Bewertung von blacktip im Detail
blacktip
Reinsdorf, Deutschland97%
Vergangenes Wochenende verbrachten wir im ungewohnten Luxus, weil mein festes Mädel ein Wochenende in einer Suite im Berliner Westin gewonnen hatte. So ein Angebot konnten wir uns doch nicht entgehen lassen.
Die Zimmer
Wie gesagt, wir hatten eine Suite gebucht und bekamen die Bach-Suite zugewiesen. Ob das nun damit zusammenhängt, dass wir aus Leipzig kamen... ? Entsprechend dem Namensgeber und seiner Zeit, war sie auch eingerichtet. Zuerst kommt man in einen kleinen Vorraum, in dem man seinen Mantel aufhängen und Taschen abstellen kann. Von hier aus geht es auch ins Bad bzw. die Toilette, die separat ist. Sehr praktisch, so muss man nicht durch die ganzen Räume laufen, wenn es kurz vor dem Gehen noch mal nötig ist. Vom Eingangbereich geht es dann ins Wohnzimmer, das riesig ist. Na ja, riesig ist relativ, aber eben doch schon ziemlich groß. Es geht etwas dreieckig zu, weil diese Suite an einer der Gebäudeecken liegt. Die Möbel würde ich als Biedermeier-Stil bezeichnen, aber da kenne ich mich nicht so aus. Recht edel und ansprechend. Den Raum bestimmen zwei Sachen: eine große Büste des Herrn Bach und ein Flat-TV, der natürlich nicht so ganz zum Stil passt, aber eben ein Ausdruck von Modernität ist. Für die Bequemlichkeit gibt es einen stilgerechten Schreibtisch, ein echt bequemes Sofa und Stühle, ein Eckschrank mit Geschirr drin - aber das könnte auch nur Dekoration sein - und ein Sideboard mit der Minibar und einem Bose-Sound-System drauf. Alles in allem sehr nett.
Nebenan liegt dann das Schlafzimmer mit einen großen Schrank, Schreibtisch und extra Fernseher. Leider typisch für ein amerikanisch gemanagtes Hotel - eine Bettdecke, die zwar super breit ist, aber verflixt ungewohnt. Aber man kann sich auch zwei einzelne bestellen, wenn man mit dem/der PartnerIn nicht unter eine Decke kriechen will.
Im Schrank ist viel Platz. Vor allem ist er geteilt, so dass jeder seinen eigenen Bereich haben kann. Und er ist sogar beleuchtet, wenn man die Tür aufmacht. Hosenbügler, Bügel, Tüten für Schmutzwäsche, Nähzeug - alles vorhanden.
Das Bad macht dann schon richtig Spaß. Alles ist in schwarzem und hellem Marmor gehalten und bietet bequem Platz und auch zwei Waschbecken für zwei am Morgen. Wanne und Dusche sind separat, wobei die Dusche riesig ist mit Sitzplatz drin. Die üblichen Accessoires sind auch vorhanden, nur etwas reichlicher und edler.
Und dann haben wir noch die erwähnte Toilette, die sich in einem separaten Raum befindet mit eigenem Waschbecken, Bidet und sogar Telefon für die langen Sitzungen.
Vom Zustand her kann man fast nichts beanstanden. Nun ja, die Armaturen waren manchmal schon etwas locker oder die Türgriffe, und das darf eigentlich nicht passieren, wenn der Zimmerdienst wirklich alles gut kontrolliert.
Die Hoteleinrichtungen
Das Hotel wurde in den letzten Jahren der DDR gebaut, aber damals schon in dem Stil, wie es heute noch besteht, vom Stil her bisschen wie Kaiserzeit. Das sieht man schon in der Lobby, die beeindruckend ist. Denn von hier aus, d. h. von dem Sitzbereich in der Mitte, kann man nach oben bis zu einer Art Kuppel schauen. Die Zimmer sind dann rund um diese Halle angeordnet.
