[14.09.2007] Die "gute Stube Berlins", wie der Reiseführer schreibt, sei der Berliner Platz, auf dem sich das Brandenburger Tor befindet. Seit dem Mauerfall, als das Tor aus seinem "jahrzehntelangen Dornröschenschlaf" erwachte, bemühe man sich, den Platz in alter Größe "wiederauferstehen" zu lassen. Das Berliner Wahrzeichen mit seinen "fünf Durchfahrten", wobei die mittlere für die "königliche Familie vorbehalten" war, wäre 1791 von Carl Gotthard Langhans fertig gestellt worden. Die "berühmte Quadriga" stamme aus dem Jahr 1793 und wurde vom Kupferschmied E. Jury angefertigt, wobei seine Nichte "als Model für die Wagenlenkerin" der Quadriga gestanden haben soll. Zudem habe die Quadriga eine "wechselvolle Geschichte" erlebt, denn 1908 hätte Napoleon sie abbauen und nach Paris bringen lassen, wo sie dann 6 Jahre später wieder ihren "Platz einnahm". Im Zweiten Weltkrieg wäre sie, bis auf einen Pferdekopf, "völlig zerstört" worden, der heute im Märkischen Museum zu sehen sei. Dank des Gipsabdruckes der Quadriga konnte diese 1958 durch das Versehen mit "künstlicher Patina" wieder ihren Platz einnehmen, allerdings ohne Eisernes Kreuz. In der Silvesternacht 1989/90 wurde das Tor "stark beschädigt", solle aber bis zum 200. Geburtstag 1991 wieder "hergerichtet" worden sein. Ein Jahr später, nach der letzten Restaurierung, habe die Dame auch das Kreuz zurückbekommen. In den Seitenflügeln des Tores befände sich links ein Souvenirshop und rechts "ein Raum der Stille", der zum "Durchatmen und Meditieren" gedacht sei. Besuchen könne man dieses täglich von 11-17 Uhr. Zu erreichen sei der Platz mit der S1 vom Bahnhof "Unter den Linden sowie mit der Buslinie 100.
Quelle: Städteführer "Berlin entdecken" - Mixing Medienproduktionen GmbH - S.32 -34
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