"Berlin ist eine Reise wert." Dieser alte Spruch zur Stadt mit der sprichwörtlichen "Berliner Luft" scheint weltweit zu gelten. Sonst wäre die deutsche Metropole nach London und Paris nicht an dritter Stelle der Städtereiseziele zu finden. Die Stadt mit dem Bären als Wappentier, der hier sprichwörtlich steppt, hat es aber auch in sich. Die wechselvolle Geschichte als geteilte Stadt und Schmelztiegel der Kulturen dürfte da sicher auch einiges zu beigetragen haben.
Geschichte
Auch wenn die erste Besiedlung des Gebiets des heutigen Berlins schon weit früher war, ging die eigentliche Stadt doch auf den Zusammenschluss der Orte Cölln und Berlin (1244 erstmalig urkundlich erwähnt) zurück, die sich an beiden Seiten der Spree angesiedelt hatten und sich im Jahre 1307 vereinigten. 1415 kamen die Hohenzollern an die Landesherrschaft

und Berlin wurde 1470 unter Kurfürst Friedrich Wilhelm II. zur Residenzstadt. Nach der Reformation und den Pestjahren hatte sich die Bevölkerung zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) auf rund 6000 halbiert. Der "große Kurfürst" Friedrich Wilhelm II. schuf während seiner Regierungszeit die Grundlage für den Aufstieg Brandenburg-Preußens und pflanzte 1647 auf der heutigen Straße
Unter den Linden die namens gebenden Bäume. 1709 wurden Berlin, Cölln, Dorotheenstadt und Friedrichstadt, die auf den Namen Friedrich I. zurückgeht, zur Königsstadt Berlin vereinigt. Durch die Führung Friedrichs II. (1740-1786) wird Berlin zum Zentrum der Aufklärung. Um 1790 wird Berlin zum Zentrum der Romantik und ist 10 Jahre später nach
London und
Paris die drittgrößte Stadt
Europas. Nach der Besetzung durch Napoleons Truppen und den anschließenden Befreiungskriegen wird Berlin ab 1816 im Zuge der Industriellen Revolution neu gestaltet. Nach der ersten Straßenbeleuchtung (1826) und der Eröffnung der Eisenbahnstrecke nach
Potsdam erhält wird Berlin 1866 zur Hauptstadt des Norddeutschen Bundes. Sie erhält 1881 erstmalig Telefon (45 Teilnehmer) und verfügt ab 1902 über die weltweit erste Hoch- und Untergrundbahn, die von der Warschauer Brücke zum
Zoologischen Garten führt. Zwischen den Weltkriegen bietet die Stadt der ersten
Funkausstellung (1924) eine Heimat und richtet 1936 bereits unter der Macht Hitlers die elften Olympischen Sommerspiele aus. In der "Reichskristallnacht" vom 9. auf den 10. November 1938 brennen die Berliner Synagogen und Berlin hat unter dem folgenden zweiten Weltkrieg (1939-1945) schwer zu leiden. Großberlin wird nach dem Krieg unter alliiertes Recht gestellt und in vier Sektoren aufgeteilt. Vom 26. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 widersteht Berlin der Blockade

durch die sowjetischen Besatzungstruppen, während der die Versorgung durch die Luftbrücke mit den so genannten
Rosinenbombern sichergestellt wird. Das
Luftbrückendenkmal auf dem nach ihm benannten Platz (Foto) vor dem
Zentralflughafen Tempelhof erinnert noch heute an diese einmalige Versorgungssituation. Von 1961 an ist Berlin dann durch eine Mauer in Ost und West geteilt, die erst am 9. November 1989 wieder geöffnet wird. Die
East-Side-Gallery zeugt als einer der wenigen längeren Abschnitte der Mauer, die heute noch existieren, davon. Die Stadt wird am 3. Oktober 1990 mit der Wiedervereinigung
Deutschlands wieder alleinige deutsche Hauptstadt. Der Regierungssitz wechselte dann 1999 mit dem Umzug der Bundesregierung aus
Bonn in den umgebauten
Reichstag.
Land und Leute
Zahlen und Fakten
Mit einer Fläche von 891,75 km² und einer Einwohnerzahl von 3.392.026 (Stand: 31. August 2005) ist Berlin die größte und bevölkerungsreichste Stadt
Deutschlands. Auf einer Höhe von 34 m ü. NN gelegen, teilt sich Berlin seit Beginn des Jahres 2001 in nunmehr 12 Bezirke (vorher 23) auf. Der zentrale Stadtbezirk ist
Mitte, der aus den Bezirken Tiergarten, Mitte und dem Wedding entstanden ist. Ebenfalls zentral, aber etwas südöstlich, liegt
Friedrichshain-Kreuzberg, deren

