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Neuk.-Vluyn, Deutschland99%
Seit geraumer Zeit gibt es auch in Berlin ein Express by Holiday Inn. Die Express by Holiday-Inn decken bei er IC Hotel Group (u.a. Intercontinental, Crown Plaza, Holiday-Inn) die 2 bis 3 Sterne Häuser ab. Sie ähneln vom Konzept her etwas den IBIS Häusern des Accor Konzern, ich würde sie aber etwas höherwertige einstufen. Ein Aufenthalt in Berlin ließ in mir die Entscheidung reifen dieses Hotel einmal auszuprobieren.
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LAGE
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Das Hotel liegt sehr zentral in fußläufiger Entfernung von der S-Bahn Station Anhalter Bahnhof (gut 300 m bis zum Eingang des Hotels) und ungefähr genausoweit von der U-Bahn Station Möckernbrücke. Diese verläßt man am besten auf der Seite, auf der das Gebäude der Postbank ist und hält sich dann rechts. Der Potsdamer Platz, die Stresemannstraße läuft hierauf genau zu, erreicht man zu Fuß in gut zehn Minuten. Das Hotel liegt in einem Gebiet mit Wohn- und auch einigen Bürogebäuden. Nicht weit entfernt liegen auch noch einige andere Hotels wie z.B. das Suitehotel oder das Mövenpick.
Die Parksituation ist mittelprächtig, das Hotel verfügt zwar über eine eigene Garage, nicht jedoch über Außenparkplätze. Man wird mehr oder weniger gezwungen, die kostenpflichtige Tiefgarage zu benutzen.
Die Erreichbarkeit mit dem Auto könnte besser sein, denn der Gast muß sich in jedem Fall durch Berlin quälen und daß kann in der Rush Hour ziemlich langwierig sein.
Dank der guten Anbindung an den ÖPNV kann man in Berlin so ziemlich jedes Ziel relativ gut erreichen.
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AMBIENTE
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Man betritt das sechs stöckige U-förmige Hotel durch einen Windfang und steht anschließend in der Lobby.
Diese ist parallel zur Straßenfront, zu linken Seite befindet sich der Barbereich mit einer L-förmigen Theke und einem Sitzbereich. Hier wird morgens auch das Frühstück serviert. Dieser Bereich wirkt modern, helles Holz gepaart mit roten Stühlen wie man es in eigentlich jedem Express by Holiday-Inn findet. Hier kann man abends noch etwas trinken, hier war es auch gegen kurz vor 1.00 Uhr am morgen noch möglich etwas zu trinken zu bekommen (geöffnet ist der Barbereich von 12.00 bis 01.00 Uhr)
Geradeaus befindet sich der Empfang mit zwei Plätzen um Leute einzuchecken, besetzt war bei meiner Anreise allerdings nur ein Platz. Schräg gegenüber der Rezeption befindet sich ein Business Corner mit Internetterminal sowie ein Monitor mit den Abflugzeiten des Berliner Flughafens (Schönefeld) warum nicht auch Tegel? Aber, der Business Corner ersetzt kein Business Center und es ärgert mich doch etwas, daß manche Hotelseiten die beiden PC vollmundig als Business Center anpreisen. Allenfalls zum Abfragen der E-Mails geeignet.
Zu den einzelnen Zimmern gelangt man über zwei links neben dem Empfang gelegenen Aufzügen, die auch zur Tiefgarage führen. Die Aufzüge liegen dabei eher seitlich, d.h. man muß mitunter auf den Etagen noch etwas zum Zimmer laufen. Auch hier gibt es wohl die Unsitte, daß die Aufzüge immer ins Erdgeschoß zurückkehren, was mich persönlich ziemlich nervt. Auch lassen sich Wartezeiten vor den Aufzügen bei einem voll belegten Haus nicht vermeiden, wenn man in einer der unteren Etagen wohnt. Nun, es gibt dankenswerterweise auch ein Treppenhaus, das ich dann häufiger frequentiert habe.
Meetingräume stehen gleichfalls zur Verfügung, allerdings nur in begrenztem Umfang.
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CHECK-IN / SERVICE
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Ich bin gegen 20.30 Uhr im Hotel angekommen. Während die Dame am Empfang telefonierte, stand eine Kollegin im Barbereich und hatte offenbar im Augenblick nichts zu tun. Indes sie kam nicht herüber und begann das Einchecken schon mal. Diese strikte Trennung der Aufgabenbereiche ärgert mich immer wieder und ich kann sie nicht nachvollziehen. Der Gast darf dann warten, dies kann es eigentlich nicht sein.
