Bewertung von kundschafter im Detail
kundschafter
Bremen, Deutschland95%
Über Expedia.de haben meine Tochter und ich uns ein Hotel auf Malta ausgesucht. Es sollte ein gemütliches, ruhiges Hotel sein. Wir haben vom 02.10.2008 bis 09.10.2008 dort gewohnt. Gebucht haben wir das Hotel Coral in Bugibba mit Halbpension. Es handelt sich um ein Standardhotel, dass mit 3 Sternen ausgezeichnet ist. Wir haben das Hotel unabhängig vom Flug gebucht. Es war spottbillig. Für 7 Tage haben wir für zwei Personen mit Halbpension 246 € bezahlt. für den Flug wurden mir 306 € von meinem Konto abgebucht. Geflogen sind wir mit der Fluggesellschaft Ryanair.
Das Coral Hotel ist Teil von Maltas Canifor Hotel & Apartments Kette. Es liegt an einer Hauptstraße, die ziemlich stark befahren ist. Da es zum Zeitpunkt unserer Buchung noch keine Hotelbewertungen zu diesem Hotel gab, war uns dieser Umstand vorher nicht bekannt.
Das Hotel hat 40 Zimmer, einen kleinen Lift und ist 6 Etagen hoch. Man kann das Hotel nur über eine Treppe erreichen. Wenn man denkt, alle Stufen geschafft zu haben, kommt noch einmal ein kleiner Absatz, auf den aber nicht hingewiesen wird. Bei unserer Ankunft ist ein älterer Herr darüber gestürzt.
Für Senioren mit Gehbehinderungen und Familien mit Kinderwagen ist dieses Hotel völlig ungeeignet. Man bekommt den Wagen weder in den Fahrstuhl, noch alleine die Treppe herunter getragen. Der Lift wird gleichzeitig vom Reinigungs- und Servicepersonal genutzt. Somit ist man dann oft schneller die Treppe gelaufen, bevor man mit dem Fahrstuhl ankommt.
Nach hinten raus, schaut man vom Balkon aus, in die Hinterhöfe der danebenliegenden Gebäude und hat praktisch nur Mauern und Dächer vor Augen. Auf dem Dach befindet sich ein kleiner Pool, der aber nicht stark genutzt wurde. Wasserqualität sah optisch gut aus. Der Panoramablick, der uns vom Dach aus geboten wurde, war einmalig schön. Der Zustand des Hotels machte auf mich einen guten Eindruck. Lediglich eine Glühbirne in der Lampe an der Frisierkommode fehlte und eine Steckdose hinter dem Bett war kaputt. Vor dem Hotel gibt es noch eine Terrasse, von der man gut das Treiben vor dem Hotel beobachten konnte.
Aufgefallen ist mir, das der überwiegende Teil der Hotelgäste Engländer waren. Der Altersduchschnitt lag deutlich über 60 Jahre. Wenige deutschsprachige Gäste waren dort. Das Coral ist ziemlich hellhörig.Das Servicepersonal hat in keiner Weise Rücksicht auf schlafende Gäste genommen. Morgens zwischen 7:15 Uhr und 7:30 Uhr wurden die Servicewagen auf den Flur gerollt und dann wurde sich erst einmal laut vor den Zimmertüren unterhalten. Somit kann man sich einen Wecker sparen, denn Dank dieser kostenlosen Beschallung wurde man ja rechtzeitig zum Frühstück geweckt.
Es gibt einen Speisesaal und eine kleine Bar. Die Mahlzeiten werden in Buffetform angeboten. Einen typischen Küchenstil gab es nicht, außer eben das englische Frühstück. Abends gab es entweder Fleisch oder Fisch zur Auswahl. Einmal gab es Hähnchenschenkel. Ansonsten war die Auswahl wirklich spärlich Die Preise für die Getränke waren akzeptabel. Eine kleine Flasche Wasser kostete das gleiche, wie ein Glas Wein. (ca.1.40€) Bis auf ein einziges Mal, als ich eine schmutzige Tasse in meine Hände bekam, war das Geschirr sauber.