beide Ortsteile durch die Oberbaumbrücke miteinander verbunden sind. Die weiteren zehn Bezirke folgen nun im Uhrzeigersinn, wobei ganz im Norden der Stadt sich
Pankow befindet, an den die östlichen Bezirke
Lichtenberg und
Marzahn-Hellersdorf angrenzen.
Treptow-Köpenick liegt im Südosten der Stadt und ist nicht nur der flächenmäßig größte Bezirk, sondern weist mit 36,5% auch den höchsten Wasserflächenanteil der Stadt aus. Ziemlich genau im Süden befindet sich
Neukölln, dem sich im Westen
Tempelhof-Schöneberg anschließt. Ein größerer Bezirk im Südosten der Stadt ist
Steglitz-Zehlendorf, dessen wasserreicher Ortsteil Zehlendorf einmal als "der grüne Bezirk" bezeichnet wurde und der als der Bezirk mit der gehobensten Sozialstruktur gilt. Westlich an die Havel im Nordenwesten grenzt
Spandau, dem sich östlich
Charlottenburg-Wilmersdorf anschmiegt. Er bildet mit der City West einen eher bürgerlichen Wohnbezirk. Zwölfter im Nordwesten ist
Reinickendorf, der westlich wieder an Pankow anschließt und somit unsere Bezirkswanderung im Norden der Stadt abschließt. Eine Exklave, die ebenfalls zum Land Berlin gehört, ist das Landschaftsschutzgebiet Parforceheide, das sich südlich von Steglitz-Zehlendorf auf Brandenburger Gebiet befindet.
Verkehrsanbindung
Mit
Tegel, der seit einigen Jahren den Zusatz Otto-Lilienthal trägt,
Schönefeld, der außerhalb der Stadtgrenze im Süden liegt, und dem
Zentralflughafen Tempelhof verfügt Berlin über drei Flughäfen, die heute noch in Betrieb sind. Wenn es nach dem Senat geht wird sich das spätestens mit Abschluss

