Bewertung von kikilotta im Detail
-CEIDE FIELDS-
Hinter diesem etwas befremdlichen Namen, der übrigens wie käde fihlts ausgesprochen wird, verbirgt sich die größte steinzeitliche Fundstätte der Welt. Mit über 1500ha Fläche ist dies allerdings kein Wunder. Schon von weitem her kommend über die kleine und schmale Zufahrtsstraße her seht ihr das Besucherzentrum, das im obersten Teil als Glaspyramide auf dem Berg hervorschaut. 2/3 des Besucherzentrums wurde mit Torf und Gras gestaltet. In Irland selbst wird es als hässlichstes Besucherzentrum des Landes gehandelt, mir persönlich gefiel es dagegen ganz gut, weil es sich auch gut an die Landschaft mit seinen Besonderheiten anpasst. Im Inneren des Besucherzentrums, dass übrigens nur 2,10€ Eintritt verlangt, befindet sich eine ganz nette Ausstellung über das Leben in der Steinzeit, welches mit überlebensgroßen Puppen doch ein recht gutes Bild wiedergibt. Erläuterungen sind zwar in englischer und irischer Sprache, ein deutschsprachiger Führer ist aber an der Information erhältlich. Neben einem gigantischen Baumstamm, der einst im Moor gut erhalten gefunden wurde, wird diese Ausstellung noch von anderen interessanten Fundstücken bereichert. Ein Teil der Ausstellung auf der unteren Etage beschäftigt sich außerdem noch mit dem Entstehen eines Torfmoores.
Im Multivisionskino erfährt man alle halbe Stunde einiges über Ceide Fields und seine Umgebung, was uns durch die vielen Luftbilder einen recht guten Eindruck hinterlassen hat. Gerade bei schlechten Wetter ist dieser Film ein sehr guter Ersatz, außerdem werden hier Ansichten gezeigt, die man per Pedes nie erreichen könnte.
Auf der oberen Etage befinden sich einige Pläne bzw. Übersichten von den Flächen von Ceide Fields. Über eine Treppe (nur nicht runtergucken!) erreicht man die Spitze der gläsernen Pyramide, die durch eine Doppeltür nach draußen führt. Von dort aus könnte man bei schönen Wetter wunderschön hinunter gelangen und einen wunderschönen Eindruck der Fläche gewinnen. Könnte? Ja, wir konnten nicht, denn wir waren allzu sehr damit beschäftigt, uns am Geländer festzuhalten. Wir waren bei einem Sturm und irischen Schlechtwetter angekommen. Dabei sollte ich noch erwähnen, dass Wind und Regen oder gar Wolkenbrüche bei den Iren nicht als Schlechtwetter bezeichnet werden! Könnt ihr Euch da vorstellen, was für Windstärke nun herrschte? Ich selbst hatte große Probleme meine Füße an die gewünschten Stellen zu setzen, der Fotoapparat flog immer seitlich am Körper vorbei und wurde natürlich doppelt von mir gesichert! Ziemlich gefrustet und völlig durchnässt schafften wir es dann durch den Haupteingang zu kommen, wo man uns nett empfing. Hier riet man uns, die Gaps between the rain abzuwarten und so watschelten wir erstmal ins anliegende Caffee. Außer uns waren noch 2 weitere (deutsche) Besucher so lebensmüde, es ein weiteres Mal zu versuchen. Im nächsten Gap schafften wir es tatsächlich einen kleinen Rundweg auf Holzbohlen draußen zu begehen, aber mal ehrlich, von steinzeitlichen Funden konnten wir nichts entdecken, schließlich war es sehr rutschig und immer noch stürmig. Naja, dafür war der Film ja auch ganz aufschlussreich.
Gegenüber des Besucherzentrums befindet sich Downpatrick Head, gerade bei den hohen Wellen und dem starken Sturm ein herrliches Bild. Hier sind viele Felsen vom Wasser unterspült und auch hier gibt es bei gutem Wetter noch viel zu entdecken. Wir dagegen machten uns dann weiter auf unseren Weg durch Mayo.
Fazit: Das Besucherzentrum ist durchaus zu empfehlen, das Außengelände ist nur bei gutem Wetter begehbar und nur bedingt empfehlenswert. Die so gepriesenen Ansichten werden vom Boden aus nicht sichtbar.
Ceide Fields8
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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Konzept
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Exponate
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Bedeutung