Bewertung von kairo im Detail
kairo
Saarwellingen, Deutschland97%
Die leuchtende goldene Kuppel der Synagoge faszinierte mich schon seit Jahren, dennoch hatte ich nie die Zeit mir dieses für Berlin geschichtlich wichtige Gebäude anzusehen. Diesmal stand die Neue Synagoge ganz oben auf meiner Besichtigungsliste und bei strahlendem Sonnenschein stand ich morgens um 10:00 Uhr vor dem Baudenkmal.
Erreichbarkeit, Lage und Umgebung:
Die Neue Synagoge befindet sich an der Oranienburger Straße in der Spandauer Vorstadt. Ich bin mit der S-Bahn zum Bahnhof Hackescher Markt gefahren und die Oranienburger Straße hinauf gewandert. Die nächste S-Bahnstation ist aber die Oranienburger Straße.
Ebenfalls sehenswert im direkten Umfeld der Neuen Synagoge ist das daneben stehende Gebäude des alten Postfuhramtes.
Muss man gesehen haben / Atmosphäre:
Die Neue Synagoge an der Oranienburger Straße wurde von den Architekten Eduard Knoblauch und Friedrich August Stüler errichtet und 1866 eingeweiht. Die Synagoge ist ein Bauwerk von herausragender Bedeutung für die Geschichte der jüdischen Bevölkerung der Stadt und ein wichtiges Baudenkmal. Wer vor der Fassade der Synagoge steht und die gewaltige Kuppel und die facettenreichen Türme sieht, wird begeistert sein. Auch die gesamte Fassade mit den bunten, terracotta farbenen Steinen ist etwas ganz besonderes. Für mich hat die gesamte Außenfassade etwas Islamisches an sich. Die Türme der Synagoge erinnerten mich an islamische Minarette. Das frühere Portal mit seinen 3 Türen wirkt durch die Gestaltung ebenfalls sehr orientalisch. Die Kuppel mit ihren Ornamenten und den goldenen Kugeln und dem Davidstern bildet den krönenden Abschluss des Bauwerks.
Wenn man das heutige Bauwerk sieht, kann man nur froh sein, dass die in der Reichskristallnacht zerstörte Synagoge nicht völlig abgerissen wurde und heute, nach ihrem Wiederaufbau ein Teil der Geschichte dieser Stadt ist. Nach betreten des seitlichen Eingangs muss man sich übrigens starken Sicherheitsvorkehrungen beugen und man wird genauer als auf einem Flughafen kontrolliert. Alle Beamte waren aber sehr freundlich und hilfsbereit. In der Synagoge angekommen gibt es dort gleich einen Souvenir und Kassenshop. Wer sich die Mühe macht und die Treppen hoch zur Kuppel geht, wird dort oben mit einem schönen 360° Rundumblick belohnt. Leider durfte man dort nicht fotografieren. Der größte Teil der heute wieder errichteten Gebäudeteile werden vom Centrum Judaicum als Ausstellungsräume genutzt.
Budget-Freundlichkeit:
Der Eintritt in die alte Synagoge und das Centrum Judaicum kosten 3,50 €. Der Aufstieg in die Kuppel wird noch zusätzlich mit 2,00 € berechnet.
Zusammenfassung:
Das absolute Highlight der Neuen Synagoge ist ihre wunderbare Fassade mit der weithin leuchtenden Kuppel und den zwei Türmen. Mich hat diese Fassade fasziniert. Die Ausstellung Centrum Judaicum ist Geschmackssache, mich persönlich hat es weniger interessiert. Für die meisten Besucher wird sicher das Betrachten der Außenfassade genügen.
Die Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum“ hatte das Ziel die Neue Synagoge wiederaufzubauen und ein Zentrum für die Pflege und Bewahrung jüdischer Kultur zu schaffen. Dies ist der Stiftung positiv gelungen. Ich sehe die Neue Synagoge auch als Mahnmal für eine Zeit die man nicht vergessen sollte und als Zeichen der Glaubensfreiheit in unserer Hauptstadt.
Neue Synagoge9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Atmosphäre
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Architektur