des Planfeststellungsverfahren für Berlin-Brandenburg International, kurz BBI, ändern. Dann soll Tempelhof geschlossen werden. Auch die Bahn hat in Berlin mehrere bedeutende Bahnhöfe. Viele Züge fahren dabei vom
Ostbahnhof und vom
Bahnhof Zoologischer Garten, der mit der Inbetriebnahme des neuen
Hauptbahnhofs am 28. Mai 2006 seine überregionale Bedeutung verlieren wird. Mehrere Autobahnen und Bundesstraßen verbinden Berlin mit der näheren und weiteren Umgebung. Innerhalb der Stadt werden mit der BVG (Busse, U-Bahnen und Tram), der S-Bahn und verschiedenen Regionalbahnen alle wichtigen Punkte erreicht. Selbst in der Nacht steht noch ein ordentliches Nahverkehrsangebot zur Verfügung.
Die Berliner Schnauze
Der Berliner ist bekannt für seine sprichwörtliche Schnauze. Worte wie
icke,
dette oder
kiek einmal sind ja weitgehend bekannt.
Strippe für Telefon oder
Nuckelpinne für ein Motorrad oder ein kleines schlechtes Auto, für das man bekanntlich die
Pappe (Führerschein) braucht, sind da schon weniger bekannt. Das
ne Schrippe ein Brötchen ist könnte da schon wichtiger sein. Während das vollständige Berlinerisch überwiegend in den ehemaligen Ostbezirken wie Prenzlauer Berg und Mitte recht verbreitet ist und dort auch gesprochen wird, hält sich im Rest der Stadt eher eine "light"-Variante, die nicht mehr ganz so auffällig ist. Die Umwandlung des
i in einigen Worten in ein
ü ist da schon häufiger zu finden. So heißt die Kirche dann Kürche, der Tisch eben Tüsch. Auch mit
mir und
mich hat der, manchmal etwas vorlauter Berliner, so ab und zu seine Probleme. Dennoch ist er in anderen Gegenden meist recht beliebt. Auch wenn er sich schon des Öfteren ärgert, das er nicht der Einzige an einem Reiseziel ist. Aber das ist bei der Masse seines Auftretens ja eigentlich gar kein Wunder.
Essen und Trinken
Berlin hat für jeden Gaumen und Geldbeutel das Passende zu bieten. Wer auf die asiatische Küche steht, kann im
Thai Inside in der

Dircksenstraße nahe dem Alexanderplatz oder im
Cyclo auf seine Kosten kommen. Als erstes Chinarestaurant Rudows kann dagegen der
Mandaringarten (Foto) aufwarten. Zwar sind die Preise sicher nicht die günstigsten, aber die Atmosphäre und der Geschmack der in großer Auswahl vorhandenen Gerichte entschädigt. Mexikanisch geht es dagegen im
Mexico Lindo in der Giesebrechtstraße zu. Deftige österreichische Spezialitäten gibt es bei
Louis am Richardplatz zu essen. Wer hier seine Pommes sucht sollte mal unter das riesige Schnitzel auf seinem Teller schauen und sich nicht wundern, wenn Alufolie zum Einpacken mit an den Tisch gereicht wird. Es empfiehlt sich, den Nachtisch lieber hinterher zu bestellen.
Wer es gerne schick mag, auch vielleicht noch den einen oder anderen Promi sehen möchte, ist im
Felix Clubrestaurant im
Hotel Adlon bestens aufgehoben. Die Speisen entstammen dabei der norditalienischen Küche und haben aufgrund des besonderen Ambientes natürlich auch ihren Preis. Venezianisch geht es im
Mola in unmittelbarer Nähe des
KaDeWe’s zu.
Im Süden Berlins, besser gesagt in Britz, findet sich mit dem
Palamyra (Foto) ein Restaurant für den Preisbewussten,

der dennoch Wert auf gutes Essen legt. Mit 6,48 € für das teuerste Gericht ist das Palamyra der Budgetschoner schlechthin. Dazu kommt die angenehme Atmosphäre und die doch bemerkenswert hohe Qualität der zubereiteten Gerichte. Wie die meisten "Italiener" in Berlin ist auch dieses Restaurant fest in arabischer Hand. Letztendlich entscheiden doch der Geschmack und der Geldbeutel. Mit derselben Speiseauswahl und identischen Preisen kann das
La Serra aufwarten. Das Ambiente ist allerdings ein ganz anderes. Aufgrund seiner Lage direkt am U-Bahnhof Grenzallee ist es als etwas verkehrsgünstiger einzustufen. Da beide Restaurants nur wenige Kilometer von Berlins größtem Einkaufszentrum, den
Gropius Passagen entfernt sind, lässt sich der Besuch mit einem
Einkaufsbummel koppeln und der Abend anschließend mit einem aktuellen Film in der dortigen
UCI Kinowelt abschließen.
Sehenswürdigkeiten
Aufgrund der Geschichte als geteilte Stadt hat Berlin nicht wie andere Städte nur einen Mittelpunkt, sondern verfügt nach der Wiedervereinigung der Stadt nunmehr über deren zwei.
City West
Zentraler Mittelpunkt der City West ist der Breitscheidplatz, auf dem sich die
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskikche (Foto rechts),

