Die "Stadt der Engel", das "Venedig des Ostens", "The Big Mango"... die thailändische Hauptstadt hat viele Namen, und mit 168 Buchstaben sogar streng genommen auch den längsten der Welt: Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit. Das lässt sich so übersetzen: „Stadt der Engel, große Stadt, Residenz des heiligen Juwels Indras, uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde.“ Da ein solcher Name im alltäglichen Sprachgebrauch unbequem wäre, lautet der offizielle Name der Stadt in Landessprache Krung Thep Maha Nakhon - wobei von den Thais in der Umgangssprache üblicherweise nur Krung Thep verwendet wird ("Stadt der Engel"). Trotz der vermeintlichen umgangssprachlichen Namensgleichheit mit Los Angeles, verbindet die beiden Städte von Wolkenkratzern abgesehen nicht viel. Sowohl an Einwohnerzahl als auch an Fläche übertrifft Bangkok Los Angeles. Kaum eine andere Metropole der Welt wartet mit soviel Kontrasten auf. Moderne trifft hier auf alte, überwiegend buddhistisch geprägte, Traditionen. Den Touristen erwartet ein Shoppingparadies, Hotels, die zu den besten der Welt gehören, günstige Preise, alte Tempelanlagen neben Hochhäusern, thailändische Straßengarküchen neben Sterne-Restaurants und ein vielfältiges Nachtleben.
Vom "Dorf der Wildpflaume" zur Megapolis
Die historische Hauptstadt Siams war von 1351 bis 1767 das rund 70 km nördlich von Bangkok gelegene
Ayutthaya, bis dieses 1767 von den eingefallenen Birmanen zerstört wurde. General Taksin zog mit dem Regierungssitz in das am westlichen Ufer des Chao Praya gelegene Thonburi um. 1777 schließlich verlegte der damalige König Rama I. (der erste König der Chakri-Dynastie, der auch der aktuelle König Bhumibol Adulyadej, Rama IX., angehört) die neue Hauptstadt Siams auf die östliche Seite des Flusses, in ein Gebiet namens Rattanakosin, das damals überwiegend von Chinesen besiedelt war. Deren größte Ansiedlung war unter dem Namen
Bang Makok (übersetzt "Dorf der Wildpflaume") bekannt. So entwickelte sich dann auch der international geläufige Name Bangkok für die thailändische Hauptstadt.
Charakteristisch für die frühen Jahre Bangkoks waren die diversen Kanäle (
Khlongs), die als Hauptverkehrsadern der damaligen Stadt angesehen werden können.

Der lokale Handel wurde überwiegend auf den so genannten "Schwimmenden Märkten" abgewickelt, von denen heute noch wenige, überwiegend für Touristen, betrieben werden. Der Großteil der Kanäle wurde im Laufe der Zeit zugeschüttet, zu Gunsten der Straßen und des zunehmenden Bedarfs an Baugrund. Vor allem unter König Rama V. (Chulalongkorn), der von Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts regierte, erlebte Bangkok seinen ersten großen Boom. Eisenbahnlinien wurden geschaffen, Straßenbahnen eingerichtet, geteerte Straßen wurden zum Standard in der Hauptstadt, und der Stil der neuen Regierungsgebäude wurde stark durch westliche Einflüsse geprägt.
Waren es 1880 noch 255.000 Einwohner, so zählte man nach Ende des 2. Weltkriegs schon über eine Million. In den 80er Jahren überschritt die Stadt die 5-Millionen-Grenze und 2007 waren es über acht Millionen. Inklusive Agglomeration schätzt man die Region der Hauptstadt auf mittlerweile knapp zwölf Millionen Einwohner. Die Stadt verteilt sich über eine Fläche von knapp 1.600 qkm, während es inklusive Agglomeration rund 7.700 qkm sind.
