Das Bundesland Bremen hat eine Gesamtfläche von 404 km², die Einwohnerzahl beträgt 663.129 und es ist somit das kleinste unter den deutschen Ländern. 45,4 Prozent der Bevölkerung sind Protestanten und 12,1 Prozent Katholiken. Bremen ist sowohl Hafen-, Universitäts- als auch Messe- und Kongress-Stadt sowie Standort für die Automobil-, Elektronik-, Stahl-, Schiffbau- und der Luft- und Raumfahrtindustrie. Bremen - eine alte Stadt, verbunden mit aller Welt durch den Hafen und die Weser.
Land und Leute
Geschichte
Die Stadt blickt auf eine langjährige Geschichte zurück. Im Jahr 965 bekam sie durch den Erzbischof Adaldag und Kaiser Otto 1. das Marktrecht und damit fand ein reger Handel

statt. Vorangetrieben wurde der Handel durch die günstige Lage Bremens, weil sie gleich an der Mündung der Weser, welche unmittelbar in die Nordsee mündet, liegt und die Einwohner Bremens im Umgang mit Fluss und Meer vertraut waren. Im Jahr 1806 wurde Bremen eine Freie Hansestadt und der Handel blühte. Die Schätze, die die Handelsschiffe aus aller Welt nach Bremen brachten, kann man heute im
Überseemuseum bewundern. Die Häfen, dazu gehört auch die kleine Schwesterstadt Bremerhaven, die für Verbindungen in alle Welt sorgen, machen Bremen international aber auch die Raumfahrttechnologie, Wissenschaft- und Forschung sowie das umfangreiche Kulturangebot tragen hierzu bei.
En beeten stief sünd se jo
Die Bremer wirken nach außen zurückhaltend, vorsichtig, misstrauisch und ein weinig spröde. Ein eher zugeknöpfter und introvertierter Menschenschlag.
Sie "stolpern beim sprechen über spitze Steine", wobei sie das "st" in jedem Satz scharf betonen und nicht wie üblich bei einem "st" ein weiches "sch" aussprechen.
Diese Mundart hat starke Einflüsse aus dem Plattdeutschen (plattes Deutsches Land).
Kurt Tucholsky sagte einst über die plattdeutsche Sprache:
"Manchen Leuten erscheint die plattdeutsche Sprache grob, und sie mögen sie nicht. Ich habe diese Sprache immer geliebt... Es ist die Sprache des Meeres. Das Plattdeutsche kann alles sein: zart und grob, humorvoll und herzlich, klar und nüchtern und vor allem, herrlich besoffen..."
Eten un Drinken hollt Liev un Seel tosomen
Die Bremer Küche besteht natürlich zur Hauptsache aus fangfrischem Fisch und der charakteristischen Hausmannskost wie Labskaus, Knipp und verschiede Variationen von Stubenküken. Wer sich daran probieren möchte, der sollte den
Bremer Ratskeller besuchen.
Aber ab Anfang Dezember, wenn der erste Frost über das Land gezogen ist, zieht es auch die Bremer in das Umland, zum typischen
"Grünkohl- und Pinkelessen" oder wie man in Bremen sagt: Zur Kohl- und Pinkelfahrt. Firmen und Privatleute treffen sich an irgendeinem markanten Punkt der Stadt und ziehen mit "Bollerwagen" (Handkarren), welcher bestückt wird mit allerlei hochprozentigem Alkohol, per Pedes zu einer vorher ausgemachten Lokalität, mitten auf's Land. Ganz besonders empfehlenswert ist das
Borgfelder Landhaus. Das Besondere an diesem traditionellen Essen ist, dass ein Teilnehmer den "Fressorden" gewinnt (der jenige, der am längsten und meisten isst) und so zum/zur "Kohlkönig/in" gewählt wird.
Die besten Webtipps
Wer im Bremer Umland bzw. im hohen Norden unterwegs ist, sollte sich ein wenig mit dem "Plattdeutschen"
Wörterbücher Plattdeutsch/Deutsch/ Plattdeutsch. vertraut machen, denn in den ländlichen Gebieten wird der Reisende diesen Dialekt sehr oft zu hören bekommen.
Sehenswürdigkeiten
Der Marktplatz zählt zu den schönsten Europas. Er ist eingerahmt von vielen