die der Berliner als "hohlen Zahn" bezeichnet, befindet und die durch die neue Kirche des Architekten Egon Eiermann, "Lippenstift" (rechts noch im Bild) und "Puderdose", ergänzt wurde. Auf dem Platz selbst befindet sich ebenfalls ein moderner Brunnen, der Weltbrunnen, der im Volksmund "Wasserklops" genannt wird, und das
Europa-Center, das als Einkaufszentrum über zahlreiche Geschäfte und Restaurants verfügt und auf dessen Hochhausspitze die Hubschraubersimulation
Heliport gezeigt wird. Hier beginnt die Straße am Tauentzien auf der sich in Höhe des Wittenbergplatzes, mit dem
KaDeWe eines der größten Kaufhäuser Europas befindet. Am Breitscheidplatz beginnt aber auch der
Kurfürstendamm, der von hier, gesäumt von unzähligen Geschäften, Restaurants und Cafés bis zum Rathenauplatz verläuft. Das
Ku’damm Karree beheimatet neben zwei Schauspielhäusern (
Komödie und
Theater am Kurfürstendamm) und diversen Kneipen unter anderem auch die Erlebnisausstellung
"The Story of Berlin". In der Leibnitzstraße, einer Seitenstraße des Ku’damms, befindet sich mit dem
Klo eine besondere Spaßkneipe, deren Inneneinrichtung man gesehen haben sollte und die dem Namen nicht ganz unähnlich ist. Aber auch das nähere Umfeld des Breitscheidplatzes hat einiges zu bieten. So gibt es das
Erotik-Museum in der Joachimsthaler Straße und

die
LOXX Miniaturwelten in der Meinekestraße, die neben fahrenden Zügen auch typische Gebäude und Szenen der Stadt zeigen. Ein paar Häuser weiter ist das
Hard Rock Cáfe Berlin beheimatet. Nebenan vom Theater des Westens, in dem das Musical
3 Musketiere aufgeführt wird, befindet sich der über eine Großbildleinwand verfügende
Delphi-Filmpalast, der noch an alte Kinozeiten erinnert. Am anderem Ende der Kantstraße, an der auch diese beiden Gebäude liegen, trifft derjenige, der ihr folgt auf das
ICC und das
Messegelände, über das der
Funkturm (Foto - mit ICC links) als eines der Wahrzeichen der Stadt aufragt. Er wurde ab 1924 erbaut und im Rahmen der 3.
Funkausstellung 1926 der Öffentlichkeit übergeben. Die Aussichtsplattform des "langen Lulatsch", wie ihn der Berliner liebevoll nennt, befindet sich in 126 Metern Höhe und bietet einen schönen Rundblick über den Westen Berlins. Von hier sind bei gutem Wetter unter Anderem das
Olympiastadion und die
Waldbühne zu sehen.
Der 100er Bus - Fahrt zur City Ost
Der 100er Bus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verbindet die City West mit

der City Ost. Da er auf seiner Fahrt zwischen dem Hardenbergplatz (
Bahnhof Zoologischer Garten) und dem
Alexanderplatz viele Sehenswürdigkeiten passiert, stellt eine Fahrt mit ihm eine besondere Stadtrundfahrt dar. Mit Tageskarten ist es sogar möglich, den "großen Gelben", wie die Berliner ihre Stadtbusse nennen, auch an besonders interessanten Stellen zu verlassen und mit einem nachfolgenden Bus weiter zu fahren. Die Fahrt geht dabei vorbei am Breitscheidplatz mit der
Gedächtniskirche und dem
Europa-Center, vorbei am Elefantentor des
Zoologischen Gartens mit dem
Aquarium linker Hand weiter zum Großen Stern. Hier befindet sich die
Siegessäule (Foto rechts) mit der "Goldelse" auf der Spitze. Vorbei am
Schloss Bellevue führt die Fahrt nun am
Haus der Kulturen der Welt (Foto), das vor dem Einsturz seiner Dachkonstruktion (1980) und dem späteren Wiederaufbau (1987) den Namen Kongresshalle trug, vorbei.

