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Walter Gropius
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Walter Gropius ( 18. Mai 1883 in Berlin; 5. Juli 1969 in Boston) war ein deutscher Architekt und der Gründer des Bauhauses.
Walter Gropius 1920
Walter Gropius 1920
Das Bauhaus-Gebäude in Dessau
Das Bauhaus-Gebäude in Dessau
Modell des Arbeitszimmers von Walter Gropius im Bauhaus Dessau
Modell des Arbeitszimmers von Walter Gropius im Bauhaus Dessau
Meisterhäuser
Meisterhäuser
Fagus-Werk in Alfeld (Leine)
Fagus-Werk in Alfeld (Leine)
Zeilenbau im Berliner Hansaviertel. Architekt: Walter Gropius
Zeilenbau im Berliner Hansaviertel. Architekt: Walter Gropius
Die Gropiusstadt im Berliner Stadtteil Neukölln
Die Gropiusstadt im Berliner Stadtteil Neukölln
Inhaltsverzeichnis
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1 Leben
2 Werke (Auswahl)
3 Weblinks
Leben [Bearbeiten]
Walter Gropius ist ein Großneffe des bekannten Architekten Martin Gropius. Seine Eltern waren Walther Gropius, der seinerzeit Geheimer Baurat im Deutschen Reich war, sowie Manon Gropius, geb. Scharnweber. 1903 Begann er ein Architekturstudium in München, welches er später in Berlin fortsetzte. Gropius lernte 1910 die Frau Gustav Mahlers, Alma Mahler kennen, begann ein Verhältnis mit ihr und heiratete sie 1915 einige Jahre nach Mahlers Tod. Ihrer gemeinsamen Tochter Manon (19161935) wurde nach ihrem frühen Tod durch Alban Bergs Violinkonzert Dem Andenken eines Engels ein musikalisches Denkmal gesetzt. Die Ehe wurde 1920 geschieden.
Walter Gropius studierte an den Technischen Hochschulen in München und Berlin. 1907 trat er in das Büro von Peter Behrens ein, in dem neben ihm auch andere später berühmt gewordenen Architekten gearbeitet hatten, unter anderen Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier. 1910, nach dreijähriger Mitarbeit bei Behrens, machte sich Gropius als Industriedesigner und Architekt selbständig. Als Formgestalter entwarf er Inneneinrichtungen, Tapeten, Serienmöbel, Autokarossen und eine Diesellokomotive. Seine erste bedeutende architektonische Arbeit war das Fagus-Werk in Alfeld an der Leine, das er zusammen mit Adolf Meyer baute. Dieser Fabrikbau gilt mit seiner Stahl- und Glasarchitektur als richtungsweisendes Werk der später so genannten modernen Architektur, die in den 1920er-Jahren unter der Bezeichnung Neues Bauen oder Neue Sachlichkeit zum allgemeinen Begriff wurde.
Für die Ausstellung des Deutschen Werkbundes 1914 in Köln baute Gropius mit Meyer zusammen eine Musterfabrik, die sich später ebenfalls als bedeutender Beitrag zur modernen Architektur erweisen sollte. Die Besonderheit dieses Baus waren rund verglaste Treppentürme, die als neues gestalterisches Motiv später, in den 1920er-Jahren, bei Erich Mendelsohn in seinen Warenhäusern häufige Verwendung fanden.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Gropius zum Begründer des Bauhauses. Das heißt, er wurde 1919 auf Vorschlag Henry van de Veldes als dessen Nachfolger zum Direktor der Großherzoglich-Sächsische n Hochschule für Bildende Kunst in Weimar ernannt und gab der neuen Schule den Namen Staatliches Bauhaus in Weimar. Gropius hatte das Amt des Direktors bis 1928 (zunächst in Weimar und später in Dessau) inne, welches er an den Schweizer Urbanisten Hannes Meyer übergab.
