steppes45
Bensheim, Deutschland89%
Vorab, ich kenne das Hotel unter dem Namen Bamburi Beach Hotel , aber im neuen Winterkatalog von Neckermann heißt es Bamburi Resort.
Abflug November 2004 von Frankfurt/Main mit Condor.
Wie ich finde, ein gutes Angebot von Bucher-Reisen:
Bamburi-Beach-Resort , für zwei Personen 14 Tage AI , inklusive Visagebühr 2 278,00 € .
Im Internet war das Angebot ca. 30,00 € billiger, aber wir hatten doch über unser Reisbüro gebucht und es war kein Fehler, denn als wir von dieser Differenz erzählten, wurden wir kostenlos zum Flughafen gefahren. Im November immer gut, weil man ja nie weiß, wie die Straßenverhältnisse sind.
Unser Abflug war "natürlich" nicht pünktlich. ( Ich schreibe "natürlich", weil wir, egal wo hin auch immer, mit der Condor Pech hatten, egal ob hin oder zurück)
Bei unserer Ankunft in Mombasa regnete es mal wieder, aber meist ist es schon wieder vorüber, wenn man das Flughafengebäude wieder verläßt. Ja, Zollabfertigungen dauern in Kenia immer eine Weile, aber alles verlief reibungslos und erstaunlich bald fuhren wir mit dem Bus Richtung Norden , etwa 12 km , zu unserem gebuchten Hotel. Es war sogar ein für Kenia moderner Reisebus.
Hotel:
Landeskategorie 4 Sterne.Klein aber fein stand im Katalog, 150 Zimmer, Liegen mit Schirmen und Handtücher kostenlos, Safe gegen Gebühr.
Vor dem Hotel , wie überall,eine Schranke, aber doch recht ungewöhnlich war es, daß ein Askari den Bus per Spiegel von unten kontrollierte. Er tat es mit sehr wichtiger Miene,und nachdem alles in Ordnung war, durften wir in die Hotelanlage hineinfahren.
Der Eingangsbereich ähnelte allen anderen Hotels,in denen wir schon waren,alles offen,Fischteiche und Palmen,dadurch auch Stechmucken.
Der Empfang war sehr freundlich und wie immer gab es einen erfrischenden Begrüßungstrunk.
Unser Zimmer war noch nicht fertig und so liefen wir erst einmal durch´s Hotel,um den ersten Eindruck zu bekommen.
Bis jetzt kannten wir die Rundalows(Rundbauten),die smal es das Hotel im Lamu-Stil errichtet,eine ganz einfache Bauweise,doch verdient die Holzschnitzkunst,daß man sie sich genauer betrachtet.
Es waren dreistöckige weiße Häuser,die mich irgendwie an den Orient erinnerten.Ein bißchen verschachtelt dachte ich mir und als wir dann zu unserem Zimmer gebracht wurden,war es auch so.
Zimmer:
Zuerst zwei Stockwerke hoch,dann außen einen langen Gang entlang und nochmals ein Stockwerk hinauf,dann waren wir endlich da , doch.....
das Türschloß war defekt !!! Nicht so schön,aber wir wollten uns das Zimmer erst einmal von innen ansehen.
Es war ein großes Zimmer mit einem kleinen Balkon,das Meer konnte man ein kleines bißchen sehen.Ein sehr großer Schrank,großes Bad,Schreibtisch mit Stuhl,Telefon,Klimaanlage und natürlich zwei Betten.Alles in dunklem Holz,überhaupt war es recht dunkel dort.
Okay,nur da war die Sache mit dem Schloß und die vielen Treppen waren auch nicht so nach unserem Geschmack.
Mein Mann begab sich wieder nach unten,um dies zu regeln und kurz darauf wurde mir telefonisch mitgeteilt,ich möchte bitte nach unten kommen,sie wollten uns ein anderes Zimmer zeigen.
Wenn man müde ist,schwitzt und dann noch solche Verzögerungen eintreten,ist das nicht gerade ein Vergnügen,aber besser gleich als später.
Diese Zimmer nun war fast ebenerdig, vier Stufen führten auf einen Balkon und durch die Schiebetür kamen wir hinein. ( Die Tür ließ sich verschließen. )Naja, kein Vergleich zu dem ersten Zimmer ! Kleiner ,aber da wir es eigentlich nur zum Schlafen brauchten, sahen wir da kein Problem darin.
