Bewertung von hawasie im Detail
hawasie
Rathenow, Deutschland94%
Es war Samstag, der 05.03.2005. Am frühen Nachmittag beschlossen meine Frau und ich, spontan nach Berlin zu fahren. Genauso spontan wurden die notwendigsten Sachen eingepackt. Wir wohnen ja nicht so weit von der Hauptstadt weg, aber wenn wir irgendwelche Karten für eine Abendveranstaltung bekommen würden, würden wir doch auch mal ganz gerne in Berlin übernachten. Gegen 16.30 Uhr waren wir in Berlin oder genauer gesagt in der Friedrichstraße. Ergatterten zwei der letzten Karten für den Comedy-Quatsch-Club
(gleich neben dem Friedrichstadt-Palast) und gingen nun auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft.
Das für einen Nichtberliner nicht ganz durchsichtige Einbahnstraßensystem in dieser Ecke von Berlin, führte uns durch Zufall in einer Seitenstraße vor den Eingang des Jolly Hotel Vivaldi. Während mein Frauchen im Auto wartete, wagte ich den Gang zur Rezeption.
Durch eine Drehtür betrat ich die Empfangshalle. Während rechts die Rezeption zu finden ist, befindet sich links das Restaurant Vivaldi. Doch dazu später. An der Rezeption erkundigte ich mich, ob spontan noch ein Doppelzimmer zu haben wäre. Die junge Frau hinter dem Tresen lächelte mich freundlich an und meine, sie sei Azubi und müsste mal jemanden rufen, denn sie dürfe nicht buchen. Aber schauen könnte sie doch eigentlich, ob überhaupt etwas frei wäre ? Egal ich wartet 2 Minuten und ein freundlicher Herr kam und durchforstete den Computer um dann festzustellen, dass etwas frei wäre und ob ich buchen möchte. Er erklärte mir, dass das Doppelzimmer 135,- Euro kosten würde, zuzüglich Frühstück, könne mir aber einen Preis von 100,- Euro anbieten plus 15,- Euro Frühstück für mich und meine Begeleitung. Ich checkte ein. Ein Hotelangestellter wollte gleich den Schlüssel von meinem Wager haben und diesen in die Tiefgarage fahren und das Gepäck mitbringen. Auf diesen Service habe ich verzichtet.
Ich erkundigte mich nach einem Parkplatz. Eine Tiefgarage steht zur Verfügung die Straße zurück, rechts rum und gleich wieder rechts unscheinbar führt eine Ausfahrt über den Bürgersteig zur Tiefgarage. Den Klingelknopf des Hotels gedrückt ( andere Benutzer dieser Garage gibt es auch) und das Tor wurde geöffnet. Parkplätze waren ausreichend vorhanden.
Die Lobby
Es gibt 2 Hoteleingänge den einen von der Friedrichstraße und den anderen, den ich benutzte, von der Georgenstraße. Diese Straße ist ein Sackgasse man kommt nicht auf die Friedrichstraße, wohl aber vor das Hotel, um in Ruhe aussteigen und alle Formalitäten erledigen zu können.
Die Empfangshalle ist eigentlich dreigeteilt. Die Rezeption auf der rechten Seite ihr gegenüber eine räumlich Teilung durch eine Wand, wo ein Gaskamin brennt. Rückseitig von dieser Wand einige Sitzgelegenheiten mit Tischen und Sesseln. Und weiter links etwas erhöht das Restaurant Vivaldi. Dies ist ein Gourmet-Restaurant das über Mittag und dann abends wieder geöffnet hat. Wir hatten keine Gelegenheit es zu besuchen. Die Menukarte klang sehr gut. Aber es ist schwer, sich ein Restaurant inmitten der Lobby vorzustellen, dass eine entspannte Atmosphäre verspricht.
Der Zimmerschlüssel :
Ist, wie schon fast üblich, im Kreditkartenformat und für verschiedene Dinge zu gebrauchen. Wir wohnen im 2. Stock. Der Fahrstuhl fährt nur nach oben, wenn die Schlüsselkarte unterhalb der Tasten im Fahrstuhl durchgezogen wird. Die tasten braucht man nicht mehr zu drücken der Fahrstuhl weiß, dass wir in die 2. Etage wollen. Außerdem braucht man diesen Schlüssel, um in das Zimmer zu kommen und zu guter Letzt, um Strom im Zimmer zu haben.
Das Zimmer :
Der erste Eindruck ausreichend geräumig für 2 Personen. Als ich die Zimmerkarte in den Stromschlitz stecke, geht der Fernseher an. Das übliche Begrüßungsfenster, das einem Willkommen heißt und natürlich auch mit voller Anrede angesprochen. Auf dem Tisch, wo auch das TV-Gerät mit Sattelitenempfang steht, liegen verschiedene Prospekte des Hotels. Teilweise mehrsprachig teilweise nur in italienisch. Na ja, wir bleiben ja nur eine Nacht.
Das Zimmer ist absolut sauber und in Ordnung. Leider der Ausblick war nicht berauschend wir schauten auf eine Wand aus Glas und Beton dem Nebengebäude. Die Fenster sind lärmgeschützt. Trotz lebendiger Lage des Hotels die Hoffnung auf eine ruhige Nacht die wir ja dann auch später hatten.
Das Bett besteht aus einem Doppelbett, welches wirklich zusammen steht, allerdings nur eine Matratze hat, die dazu auch noch sehr weich und nachgiebig war. Hat jemand eine Wühlmaus als Partner, könnte es eine unruhige Nacht werden. Na ja egal wir wollten ja nur eine Nacht hier schlafen.
