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Stiftsfreiheit 12
37581
Bad Gandersheim
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Beschreibung
Die Stiftskirche Gandersheim, auch "Dom" genannt, ist eine romanische Basilika. Das Westquerschiff mit zwei Türmen und die Krypta sind der ottonischen
[mehr]Die Stiftskirche Gandersheim, auch "Dom" genannt, ist eine romanische Basilika. Das Westquerschiff mit zwei Türmen und die Krypta sind der ottonischen Zeitepoche zuzuordnen.
Der Bau der Stiftskirche begann 856 und sie erhielt 881 ihre erste Weihe.
Es gab drei Kirchenbrände. Der heute zu sehende Bau stammt vorwiegend aus der Mitte des 12. Jahrhundert, die gotischen Seitenkapellen aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
Im Inneren der Stiftskirche findet der Besucher zum Beispiel das Stifterbildnis und Grabmal des Sachsenherzogs Liudolf (13. Jahrhundert) und den Marmorsarkophag der Fürstin und Äbtissin Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen- Meiningen (18. Jahrhundert), die auch federführend für den Bau des Barockflügels mit Kaisersaal der an das Stift grenzenden Abtei verantwortlich zeichnet. Ein Marienaltar (16. Jh.), das "Mecklenburgische Grabdenkmal“ zweier Prinzessinnen (17. Jh.), Apostelfiguren ( um 1150) und einiges mehr sind ebenfalls zu sehen.
Weiterhin finden wir im Stift das Roswithafenster (1973), welches an die erste deutsche Dichterin erinnert, eine Bronze- Relieftür (1971) und eine Orgel (1999-2000).
Von 881 bis 1810 war die Stiftskirche Lebensmittelpunkt der Kanonissen. Sie trugen in dieser Zeit einen beachtlichen Kirchenschatz zusammen. Zu späteren Notzeiten wurde er zum Teil veräußert bzw. "versilbert“ und schrumpfte erheblich. Den Spuren dieser Geschichte des "verlorenen Schatzes“ kann man heute im Stift nachgehen. Da für Gläubige im Mittelalter Reliquien größere Schätze darstellten als Gold und Silber, wurden diese zu Notzeiten nicht so stark dezimiert und können recht umfangreich erhalten, im Stift bestaunt werden. Unter ihnen befindet sich zum Beispiel ein tausend Jahre altes Bergkristallfläschchen mit dem "Blut von Christi“.
Die Gandersheimer Stiftskirche präsentiert sich heute als eine Säule und gleichzeitig Mittelpunkt des "Portals zur Geschichte“.
Die Stadt Bad Gandersheim lädt die Besucher im Rahmen dieses "Portals“ zu einer Geschichtspräsentation an die historischen Orte ein. Neben den Schätzen in der Stiftskirche findet man weitere im Kloster Brunshausen, auch "Kinderstube der Ottonen“ genannt, denn hier wurde 852 das Frauenstift gegründet, das dann einige Jahre später in die Stiftskirche umzog. Im Kloster Brunshausen werden heute zum Beispiel wertvolle Textilien, die ebenfalls aus dem Gandersheimer Kirchenschatz stammen, gezeigt.
Die Orte des "Portals zur Geschichte“ können mit einer Eintrittskarte besichtigt werden, sie ist tagübergreifend gültig und kostet 5,- Euro (ohne Führung) / ermäßigt 1,50 bis 4,- Euro. Kinder bis 6 Jahre sind frei. Zwischen den Orten gibt es bei Bedarf einen Taxi-Dienst.
Der Eintritt in die Stiftskirche und das Kloster ist mit und ohne Führung möglich. Die Eintrittskarte ist gleichzeitig ein Folder, auf welchem 7 thematische Wege ( einer davon speziell für Kinder) für den Besuch der Sehenswürdigkeiten vorgeschlagen werden.
Die Öffnungszeiten variieren saisonal und können auf der Seite www.portal-zur-Geschichte.de oder bei der Touristinformation Bad Gandersheim in Erfahrung gebracht werden.
Dort kann man ebenfalls die Führungen, als Gruppe oder einzeln, buchen und sich über die Preise informieren. Es gibt Führungen in der Stiftskirche und / oder im Kloster, die jeweils ca. 60 Minuten dauern. Als Abendführung wird "Roswitha bei Kerzenschein“ angeboten, erlebbar in der nächtlich beleuchteten Stiftskirche mit anschließendem Umtrunk.
Heute finden in der Stiftskirche ebenfalls Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen statt. Zu diesen Zeiten sind keine Führungen möglich.
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