Dafür gab es echt ekelige Hotelgäste, die die Handhabung mit Besteck wohl nicht beherrschten und den Parmesankäse mit der Hand aus der Schüssel nahmen, die für alle Hotelgäste bereit stand. War ich froh, das ich mein Essen schon vorher geholt hatte. Die Tischdecken wurden täglich erneuert. Das Geschirr wurde nach den einzelnen Gängen gleich abgeräumt. Das Servicepersonal war zu keiner Zeit aufdringlich. Es herrschte eine angenehme Atmosphäre im Speisesaal. Für Kleinkinder stand ein Hochstuhl bereit. über Kindermenüs kann ich mich nicht äußern, da wir ohne Kind angereist waren.
Der Speisesaal liegt direkt gegenüber von der Rezeption und hatte eine ausreichende Größe. Das Frühstücksangebot war echt karg. Es wurden nur Vollkorntoast und Weißbrot angeboten. Dazu konnte man dann wählen, zwischen original englischem Breakfast, Ceralien mit fettarmer Milch, Marmelade, einer Sorte Wurst und Toastkäse und winzige Butterpäckchen. Ich bereue es, kein Foto vom Toaster gemacht zu haben. Der gehörte mit Sicherheit ins Museum. So ein schrottiges Teil ist mir schon lange nicht mehr unter die Augen gekommen. Entweder wurde der Toast nicht braun, oder er verbrannte. Ich habe mir das toasten dann völlig verkniffen und das Brot ohne es zu toasten gegessen. Frisch gepresste Säfte gab es überhaupt nicht. Lediglich ein Instand Pulver wurde zu einem Orangensaft verarbeitet
Am ersten Abend war das Abendessen ungenießbar. Der Reis war völlig bitter, auch der Fisch war vom Geschmack her unmöglich. Ich dachte immer, dass man beim Kartoffel kochen nichts verkehrt machen kann, aber das war ein Fehler. Hier schmeckten die Kartoffel völlig fade und waren total matschig. Soße zu den Speisen war dünn wie Suppe, dafür war die Vorsuppe meistens sehr cremig. Die konnte man sogar essen, ohne sich zu schütteln. Am zweiten Abend wussten wir ja schon ungefähr, was man essen kann und von was man besser die Finger lässt. So haben wir überwiegend Salat und Nachspeisen verzehrt. Zur Nachspeise wurden meistens eine Sorte Torte und eine Sorte Rührkuchen zur Auswahl gestellt. ja und ich habe ein Kilo auf grund der Zusammenstellung meiner Speisen zugenommen. (ächz) Obst oder Joghurt gab es überhaupt nicht. Eis konnte man beim Küchenchef bestellen. Der Küchenchef stand an 5 von 7 Tagen selber hinter dem Buffet. Auf mich machte er keinen kompetenten Eindruck.
Service
Das Hotelpersonal an der Rezeption, war sehr hilfsbereit und auch immer freundlich. Im Zimmer war kein Föhn und er wurde innerhalb einer Stunde vom Personal gebracht. Das Hotelpersonal hat überwiegend englisch gesprochen. Wir sind erst gegen 15:00 Uhr angereist und zu diesem Zeitpunkt war das Zimmer schon zum einchecken bereit. Achtung, hier werden Euroadapter verwendet. Da verbiegt so mancher Stecker vom Ladegerät. Die Euroadapter kauft man am besten in Buggiba. (ca.3.00€ ) Hier in Deutschland kosten die zweimal soviel.Ob das Hotel über einen Shuttlebus verfügt, kann ich nicht sagen, da wir mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren sind. Von Luqa sind wir mit der Buslinie 8 nach Valetta und von dort aus mit der Linie 49 nach Buggiba. gefahren. So hatten wir genügend Zeit, um uns schon einen ersten Eindruck von der Landschaft zu verschaffen
Zimmer
Die Zimmer waren ausreichend groß, so das man noch gut ein drittes Bett hineinstellen kann. Ein kleiner Tisch und ein Sessel für zwei Personen finde ich allerdings nicht ausreichend. Dem Kleiderschrank hätten ein paar Fächer gut getan, damit man auch Wäsche hinein legen konnte. Für zwei Personen gab es 10 Kleiderbügel. Eine Frisierkommode mit Hocker und eine Minibar befanden sich in unserem Hotelzimmer. Die Zimmerbar hätte man für 12 € mieten müssen. War übrigens abgeschlossen, so das man da keinen Blick rein werfen konnte. Die Betten sind nicht für Leute mit Rückenleiden geeignet. Die Matratze ist zu weich. Auf dem Bettgestell wurde einfach eine Platte genagelt, die als Unterlage für die Matratze dient. Bei entsprechendem Gewicht der Gäste kann man da schon mal leicht spüren, das man auf einem Brett nächtigt, weil die Matratze sich durch drückt. Zum zudecken diente ein Laken. Im Schrank lagen noch zwei weitere Kopfkissen und zwei Wolldecken bereit. Es war nachts aber warm genug, so das ich keine weitere Zudecke benötigte. Jeweils ein Nachtschrank stand bei den Betten. Auf einem Nachtschrank befand sich ein Telefon.