historischen Gebäuden. Hierzu zählt u.a. das 1405-1410 erbaute
Rathaus mit seiner imposanten Renaissancefassade oder der
St.-Petri-Dom. Von hier aus erreicht man zu Fuß viele attraktive Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ebenso berühmt ist das 5,55 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt, die Statue des
Roland. Dieses Denkmal steht für die Freiheit der Stadt und ist das Symbol der Gerichtsbarkeit, die seit dem Jahr 1404 nicht mehr von den Bischöfen, sondern von den Bürgern ausgeübt wird. Gleich gegenüber vom Roland, an der Westseite des Rathauses, stehen die
"Bremer Stadtmusikanten" als Formation eines aufeinander stehenden Quartetts von Esel, Hund, Katze und Hahn, die der Künstler Gerhard Marcks 1953 (als Vorlage diente ihm das Märchen der Gebrüder Grimm) aus Bronze erschaffen hat. Bei der Bevölkerung und den Touristen kursiert der Mythos: Sobald man dem Esel über die Füße streicht, hat man sein ganzes Leben lang Glück.
Ein paar Schritte entfernt liegt die kleine, aber feine
Boettcherstraße, die in den 20er Jahren erbaut wurde und ungefähr 110m lang ist. Sie wird auch die "heimliche Hauptstraße" genannt und beheimatet einige Kunstläden, Werkstätten, Restaurants, Cafes, das
Casino Bremen, das Glockenspiel sowie
Museen.
Einige hundert Meter weiter befindet sich der älteste Stadtteil Bremens, der
Schnoor.

Ein Begriff aus dem Plattdeutschen Schnoor = Schnur und er bezieht sich auf die "wie an einer Schnur" angereihten Häuser. Hier findet man jahrhunderte alte Tradition und Geschichte, die bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. In den engen Gassen sind
Cafes,
Restaurants, Kunstschmieden, Museen, urige Krämerläden und vieles mehr beheimatet. In den Sommermonaten herrscht hier ein reges Leben und die Cafes und Restaurants servieren ihren Gästen das Mahl oder die Getränke im Freien. Viele der Cafes und Gaststätten haben zum Verweilen kleine, lauschige Hinterhöfe. Das Schnoorviertel steht unter Denkmalschutz und ist nicht einfach nur ein "Museumsstück", sondern hier wird gelebt, gearbeitet und gefeiert. Mit einem Satz: Gemütlich und doch voller Leben.
Ebenso sehenswert ist die
Schlachte, eine stark frequentierte Uferpromenade an der Weser. Hier findet man zahlreiche
Restaurants, Bars und Biergärten. Hier ist auch der "Martinianleger" zu finden, von dem aus man eine
Weser- und Hafenrundfahrt buchen kann.
Wer Erholung und Entspannung sucht, findet diese im Bürgerpark. Im 12. Jahrhundert diente er noch als Viehweide, doch als 1850 das Vieh weniger wurde, entschlossen sich die Bürger, aus dieser Weide einen Park entstehen zu lassen. Da der Senat nicht die nötigen Geldmittel zur Verfügung hatte, entschlossen sich die Bürger, selbst die Initiative zu ergreifen. Sie sammelten Gelder und beauftragten den Landschaftsgärtner Franz Wilhelm Benque mit der Planung.

