Bewertung von Tristar im Detail
Tristar
Berlin, Deutschland98%
Der Teufelsberg
ist mit seinen bescheidenen 115 m. bereits der höchste Hügel Berlins, die Berliner sagen allerdings Berg dazu. Er, der Berg, liegt etwas am Rande des Grunewalds und hat man ihn erst einmal bestiegen, so wird man mit einem herrlichem Blick über den Wald bis hin zu den angrenzenden Stadtbezirken belohnt. Bei halbwegs klarer Sicht wird man beispielsweise als erstes den Funkturm am Messegelände und nach einer Drehung von etwa 90 Grad, das Olympiastadion nebst Maifeld sehen. Beide Bauwerke befinden sich in dem Berliner Bezirk Charlottenburg, das Stadion und seine Außenstätten wiederum im Charlottenburger Bezirk Westend.
Das erklimmen des Berges
ist in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden möglich. Für den weniger sportlichen Besucher empfiehlt sich ein komfortabler Weg welcher sich spiralförmig außen am Berg hoch schraubt. Wer aber eh gerade für den nächsten Berlin-Marathon im Training steht, für den gibt es schmale, steile Sandpfade auf dehnen der Berggipfel auf dem kürzesten Weg erreicht werden kann.
Aktivitäten und Events
Der Teufelsberg der eigentlich aus zwei Erhebungen besteht, ist ein vielseitig genutztes Ausflugsziel für die Berliner. Jetzt im Winter ist der kleine Skihang gut besucht und auch die Langlauf-Loipe lädt zum Wintersport ein, weniger ambitionierte Wintersportler können auch einfach nur mit dem Schlitten die Hänge herunter sausen.
Zu Silvester pilgern 100derte zum Berg um den Jahreswechsel aus dieser etwas erhöhten Position in freier Natur zu begehen. Ich habe das vor einigen Jahren selber einmal gemacht und es war eine echte Alternative zu den überwiegend lebhafteren Events. Aber nun nicht gleich alle zum Berg gehen zu Silvester, es ist leider auch dort inzwischen sehr lebhaft geworden.
In der wärmeren Jahreszeit wird der Berg, mal von den Wanderern abgesehen, überwiegend von Mountainbikern und Gleitschirmfliegern genutzt.
Bis zum Mauerfall benutzten die Amerikaner den Berg auch als Horchposten, davon zeugen noch heute die 5 weißen Türme mit ihren Rundkuppeln. Das Gelände mit den Radartürmen wurde an offensichtlich nicht wirklich solvente Spekulanten veräußert und nun vermag kein Mensch zu sagen was daraus werden soll.
Der Erholungswert
ist nichts nichtsdestotrotz hoch für den Großstädter und er verbindet den Besuch des Teufelsberg auch gerne mit einem Spaziergang durch den Grunewald bis hin zum nahe gelegenen Teufelssee, von dem die ehemalige Schutt-Deponie, der Teufelsberg, auch seinen Nahmen ableitet. Ja, es ist ein künstlicher Berg, wie fast alle Erhebungen innerhalb der Stadt aus Trümmerschutt aufgeschüttet wurden. Einige nennen sie auch Trümmerberge.
Das Ausflugsziel Teufelsberg und See, sowie der Besuch des Waldes sind kostenlos.
Wird auch stark von Familien mit Kindern frequentiert.
An der nahe gelegenen Heerstraße befinden sich auch einige Restaurants in denen man sich nach dem Ausflug ein wenig stärken kann oder Kaffee und Limonade trinken könnte.
Die Anfahrt ist für Autofahrer möglich, da es viele Parkplätze gibt, teils am Fuße des Berges.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
wäre da die S-Bahn bis S-Bhf. Heerstraße
oder die U-Bahn bis Theodor-Heuss-Platz
Von der Heerstraße geht rechts die Teufelsseechaussee ab, auf ihr gelangt man zum Berg und See sowie natürlich in den Grunewald.
Teufelsberg8