Bewertung von Weppi44 im Detail
Weppi44
Berlin, Deutschland96%
Heute schreibe ich eine Bewertung über eine der schönsten Erholungsoasen, die es in Berlin gibt.
Der Inhalt setzt sich wie folgt zusammen:
1) Adresse + Gründung + Erreichbarkeit
2) Öffnungszeiten und gastronomische Einrichtungen
3) Allgemeine Hinweise
4) Gärten der Welt in Kurzbeschreibung
5) Eindruck
6) Fazit
Zu 1)
Zur Adresse:
Die Gärten der Welt befinden sich im Erholungspark Berlin-Marzahn, im Osten Berlins, in der Eisenacher Straße 99 mit der Postleitzahl 12685 Berlin.
Zur Erreichbarkeit:
Es gibt zwei verschiedene Eingänge.
---- Der Eingang direkt in der Eisenacher Straße ist das ganze Jahr über geöffent.
Man erreicht ihn mit der S-Bahn S 7 vom Bahnhof Marzahn mit dem Bus Nr. 195
oder
vom U-Bahnhof Cottbusser Platz auch mit dem Bus Nr. 195.
---- Der Eingang am Blumberger Damm ist fast immer geöffnet außer:
im Winter vom 01.11. bis 30.04 nur an Wochenenden und an Feiertagen.
Man fährt mit der S-Bahn S 7 bis Bahnhof Mehrower Allee und nimmt dann den Bus X 69 bis Blumberger Damm.
Zur Gründung:
Nach dem Fall der Mauer wurde 1991 aus der "Berliner Gartenschau" der "Erholungspark Marzahn" unter Beschluss der Grün Berlin Park und Garten GmbH.
Beschlossen wurde im Juli 2000 vom Aufsichtsrat der Grün Berlin Park und Garten GmbH dann, dass im Erholungspark Berlin-Marzahn das Thema "Gärten der Welt" realisiert wird. Unterschiedliche Kulturen, geographische, religiöse sowie ethnische Gestaltungen, die Traditionen sind, sollen hier zum Ausdruck kommen und erlebt werden können.
Angefangen hat alles auf einer ehemals landwirtschaftlich genutzten Fläche unweit des Kienbergs. Ich weiß noch, wie es damals ausgesehen hat, als ich nach Berlin zog. Wir wohnten unmittelbar am Kienberg. Nur mit Matschfüßen konnte man den Bus erreichen, da auch das Neubaugebiet in unmittelbare Nähe noch nicht vollständig mit Fußgängerwegen ausgestattet war. Unter der Leitung des Stadtgartenamts entstand auf ca. 21 ha die damals genannte Berliner Gartenschau. Es gab verschiedene blühende Pflanzen, Stauden, Rosen und auch Gehölze. Eine Ausstellungshalle, Spielplätze, Kleingärten und ein Streichelzoo gab es damals schon. Am 09. Mai 1987 wurde die Berliner Gartenschau eröffent und war einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten zum 750-igsten Jahrestag der Stadt Berlin. Ab 1987 entwickelte sie sich zum Naherholungsgebiet besonders für die vielen Bewohner der Neubaugebiete in Marzahn und Hellersdorf.
Zu 2)
Zu den Öffnungszeiten
Täglich ab 9.00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit kann man den Garten besuchen und bewundern.
Die Kasse ist täglich ab 9.00 Uhr geöffnet
bis 16.00 Uhr (November bis Februar)
bis 18.00 Uhr (März und Oktober)
bis 20.00 Uhr (von April bis September)
Zu den gastronomischen Einrichtungen gehören:
ein Teehaus im Chinesischen Garten
und dort auch ein Tsingtao Pavillon (chinesischer Imbiss-Pavillon)
ein Cafe aux jardins mit Angeboten wir Torten, Kuchen, Eis und Kaffee
ein Biergarten in der Nähe des Irrgartens
ein Kiosk für den kleinen Hunger
verschiedene Eiswagen in den Sommermonaten
zu 3)
Zu den allgemeinen Hinweisen
Die Rasenflächen dürfen betreten werden, das Mitbringen von Fahrrädern und Haustieren ist nicht erlaubt, sowie das Benutzen von elektronischen Wiedergabegeräten (wie Radios).