Von den Diensten in der Lobby haben wir die Rezeption in Anspruch genommen und den Concierge. Mit beidem waren wir mehr als zufrieden. Hier wird man zuvorkommend und ausgesprochen nett bedient. Vor allem der Concierge machte sich riesige Mühe, weil wir noch nicht so richtig Pläne hatten mit unserer Zeit.
Natürlich haben wir auch, wenn man schon mal in einem Luxushotel ist, auch den Wellnessbereich ausprobiert. Zu dem gelangt man über einen separaten Aufzug, der auf jeder Etage ausgeschildert ist. Der ganze Bereich nimmt vielleicht 200 bis 300 Quadratmeter ein. Hier findet man ein rundes Becken, einen Whirlpool, Sauna, Liegen, eine Bar und Solariumbänke. Nebenan gibt es noch einen Fitnessraum und Massageräume.
In unserem Wochenendpaket war auch noch eine Wellnessbehandlung enthalten, sprich, eine Massage. Die bekommt man im Beauty- und Wellness-Center gegenüber.
Die Gastronomie
Von den gastronomischen Möglichkeiten haben wir nur das Frühstück im Hotel in Anspruch genommen. Da ich des öfteren dienstlich in Hotels übernachten muss, kann ich gut vergleichen: es gibt durchaus auch besseres Angebot am Frühstück. Grundsätzlich ist es schon toll, aber es sind so die Kleinigkeiten, die nicht perfekt sind. Der Raum ist schlauchartig, und in einem Bereich ist dann das Buffet angeordnet. Dort kommt es regelmäßig zum Stau, wenn sich nicht nur die Gäste drängen, sondern auch die Servicekräfte, die helfen oder nachfüllen wollen. Das ist nicht optimal gelöst. Ansonsten gibt es hier schon ein gutes Angebot, von Sekt (kein Champagner) über Salate bis zu Süßem. Aber wir hatten beide das Gefühl, dass es nicht mehr die Qualität und die Vielfalt von vor drei Jahren hat, als wir schon einmal während eines Kongresses hier übernachtet hatten. Und am Sonntag sollte man entweder ganz früh oder ganz spät gehen. Es gab sogar eine Warteschlange, als wir frühstücken wollten.
Die Lage
Tja, die kann eigentlich besser nicht sein, sei es nun für den Touristen oder für jemanden, der geschäftlich in der Stadt ist. Das Hotel liegt nämlich genau im Herzen der Stadt, keine 5 Minuten vom Brandenburger Tor entfernt, an der Einkaufs- und Kulturmeile Friedrichstraße und Unter den Linden. Und wer in der Nähe schon alles abgegrast hat, kann problemlos entweder einen Bus direkt vor dem Hotel nehmen oder in die nächste U- oder S-Bahn-Station steigen, die gerade mal drei Minuten vom Hotel weg sind. Allerdings muss man diese Lage auch mit kleinen Einschränkungen bezahlen, was den Lärm angeht. Viele Zimmer sind zur Straße gelegen, so auch unseres, und da mochte ich nachts nicht das Fenster offen lassen, denn der Verkehr in der Friedrichstraße ist schon enorm.
Meine Einschätzung
Das Hotel Westin Grand punktet vor allem durch seine hervorragende Lage und seinen Service sowie den Wellnessbereich, der einen durchaus dazu verlocken kann, garnicht vor die Tür zu gehen. In Punkto Frühstück kann man noch einiges verbessern, finde ich, und etwas mehr Aufmerksamkeit sollte man dem Zustand der Zimmer widmen. Aber das ist kein großer Kritikpunkt. Wir haben das Wochenende jedenfalls sehr genossen, auch wenn wir die Suite eigentlich gar nicht so richtig ausgenutzt haben.
The Westin Grand Berlin9
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Bett-/ Matratze
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Ausblick
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Publikum/ Gäste
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Hotelbar
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Wellnessangebot
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Essen und Trinken
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Vielfalt des Speisenangebots
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Qualität des Speiseangebots
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Arrangement der Speisen
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Getränkeangebot
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Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
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Bedienung/ Service
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Lage und Umgebung
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Lage (Stadthotel)
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Verkehrsanbindung
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Einkaufsmöglichkeiten
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Kulturelle Angebote
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)