DagSonja(47)
Berlin, Deutschland99%
Das vierte Hotel des Urlaubs steht noch aus, dennoch möchte ich jetzt erst einmal eine schöne Ecke aus Berlin beschreiben, in der wir immer wieder gern und oft sind, denn sie ist fast in der Nähe von uns. Es handelt sich dabei um den
Erholungspark Marzahn
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Diesen Namen hatte dieser Park nicht immer. Als ich im Jahre 1988 nach Berlin gekommen bin, hieß das Fleckchen Erde noch Berliner Gartenschau. Denn ein Jahr zuvor konkret am 9. Mai 1987 war in diesem Park auf Grund der 750-Jahr-Feier der Stadt dort die Berliner Gartenschau errichtet worden.
Heute gilt die Fläche von insgesamt 21 Hektar Land als ein großer Erholungspark für den Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf. Er eignet sich für jedermann, zum Spazierengehen, Relaxen, Spielen für die Kinder, bietet ausreichend Gastronomie, Wege zum Schlendern und bietet auch spezifische Flächen zum Anschauen und Verweilen an.
Öffnungszeiten/ Preise
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Geöffnet ist er täglich ab 9.00 Uhr bis in die Abendstunden. Durch eine extra Drehtür können die Leute dann gehen, wenn sie wollen. Eingänge gibt es zwei. Der Haupteingang befindet sich an der Eisenacher Str. 99 in 12685 Marzahn. Aber auch vom Blumberger Damm ist er gut zu erreichen. Dort ist er aber nur am Wochenende und an Feiertagen während des Sommers offen.
Die Eintrittspreise belaufen sich für die Erwachsenen auf 2 Euro, ermäßigt ist der Preis 1 Euro. Es werden auch Jahreskarten angeboten und noch andere Tarife, die am Eingang im Aushang nachzulesen sind.
Wer den Haupteingang zum Betreten wählt, der muss mit dem Bus 195 heranfahren, vom Blumberger Damm aus ist das der Bus X69. Die U-Bahnlinie 5 ist ebenfalls in der Nähe, von ihr ist es möglich, in den Bus zu steigen. Ebenfalls Busse fahren von der S-Bahnlinie 7 aus in Richtung Erholungspark Marzahn. Von den Stationen Mehrower Allee bzw. S-Bahnhof Marzahn fahren die Busse dann bis zum Park.
Parkplätze sind rechts und links vom Haupteingang vorhanden und bisher haben wir, wenn wir mit dem PKW hingefahren sind, auch immer einen Platz gefunden.
Standort
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Der Erholungspark Marzahn befindet sich inmitten von Wuhletal, dem Kienberg und in der dritten Richtung Blumberger Damm. Das Terrain ist nicht symmetrisch, sondern fügt sich gut in die Landschaft ein. Von weitem kann man hoch auf den Kienberg sehen und umgekehrt hat man von dort oben einen Blick zur Stadt.
Innerhalb des Parkes gibt es verschiedene Bereiche bzw. unterschiedliche Gärten, die einen bestimmten Namen tragen:
Da wäre zum Beispiel die Findlings-Galerie
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Das ist einer internen Parks, in diesem Fall geht es um eine Anzahl Steine, die aus der Eiszeit stammen. Jeder einzelne Stein ist beschriftet mit seiner Herkunft. Sie sind alle unterschiedlich in ihrer Form. Eingebettet in Pflanzen ergibt dieser Bereich mit den Steinen eine ganz besondere Galerie.
Blumentheater
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Dieses wurde schon während der Zeit der Berliner Gartenschau auf dem Gelände errichtet. Es entstand nach dem Vorbild des Blumentheaters im Wörlitzer Park. Seit 1987 zum ersten Mal gestaltet, wurde es zunächst etwas als Stiefkind behandelt, aber nach 15 Jahren im Mai 2002 erhielt es seine ursprünglich angelegte Form zurück.
Bei dem Blumentheater sieht es so aus, als würden die Blumen vor einer Bühne stehen. Sie sind teilweise kreisförmig angelegt, stehen vor einer kleinen Mauer und auch auf Podesten, die terrassenförmig angeordnet sind. Ein Beweis dafür, was man doch mit Blumen mit Fantasie und Architektur zaubern kann.
Rhododendronhain
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Zunächst finde ich allein schon Rhododendron hübsch. Die Blüten an den robusten Sträuchern sehen wunderschön aus und können auch in verschiedenen satten Farben erstrahlen.
Innerhalb dieser Büsche sind nun 10 verschiedene Märchen versteckt, die mit Figuren, jeweils eine Szene des Märchens nachstellen. Zum besseren Verständnis gibt es daneben noch eine Tafel mit einem Auszug des Märchens in Form von Text. So kann man die Szene verstehen und vielleicht sich auch wieder an das jeweilige Märchen erinnern oder sie seinen Kindern vorlesen.