Nachdem die Dame am Empfang das Telefonat beendet hatte, checkte sie mich ein und eröffnete mir, es gäbe nur noch Raucherzimmer. Mein Einwand, ich hätte in meinem Kundenprofil "Nichtraucher" als Priorität wurde abgetan mit dem Einwand, man sei ausgebucht. Der Hinweis auf meinen Top Status im Gästeprogramm Priority Club wurde mit dem Hinweis abgetan, daran könne sie auch nichts ändern. Gut, der ein oder andere wird sich jetzt heimlich ob meines Snobismus freuen, gleichwohl ist dies eigentlich nicht der Umgang mit guten Kunden. Ich hätte anstelle des etwas kühlen Hinweis seitens des Check-In eher eine Entschuldigung im Sinne von, man schätze die Loyalität aber als häufiger Gast wisse ich ja sicherlich, daß es manchmal Umstände gibt, die leider nicht mehr zu ändern sei und würde daher auf meine Kooperation setzte. Kostet auch nichts (vielleicht noch einen Voucher für ein Bier an der Bar) beschert dem Gast aber das Gefühl, man sei sich seiner Wichtigkeit bewußt. Aber als Gast, der im vergangenen Jahr durchaus auf rund 22 Nächte mit der Kette zurückblicken kann wünscht man sich halt auch manchmal eine gewisse Anerkennung und nicht eine ist-mir-doch-egal-Mentali tät.
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ZIMMER
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Die Zimmer sind durchweg eher klein; nach Öffnen der Zimmertür mittels Codekarte steht man sofort im Zimmer. Allerdings ist der Eindruck klein relativ, da ich auch schon in höherwertigen Häusern gewohnt habe, in denen die Zimmer noch kleiner waren.
Unmittelbar neben der Tür befindet sich der zentrale Lichtschalter, in welchen man die Codekarte des Zimmers schiebt, damit man Licht hat. Gleich daneben der Eingang in das Badezimmer. Dieses ist ausgesprochen hell und verfügt über eine Dusche (mit Vorhang) und eine separate Toilette. Zwischen Toilette und Dusche befindet sich eine Glaswand aus Milchglas, so daß die Dusche durch die sich über der Toilette befindliche Leuchte mit beleuchtet wird; die Beleuchtung erfolgt mittels Halogendeckenspots, die Lampen neben dem Spiegel habe ich nicht wirklich vermißt. Das Waschbecken ist in der dem Eingang gegenüberliegenden Ecke bündig in eine dreieckige Platte aus Kunststoff eingelassen. Hinter dem Waschbecken befinden sich bündig in die Verfliesung eingelassen große Spiegelflächen. Anstelle der kleinen Flaschen mit Lotion, Shampoo, etc. befinden sich hier entsprechende Spender sowohl in Dusche als auch neben dem Waschbecken. Die Dusche ist normal groß und die Armatur verfügt über eine Temperaturvorwahl und eine Duschkopf, hier im Gegensatz zu anderen Häusern ohne Massagestrahlfunktion. Handtücher waren diese Mal eher knapp bemessen, zwei Badehandtücher und zwei kleine Handtücher. Auf Einmal-Waschlappen mußte ich hier verzichten. Der Lüfter im Bad arbeitet leise, allerdings konnte auch er das Beschlagen der Spiegelflächen nicht verhindern.
Insgesamt macht das Bad einen positiven Eindruck, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, daß das Hotel recht neu ist, aber auch auf das logisch durchdachte Raumkonzept des Badezimmers.
Das Zimmer selbst ist eher klein. Schräg gegenüber dem Bad befindet sich die Garderobe für die Kleidung mit einigen diebstahlsicheren Kleiderbügeln und einer Ablage nebst Steckdose sowie dem Wasserkocher für Tee- und Kaffee, der allerdings den HIX typischen minder qualitativ Eindruck macht und das Wasser auch recht schnell ausschaltet, so daß es eigentlich nicht richtig kocht, und dabei noch ausgesprochen heiß wird. Auch befindet sich hier ein großer Spiegel mit Föhn, was ich nach wie vor für eine Unsitte halte, er gehört ins Bad, zumindest in Europa.