Stadtteile
Verwaltungstechnisch gliedert sich Bangkok in 50 so genannte
Khets, pragmatisch gesehen wird das Stadtgebiet im Wesentlichen in folgende Gebiete unterteilt:
Sukhumvit
Unter Sukhumvit wird der Teil der Stadt subsumiert, der sich um die lange Sukhumvit-Road verteilt, die ungefähr vom Siam Square aus (an der sich auch die beiden Skytrain-Linien treffen) nach Osten bzw. Nordosten verläuft. Sukhumvit gilt neben Silom aufgrund dessen relativ mittiger Lage als Hauptanlaufpunkt für Touristen. Die meisten und exklusivsten Einkaufszentren der Stadt liegen in diesem Gebiet (u. a. das
Emporium und das
Siam Paragon). Auch viele große Hotels, darunter viele Luxushotels, haben sich an der Sukhumvit Road bzw. am Siam Square angesiedelt.
Silom
Dieser Bereich der Stadt ist nach der Silom Road benannt, die vom
Lumphini Park aus nach Süden führt, und über den Verwaltungsbezirk Bangrak hin bis zum Ufer des Chao Phraya. Begrenzt wird das Silom-Areal von der Surawongse Road im Westen und der Sathorn Road im Osten. Während der westliche Bereich von Silom, zwischen Surawongse und Silom Road, vor allem durch den Nachtmarkt und das Nachtleben von
Patpong gekennzeichnet ist, ist der Bereich Sathorn (der mitunter auch als eigener "pragmatischer Stadtteil" von Bangkok genannt wird) eher durch Banken, Botschaften und exklusive Apartmenthäuser, so genannte Condominiums, geprägt. Im südlichen bzw. südwestlichen Bereich von Silom (u. a. auch als "Silom-Riverside", also als Ufergegend von Silom, bezeichnet) finden sich einige der besten und teuersten Hotels von Bangkok, wie das
Oriental, das
Shangri-La und das
Peninsula.
Rattanakosin
Rattanakosin, das "alte Bangkok", liegt in etwa zwischen dem Chao Phraya und Sukhumvit. Hier findet sich auch der Sanam Luang mit dem Königspalast, dem
Nationalmuseum und dem
Wat Phra Kheo, der bedeutendsten Tempelanlage Bangkok. Auch die erste Anlaufstelle für Backpacker, die
Khao San Road, ist in diesem Bereich sowie
Chinatown (Yaowarat).
Thonburi
Thonburi liegt westlich von Rattanakosin, auf der anderen Uferseite des Chao Phraya, und war früher eine eigene Stadt. Diese Gegend ist durch eine größeres Kanalsystem geprägt, aber touristisch gesehen ansonsten weniger relevant.
Phahonyothin
Phahonyothin wird die Gegend nördlich vom Siam Square und Sukhumvit genannt, Hauptadern dieses Gebiets sind die Phahonyothin Road und die Viphavadi Rangsit Road. Letztere verbindet den "zentralen" Bereich von Bangkok mit dem ehemaligen internationalen
Flughafen Don Muang im Norden von Bangkok. Als touristische Anziehungspunkte dieser Gegend sind vor allem der
Chatuchak Weekend Market und das Nachtleben von Saphan Kwai zu nennen. Ein IMAX-Kino und eine größere Shopping Mall gibt es an der Phahonyothin Road.
Ratchadaphisek
Unter Ratchadaphisek versteht man den Bereich nördlich und nordöstlichen von Sukhumvit. Flächenmäßig nimmt er vor Thonburi den größten Teil ein, bietet touristisch gesehen wenige Attraktionen.
Verkehrsmittel
Flugzeug
Als Tourist landet man bei internationaler Anreise auf dem internationalen
Flughafen Suvarnabhumi
, der ca. 30 km östlich von Bangkok, in der Provinz
Samut Prakan, liegt, aber über eine Mautschnellstraße gut an Bangkok angebunden ist. Er wurde 2006 eröffnet und übernahm den Flugbetrieb des vorherigen
Flughafens Don Muang im Norden der Stadt (und auch dessen IATA Code BKK). Neben der Möglichkeit, mit einem der relativ günstigen Taxi-Meters nach Bangkok zu fahren, gibt es noch spezielle Flughafen-Express-Busse, die den Flughafen mit diversen Zielen in der Innenstadt verbinden. Eine Verlängerung des
SkyTrains bis zum Flughafen ist in Planung, teilweise auch schon im Bau.