Ab 1926 beschäftigte er sich intensiv mit dem Massenwohnbau als Lösung der städtebaulichen und sozialen Probleme und trat für die Rationalisierung des Baugewerbes ein. Er entwarf zahlreiche Wohnbauprojekte wie die Siedlung Dessau-Törten (19261931), Dammerstock (19281929), Wohnblocks in der Siemensstadt in Berlin (1929/30) und das Projekt Wannsee-Uferbebauung, ebenfalls in Berlin (1930/31).
1934 emigrierte Gropius nach Angriffen der Nationalsozialisten auf das Bauhaus als der Kirche des Marxismus nach England und 1937 weiter nach Cambridge (Massachusetts) (USA), wo er als Professor für Architektur an der Graduate School of Design der Harvard University tätig war.
1946 gründete Gropius die Gruppe The Architects Collaborative, Inc. (TAC) als Vereinigung junger Architekten, die für ihn zugleich ein Manifest seines Glaubens an die Bedeutung der Teamarbeit werden sollte. Ein Werk dieses Teams ist das Graduate Center der Harvard University in Cambridge (1949/50).
In seinen letzten Lebensjahren war Gropius wieder viel in Berlin tätig, wo er unter anderem 1957 im Rahmen der Interbau einen neungeschossigen Wohnblock im Hansaviertel errichtete. Die konkave Südfront und das offene Erdgeschoss gilt bei diesem Gebäude als typisches Beispiel einer sog. späten Moderne. 1963 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin verliehen.
Werke (Auswahl) [Bearbeiten]
Fagus-Werk, Alfeld (Leine), 1. Bauabschnitt 191112, 2. Bauabschnitt 191314, Ergänzungen bis 1925
Fabrikgebäude der Landmaschinenfabrik Gebr. Kappe & Co., Alfeld (Leine), 19221924
Wohnhaus für Prof. Dr. Felix Auerbach, Jena, 1924
Bauhaus Dessau, 19251926
Meisterhäuser (Wohnhäuser der Bauhaus-Lehrer), Bauhaus Dessau, 19251926
Zwei Häuser in der Weißenhofsiedlung in Stuttgart, 1927
Wohnhaus für Therese Zuckerkandl, Jena, 19271929
Karlsruhe, Siedlung Dammerstock, 1928-1929
Pan Am-Wolkenkratzer in Manhattan, 1937
Gropius Haus, Lincoln, Massachusetts, 1937
Packaged House System zusammen mit Konrad Wachsmann (Lincoln (Massachusetts, USA)), 19411943
Harvard University Graduate Center als erstes Projekt der TAC, 19481950
Wohnhaus Stichweh, Hannover, 19521953
Universität von Bagdad, als weiteres Projekt der TAC, 1957
Planung der Gropiusstadt im damaligen West-Berlin, ab 1960 (später abgewandelt)
Botschaft der USA in Athen, 19561961
Porzellanfabrik Rosenthal am Rotbühl, 1965 in Selb
Weblinks [Bearbeiten]
Commons
Commons: Walter Gropius Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Webseite über Walter Gropius bei archINFORM
Literatur von und über Walter Gropius im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
www.bildindex.de - Dieser Bildindex enthält zahlreiche Abbildungen von Gropius Werken (Die Frage des Copyright ist zur Zeit noch ungeklärt)
Infos auf der Seite des Walter-Gropius-Gymnasium Dessau
Walter Gropius (18831969): Ein kleiner Streifzug durch sein Werk
Biografie und Links (Website Deutsches Historisches Museum)
Darstellung der Architektur von Walter Gropius am Beispiel der Porzellanfabrik Rosenthal in Selb
Gropius-Bauten in Dessau
Gropius-Drücker
Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung Berlin, über das Bauhaus 1919-33
Personendaten
NAME Gropius, Walter
KURZBESCHREIBUNG Architekt, Gründer und langjähriger Leiter der Hochschule Bauhaus
GEBURTSDATUM 18. Mai 1883
GEBURTSORT Berlin, Deutschland
STERBEDATUM 5. Juli 1969
STERBEORT Boston (Massachusetts), USA
Von http://de.wikipedia.org/w iki/Walter_Gropius
Kategorien: Deutscher Architekt Stadtplaner Designer Deutscher Mann Geboren 1883 Gestorben 1969 Person (Weimar) Bauhaus
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