Bewertung von GoParc im Detail
GoParc
Spenge, Deutschland91%
Das Adlon ist das wahrscheinlich geschichtsträchtigste Hotel in Berlin, '07 von Lorenz Adlon in Auftrag gegeben, '45 als Lazaret eingerichtet und '97 von Kempinski und Roman Herzog aus Ruinen auferstehen lassen.
Für jeden der Berlin besucht, sollte der Besuch des Adlon auf dem Pflichtplan stehen. Es muss nicht unbedingt eine Übernachtung sein, aber zumindest sollte man sich ein wenig Zeit für einen Blick in die beeindruckende Lobby oder ein Kaffee, den es für vergleichsweise günstige 6 € gibt, sollte jeder mitbringen.
Unser erster Adlon- und Berlinbesuch seit Jahren wurde frühzeitig von einem unplanmäßigen Zwischenstop unterbrochen. Als unser Wagen nach 400 Kilomter langer Fahrt von Bielefeld nach Berlin schlussendlich in der Rügener Straße zum stehen kam, dachten wir, dass wir die letzten Meter die Koffer nun schleppen dürften. Da wir unsere Ankunft damals für 22 Uhr im Adlon angesagt hatten und wir es zu dieser Zeit, aufgrund der Panne nicht mehr hätten schaffen können im Hotel einzutreffen dachte sich mein Onkel, im Hotel unsere Versptung anzumelden und anschließend ein Taxi zu bestellen. Nach dem Anruf im Hotel war der Anruf bei der Taxizentrale nicht mehr nötig, da sich direkt ein hauseigener PKW des Adlon zu uns auf den Weg machte.
Wir trafen letztendlich gegen 22.15 Uhr am Hotel ein und wurde als erstes schon von dem Anblick des Brandenburger Tors und der Frontansicht des Adlons überwältigt.
Es sind gerade alle Räder des Wagens zum stehen gekommen, da wurden uns bereits die Türen geöffnet, was uns leider nur bei unserem ersten Besuch im Adlon beschert war. Das wir die Koffer erst im Zimmer wieder gesehen hatten brauche ich an dieser Stelle nicht extra zu erwähnen. Am Eingang wird man bereits von einem, eindeutig als Hotelzugehörig erkennbaren, Concierge mit Namen empfangen.
Anschließend taucht man in die wunderschöne Lobby des Adlon mit vielen Rundungen und der Weltbekannten Glaskuppel ein. Am Empfang wird man freundlich willkommen geheißen und nimmt seinen Zimmerschlüssel entgegen ... wünsche können dort in einem Atemzug auch noch abgegeben werden ... bevor man sein Zimmer bezieht.
Bei unserem ersten Adlonbesuch sollte es nur eines der circa 300 Zimmer sein, wovon einige extra behindertengerecht und für Allergiker eingerichtet sind. Diese sind sehr gemütlich sowie luxuriös eingerichtet und in die Betten möchte man sich einfach nur fallen lassen. Beim betreten der Zimmer erwarten einen die Koffer und den daran hängenden Bediensteten, der selbstverständlich für seine Meisterleistung entlohnt werden will. Nachdem das Zimmer nach der kurzen Frage: "Ist alles in Ordnung und haben Sie noch Wünsche?" übergeben wurde, lässt man sich in die Betten fallen, wo man wie in meinem Fall nicht mehr viel von dem restlichen Abend mitbekommt.
Am nächsten Morgen betritt man das Quarré, welches das Restaurant ist und einen wunderschönen Ausblick auf das Brandenburger Tor bietet. Die Tische sind wie mit der Schieblehre gedeckt und es steht einem sofort ein Kellner zur Seite. Die Karte besteht aus mehreren Frühstücken, deren Preis zwischen 15 € und 45 € für Hotelgäste liegt, für Besucher zwei bis fünf Euro drüber. Diese können natürlich mit einer beiliegenden Aufpreisliste à la Mercedes Benz in jegliche Richtung erweitert werden. Laut Karte werden einem frisch gepresste Gemüse- und Obstsäfte angeboten, die mit 9 € zu Buche schlagen. Für Kinder wird ein spezielles Frühstück angeboten, dessen Qualität wird allerdings nicht getestet haben. Auch während des Essens wird man ständig von einem der Kellner beäugt, der einem jeden Wunsch von den Lippen abliest.
Zum Abend haben wir das zweite Restaurant, was nach dem Erstbesitzer Lorenz Adlon benannt ist, besucht. Das Ambiente ist etwas schwerer und dunkler als im Quarré eine Etage tiefer. Den Blick auf das Brandenburger Tor lässt man sich auch hier gut bezahlen. Die etwa fünf Mehrgänge Menüs kosten zwischen 100 € und 175 €, wozu einem individuell ein Wein empfohlen wird. Obwohl man teuren Restaurants kleine Portionen nachsagt, kann ich nur behaupten, dass die Portionen auch für einen größeren Appetit sättigend sind. Wem übrigens das Ambiente des Quarrés schon am Morgen zugesagt hat, kann dort auch zu Abend essen, was preislich ähnliche Dimensionen annimmt.
Wer auch am Mittag, trotz der zahlreichenden Möglichkeiten in Berlin, im Adlon essen möchte, dem seinen auch hier keine Steine in den Weg gelegt.