Der bisherige
Flughafen Don Muang wurde vorübergehend für den Linienflugverkehr geschlossen, seit März 2007 haben einige Low-Cost-Carrier ihren Betrieb von Suvarnabhumi nach Don Muang zurückverlegt (z. B. Nok Air, One-Two-Go), und auch Thai Airways bedient einige Inlandsstrecken wieder ab Don Muang.
Eisenbahn
Die Thailändische Staatseisenbahn bietet ab dem
Hauptbahnhof Hua Lamphong inländische und auch einige

ausländische Streckenverbindungen an, die längsten davon gehen nach
Chiang Mai,
Butterworth/Penang (Malaysia) und
Khoen Kaen im Nordosten. Die Thais bevorzugen auf Inlandsverbindungen den schnelleren Überlandbusverkehr, da die Züge in Thailand ein gemächliches Tempo an den Tag legen. Für die Strecke Bangkok-Chiang Mai bietet sich auch ein Nachtzug an, der am frühen Abend Bangkok verlässt und am frühen Morgen in Chiang Mai ankommt - eine beliebte Touristenstrecke. Es gibt Kabinen der 2. und 3. Klasse, und einige Züge bieten auch 1. Klasse-Komfort an (Schlafwagenkomfort mit zwei Betten, Klimaanlage und Waschbecken). Die Zugverbindungen sind vergleichsweise günstig.
Bus
Busse sind das beliebteste Überlandverkehrsmittel der Thais, fast alle größeren Orte in Thailand bieten Busverbindungen nach Bangkok an (und umgekehrt). In Bangkok gibt es vier größere Busbahnhöfe, die je nach Lage die entsprechenden Himmelsrichtungen bedienen. Als größter gilt Mo Chit im Norden von Bangkok (in der Nähe von Don Muang). Das Ekkamai Bus Terminal bedient die Strecken nach Osten, also z. B.
Pattaya und
Rayong. Vom Southern Bus Terminal aus geht es nach
Phuket und
Hat Yai. Es gibt komfortable, klimatisierte Busse (die so genannten "VIP-Busse") aber auch unklimatisierte, günstigere Busse. Das Fahrverhalten der Busfahrer ist als "sportlich" bekannt, von einer Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten nach deutschem Muster kann nicht ausgegangen werden. Die Klimaanlagen sind ziemlich auf Anschlag gedreht, es herrscht also rau-kühles Klima im Bus. Dabei erfolgt noch eine Maximal-Beschallung von einem zentralen DVD-System aus. Daher ist eine Busfahrt nicht immer eine ruhige Sache.
In Bangkok gibt es natürlich auch städtische Busverbindungen, die meistens nur fünf Baht pro Passagier kosten, aber die Streckenführung ist für ausländische Touristen oft nicht einfach nachzuvollziehen.
Skytrain (BTS) und U-Bahn (MRT)
Die Einrichtung von zwei Hochbahnlinien (
Skytrain, BTS = Bangkok Mass Transit System) in 1999 und

die jüngere Metro-Linie MRT (Mass Rapid Transit System) im Sommer 2004 haben den chronisch überlasteten Straßenverkehr Bangkoks etwas entlastet. Beide Verkehrsmittel sind effiziente schnelle Transportmittel, um auf schnellstmöglichem Wege in Bangkok von A nach B zu gelangen. Beide Schienensysteme sind stets sauber, relativ komfortabel und klimatisiert. Fahrkarten in Form von Magnetkarten (Skytrain) bzw. Tokens (MRT) können an allen Stationen gekauft werden. Neben je nach Streckenentfernung individuell berechneten Einzeltickets können aufladbare Karten bzw. Dauerkarten erworben werden. Für Touristen gibt es spezielle Wochen- bzw. Mehrtageskarten, die sich je nach beabsichtigtem Nutzungsgrad aber nicht immer lohnen. Beide Verkehrssysteme stellen nachts (ab ca. 1 Uhr) ihren Betrieb ein, dann muss man auf Taxi-Meter oder Motorbike-Taxis ausweichen.