Das Bad ist geräumig genug und auch sehr sauber. Ein großzügiger Spiegel, ein Fön, eine Duschkabine und ein WC darüber hinaus natürlich Handtücher, 2 Badehauben und jeweils
2 mal: Shampoo und Badegel dazu eine kleine Flasche Lotion und zwei unterschiedlich große Seifen. Die Spülung des WC befindet sich nicht, wie man gewohnt ist, hinter dem WC, sondern der Spülknopf war rechts davon heimlich in die Wand eingelassen. Wer sucht, der findet. Das eigentliche Problem im Bad war ein anderes: die Wasserhahnautomatik. Jeder kennt die Mischhebel bei den Wasserhähnen. Hier gibt es äußerst spezielles Modell nach links geschlossen nach rechts offen werdend und auch wärmer werdend also ganz rechts heiß. Keine Regelung des Wasserdurchlaufes also erst kalt ob man will oder nicht dann wärmer und das bei starkem Strahl. Das gilt im Übrigen nicht nur für das Waschbecken sondern auch für die Dusche. Also kein Wunder, dass 2 Badehauben dort lagen. Na ja wir wollten ja eh nur eine Nacht bleiben.
Das zu den ersten Eindrücken. Ein wenig frisch gemacht und dann ab in das Berliner Nachtleben. Die Lage des Hotels ist fast optimal der Bahnhof Friedrichstraße gleich gegenüber, der entsprechende U-Bahnhof, die Straßenbahnhaltestelle fast am Hoteleingang. Die Straße Unter den Linden ca. 500 m entfernt und in die Gegenrichtung der Friedrichstadtpalast auch.
Als wir gegen Mitternacht in das Hotel zurück kehrten, noch einen kleinen Blick in die Minibar geworfen der eine ein stilles Wasser und der andere sich ein Bierchen genehmigt, um dann einzuschlafen.
Das Frühstück :
Sonntags gibt es im Restaurant La Matta von 6.60 Uhr bis 11 Uhr das Frühstück. Wir waren gegen 8.30 Uhr da und nicht sehr viele Gäste bedienten sich gerade am Buffet. Dieses Restaurant liegt in der Glashalle des Hotels und diese Halle ist nicht gerade klein. Optisch wurde das Restaurant vom übrigen Teil der Halle mittels Stoffen, die von der Zwischendecke hingen und vielen Kübelplätzen abgetrennt. Wer ein Frühstück mit herrlichem Ausblick genießen möchte, ist hier fehl am Platze. Auf der einen Seite eine lange, öde Halle ( die sicher als großer Tagungsraum genutzt wird) und auf der anderen Seite zwar Fenster, die aber verhangen sind und wenn sie frei wären, eh nur einen Blick auf Glas und Beton preisgeben würden.
Dafür war das Buffet umso reichhaltiger. Verschiedene kleine, frische und knackige Brötchen, verschiedene Brot und Müslisorten, Wurst und Käse, frisches Obst und Säfte, Joghurtkulturen und auch Salate machen das Frühstück angenehm und abwechslungsreich.
Der Kaffee oder Tee wurde in einer großen Kanne an den Tisch gebracht, zu Beginn auch eingeschenkt und anschließend blieb die Kanne auf dem Tisch. So um die 8 Tassen müsste der Inhalt gewesen sein sehr ausreichend.
Der Frühstücksraum ist in Raucher und Nichtraucherzone geteilt. Das ist erst einmal lobenswert. Die Nichtraucherzone war entschieden kleiner als die andere Zone gut das sind sicher Erfahrungswerte. Die Frage des Sinns dieser Einteilung stellt sich aber, wenn in einer Tischreihe in der Mitte der eine Bereich in den anderen übergeht. Die logische Folge ist, dass der Nachbartisch qualmt und wie es meistens so ist, dieser Rauch auch in die Richtung der Nichtraucher zieht. In dieser Beziehung sollte man sich etwas einfallen lassen.
Während des Frühstücks und sonst auch in der Lobby und im Fahrstuhl hören wir Werke von Vivaldi und verbringen so fast 1 Stunde beim Frühstück.
Anschließend auf das Zimmer, die Sachen zusammen gepackt und wieder runter zur Rezeption auschecken. Ging relativ schnell und problemlos. Ich wurde noch gefragt, auf welche Adresse ich die Rechnung haben möchte, bezahlt, in die Tiefgarage und wieder das Knöpfchen gedrückt. Man wünschte uns noch einen schönen Heimweg und bedankte sich, dass wir Gäste waren und öffneten das Tor.
Fazit :
Ein nicht schlechtes Hotel mit einigen kleinen Unannehmlichkeiten. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter, der Service, das wunderbare Frühstück und die sehr gute Lage veranlassen mich dazu, dieses Hotel durchaus empfehlen zu können.
Hartmut
NH Berlin Friedrichstraße8
Einzelbewertung
-
Zimmer
[mehr][weniger]
-
Größe
-
Sauberkeit
-
Ausstattung
-
Zustand (gut erhalten etc.)
-
Design/ Flair Zimmer
-
Bett-/ Matratze
-
Ausblick
-
Hoteleinrichtungen
[mehr][weniger]
-
Erscheinungsbild/ Architektur
-
Atmosphäre/ Flair Lobby
-
Gesamtzustand
-
Rezeption/ Organisation
-
Personal (Freundlichkeit/ Service)
-
Essen und Trinken
[mehr][weniger]
-
Vielfalt des Speisenangebots
-
Qualität des Speiseangebots
-
Arrangement der Speisen
-
Getränkeangebot
-
Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
-
Bedienung/ Service
-
Lage und Umgebung
[mehr][weniger]
-
Lage (Stadthotel)
-
Verkehrsanbindung
-
Einkaufsmöglichkeiten
-
Kulturelle Angebote
-
Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
-
Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)