Das Zimmer verfügt über ein Doppelbett nebst zwei Nachtischen mit Leuchten, einer Couch, die auch als weitere Schlafmöglichkeit dienen kann, sowie einem Schreibtisch mit Leuchte und zwei Steckdosen sowie Modemanschluß. Auch befindet sich hier der Fernseher auf einer drehbaren Platte. Wie allgemein üblich dient auch hier der Fernseher als Radio, Wecker und zum Einblick in die Rechnung. Die Fenster lassen sich hier nur kippen, nicht aber ganz öffnen, was ich interessanterweise in den bislang von mir bewohnten Express by Holiday-Inn immer genau umgekehrt erlebt habe (ganz öffnen statt kippen).
Das Ambiente im Zimmer ist ausgesprochen angenehm. Hier sorgen Details, wie das Bild über dem Bett, die Lampe über dem Bett und die Lampe hinter der Couch für einen insgesamt sehr positiven Gesamteindruck.
Letztendlich war mir eigentlich klar, was mich erwartet, denn wie auch die IBIS Hotels ist das Interieur der HIX immer gleich und weicht nur in Nuancen voneinander ab. Da hier - anders als in Frankfurt - das Zimmer noch in einem tadellosen Zustand war, gab es am Zimmer nichts auszusetzen und ich habe das bekommen, was ich erwartet habe, sieht man davon ab, daß es eine Raucherzimmer war.
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FRÜHSTÜCK
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Das Frühstück wird im Erdgeschoß in Buffetform dargeboten. Serviert wird es von 06:30 Uhr bis 10:30 Uhr während der Woche, am Wochenende eine Stunde länger. Es gibt neben diversen Sorten Brötchen (Mohn-, Sesam, Roggen, Vollwert) auch Brot (Grau-, Weiß- und Schwarzbrot). Die Auswahl an Konfitüren und Marmeladen ist ausreichend, gleiches gilt für Müsli (Schoko, Früchte, Knuspermüsli) und Säften (zwei Sorten); auch hart gekochte Eier sind vorhanden. Neben Kaffee aus dem separat stehenden Automaten kann man sich auch Beuteltee nehmen.
Bedauerlicherweise ist die Anordnung der Heißgetränke mit den drei Automaten nicht wirklich günstig, denn es bieten alle heißes Wasser für Tee an, Teebeutel liegen aber nur an einem der Automaten. Espresso bieten auch alle an, Espressotassen stehen aber nur neben einem. Es macht sicherlich auch Sinn die Geräte über das Buffet zu verteilen, nur brauchen die Geräte etwas Zeit um Kaffee etc. aufzubrühen und die Schlange davor stört im Buffetbereich. Vielleicht sollte man die Geräte doch zentral aufstellen, ich gebe aber zu, eine wirkliche Lösung fällt mir im Augenblick nicht ein. Das Problem dürfte unter der Woche, wo erfahrungsgemäß die Gäste eher verteilt zum Frühstück kommen, während am Wochenende es meist so ab 8.30 Uhr voll wird, auch geringer sein.
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FAZIT
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Es handelt sich um ein Kettenhotel, bei dem man im Grunde weiß, was einen erwartet. Der Service ist freundlich und es ist ein Haus für denjenigen, der vor allem im Hotel schlafen will.
Ich schätzte an diesem Express by Holiday-Inn die gute Lage, daß ich dieses mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Bahnhof Zoo recht gut erreichen kann. Auch die Ministerien und sonstigen öffentlichen Institutionen sind recht gut zu erreichen.
Der subjektive Vorteil für mich ist, daß ich für Berliner Verhältnisse zu äußerst attraktiven Preise Nächte beim Priority Club Programm, dem Gästeprogramm der IC Hotel Group, sammeln kann und daß hier im Gegensatz zum IBIS das Frühstück im Preis inbegriffen ist und das Express dabei relativ häufig noch günstiger ist als das IBIS bei einer durchaus gehobenen Ausstattung. Weiterhin die zentrale Lage, die fast alle Ziele in und um Berlin erreichbar macht. Negativ der Eindruck beim Check-In und die nicht so ganz durchdachte Anordnung des Frühstückbuffets, über die ich hinwegsehen kann. Die Ignorierung des Wunsches auf ein Nichtraucher Zimmer fällt stärker ins Gewicht, läßt sich aber letztendlich verschmerzen, auch wenn dies eigentlich und erst recht bei den besseren Kunden nicht passieren darf.
Ich denke, ich werde hier trotzdem noch öfter absteigen.