Taxi-Meter, Tuk-Tuks und Motorbike-Taxis
Taxi-Meter findet man fast an jeder Ecke bzw. im laufenden Verkehr Bangkoks. Durch ihren günstigen Preis (Startbasispreis 35 THB, ca. 70 Cent) sind sie eine einfache und individuelle Art, Ziele in Bangkok anzusteuern. Dabei gibt es einige Sachen zu beachten: bitte darauf achten, dass das Taxameter angestellt ist. Man sollte sicherheitshalber immer einen Zettel mit Namen/Anschrift der Unterkunft in thailändischer Schrift bei sich haben (die meisten internationalen Hotel haben solche Taxi-Karten standardmäßig im Angebot), da die meisten Taxifahrer nur wenig bzw. gar kein Englisch sprechen. Und: je nach Tageszeit und Wochentag ist man zu Fuß schneller am Ziel als mit dem Taxi (Staus).
Tuk-Tuks sind nostalgische Vorläufer der Taxi-Meter und erinnern in Sachen Geruch und Lautstärke an Trabis. Es sind umgebaute Motorroller, die eine offene (nur überdachte) Passagier"Kabine" bieten. Man ist so den Abgasen schutzlos ausgeliefert. Preise sind Verhandlungssache und sollten vorher ausgemacht werden. Viele Tuk-Tuk-Fahrer lieben überwiegend von Provisionen, die ihnen bestimmte Geschäfte/Restaurants/Hotels/Bars bieten, wenn sie Gäste anbringen, daher sind unter "Sightseeing-Tours", die oft verlockend günstig von Tuk-Tuk-Fahrern angeboten werden, meist Sightseeing-Touren zu bestimmten Geschäften gemeint. Aufgrund ihrer kleineren Ausmaße sind Tuk-Tuks bei dichtem, zähem Verkehr oft flexibler im Durchschlängeln und man kommt damit schneller ans Ziel als mit Taxi-Metern (man muss aber eine gewisse Risikotoleranz aufweisen). Tuk-Tuks sind allerdings eine "aussterbende Gattung", da in Bangkok keine neuen Tuk-Tuk-Lizenzen mehr vergeben werden. Daher sollte man sich schon mal auch auf eine Tuk-Tuk-Fahrt einlassen, eben weil sie auch (noch) zu Thailand gehört.
Motorbike-Taxis sind die schnellste Möglichkeit, um in Kurzstrecke von A nach B zu gelangen. Bei den Motorbike-Taxis nimmt der Fahrgast einfach auf dem Sozius Platz, und ab geht die sportliche Fahrt. Insbesondere bei starkem Verkehrsaufkommen sind die Motorbike-Taxis damit die Gewinner im Aufstellen von Zeitrekorden. Schutzhelme sind Pflicht und Preise sollten vor Abfahrt ausgehandelt werden.
Schiffe
Auf dem
Chao Phraya gibt es regelmäßige Passagierboote, die feste Routen abfahren.

Die so genannten "Express-Boote" befahren den
Chao Phraya überwiegend zwischen Nonthaburi und Saphan Thaksin bzw. zur Krung-Thep-Bridge östlich davon. Touristisch günstige Anlegestellen findet man westlich vom Sanam Luang und an der Saphan Thaksin-Brücke (mit nahe gelegener Skytrain-Station). Für Touristen, die sich in den Hotels am Fluss einquartiert haben, sind die Schiffe eine interessante Alternative (je nach Ziel allerdings). Die besseren Hotels am Fluss haben in der Regel auch private Schiffs-Shuttles für Hotelgäste (z. B. das
Marriott Resort, das
Peninsula und das
Oriental).
Touristische Highlights
Die touristische Anziehungskraft Bangkoks ruht vornehmlich auf vier Säulen: Shopping, Kultur, Gastronomie und Nachtleben.
