Bewertung von Entdeckerin im Detail
Entdeckerin
Düren, Deutschland98%
Bei meinem letzten Berlinaufenthalt habe ich auch das Alexa von innen gesehen.
Zunächst führte mich der Zufall dorthin. Vom Alexanderplatz aus war mir ein interessantes Gebäude mit bunter Bemalung auf der Fassade aufgefallen, welches mich sofort in seinen Bann zog und förmlich danach schrie, von mir aus näherer Perspektive betrachtet zu werden. Genau dabei sollte es sich eben um den Einkaufstempel Alexa handeln, wie die große Aufschrift an einem Gebäudeteil mir verriet.
Ein wenig lustig finde ich es, dass dem aufmerksamen Passanten rund um den Alexanderplatz ein Relikt aus der Vergangenheit begegnet: Dort sind nämlich noch die alten DDR-Ampelmännchen aufgestellt und in Betrieb. Interessanterweise findet man diese heute nicht nur im ehemaligen Ostteil von Berlin. Nein, auch im Westteil habe ich vereinzelt diese Fußgängerampelexemplare gesichtet!
Während meines Berlinaufenthaltes gab es übrigens auf dem Alexanderplatz eine Open-Air-Ausstellung über jene Zeitepoche, inklusive Plakaten, Erklärungstexten, interaktiven Elementen (Video und Audio) sowie einigen Ausstellungsstücken hinter Glas. Meines Wissens steht diese noch bis Mitte November da also nutzt die Gelegenheit, Euch kostenlos weiterzubilden! Auch für Menschen, die diese Zeit selbst erlebt haben, könnte sie durchaus interessant sein. Unter anderem gehören verschiedene Schreibmaschinen und sogar ein Computer (!) zu den Ausstellungsstücken. Ich wusste gar nicht, dass es damals in der DDR schon Computer gab. Natürlich ist dieser Kasten im Vergleich zu den heutigen Geräten ein Dinosaurier; trotzdem hat mich das etwas erstaunt.
Aber kehren wir aus der nahen Umgebung zurück zum Alexa selbst. Dieser verfügt über zwei große Haupteingänge: Neben dem dem Alexanderplatz zugewandten noch einen auf der anderen Seite nahe der Bahnlinie. Über diesen anderen Eingang kann man das Gebäude sowohl über das Erdgeschoss als auch über die erste Etage betreten (dort ist eine Außentreppe).
Schon architektonisch ist das Alexa meiner Ansicht nach eine Augenweide! Die Kombination zwischen einem modernen, edlen Flair und einer stilvollen, zum Umfeld passenden und dennoch individuellen Architektur kann ich nur als hundertprozentig gelungen bezeichnen. Als ich es das erste mal gesehen und betreten habe, hatte ich gar nicht das Gefühl, mich in einem Einkaufszentrum zu befinden nein, ich kam mir wahrlich vor wie in einem TEMPEL! Die zu ineinaner übergehenden X gestalteten Säulen außen ebenso wie die Säulen und Übergänge im Inneren mit einigen matten Goldoptik-Verzierungen entsprechen voll und ganz meinem ästhetischem Empfinden. Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt, und das, obwohl doch zu Stoßzeiten einiges los war. Ich bin eben nicht die einzige, die diese Atmosphäre zu schätzen weiß... ;) Trotzdem habe ich es zu keiner Zeit als zu hektisch empfunden. Dazu gab es einfach zu viel zu schauen. Schön finde ich außerdem eine gemütliche Sitzecke ungefähr in der Mitte auf der mittleren Etage. Ja, richtig gelesen: Die Geschäfte verteilen sich auf mehreren Etagen, genauer gesagt auf 3. Und das in zwei geräumigen, parallelen Gängen plus die beiden Enden. Man kann also auf jeder Etage einmal rundherum gehen. Oder zweimal, wenn man beide jeweilige Seiten zählt, die mit ausreichend Querbrücken verbunden sind. Platz genug ist also vorhanden.