Der Schrank war offen, das findet man öfters wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, links ein größeres Teil für Hemden und Hosen oder eben Damengarderobe, darunter blieb noch Platz für Schuhe oder so. Rechts einige Fächer für Shirts und andere Wäsche, darunter gleich der Safe. Man konnte ihn nicht verfehlen !
Ein Schreibtisch mit zwei Schubfächern vor einem Spiegel mit Lampen, zwei Stühle und noch ein kleinerer Tisch.
Die Betten auseinanderstehend mit den dazugehörenden Nachtschränkchen und Lampen.Alles aus dunklem Holz und teilweise reich verziert mit Schnitzereien.
Über die Dusche läßt sich nur sagen, daß ich schon bessere gesehen habe. Das Waschbecken okay, aber die Dusche selbst war schon sehr alt, dochdas Wasser lief einwandfrei. Für Waschlappen war wieder kein Haken da, aber das findet man in Kenia oft. Man muß sie halt richtig fest anschrauben, denn kleben hält nicht.Wir hatten uns schon Klebehaken mitgenommen, aber das half nichts, im Nu waren sie wieder ab.
Von unserem Zimmer aus konnten wir direkt zum Speisesaal sehen, es war nur ein kleines Stück von einer Liegewiese dazwischen.
Essenszeiten :
Frühstück : 07:00 - 09:30
Mittagessen : 12:30 - 14:00
Abendessen : 19:30 - 21:30
Snacks in der " Karibu Snack Bar von 10:00 - 17:30
Tee oder Kaffee 16:00 - 17:30
Speisesaal :
Im Speisesaal gibt es einen Raucher- und Nichtraucherbereich.
(Als ich meine Zigarretten bloß auf dem Tisch ablegte, wurde ich gleich darauf hingewiesen, daß ich in diesem Breich nicht rauchen dürfe )
Die Tische und Stühle sind so gestellt, daß man entweder zu zweit an einem oder zu viert an einem größeren Tisch sitzen kann.Kommt gerade einmal eine Reisegruppe , ist ein kein Problem, denn dann wird so lange alles verschoben bis alle zusammensitzen können.
In der Mitte befinden sich die runden Theken für die Speisen, eingeteilt in Vor - Haupt - und Nachspeisen, Getränke werden gebracht.
Über das Essen selbst läßt sich nichts besonderes zu berichten, der optische Eindruck war gut, ich fand es nicht überragend , aber ich kann auch nichts negatives darüber schreiben.Dabei war immer etwas, mal mehr und mal weniger.
Kellner :
Die Kellner waren alle eher unauffällig.Sehr aufmerksam, aber wir konnten keinen Kontakt zu ihnen aufbauen, so wie wir es eigentlich gewöhnt sind.Sie waren, so vermute ich, schon ziemlich europäisch getrimmt.Ja, sicher wollen das viele Touristen so, aber ich finde es halt schade, denn allzuviel Gelegenheit hat man ja nicht, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Es bleibt noch zu erwähnen, daß sich im Hotel ein Aufenthaltsraum , ein Shop und ein A-la-carte- Restaurant befinden.Bei dem letztangeführten befindet sich der zweite Pool, der hauptsächlich von Kindern mit ihren Eltern genutzt wird, da sich in dieser Ecke auch die " Krabbelstube" befindet.Da werden die Kinder von 10:00 - 18:00 betreut.
Weiterhin gibt es einen Massage - und Frisiersalon.
Ich habe mir die Haare dort schneiden lassen, einen kurzen Haarschnitt, und war zufrieden.Die Einrichtung war recht armselig, zwei Waschbecken, zwei Stühle und lauter Krimskrams außenherum.Für ein Hotel eigentlich nicht so passend, aber das soll keine Kritik sein und was ausgemacht hat es mir sowieso nicht.
Animation:
Da gab es auch alles , was es überall gibt.
Aerobic,Volleyball , Tischtennis und natürlich Wassergymnastik.Das war so das, was ich davon gesehen habe.Die jungen Leute gaben sich auf jeden Fall sehr viel Mühe, die Touristen zu unterhalten.
Pool :
Es gibt zwei Pools, in dem größeren befindet sich die Pool-Bar, zu der man aber auch trockenen Fußes gelangt.Dort standen auch Tische und Stühle .Abends wurden dann einige mehr hingestellt, denn dort war gleichzeitig die Show- Bühne.Für die Darbieter eigentlich etwas zu eng, denn wenn wilde Stammesszenen aufgeführt wurden, hatte ich schon ab und zu mal das Gefühl , sie würden gleich im Pool landen.