Shopping
Aufgrund der für westlichen Besucher wechselkursbedingten günstigen Preise für eine Vielzahl von Produkten, gibt es viele Touristen, die mit leerem Koffer (oder gar keinem) in Bangkok landen, und mit

einem vollen (oder mehreren) die Rückreise antreten. Kleidung, Modeartikel, handwerkliche Produkte, Wellness-Produkte und Unterhaltungsmedien sind beliebte Mitbringsel. Elektronikartikel werden in Thailand zumeist importiert, und daher kaum günstiger als in Europa. Sowohl bei Kleidung als auch bei DVDs/CDs etc. sollte man sicher nicht verleiten lassen, zu billigen Plagiaten zu greifen, da die Qualität oft entsprechend minderwertig ist, und auch bei der Wiedereinreise in Europa zolltechnisch problematisch sein kann (ab gewissen Toleranzgrenzen). Plagiate findet man überwiegend auf den Freiluftmärkten, weniger bis gar nicht im den großen Kaufhäusern. Wer mit Kassenquittung in den großen Kaufhausketten wie Central oder Robinson kauft, kann sich ziemlich sicher sein, dass er auch ein Original gekauft hat. In Bangkok findet man in fast allen Gegenden größere Shopping-Malls bzw. Einkaufszentren. Zu den bekanntesten zählen das
Emporium, das
Siam Paragon, das
MBK, das
Siam Discovery Center und das
Seacon Square.
Kultur
Unter Kultur lassen sich in Bangkok insbesondere die Sub-Kategorien Tempel, Paläste und Museen zusammenfassen.

Bei den
Tempeln sind Besuche des
Wat Phra Keo (mit dem Smaragdbuddha), des
Wat Pho und des
Wat Arun ein Muss. Vom
Wat Saket (Golden Mount) aus hat man einen schönen Ausblick über Bangkok. Als absolutes Muss kann auch der Besuch des ehemaligen Königspalastes, des
Grand Palace mit seinen ganzen Tempelanlagen und Nebengebäuden genannt werden. Auch ein Besuch des
Vimanmek Mansion lohnt aufgrund der ungewöhnlichen Architektur eine Besichtigung. Es gilt als das größte Teakholz-Gebäude der Welt und war die Residenz von Rama V. Das
Nationalmuseum von Bangkok am Sanam Luang sollte auch auf keiner Sightseeing-Tour von Kulturinteressierten fehlen.

Es gibt einen umfassenden Einblick in die Kulturgeschichte Thailands und ist alleine aufgrund der ausgestellten goldenen königlichen Barken schon ein Highlight per se. Erholsame und zugleich interessante Ergänzungen dazu lassen sich im
Jim Thompson House als auch das nationale Gegenstück dazu, dem
Suan Pakkad Palace, finden. Diese zwei ehemaligen Wohnhäuser (das eine vom Gründer der Thai-Silk-Company, das andere ein ehemaliges Wohnhaus einer Prinzessin) sind aufgrund der schönen Gartenanlagen auch gewissermaßen Ruhepunkte im Trubel von Bangkok. Theaterfreunde werden sich mit dem
Nationaltheater anfreunden können.
Gastronomie
Eine umfassende Aufstellung aller empfehlenswerten Restaurants und Bars von Bangkok ist aufgrund der Masse und der Auswahl in diesem Rahmen unmöglich. Zum persönlichen gastronomischen Highlight eines Bangkok-Besuchs kann sowohl eine kulinarische Zufallsentdeckung an einer der zahlreichen offenen Garküchen in einer Seitenstraße werden, wie auch der Besuch des höchsten offenen Rooftop-Restaurants der Welt, dem Vertigo Grill im
Banyan Tree. Neben thailändischen Restaurants findet der Besucher in Bangkok das komplette Spektrum aller Küchen der Welt. So kann man in Bangkok auch relativ günstig qualitativ hochwertige japanische Küche genießen. Internationale Ketten wie Hollywood Planet, Hard Rock Café, Pizza Company usw. finden sich auch.
