Bewertung von squarerigger im Detail
squarerigger
Kandel, Deutschland87%
Dass Berlin eine Stadt mit einer einzigartigen Geschichte ist, dürfte wohl jedem bekannt sein - ich möchte hier nur kurz an verschiedene Stationen der Geschichte dieser Stadt erinnern:
- Hauptstadt des deutschen Kaiserreichs
- die "Goldenen 20er"
- Hauptstadt des nationalsozialistischen Terrors
- große Zerstörungen zum Ende des 2. Weltkriegs
- Berlin-Blockade mit Luftbrücke
- Mauerbau und Teilung der Stadt
- Mauerfall
- Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland
- ...
Diese bewegte Geschichte Berlins wird in der Ausstellung "The story of Berlin" gezeigt. Zu sehen ist diese Ausstellung im Ku-Damm-Karree, Kurfürstendamm 207-208, täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr (letzter Einlaß um 18.00 Uhr). Informationen dazu findet man auch unter www.story-of-berlin.de.
Die gesamte Ausstellung besteht aus zwei Teilen, auf die ich hier gesondert eingehen will. Da gibt es zum einen die eigentliche Ausstellung, zum anderen ein interessantes zeitgeschichtliches Dokument sozusagen "live und in Farbe".
Die eigentliche Ausstellung zeigt die Geschichte Berlins von der Gründung bis heute. Die komplette Ausstellung ist multimedial aufgebaut. Es gibt Ausstellungsstücke, Info-Tafeln, Tondokumente, Filme, etc. - eben alles, was man in einer zeitgemäßen Ausstellung erwarten kann - und diese Ausstellung ist alles andere als langweilig. Man kann durchaus längere Zeit darin verweilen und entdeckt doch immer wieder etwas Neues. Gerade die Exponate aus der jüngeren Zeit, also vom Beginn des Kaltes Krieges bis heute, sind für mehr als faszinierend - nicht zuletzt deshalb, weil ich einen Teil dieser Phase bis hin zum Ende der deutschen Teilung 1989 selbst miterlebt habe.
Aufgrund der Konzeption der Ausstellung kann man sagen, dass hier tatsächlich Geschichte zum Anfassen präsentiert wird, ganz ohne Langeweile.
Letztlich kann die ganze Ausstellung einen Teil der Faszination, die Berlin meiner Meinung nach ausstrahlt, vermitteln. Jeder, der sich ein bisschen für Geschichte interessiert, sei sie daher ans Herz gelegt.
Kommen wir nun zum 2. Teil (im Preis inbegriffen): In der untersten Etage der Tiefgarage des Ku-Damm-Karree befindet sich ein nach wie vor voll funktionsfähiger Atomschutzbunker aus den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Unter sachkundiger Führung kann dieser Bunker besichtigt werden. Es ist ein mehr als beklemmendes Gefühl, sich vorzustellen, in einem solchen Bunker zwei Wochen zu verbringen - noch beklemmender aber ist das Wissen, dass nur ein Bruchteil der Berliner Bevölkerung in diesem und anderen Bunkern Platz gehabt hätte - und auch das Wissen, dass die zwei Wochen, die der Bunker max. funktionsfähig gewesen wäre, nach einem Atomkrieg sicher nicht ausgereicht hätten, um die Umgebung, in die man danach entlassen worden wäre, zu dekontaminieren. Erfreulich ist, dass bei der Führung auf solche Schwachstellen eingegangen wird und keine trügerische Sicherheit, wie man sie z.B. von den früher an den Schulen üblichen Selbstschutzlehrgängen her kennt, vermittelt wird.
Also, wenn es Dich mal nach Berlin verschlagen sollte, dann schau bei "The story of Berlin" rein. Die 9,30 Euro Eintritt (Schüler 7,50, Kinder 3,50) sind zwar auf den ersten Blick recht teuer, sind sicher gut angelegt.
The Story of Berlin8
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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Konzept
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Exponate
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Bedeutung