Rollstühle können kostenlos ausgeliehen werden.
zu 4)
Die Gärten der Welt in Kurzbeschreibung:
Der "Chinesische Garten" ist der größte Europas und heißt: Garten des wiedergewonnenen Mondes. Es soll damit ein Bezug auf die Wiedervereingung Deutschlands Bezug genommen werden. Von April bis Oktober kann man an Führungen teilnehmen.
Der "Japanische Garten" genannt: Garten des zusammenfließenden Wassers. Dieser Garten ist in drei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt und durch einen Rundweg verbunden. Er steht in tiefer Beziehung zum Zen-Buddhismus.
Der "Balinesische Garten", genannt: Garten der drei Harmonien. Tropische Pflanzen und Blumen, Farne und Orchideen können bewundert werden. Eine Welt des Hinduismus.
Der "Orientalische Garten" ist geprägt von islamischer Gartenkultur. Wasserspiele, verzierte Arkadengänge, verschiedene Pflanzen zieren den Garten. Er ist ein Muss.
Der Koreanische "Seouler Garten" genannt: Garten der Freude im Einklang mit der Natur. Eine abwechslungsreiche gestaltete 3000 Quadratmeter Fläche mit Pavillon und Figurenschmuck.
Der "Irrgarten, Labyrinth" mit 1000 großen Eiben gestaltet. Der Weg wird zum Abenteuer. Es macht Spaß und verbirgt im Innern einen kleinen Aussichtsturm.
Der "Italienische Renaissance-Garten" genannt: Giardino della Bobolina entführt uns in eine Zeitreise in sonnige italienische Gefilde mit Brunnen, antiken Skulpturen usw.
Der "Karl-Foerster-Garte n" wurde 2008 fertiggestellt. Die deutsche Gartengestaltung aus dem 20. Jahrhundert kann bewundert werden, wie der architektonische Garten mit natürlichen Gartengestaltungen und Wasserbecken.
Der "Quell- und Sprudelgarten".
Davon gibt es insgesamt 14 Stück, man sagt, es sei der schönste "Wasserweg" Berlins. Aus Findlingen, Tonkugeln und Mühlsteinen plätschert es, auch zum Vergnügen kleiner Kinder.
Das "Blumentheater" entstand schon 1987 nach einem Vobild des Blumentheaters in Wörlitz. Im Mai 2002 wurde er in seiner Ursprünglichkeit wieder hergestellt.
zu 5)
Zum Eindruck
Beim Betreten der verschiedenen Gärten wird man jedesmal in eine andere Welt getaucht. Wenn man ein bisschen Ruhe vom Lärm und der Hektik der Großstadt braucht, ist dieser Erholungspark ideal zum Entspannen. Man ist abgelenkt von seinen eigenen Sorgen, weil man durch die verschiedenen Gartenkulturen und Gestaltungen dieser zum Nachdenken angeregt wird. Ein Erlebnis, das ich persönlich nicht mehr missen möchte und mit meiner Familie sehr gern öfter im Jahr in Anspruch nehme. Der Eintritt ist für Erwachsene mit 3,00 Euro nicht zu teuer, für Kinder von 6-14 Jahren, sowie für Schwerbehindert werden 1,50 Euro verlangt.
zu 6)
Mein Fazit
Zu meckern gibt es eigentlich kaum etwas. Nur eines ist mangelhaft, es gibt nicht genügend Parkplätze. Man kann zwar nebenan im Wohngebiet ausweichen, aber das kann auch nicht die Endlösung sein, finde ich. Es gibt genug Besucher, die nicht aus der unmittelbaren Nähe kommen und doch einen Parkplatz benötigen.
Spielplätze sind vorhanden, auch sehr schön gestaltete. Kinder bis zum vollendeten 5. Lebensjahr haben freien Eintritt.
Die Erholung ist garantiert, aber Zeit sollte man sich schon mitbringen, es gibt viel Interessantes zu sehen und zu entdecken. Wenn man sich eine Decke, einen Picknickkorb und vielleicht nicht auf den letzten Drücker kommt, erhascht man eine von den vielen eisernen Sonnenliegen oder Sonnenstühlen. Diese laden zum Verweilen ein. Zwischen den Bäumen sind Bänke und Holztische versteckt, der nächste heiße Sommer kann also kommen.
Gärten der Welt9