Nachtleben
Eng mit Bangkok verbunden ist nach wie vor der berühmt-berüchtigte Ruf seines Nachtlebens, auch wenn das Spektrum des Nightlife nicht mehr so ausufernd bzw. grenzenlos ist, wie es Murray Head damals im fast legendären Song "One Night in Bangkok" angedeutet hat. Nach wie vor konzentrieren sich die für westliche bzw. japanische Kundschaft aufgerichteten Nachtclubs und Go-go-Bars vornehmlich auf die Sois des
Patpong-Nachtmarktes sowie einige Sois der Surawongse. In vielen Bars werden neben des reinen "Go-go-Angebots" auch Shows aufgeführt, die oft schon per se einen Besuch wert sind, auch wenn man keine Ambitionen auf nächtliche Hotelbegleitung hat. Man sollte nur darauf achten, dass keine "cover charge" zu entrichten ist, so dass nur für die Drinks zu zahlen ist. Andere westlich orientierte Nachtbars/Clubs finden sich u. a. in der so genannten Soi Cowboy (in Sukhumvit, nahe der BTS-Station Asoke) und in Saphan Kwai. Bei den Massagesalons gilt es zu unterscheiden, ob dort "klassische" bzw. "traditionelle" Massagen angeboten werden (Massagen im eigentlichen Sinne) oder Massagen mit speziellen Methoden à la "four hands" usw. sowie extra "Zwangstrinkgeldern" für die Masseure/Masseusen. (dann steht die eigentliche Massage eher im Hintergrund).
Klima/Reisezeit
Bangkok ist geprägt von einem tropischen Monsun-Klima. Tagsüber ist es fast immer über 30 Grad heiß, wobei die Monate März bis Mai mit den höchsten Tagesdurchschnittstemperaturen von zwischen 34 bis 35 Grad aufwarten. Als regenreichste Monate gelten Mai bis Oktober, die zugleich auch als touristische Nebensaison gelten. In dieser Zeit ist es oft ein drückend-feucht-heißes Klima in Bangkok. Am angenehmsten sind die Monate November bis Februar, die als Hochsaison gelten. Dann regnet es am seltensten, die Temperaturen sind etwas milder und die Luft weniger feucht-schwül.
Do's and don't's
Thailand ist in seiner Kultur buddhistisch geprägt. Achtung und Respekt gegenüber allen religiösen Stätten und Sitten des Landes sollte für jeden Reisenden selbstverständlich sein.

Dazu gehört, dass Tempel grundsätzlich nicht mit Schuhen betreten werden sollten, Mönchen gegenüber ist Respekt und Höflichkeit angesagt, und insbesondere Frauen sollten Mönche nicht berühren. Opfergaben werden (von Männern) stets mit der rechten Hand übergeben, Frauen sollten Gaben nicht direkt übergeben. Füße gelten in Thailand als minderwertigster Körperteil und sollten daher niemals direkt auf eine Buddhastatue oder anderen Menschen gerichtet werden (z. B. beim Sitzen). Der Kopf gilt dagegen als höherwertigster Körperteil, und die Berührung eines fremden Kopfes sollte daher unbedingt vermieden werden.
Thailand ist ein Königreich, und dem Königshaus gilt ebenfalls oberster Respekt. Offene Kritik gegenüber dem Königshaus ist tabu und sollte unter allen Umständen vermieden werden, kann in schlimmeren Fällen sogar als Majestätsbeleidigung strafrechtlich verfolgt werden. Ebenso sind alle Bilder, die den König zeigen, d. h. auch Geldscheinen und Briefmarken, entsprechend zu behandeln. Einen wegwehenden Geldschein sollte man demgemäß niemals mit dem Fuß am wegwehen hindern. Vor jeder Kinoaufführung (vor dem Hauptfilm) wird die königliche Hymne gespielt - dazu gilt es aufzustehen, um dem König Respekt zu zollen. Nach Ende der Hymne kann man sich wieder setzen, und der Hauptfilm beginnt.
Ein wesentliches Element thailändischer Kultur ist die Frage des "Gesichtwahrens". Kritik sollte möglichst nie offen angesprochen worden, oder so formuliert werden, dass es nicht als persönlicher Angriff auf die Person des Ansprechpartners interpretiert werden kann. Lautes Reden, insbesondere im Zusammenhang mit Reklamationen, bringt meistens keinen Erfolg, da es sogar zum Gesichtsverlust des Kritisierenden führt. Da es auch zum Komplex des "Gesichtswahrens" gehört, negative Antworten zu vermeiden, hört man relativ selten ein "Nein" auf eine Frage, ob etwas möglich wäre oder ähnliches. Eine Auswirkung davon kann auch sein, dass man sich nicht immer auf Weghinweise verlassen kann, die man von einem Passanten auf Nachfrage bekommt. Denn oftmals wird dieser lieber irgendeine Richtungsangabe erfinden, als zuzugeben, dass er sich in dieser Gegend zum Beispiel nicht auskennt, oder nicht versteht, was man gefragt hat.
