinn sind in großer Auswahl erhältlich. Das Feilschen ist in der Türkei ein Teil des Einkaufserlebnisses, der Händler setzt den Preis von vornherein höher an und man kann ihn dann herunterhandeln. Dies sollte man aber nur dann machen, wenn man auch wirklich kaufen will. Freundlichkeit gehört dazu, oft bekommt man auch vom Händler einen Tee angeboten. Das schaffte eine entspannte Einkaufsatmosphäre! Bei Lebensmitteln und in Supermärkten gelten Festpreise, da wird nicht gefeilscht. Auf den Märkten findet man neben Obst und Gemüse noch Gewürze, Käse, Oliven und Honig in vielen Variationen. Aber auch alltägliche Gebrauchsgegenstände werden hier verkauft und man entdeckt vielleicht noch das eine oder andere Mitbringsel.
Hotels
Die Stadt bietet ihren Besuchern eine gute Auswahl an Unterkünften. Wer es ein wenig extravagant und ausgefallen mag, wird sich für das
Hillside Su entscheiden. Das Designer-Hotel ist überwiegend in Weiß gehalten und begeistert seine Gäste mit einem futuristischen Ambiente und speziellen Lichteffekten. Es besitzt sechs Restaurants und vier Bars, darunter auch eine Sushi-Bar. Das Balinese-Spa lädt zum Relaxen ein und bietet Wellnessanwendungen und Massagen an.

Das Hotel liegt direkt am Konyaalti-Strand, dort findet man weitere Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Für Stadterkundungen ist das
Divan Talya ein guter Ausgangspunkt. Das Hotel liegt auf einem Felsen über dem Meer und hat eine eigene Badebucht. Es liegt im Zentrum von Antalya, die Altstadt und der Hafen sind in wenigen Gehminuten erreicht. In der Anlage befindet sich ein Swimmingpool mit einer Sonnenterrasse und Liegen. So lässt sich ein Badeurlaub und Stadtaufenthalt gut miteinander verbinden. Auch sportliche Urlauber kommen auf ihre Kosten, es gibt einen 1 Tennis-Hartplatz, Tischtennis, eine Tauchschule und ein Fitnesscenter. Nach den Stadtbesichtigungen kann man sich im Spa-Bereich erholen. Dort werden klassische und balinesische Massagen sowie weitere Behandlungen angeboten. Für Veranstaltungen verschiedenster Art sind 13 Säle mit Platz für bis zu 1500 Personen vorhanden. Wer kleinere Hotels bevorzugt, sollte das
Aspen wählen. Das stilvolle Hotel liegt direkt in der Altstadt Antalyas und hat 40 Zimmer, die gemütlich und komfortabel eingerichtet sind. Sie bieten den Gästen eine Aussicht auf den Yachthafen, die Altstadt und das Taurusgebirge.