Bewertung von Graefin im Detail
Graefin
Lüdenscheid, Deutschland80%
Das 4. Ziel am 5. Tag führte wieder auf den Assuan Stausee, aber nur um abzukürzen, nicht um auf eine Insel zu kommen.
Wir wollten den Mandulis Tempel besichtigen, der im früheren Kalabscha lag. Die Stadt gibt es nicht mehr, sie ist im Assuan See versunken, der Tempel wurde 1961 durch die UNESCO versetzt. Die Bootsfahrt startete in der Nähe des Hochdamms, der Zugang war etwas wackelig.
Aber nicht so wackelig, wie der Steg am Ziel. Wer schlecht zu Fuß ist, Gleichgewichtsprobleme hat o. ä., sollte im Boot bleiben. Es wartet, und die Luft ist angenehm am Wasser. Der See ist überhaupt sehr klar und man kann recht weit sehen, manchmal auch Fische.
Es führt eine Art Rampe zu einer Treppe, beides ist ähnlich instabil. Das Geländer der Rampe kann man nicht anfassen, es ist aus Metall und liegt in der Sonnen... Bei der Treppe muß man auf die Stufen achten, sie ist aus Holz und schon etwas ausgetreten. Beides sehr unangenehm, wenn man wieder hinunter will.
Etwas
GESCHICHTE
gibt es auch, aber es ist nicht so viel zu finden.
Mandulis ist ein Sonnengott aus Unternubien. In der Ptolemäischen Zeit wurde in Kalabscha ein Tempel errichtet. Er war 66 x 92 m groß und hatte kein Dach. Sonne mußte hinein kommen, einem Sonnengott angemessen.
In christlicher Zeit wurden Teile in einen Kirche umgewandelt.
Es fanden sich Zeichnungen afrikanischer Tiere in Steinplatten und Mauerteilen, sie sind außenherum.
Seit 1979 steht der Tempel auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO.
PRAXIS
Es war inzwischen fast 11 h und es war sehr warm. Die leichte Brise vom Wasser machte es aber erträglich. Der Zugang ist beschwerlich und machte keinen Spaß.
Im Eingangsbereich weist eine große Steintafel auf die Umsetzung des Tempels durch die UNESCO hin. Hier war auch Deutschland beteiligt.
Die Zeichnungen und Reliefs sind z. T. sehr gut erhalten, wie alles sehr beeindruckend, auch die Steintiere außen auf den Felsen sind sehr interessant.
Sonst gibt es wenig zu sehen. Hier gibt es auch keine Händler, nur ein Ägypter, der die Anlage beaufsichtigt, sonst nichts. Ständen nicht vereinzelt Mülleimer herum, könnte man annehmen, man ist zu alten Tempelzeiten dort.
Nach kurzem Aufenthalt ging es wieder zum Boot.
Der letzte Ausflug des Vormittags führte in eine Parfümerie. Dazu wird es keinen eigenen Bericht geben, sondern bestenfalls mal einen bzgl. Einkaufen zwischendurch, aber das ist noch nicht entschieden.
Ende Teil 4/Tag 5.
Kalabsha Tempel10