Bewertung von elfenblume im Detail
elfenblume
Deutschland99%
Wer nun unter diesem Titel ein Bericht über den
Ballermann Barcelonas suchtden muss ich
enttäuschen. Ich möchte vielmehr über eines der Werke
des Antoni Gaudoi berichten : Casa Milà oder auch
La Pedrera , was soviel wie Der Stein bedeutet.
Lage
In der Passaig de Gracia , eine der elegantesten Einkaufs
strassen von Barcelona , befinden sich gleich zwei der
berühmten Bauwerke von Gaudi.Die Casa Milà hat die
Hausnummer 92 , die Casa Batlò findet man unter der
Hausnummer 43.
Anfahrt
Wir sind von der Metrostation kommend auf der linken Strassenseite
gelaufen , zunächst mussten wir uns orientieren , weil die
Hausnummern manchmal versteckt , manchmal garnicht
an den Häusern zu finden sind . Eigentlich ist der Passaig
de Gracia keine Strasse , Boulevard würde besser passen,
denn die Strasse ist so breit , dass wir die Nummern auf
der anderen Seite nicht erkennen können.
Gefunden
Nach einem Fussmarsch von 5 Minuten kamen wir an der
Casa Batlò vorbei. Irgendwie konnten wir es auch nicht
verfehlen , weil viele Touristen auf dem Bürgersteig standen
und fotografierten.Einige liefen sogar rückwärts auf die
Fahrbahn , um dieses beeindruckende Werk Gaudis komplett
auf das Foto zu bekommen.Selbstverständli ch haben auch
wir Fotos gemacht.
Nun war also klar , dass die geraden Zahlen auf der anderen
Seite sein mussten.Noch einmal 5 Minuten laufen und wir
hatten es gefunden.
Der Erbauer
Antoni Gaudi wurde 1853 in Reus geboren. Schon in seiner
Jugend interessierte er sich für die Formen der Natur .
Er studierte Architektur , beeindruckte aber seine Lehrer
nicht sonderlich.
Während seine frühen Werke sehr an die Gotik angelehnt
waren , entwickelte er später einen eigenen Stil , der zwar vom
Jugendstil geprägt war , doch durch die Verwendung
organischer Formen einzigartig wirkt. Seine Vorliebe für
Stein ,Schmiedeeisen und Kacheln , sowie die an die Natur
angelehnten Formen seiner Werke erkennt man in diesen
Villen wie auch in der Sagrada Famila.In dieser Kirche gibt es
auch ein Museum, in dem einige Studienobjekte von Gaudi
ausgestellt sind.
Der Stein
ist ein riesiges Mietshaus , das an der Strassenecke gebaut
wurde. Zum Passeig de Gracia gelegen erkennen wir im
Erdgeschoss eine Bank.Trotz seiner Grösse wirkt es nicht
wie Häuserblock. Die Fassade aus hellem Stein ist geschwungen
und lässt nicht die Monotonie moderener Hochhäuser erkennen.
Die Fenster und Balkone sind nicht symetrisch angeordnet, ein
bischen erinnert es mich an die Legohäuser , die mein Sohn früher
gebaut hat.
In der kleinen Seitenstrasse ist der Schalter , an dem wir die
Eintrittskarten kaufenich glaube 8,50 waren es- damit gelangen
wir in die grosse Eingangshalle.
Hier ist alles indirekt beleuchtet , verschiedene Farben Strahlen
die Wände an. Irgendwie haben wir das Gefühl in einer Höhle zu sein.
Wir lassen uns von den anderen Besuchergruppen zum
Fahrstuhl treiben , sekundenschnell geht es auf das Dach.
Im Dachgeschoss sind die Ausstellungsräume untergebracht.Unsere
Augen müssen sich in dieser Dunkelheit zurechtfinden.
Grosse Monitore sind zu erkennen auf denen die Geschichte des
Bauwerks gezeigt wird. Die Modelle des Hauses , sowie die
Entwürfe sind auf Tischen und Vitrinen ausgestellt.
Auf dem Dach
Zwei Türen führen direkt auf das Dach , in die Traumwelt des
Antoni Gaudi . Hier finden wir die
verkleideten Schornsteine , die ich so oft auf Bildern gesehen
habe. Wie die Soldaten aus Star Wars sehen sie aus.Eigentlich
ist es eher eine Dachlandschaft , denn auch hier wiederholt sich
die Wellenform , die wir schon an der Fassade gesehen haben.
Begeistert laufen wir über Treppen , um alle Figuren der
Schornsteine zu sehen -und natürlich im Bild festzuhalten.
Die Aussicht über Barcelona ist grandios, auch wenn mir ein
bischen mulmig angesichts der niedrigen Mauer wird. Zu weit
sollte man sich nicht hinauslehnen , um einen Schnappschuss
von der Dachlandschaft der Umgebung zu machen.
Nach einer halben Stunde verlassen wir das Dach zu Fuss durch
das Treppenhaus. Das Haus ist bewohnt , wir versuchen so leise
wie möglich zu sein. Ich frage meine Freundin , ob sie in einem
Haus wohnen möchte , wo täglich hunderte Touristen laufen--
sie verneint das ebenso wie ich.
Der Bau
wurde aufgrund eines Streits mit Gaudi und der Ehefrau des
Auftragsgebers Pere Mila nicht vollendet. Die Dame hatte
an der Gestaltung und wohl auch an den immensen Kosten
etwas auszustzen.Der Vertrag wurde im Jahr 1910 zwischen
dem Bauherrn und Gaudi gekündigt.Die im Entwurf gezeichneten
Figurengruppen wurden so nicht gebaut.Die Konstruktion wird
aber ständig restauriert, sollte ich dazu mit meinem Eintrittsgeld
beitragen, freut es mich.
Shop
Im Erdgeschoss gibt es einen Shop , in dem wir noch einige
Postkarten kaufen . Hier gibt es Bücher über Gaudi , Karten
und allerlei Cursilerias sagen die Spanier, also Kitsch.
Vom Aschenbecher bis zur Tasse mit Gaudis Bauwerken , hier
bekommt man alles.Ich brauche derlei Tant nicht.
Wir haben uns in ein Strassencafe gegenüber gesetzt und diesen
Anblick noch genossen.
Casa Mila10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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Zustand
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Historische Bedeutung