Der Service des Hotels endet natürlich auch nicht bei Sonderwünschen wie einer Currywust, was wir im Selbstversuch getestet haben. Diese bekommen man nach circa sieben Minuten auf einem Keramikteller auf sein Zimmer. Man sollte solche kulinarischen Ergüsse jedoch eher in die Hände des Pommesbudenbesitzers seines Vertrauens geben.
Auch wer zu später Stunde noch Wünsche bei dem Concierge seines Vertrauens anmeldet wird so gut es geht bedient, doch auch das Adlon kann nicht alles möglich machen.
Die Abreise aus dem Adlon fällt fast immer schwer, denn man weiß schon beim Koffer packen, dass man den Service, das Flair und das Ambiente früher oder spter vermissen wird. Doch auch dieser Tag stand bei uns nach der zweiten Übernachtung vor der Tür. Es versteht sich von alleine, dass auch dieser vom Adlon, für den Gast so schön wie möglich gemacht wird. Man wird bei der Abgabe des Schlüssels sehr freundlich verabschiedet, man wünscht sich das sie bald wieder kommen und der Wagen (sofern Reperaturen zu machen waren, wird bis zur Abreise repariert ohne das man gemerkt hat, dass er jemals weg war) steht beladen mit seinen Koffern direkt vor dem Haupteingang. Auch vor der Tür wird einem eine schöne Heimfahrt gewünscht bevor man ein letztes Mal einen Blick auf das Adlon erhascht.
Die Zimmer:
Die Zimmer sind grundsätzlich schon recht gut ausgestattet, (TV, Telefon, Fax, Klimaanlage, Internetanschluss) jedoch können diese auch, wie fast alles im Adlon, individuell aufgewertet werden. Sie bieten immer genügend Platz, ob man nur mit einer oder mit zwei Personen eingezogen ist und ein Hochmaß an Luxus. Es stehen im gesammten Haus etwa 300 zur Verfügung, wovon einige speziell für die Bedürfnisse von Behinderten zugeschnitten sind und andere für Allergiker. Die Preise für ein ordinres Zimmer liegen für eine Einzelperson bei etwa 300 € - 350 € und für zwei Personen bei 370 € - 420 €.
Die Suiten:
Das Adlon verfügt über acht verschiedene Kategorien an Suiten. Diese enscheiden sich durch verschiedene Ausblicke oder Größen. So sind zum Beispiel Suiten mit Blick auf das Brandenburger Tor buchbar oder Mehrzimmersuiten mit enthaltener Minibar. Diese sind mehr als ausreichend ausgestattet und können wie die Zimmer individuell auf den Gast zugeschnitten werden, was selbstverstndlich auch seine Grenzen hat, die beim Adlon natürlich deutlich höher gesteckt sind als in anderen Hotels. In allen Suiten finden sich ein TV, Fax, Telefon und DVD-Player. Die Preise leigen für eine kleine Suite bei circa 650 €, bei einer sogenannten Junior Suite "Unter den Linden" bei genau 750 €, bei einer Junior Suite "Brandenburger Tor" bei genau 950 €, bei Mehrzimmersuiten bei 950 € bis hin zur Präsdentensuite, dessen Preis jenseits der 8000 € beheimatet ist.
Die Reservierungen,sowie Anfragen für Kongresse und das Mieten bestimmter hausinterner Räumlichkeiten, können telefonisch oder über Internet abgeschlossen werden.
Restaurants und die allabendlich geöffnete Bar können selbstverständlich von Gästen des Hauses als auch von Besuchern in Anspruch genommen werden, für Besucher sind die Preise für die Menüs in der Regel um ein paar Euro höher als für Gäste. Ausserdem empfehlen sich Vorbestellungen, die ebenfalls online oder telefonisch gemacht werden können, wenn man die oben genannten Lokalitten besuchen will.
Zur Verfügung stehen zudem noch zahlreiche Möglichkeiten, die der Entspannung dienen sollen, wie ein großzügiger Wellnessbereich, der mit Massagen und anderen Anwendungen, für die man sich vorher anmelden sollte, besticht.
Meiner Meinung nach sollte zumindest für jeden Besucher von Berlin ein Abstecher in das Adlon auf dem Programm stehen. Hier bestehen nichtmal annähernd Zweifel daran, dass der Kunde oder Gast hier König ist, man könnte sogar so weit gehe und sagen, dass hier der Kunde zum Kaiser gemacht wird. Die Zimmer überragen jegliche Vorstellungen und sind mit vielen Annehmlichkeiten die das Leben leichter machen ausgestattet. Das Personal ist zuvorkommen und begegnet einem mit ununterbrochener guter Laune. Die Restaurants besitzen, zu den besten Deutschlands gehörende, Köche, die einem auf Wunsch auch noch eine Extrawurst braten. Alles in Allem ist das Adlon ein Erlebnis was man in keinem Fall missen möchte und einen Besuch wert.
Adlon Kempinski Berlin10
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Bett-/ Matratze
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Ausblick
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Zimmerservice
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Vielfalt gastron. Einrichtungen
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Publikum/ Gäste
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Business-Ausstattung
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Hotelbar
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Sportangebot im Hotel
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Wellnessangebot
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Essen und Trinken
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Vielfalt des Speisenangebots
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Qualität des Speiseangebots
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Arrangement der Speisen
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Getränkeangebot
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Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
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Bedienung/ Service
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Lage und Umgebung
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Lage (Stadthotel)
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Verkehrsanbindung
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Einkaufsmöglichkeiten
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Kulturelle Angebote
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)