Das von dem amerikanischen Architekten Hugh Stubbins 1957 als Beitrag der Internationalen Bauausstellung errichtete Gebäude trägt im Volksmund die Spitznamen "Klappstulle" und "Schwangere Auster". Weiter führt die Fahrt zum Platz der Republik, dem früheren Standort der bereits vorher passierten
Siegessäule, in dessen unmittelbarer Nähe sich das
Holocaust Mahnmal und das
Reichstagsgebäude, der Sitz des Deutschen Bundestages, befinden. Wenn der Bus aus der Wilhelmstraße kommend in die Straße
Unter den Linden einbiegt

, fällt der Blick direkt auf das
Hotel Adlon und das rechter Hand davon gelegene
Brandenburger Tor. Von nun an ist besondere Aufmerksamkeit angesagt, da sich die historischen Bauten auf beiden Seiten der Prachtstraße nur so abwechseln. Rechts an der
Friedrichstraße findet sich zunächst das
Westin Grand Hotel. Links das
Reiterstandbild zeigt Friedrich den Großen. Es steht nach dessen Restaurierung in den Jahren 1997 bis 1999 wieder vor dem Alten Palais. Dieses auch Kaiserpalais genannte Gebäude gehört heute zur Humboldt-Universität. Gegenüber fällt der Blick auf die
Staatsbibliothek zu Berlin, die entgegen ihrem Aussehen erst zwischen 1903 und 1914 errichtet wurde. Weiter geht die Fahrt zur
Alten Bibliothek, die
St. Hedwigs-Kathedrale und die
Staatsoper. Neben der Oper befindet sich das Prinzessinnen- und Kronprinzenpalais, gegenüber dann die
Neue Wache, die heute die Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Bevor der Bus über die
Schlossbrücke auf die Museumsinsel fährt, liegt links das
Deutsche Historische Museum, das früher das Zeughaus war und zugleich das älteste Gebäude auf der Straße unter den Linden ist.

Neben dem Lustgarten ragt der dem Petersdom nachempfundene
Berliner Dom (Foto) auf. Gegenüber dann der vom Abriss bedrohte
Palast der Republik, der im Volksmund auch spöttisch "Erichs Lampenladen" genannt wurde. An Stelle des Palastes stand bis 1950 das Berliner Stadtschloss, dessen Portal IV in die Front des ehemaligen Staatsratsgebäudes eingepasst wurde. Die
Museumsinsel, auf der wir uns nun befinden, trägt ihren Namen mehr als zu recht. Liegen auf ihr doch das
Alte Museum, das
Neue Museum, die
Alte Nationalgalerie, das
Pergamonmuseum und das
Bodemuseum. Aufgrund der exzellenten Sammlungen wurde die Museumsinsel zum Weltzentrum der Kunst und zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. An zwei Samstagen im Jahr besteht übrigens die Möglichkeit, bei der
langen Nacht der Museen bis zu 70 Museen der Stadt kennen zu lernen. Bevor der 100er am
Alexanderplatz sein endgültiges Ziel erreicht, passiert er die Spree und lässt das moderne
SAS Radisson Hotel mit dem
Sealife Center & Aquadom links, den Neptunbrunnen und die
Marienkirche rechts liegen. Hinter dem Brunnen ist das
Rote Rathaus, der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin zu erblicken. Rechts daneben beginnt das
Nikolaiviertel, die frühere Keimzelle Berlins, das man unbedingt auch zu Fuß besuchen sollte. Der "Telespargel", der beeindruckende 365 m hohe
Fernsehturm, an dessen Fuß sich das
Café Alex befindet, ist schon seit einiger Zeit kaum noch zu übersehen. Auf dem Platz vor dem Bahnhof befindet sich mit der Weltzeituhr (Foto) ein beliebter und markanter Treffpunkt. Die Bustour lässt sich natürlich auch in umgekehrter Richtung abfahren.
Potsdamer Platz
Was Mitte der 90er Jahre noch als eine der größten Baustellen der Welt Touristen anzog, ist heute Leben pur.