So entstand im Laufe der Jahre eine 202 ha (Wiesen und Rasenflächen: 30 ha - Wald: 142 ha - Gewässer: 12 ha - Wegenetz: 31,5 ha - Reitwege: 8 km) große Oase, mitten in der Stadt. Der
Bürgerpark bietet sehr viel Interessantes aus der Tier- und Pflanzenwelt. Besonders für Familien mit Kindern ist das zentrale Tiergehege ein Anlaufspunkt. Auch der Pflanzenliebhaber kommt auf seine Kosten, denn die Pflanzenwelt ist überaus vielseitig, ganz besonders die Baumbestände. Ebenso bietet der Park für den "aktiven" Besucher einige Betätigungsfelder wie z.B. Rudern, Minigolf, Reiten, Radfahren und für die Kleinsten gibt es Spielwiesen und fünf Spielplätze. Für das leibliche Wohl sorgen die ansässigen Cafés und Restaurants, wie z.B. die
Waldbühne oder das
Haus am Walde.
Bremen hat aber nicht nur "Historisches" zu bieten, sondern zeigt seinen Gästen unter anderem auch moderne Sehenswürdigkeiten, wie das
Universum Science Center.
Hotels und Unterkünfte
Bremen ist sowohl Messe- als auch Kongress-Stadt, seit dem Umbau des
Messe- und Kongresszentrums. Es liegt direkt hinter dem Hauptbahnhof und in unmittelbarer Nähe zur City. Bremen hat daher den Geschäftsreisenden auch einiges zu bieten:
"Machen Sie sich schlau".
Das wohl meistgebuchte Hotel Bremens, das
Parkhotel, liegt mitten im 202 ha großen Bürgerpark.

Es ist sowohl Tagungs-, Kongress- und Geschäftsreisehotel, als auch eine sehr beliebte Unterkunft für Privatleute und berühmte Größen aus dem Show- und Film Business. Die Kombination aus modernster Tagungstechnik und dem preisgekrönten Wellness-Center "Spa’rks" gibt diesem Haus den Flair eines "klassisch, business-orientierten Grand Hotels". Auch ein Gourmet kommt hier nicht "zu kurz", denn das Restaurant "Park" erwartet seine Gäste mit französisch-deutscher Kochkunst auf höchstem Niveau.
Das 1.200 m² große, preisgekrönte Wellness-Center des Hauses, lädt förmlich zum Entspannen ein. Und wer danach noch immer ein wenig Muße oder Aktivität braucht, der geht zum Joggen in den Bürgerpark oder macht einen langen Spaziergang.
Wer aber "mitten im Geschehen" nächtigen möchte, der sollte sich im
Hilton Bremen oder direkt am Marktplatz im
Übersee Hotel einquartieren oder aber das
Mariott buchen.
Wer die Stadt nur für eine Nacht besucht und schnell wieder seinen Zug erreichen muss, der sollte im
InterCityHotel, direkt gegenüber dem Hauptbahnhof, sein Nachtlager aufschlagen.
Aber nicht nur für Geschäftsleute hält Bremen allerelei Übernachtungsmöglichkeiten bereit, auch der ganz individuell Reisende kommt hier auf seine Kosten. Für Hochzeitspaare oder die es werden wollen, bietet Bremen

etwas ganz Besonderes, das
Hochzeitshaus. Ein mittelalterliches Fachwerkhaus, mitten im Schnoorviertel und mit 16 m² das wahrscheinlich kleinste Hotel der Welt.
Es hat drei Etagen, wobei sich die Miniküche im Erdgeschoss befindet und im 1. Stock hat es ein luxuriöses Bad mit Whirlpool. Unter dem Dach befindet sich das Himmelbett. Das kleine, aber sehr feine Hotel ist bis weit über den Ozean hinaus bekannt, denn sogar aus China reisen die Paare an, um hier dem Alltag zu "entfliehen".
Der Hotelier lässt es sich nicht nehmen, den Paaren morgens ein opulentes Frühstück zu servieren, natürlich diskret und fast unsichtbar. Eine Heiratsurkunde verlangt er nicht, und trotzdem sind es fast ausschließlich Ehepaare, die dieses romantische Hotel buchen.