Da Musik nun abends laut ist, und wir unser Zimmer ja ganz in der Nähe vom Pool hatten, war vor 23 Uhr nicht an Schlaf zu denken, so daß wir uns lieber alles ansahen und danach ruhig schlafen konnten.
Liegen waren genug am Pool, Schatten fand man unter den Palmen.Auf der Liegewiese dahinter standen Liegen mit Schirmen.Die Auflagen und die Handtücher wurden morgens ausgeteilt und das für afrikanische Verhältnisse , sehr schnell .
Bevor man an den Strand kam, lief man entlang einer Sonnenterrasse.Zur Wiese hin mußte man sich unter einer Palme den Schatten suchen, zum Meer hin waren Schirme mit dabei.
Es gab keine mit Handtüchern belegten Liegen !
Der Strand :
Zum Strand hinunter konnte man entweder eine Treppe laufen oder es ging hinab auf einer Rampe.Letzteres ist sicher gut gemeint, aber wenn ich mir vorstelle, daß vielleicht ein Rollstuhlfahrer da hinunterfahren sollte, dann erscheint mir das fast gefährlich, denn in meinen Augen war sie recht steil.
Der Strand sehr sauber. Meergras ist ein Teil der Natur , es zeigt ja eigentlich, daß das Meer gesund ist, und wurde jeden Morgen von den Beach-Boys zusammengefegt und eingegraben.Natürlich taten sie das aus reinem Selbstzweck, denn Touristen mögen nun mal nicht erst durch Seegras laufen, um etwas zu kaufen.
Es gab dort sehr viele Beach- Boys und keiner kam ungeschoren davon, so will ich es einmal vorsichtig ausdrücken.Sie sind ja lernfähig und wissen genau, daß sie so die Touristen verärgern, wenn sie permanent rufen und dumme Sprüche loslassen ,( die sie allerdings erst von Touristen gelernt haben ! ) , aber manchmal vergessen sie all ihre guten Vorsätze wieder.Es ist zwar immer nur beim ersten Zusammentreffen mit ihnen schlimm, aber das verträgt halt nicht jeder.
Am Strand konnten wir herrlich spazieren gehen.Richtung Mombasa kamen nicht mehr so viel Hotels , aber so konnte man auch zum Bamburi - Haller - Park gelangen.
In der entgegengesetzten Richtung kamen eine ganze Reihe von Hotels, die man sich auch ansehen konnte, denn man weiß ja nie, ob man da auch einmal hinkommt.
Geht man dann um einen Felsvorsprung herum , kommt man zum Shanzu - Strand, an dem überwiegend der African-Safari-Club seine Hotels hat.Da wir früher sehr oft dort waren, machten wir natürlich dorthin einen Abstecher.
Allgemeines:
An der Nordküste kommen Nachtschwärmer auf ihre Kosten.Zwei Clubs möchte ich erwähnen : "Bora Bora" und den "Pirates Beach Club".
Da ich nicht mehr zu der Generation gehöre, die so was braucht, will ich nur den Hinweis dazu geben.
Ausflüge in der Nähe ist ein Besuch im "Bamburi-Haller-Park ", über den ich schon berichtet habe und auch nicht so weit ist das "Kenya Marineland"., das am Mtwapa Creek, einem Meeresarm liegt.
Im Marineland kann man riesige Wasserschildkröten sehen, Schlangen und Krokodile werden auch gezeigt.Von einem spezialitäten Restaurant hat man einen wunderschönen Ausblick aud den Mtwapa - Creek.Wenn man Lust hat, kann man auch mit einer Dhau fahren.
Dazu noch ein Hinweis, dort gibt es Stechmücken.Ohne Malariaprofilaxe würde ich es nicht wagen.
Golfspieler finden einen Club Richtung Mombasa.
Zusammenfassung:
Das Bamburi - Resort ist ein Hotel, in das man unbesorgt fahren kann, wenn man nicht zu hohe Ansprüche hat.Es ist ein sehr sauberes Hotel .Die 4 Sterne zählen nun mal nur für Afrika, ich würde nach unseren Maßstäben 3 Sterne geben, aber die dann mit gutem Gewissen.
Kwaheri Kenya !