Der
Potsdamer Platz, einst der Mittelpunkt Berlins, übt auch heute wieder eine große Anziehungskraft auf alle Berlin-Besucher aus. Die
Potsdamer Platz Arkaden als großes Einkaufszentrum wie auch die neu gebauten Kinos, von denen das
Imax zu den ersten seiner Art in Deutschland gehört, befinden sich hier. Im Sony-Center ist das
Filmmuseum untergebracht und am Marlene-Dietrich-Platz treffen wir auf die
Spielbank Berlin, die nach dem Umbau des Platzes hierher gezogen ist. Nicht weit entfernt in Richtung des früheren
Anhalter Bahnhofs, von dem nach dessen Sprengung nur noch der Portikus übrig geblieben ist, findet sich mit dem
Walter-Gropius-Bau ein weiteres Museum der Stadt, das wechselnde Sonderausstellungen zeigt. Unweit vom Askanischen Platz befindet sich das
Berliner Gruselkabinett unter dem sich eine Ausstellung befindet, die unter anderem Bunkerfundstücke zeigt.
Die Friedrichstraße
Ebenfalls in der Nähe des Potsdamer Platzes finden wir die
Friedrichstraße. Hier in der Nähe der

Französichen Straße findet sich die
Galerie Lafayette und auch der
Friedrichsstadtpalast, der für seine Revuen weltbekannt ist. Gleich nebenan spielt der
Quatsch Comedy Club. Folgt man der Straße in südlicher Richtung, kommt man an den
Checkpoint Charlie, den bekanntesten ehemaligen Grenzübergang Berlins. Hier befindet sich auch das
Museum Haus am Checkpoint Charlie, das als Mauermuseum bekannt geworden ist. Unweit davon (Zimmer- Ecke Wilhelmstraße) steigt ab März 2006 auch der
Hi-Flyer, der einen faszinierenden Ausblick auf die Skyline Berlins erlaubt, wieder in luftige Höhen.
Tiere und Natur
Berlin verfügt über zwei Zoos und ebenso viele Aquarien. So gibt es den 1844 eröffneten
Zoologischen Garten Berlin, der mit rund 14.000

Tieren in 1.500 Arten als artenreichster Zoo der Welt gilt. Der Berliner nennt den Zoologischen Garten, der neben dem Haupteingang am Hardenbergplatz mit dem Elefantentor (Foto) über einen sehenswerten Nebeneingang verfügt, übrigens schlicht und einfach Zoo. Auf dem Gelände direkt neben dem Elefantentor in der Budapester Straße befindet sich auch das 1911 bis 1913 errichtete
Zoo-Aquarium. Es verfügt neben der Fischabteilung, die über 4500 Tiere aus etwa 400 verschiedenen Arten zeigt, auch über eine Amphibien- und Reptilienabteilung, sowie ein Insektarium. Dann gibt es noch den
Tierpark Friedrichsfelde, der als größter und schönster Landschaftstiergarten Europas gilt und mit einer Fläche von 160 ha mehr als viermal größer als der Zoo ist. Auf seinem Gelände befindet sich als historischer Mittelpunkt das Schloss Friedrichsfelde, das zum Museum umgestaltet wurde. Sowohl Zoo als auch Tierpark lohnen den Besuch und man sollte sich für jeden ausreichend Zeit nehmen. Das
Sealife-Center mit dem Aquadom, das dem
SAS Radisson Hotel angegliedert ist und sich unmittelbar zwischen
Alexanderplatz und
Berliner Dom befindet, ist das zweite Aquarium Berlins. Hier besteht die Möglichkeit, das größte runde Aquarium der Welt mit einem Fahrstuhl zu durchfahren.
Parkanlagen gibt es viele. Einige der bekanntesten und größten davon sind der
Botanische Garten, der
Erholungspark Marzahn und der
Britzer Garten. Letzterer befindet sich im Süden Berlins und gab 1985 der Bundesgartenschau ihre Heimat.
Und auch mit Gewässern ist Berlin reich gesegnet. Neben den beiden Flüssen Havel und Spree laden mehrere Kanäle