Entsprechend riesengroß ist das Angebot an Geschäften. Zahlreiche Modegeschäfte für jeden Geschmack und Geldbeutel finden sich dort vereint. Sogar für extravagantere Gemüter dürfte etwas dabei sein. Im Vorbeigehen habe ich einen Laden gesehen, in dem überwiegend schwarze Kleidung, teils im Punkstil, hing. Aber auch dezentere Kleidung, egal ob Jeans für Freizeitzwecke oder edlere Kleidung, kann man dort finden. Ich persönlich habe mir eine kurzärmlige Bluse dort gekauft. Doch nicht nur Mode ist dort zu haben. Mit dem Mediamarkt ist auch ein Elektrofachgeschäft dort vertreten. Darüber hinaus habe ich verschiedene Kosmetikgeschäfte, ein Reformhaus, Accessoire-Geschäfte und noch einige Sachen mehr dort gesichtet, die mir jetzt nicht mehr im Einzelnen einfallen. Besonders begeistert war ich, dort einen Sheepworld-Laden zu erblicken. Ein weiterer überraschender Jippieh-Faktor war die kleine Filiale von Grüne Erde. Die Freude wurde zwar ein wenig dadurch gedämpft, dass ich feststellte, dass die Preise nicht günstiger als im Onlineshop sind. Und zum anderen ist aufgrund des geringen Platzes das Sortiment im dortigen Laden eher bescheiden. Doch allein die Entdeckung, dass es außer dem Onlineshop auch Filialen davon gibt, war für mich schon überaus wertvoll. Letztendlich habe ich zur moralischen Unterstützung dieses Biowaren-Anbieters einen Aromaöl-Stift gekauft, welcher auf 6,93 € runtergesetzt war. Ja, richtig gelesen: Es war heruntergesetzt! Normalerweise kosten sie noch mehr.
Als ich dort war, waren im Gang zudem ein paar Bücherwühltische aufgestellt. Das Rote Kreuz hatte einen Infostand im hinteren Bereich (nahe dem Eiscafé Angelina, auf das ich noch zu sprechen komme), wo auch für spezielle Kosmetikprodukte geworben wurde, die direkt am Kunden ausprobiert wurden. Ich habe richtig gestaunt, wie blankpoliert einer meiner Nägel nach einer solchen Behandlung aussah! Die Produkte waren mir aber dann doch zu teuer, und ich hatte nicht genug Schneid, darum zu bitten, dass man mir die restlichen Nägel auch noch blankpolieren möge, damit alle schön gleichmäßig aussehen. ;) Die Politur hielt übrigens einige Tage an, der Unterschied war allerdings zum Glück erst bei genauem Hinsehen, und wenn ich den Finger bewusst ins Licht hielt, erkennbar.
Nun will ich noch kurz einen besonderen Tipp aus dem gastronomischen Angebot nennen. Zugegeben hatte ich mir sogar vorgenommen, wenn ich bei meinem Berlinaufenthalt ins Alexa kommen würde, dass ich dies einmal ausprobieren würde, zumal ich in einem berlinerischen Bericht eine diesbezügliche Begeisterung herausgelesen hatte. Um die Leser nicht unnötig auf die Folter zu spannen: Es geht um Eis! Und ich kann aus meiner Erfahrung bestätigen, dass das Eiscafé Angelina wirklich das allerbeste und cremigste Eis bietet, das ich jemals gegessen habe! Insbesondere die ungewöhnlichen Kreationen haben mir sehr imponiert. Sorten wie Himbeere-Ricotta, Pfirsich-Panacotta (oder so ähnlich), Walnuss-Feige und Amadeus (benannt nach Amadeus Mozart und wie die Mozartkugeln mit Pistaziengeschmack, Marzipan und viel Schoko). Diese 4 Sorten habe ich selbst mit Genuss verkostet, und es war einfach himmlisch! 1,00 € pro Kugel bezahlt man dafür, und man hat, wenn man das Eis mitnimmt, wie immer die Wahl zwischen Hörnchen und Becher. Ich habe mich für den Becher entschieden und bekam noch ein Löffelchen dazu. Außer dem unteren Café, in das man sich auch setzen kann, hat das Eiscafé Angelina oben noch eine Eistheke mit identischem Angebot.
Erwähnen möchte ich noch, dass sich auf einer der Etagen einige Internetplätze befinden. Für die Autofahrer steht im Untergeschoss ein Parkhaus zur Verfügung. Ebenfalls im Untergeschoss steht, wenn ich mich recht erinnere, ein öffentliches Telefon. Zu den Etagen gelangt man entweder über die Rolltreppen oder aber über Aufzüge. Ganz oben (zu erreichen von ziemlich weit hinten) befindet sich noch eine Art Kinderparadies.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Alexa über die Straßen- und U-Bahn am Alexanderplatz zu erreichen. Der Bahnhof am Alexanderplatz ist nur wenige Schritte von diesem entfernt. Dort fahren und halten auch Busse, unter anderem Richtung Unter den Linden.
Alexa10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Kultfaktor