Springbrunnen-Teil
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Ich habe sie leider nie gezählt. In einem anderen Bereich des Parks sind eine Reihe Springbrunnen installiert, bei denen jeder anders geartet ist als der vorige. Einmal geht das Wasser über Kaskaden, dann wieder über Mühlsteine, es gibt Fontänen, verschiedene Größen, Sprudel, Löcher, Gebilde etc. aus denen das Wasser geleitet wird. Jeder einzelne Springbrunnen ist ein Unikat.
Die Springbrunnen befinden sich rechts und links eines Weges und sind in Blumenarrangements eingepasst. Es macht immer wieder Spaß, durch den Weg mit den angrenzenden Springbrunnen zu gehen. Außerdem sind in Abständen auch Sitzbänke aufgestellt, um dort auch verweilen und länger zuschauen zu können.
Kräutergarten
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Beim Spazierengehen auf den Wegen erreicht man in Richtung Blumberger Damm einen Kräutergarten, bei diesem sind einige geläufige aber auch nicht so bekannte Kräuter und Pflanzen zu sehen. Die Pflanzen wurden mit Tafeln beschriftet, so dass man auch etwas Wissen mit nach Hause nehmen kann. Schnuppern ist umsonst, denn so manches Kraut hat so seinen eigenen Duft.
Chinesischer Garten
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Der Garten des wiedergewonnenen Mondes ist einer der länderbezogenen Gärten innerhalb des Erholungsparks Marzahn. Dieser ist von chinesischen Fachleuten konzipiert und errichtet worden. Es gibt ein Teehaus, das echten chinesischen Tee braut. Auch diverse Speisen aus dem Land sind im Angebot.
Dieses ist mit dem sogenannten Berghaus zum Osmanthussaft über verschiedene Uferwege und einem Zickzackgebäude und mit weiteren chinesischen Häusern verbunden. Ein Wasserfall, der eine eigene Erscheinung aufweist, lässt die Besucher stehen bleiben. Eine echte Dschunke steht im Wasser, diese und die Architektur der Gebäude geben diesem Park das notwendige Flair. Dieser Garten ist das Ergebnis der Städtepartnerschaft Berlin-Peking.
Japanischer Garten
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Dieser wird Garten des zusammenfließenden Wassers genannt. Hier entstammt die Gestaltung einen Zen-Priester und einem Gartendesigner aus Yokohama. Er enthält Elemente, die zum Stil der klassischen japanischen Gartenkunst gehören.
Auffallend ist dabei der Trockenwasserfall, indem das Wasser mit Sand nachgestellt wurde. Außerdem gibt es diverse Steinsetzungen und einen Pavillon. Der Garten hat verschiedene Bereiche. Von einem Tor aus, geht es einen Rundweg entlang, der zu den einzelnen Gestaltungselementen führt.
Balinesischer Garten
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Dieser ist nun ein tropischer Garten und befindet sich in einer Art Gewächshaus. Das hat in sich noch mal verschiedene Abteilungen und man läuft sozusagen von einem Haus zum nächsten. Es wurde ähnlich wie eines typischer Wohnhof in Bali gestaltet. Dazu gehören vier Haus- und Familientempel. Die Wände und Elemente im Inneren besitzen die dort herrschende Atmosphäre. Das Durchgehen ergibt eine exotischen Eindruck.
Die Pflanzengestaltung gleicht dem balinesischen Urwald, der mit Baumfarnen, Kletterpflanzen, Orchideen, Moosen und duftenden westindischen Jasmin nachgestellt wurde. Wenn man hineingeht, erfährt man eine feuchtwarme Atmosphäre, beim Hinausgehen muss man sich erst einmal wieder klimatisieren.
Orientalischer Garten
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Der Name lautet hier Garten der vier Ströme und vereint verschiedene Länder miteinander. Man tritt ein durch ein großes Tor und findet dann rechts und links von der Mitte aus eine Art Springbrunnen- und Flussreihe vor, an denen man vorbei gehen kann. Außen herum kann man gehen, als würde man durch einen Gang schlendern. An den Wänden gibt es Nischen, die besonders gestaltet sind.
Die Architektur ist etwas gebogen, aufgelockert, die Wege sind mit Mosaiken gepflastert und in Motiven gestaltet. Bänke zum Verweilen sind an den Wänden aufgestellt, um alles überblicken zu können.