und mit
Tegeler See,
Wannsee und
großem Müggelsee einige größere Seen, die auch von Fahrgastschiffen befahren werden, ein. Zwei der größeren Anbieter solcher Fahrten sind die
Stern- und Kreisschifffahrt und die
Reederei Riedel, die beide auch beliebte Brückenfahrten durch die Innenstadt anbieten. Auf der Havel besteht die Möglichkeit vom
Wannsee aus vorbei an der
Zitadelle Spandau bis zum
Tegeler See zu fahren. Nach Süden hin fahren die
Dampfer über
Potsdam bis nach
Werder. Daneben besteht die Möglichkeit, vom Osthafen aus mit einem
Wasserflugzeug auf Rundflug zu gehen. Manche Gewässer sind aber auch etwas kleiner. Ein solches ist die gerade mal 1,1 km lange und im
gleichnamigen Lied aus dem Jahre 1942 besungene
Krumme Lanke, deren Umrundung auf dem etwa doppelt so langen Uferweg eine nur kurze Wanderung erfordert.
Hotels und Unterkünfte
Unter der Brücke schlafen muss man auch nicht. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es jede Menge. Bei
über 400 Hotels fällt die Auswahl nicht immer leicht. Insbesondere an den kulturell interessanten Stellen der Stadt gibt es ein nicht unbedingt übersichtliches Angebot von Bettenburgen aller Preislagen und Qualitätsstufen.
Von den derzeit einundzwanzig
5-Sterne-Hotels Berlin haben sich an der Straße Unter den Linden

mit dem
Adlon,
The Westin Grand und dem
Radisson SAS drei große und beliebte Häuser niedergelassen. In unmittelbarer Nähe warten mit dem
Maritim proArte,
Hilton, dem
Dorint Sofitel Am Gendarmenmarkt und dem
The Regent weitere vier Luxusherbergen auf finanzstarke Gäste. Auch im Bereich der neu geschaffenen City um den
Potsdamer Platz gibt es mehrere 5-Sterne-Häuser. So befinden sich hier das
Grand Hyatt, das Ritz-Carlton und das
Madison. Aber auch in der City West stehen mit
Concorde,
Palace,
Swissôtel,
Kempinsky,
Interconti und dem
Steigenberger bekannte und renommierte 5-Sterne-Häuser zur Verfügung.
Die Hotels mit nur drei oder vier Sternen stellen preisgünstige Alternativen. Wer dazu gleich noch das hoteleigene

Showprogramm mit Berlins erfolgreichster Live-Show "
Stars in Concert" besuchen möchte oder im zugehörigen Convention Center einen Vortrag, ist im größten Hotel Deutschlands, dem
Estrel gut aufgehoben. Etwas außerhalb im Süden Berlins im Bezirk Neukölln gelegen befindet man sich fernab des großen Trubels, aber immer noch nah genug dran und kann dennoch Vier-Sterne-Komfort und moderne Zimmer genießen. Mit Häusern, wie dem
Adrema, dem
Hotel am Borsigturm und dem
Aldea finden sich aber auch preiswertere Unterkünfte, die allerdings nicht immer ganz citynah sind, aufgrund des gut ausgebauten Nahverkehrsnetzes aber in der Regel über gute Anbindung verfügen.
Für den ganz kleinen Geldbeutel finden sich eine Reihe von
Hostels und Jugendherbergen. Preisgünstige Häuser sind hier u. a. das
Meininger City Hostel in der Meininger Straße und das
All In Hostel in der Grünberger Straße.