Bewertung von angelus im Detail
angelus
Diessen am Ammersee, Deutschland98%
Burg Gutenberg, das Prunkstück und Wahrzeichen der südlichsten Gemeinde des Fürstentums, des Ortes Balzers, ist die auf einem 70 Meter hohen Felshügel thronende mittelalterliche, ausgezeichnet erhaltene Burg Gutenberg.
Eindrucksvoll ist der Blick auf den ruhig zu ihren Füßen dahin fließenden Rhein. Mancher wird es vergessen, aber der Rhein den wir im Rheinland kennen, der kommt hier oben, aus dem oberen Rheintal her, erst viel später wird er zu dem mittleren Deutschen Rhein von dem alle singen. Besonders beliebt sind auch die an den Südhängen unter der Burg seit Jahrhunderten wachsenden Reben und ihre entsprechend leckeren Weine dieser Lage.
Wenn wir über Liechtenstein reden denkt jeder an Schloß Vaduz, die wenigsten würden an Gutenberg denken. Dennoch, auch diese Burg hat eine lange, recht gediegene Geschichte hinter sich. So geht man heute davon aus, dass hier schon zu den frühesten Zeiten, prähistorischen Zeiten, eine aktive Besiedlung soll seit der Jungsteinzeit vorhanden gewesen sein, interessante Funde scheinen dies zu belegen, so die schönen kleinen Bronzestatuen mehrerer Menschen und Tiere. Ebenso verwahrt man Münzen aus der Römerzeit die hier ausgegraben wurden. So soll der Hügel auch als Bestattungsfeld genutzt worden sein, was gefundene Skelette belegen. Irgendwie übte dieser Hügel wohl schon zu damaliger Zeit eine magische Anziehung auf die Menschen aus, und tut es wohl z.T. noch heute.
Aus flacherem Land ringsum ragt der Gutenberg, vom Rhein aufsteigend, nach oben, in den Himmel. Diese Burg hatte, verglichen mit ihren mittelrheinischen Artgenossen, ziemlich Glück. Sie wurde nie erobert, nie zerstört, nur verlassen und dämmerte vor sich friedlich dahin.
Die Burg, wie wir sie heute kennen, wurde wohl im 12. Jahrhundert von örtlichen Besitzern errichtet, in Erinnerung blieb nur der Name des bekannten Minnesängers Heinrich von Frauenberg. Schnell gelangte sie in den Besitz der mächtigen österreichischen Habsburger, die sie als Festung zur Überwachung der benachbarten Schweizer einsetzten. Mit der sich ändernden politischen Lage wurde die Burg geräumt und unwichtig, Sie verfiel sie vor sich hin, wurde gar als Baumateriallieferant ausgebeutet als nach einem Feuer das Dorf neu aufgebaut werden musste. Vor rund 100 Jahren wurde sie jedoch, inzwischen in privatem Besitz, voll renoviert und restauriert, so dass sie nie richtig zur Ruine wurde. Nach einigen Besitzern gelangte dann sie schließlich doch in den Besitz des Landes Liechtenstein selbst, und kann somit auch zukünftig mit reicher, sorgfältiger Erhaltung ihrer Substanz rechnen.
Übrigens als aktuelle Anmerkung, gerade wird am Vaduzer Schloß mit einem mächtigen Kran herumgewerkelt, kaum noch ein Foto möglich ohne hässliche Bauverschalungen, und hier konnte ich gerade feststellen, den Fürstens scheint es, wie ja auch bekannt, finanziell so richtig gut zu gehen, auch an dieser Burg finden wir einen großen Baukran und es munter weiter renoviert und gearbeitet was das Zugs hält.
Besichtigt werden kann die Burg auch sonst nicht, das ist nicht gewünscht, jedoch werden Teile von ihr für eine soziale Bildungseinrichtung genutzt, so dass hier regelmäßig interessante Seminare und Schulungen, unter dem Namen Haus Gutenberg, veranstaltet werden. Entsprechend gibt es auch ein Hotel desgleichen Namens am Fuße des Burgberges. Hin und wieder gibt es auch interessante Freilicht-Veranstaltungen , der Ort bietet, nicht zuletzt in Verbindung mit der Burg, ein recht umfangreiches Kulturprogramm mit Ausstellungen und Konzerten. Und einen dekorativeren Rahmen als Hintergrund könnte ich mir ja auch kaum denken.
Dennoch, bitte daran denken, wer hier mal sich umsehen will, der ist am falschen Ort, außer es ist gerade eine der seltenen Veranstaltungen abgesagt.
Burg Gutenberg9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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Zustand
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Historische Bedeutung
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etwas abseits gelegen, im südlichsten Zipfel des Landes,
gesehen haben muss man sie nicht unbedingt, auch wenn sie recht dekorativ anzuschauen ist, dennoch, ihre geplfegte, optimal gewartete Erhaltung besticht schon, so wird gerade wieder nachrenoviert,
besser kann eine Burg nicht in Stand gehalten werden, ein Lob dem Fürsten.
Die khistorische Bedeutung ist mittelmäßig zu nenne, Heim eines minnesängers, dann einer Habsburger Garnison, inzwischen Kultur- und Bildungseinrichtung.