Zwischen den Gängen und den Wassergestaltungen sind eine Vielzahl von bunten und exotischen Pflanzen und Sträuchern arrangiert. Der Garten wird sozusagen von einer Mauer umschlossen, den Gartenraum durchfließen vier Ströme. Diese sollen die Idee des Paradieses aus dem alten Testament bzw. dem Koran wiederspiegeln. Das große Tor des Eingangs nennen sie Bab-Al-Janan, was Tor des Gartens heißt.
Seouler Garten
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Dieser ist der jüngste Garten, den es im Erholungspark Marzahn gibt. Dieser entstand im Rahmen des Projektes Garten der Welt und ist ein Geschenk der Stadt Seoul an Berlin.
Er wird Haus der einsamen Freude genannt, dessen Vorbild ein Haus des Konfuzianers Eon Jeok Lee war, das um 1516 ursprünglich gebaut wurde. Hier gibt es eine abwechslungsreiche Landschaft, mit Steinen, Wegen, Pflanzen, Pavillons sowie Stein- und Holzfiguren. Das alles geht fließend ineinander über. Die aufgestellten Figuren haben eine Bedeutung, ebenso die Gegenstände, die sich in einem Bereich des Gartens befinden.
Um die Wirkung des Seouler Gartens richtig zu erzielen, reisten für die Erbauung extra koreanische Handwerker an. Nur die Steine sind aus Brandenburg, alle anderen Utensilien, sogar koreanische Erde, brachten sie mit.
Der Übergang zu den Bereichen des Gartens, der Pavillons, ist eigenwillig gestaltet und geht manchmal durch Wege, aber auch durch gebogene Tore hindurch.
Sport und Spiel
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Wer nun nicht so bedächtig durch die Gärten schlendern kann und seine Kinder mitgebracht hat, der kann mit seinem Nachwuchs auf die verschiedenen Spielplätze verschwinden und sich nebenan auf die Bänke setzen.
Denn dafür gibt es mehrere Standorte, Karussels, einen Abenteuerspielplatz, Sandkasten, Schaukel, Reck, Wippe, Sprungteile, eine Skateboard-Bahn und eine Liegewiese für Alle.
Gastronomie
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Je nach Andrang und Sommerzeit bzw. schönem Wetter, Wochenende etc. sind bis zu drei Möglichkeiten für die Besucher offen. Manchmal ist der Eismann mit anwesend, zwei Gaststätten sind da, die mit Terrasse und diversen Tischen und Stühlen, die Besucher einladen.
Das Angebot ist zwar nicht wie in einem Nobelrestaurant, dennoch gibt es kleinen Imbiss, Eis, Kuchen, Kaffee und auch kleine Gerichte. Das Personal bringt das Essen zum Tisch, nachdem man vorher bezahlt und eine Nummer für seine Bestellung bekommen hat. Diese wird dann aufgerufen, wenn alles fertig ist. Die Wartezeiten dafür sind gering.
Bei den Imbiss-Standorten und auch am Hauptspielplatz gibt es Toiletten, die auch immer sauber sind.
Allgemein
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macht es Spaß, immer wieder zu diesem Garten zu gehen, sich die Blumen anzuschauen, die es nicht nur in den diversen Extra-Gärten, sondern im ganzen Park verteilt, gibt. Die Wege sind ausgebaut und führen von einem zum anderen, oder auch von einem Eingang zum Ausgang. Man muss eigentlich nie zurück gehen.
Manche Gärten haben einen eigenen Eingang, durch den man auch wieder herauskommt. Das liegt in der Natur der Sache. Diese werden auch durch Personal bewacht, damit sie so erhalten bleiben, wie sie mal angelegt worden sind.
Wer einfach so sich im Park aufhalten möchte, der kann sich auch an den diversen Pflanzen-Arrangements, neben den Wegen, oder auf der Liegewiese breit machen. Dazu gibt es sogar eigene Liegestühle, die der Erholungspark zur Verfügung stellt.
Einladend ist der Park schon vom Eingang her, kurz nach dem Haupteingangstor nämlich gibt es eine große Anlage, in dessen Mitte es kleinere durch Säulen hochgestellte Springbrunnen gibt. Außen herum prangt eine Fülle von bunten Blumen.
Danach erreicht man den Hauptweg, der zu den verschiedenen Bereichen und Gärten führt. Es ist alles ausgeschildert und einen Plan gibt es zu den Eintrittskarten gleich mit.
Es werden im Sommer auch manchmal Führungen durch die Gärten durchgeführt oder auch Veranstaltungen und Feste organisiert. Es wird dort eigentlich nie langweilig und auch nicht trüb, weil immer irgendetwas anderes blüht. Egal, ob ich nun im April, im Juli oder im September dort erscheine. Es ist immer eine Erholung, die auch gar nicht teuer und der Park gut zu erreichen ist.
Eure DagSonja