Unterkünfte
Bangkok ist ein
Mekka in Sachen Hotellerie. Kaum sonst wo auf der Welt muss sich der Gast zwischen einer solchen Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten entscheiden, und fast nirgends sonst ist das Preis-Leistungs-Verhältnis so gut wie in Bangkok, und das Serviceniveau so hoch. Einige der Top 50-Hotels der Welt finden sich in Bangkok, darunter das
Peninsula, das
Shangri-La, das
Oriental und das
Sukothai.
Luxusklasse
Zu Hotels der internationalen Spitzenklasse lassen sich das
Oriental, das
Peninsula, das
Sukothai, das
Four Seasons und das
Shangri-La zählen.
Oriental,
Peninsula und
Shangri-La liegen am Ufer des
Chao Phraya und bieten auch eigene Fährboote.
Fünf-Sterne
Das erste moderne Luxushotel, das in den 70er Jahren seine Pforten öffnete, war das
Dusit Thani am Lumpini Park. Es war das erste moderne Hotel Thailands, welches Farbfernsehen und klimatisierte Zimmer anbot. Aus dem Erfolg dieses Hotels entwickelte sich die thailändische Dusit-Kette.

Auch heute noch zählt das
Dusit Thani zu den ersten Häusern der Stadt. Die größeren internationalen Ketten sind in Bangkok natürlich auch praktisch geschlossen vertreten: Hilton mit dem
Millennium Hilton am Fluss sowie dem
Conrad an der Wireless Road, Starwood mit dem
Westin Grande Sukhumvit, dem
Sheraton Grande Sukhumvit, dem
Plaza Athénée Royal Méridien und dem
Royal Orchid Sheraton und Hyatt mit dem
Grand Hyatt Erawan. Die Inter-Conti-Gruppe betreibt u. a. das
Intercontinental Bangkok, Marriott u. a. das
JW Marriott in Sukhumvit und das
Marriott Resort am Fluss. Accor ist u. a. mit drei Sofitels vertreten, wovon das
Sofitel Silom aufgrund der zentralen Lage an der Silom Road insbesondere bei Touristen sehr beliebt ist. Das
Banyan Tree zählt zu den höchsten Hotels der Welt, und das
Landmark gehört zu den traditionsreichsten Business-Hotels an der Sukhumvit Road. Als eines der neuesten 5-Sterne-Hotels der Stadt sei noch das
Grand Millennium Sukhumvit aufgeführt.
Vier-Sterne
Zu den
beliebtesten 4-Sterne-Häusern der Stadt zählt u.a. das
Radisson Bangkok, das
La Bua at State Tower,

das
Century Park, das
Davis und das traditionsreiche
Montien an der Surawongse Road. Das
Montien bietet sogar eine Schar hoteleigener Hellseher. Auch das
Tawana Hotel in der Nähe von Patpong erfreut sich durchgehend guter Gästebewertungen. Für Shopping-Fans bietet sich z. B. das mit dem
MBK verbundene
Pathumwan Princess an.
Drei-Sterne
Laut Trivago-Bewertungen zählen das
Kanary House, das
Nana und das
Unico Grande Silom zu den
Top-3-Sterne-Hotels der thailändischen Hauptstadt.
Für den schmalen Geldbeutel
Beliebte Budget-Hotels sind das
A-One Inn, die
City Lodge Sukhumvit Soi 9 und das
Ibis Huamark.
Webtipps, aktuelle Bewertungen
Eine Auflistung diverser empfehlenswerter Internetseiten zu Bangkok findet man
hier, und wer die neuesten Bewertungen von Trivago-Usern zu Hotels und Ausflugszielen in Bangkok einsehen will, der wird an
dieser Stelle fündig.