Die Spiegel von der Frisierkommode und die Scheiben von der Balkontüren waren total verschmiert. Der Boden wurde allerdings täglich gewischt. Handtücher und Badvorleger wurden täglich getauscht.
Einen Safe konnte man zusätzlich für 11 € die Woche mieten. Ein kleiner Schwarz/weiß Fernseher ohne Fernbedienung schmückte unser Zimmer. Außer 3 Sat konnten wir keinen deutschen Sender finden. Um zusätzlich Satelittenfernsehen zu empfangen, wurden 5 € wöchentlich verlangt. Wir waren aber ja nicht zum fernsehen im Urlaub. Wie schon erwähnt, lag das Zimmer nach hinten raus und gegen 11:00 Uhr konnte man gut die Essensgerüche für das Mittagessen wahrnehmen. Wer einen leichten Schlaf hat, tut gut daran, darauf zu achten, das er nicht unbedingt in der Nähe der laufenden Kühlung/Lüftung ein Zimmer erhält. Da ist es so laut, das man kein Fenster öffnen kann.
Balkonia
Einen kleinen Balkon hatten wir natürlich auch. Die Aussicht auf die Dächer und Mauern der umliegenden Häuser war echt deprimierend. Ein kleiner Tisch und zwei Kunststoffsessel, ohne Auflagen waren das ganze Mobilar, was sich auf unserem Luxusbalkon befand. Achja und der Aschenbecher für das Laster meiner Tochter muss ja auch erwähnt werden. Danke liebe Tanja, das du immer so rücksichtsvoll warst und nicht im Zimmer geraucht hast.
Sport, Unterhaltung und Pool
Unterhaltung kann man in diesem Hotel ganz vergessen. Bis auf den kleinen Pool auf dem Dach um den ca 10 Liegen gruppiert wurden, hat man keine Gelegenheit sich freizeitlich zu vergnügen. Das Wasser im Pool war ok. Den Chlorgeruch konnte man nur sehr schwach wahrnehmen. Die Liegen sind kostenlos und Handtücher hat man ja auf dem Zimmer, die man mit zum Pool nehmen kann. Für Kinder die nicht schwimmen können, ist der Pool mit 1,35m zu tief. Sonnenschirme waren keine aufgestellt.
Die Lage und Umgebung des Hotels
Das Hotel liegt direkt an einer stark befahrenen Straße. Direkt neben dem Hotel befindet sich ein Kino. Alle Bars, Restaurants und Souvenierläden sind sehr schnell erreichbar. Bis zum Touristentreffpunkt unten am Meer, sind es höchstens 10 Minuten. Animationsprogramm und Kinderbetreuung werden vom Hotel nicht angeboten. Es gibt eine kleine Bar im Hotel, die bis 23:00Uhr geöffnet war.
Zimmereinrichtung1
geöffnet ist. Ein Supermarkt ist zu erreichen, wenn man sich aus dem Hotel kommend, rechts hält und die Straße bis fast zum Ende runter geht und dann rechts abbiegt. Auf der linken Seite fast am Ende dieser Straße befindet sich dann dieser Markt. Die Busse fahren dort im 10 Minuten Takt und sind spottbillig. Ein Ticket für eine erwachsene Person kostet zwischen 54 Cent und 1,16 Euro. Vom Flughafen kommend ist es mit dem Bus bis zum Hotel ca. 45 Minuten. Es sei denn, man erwischt die Hauptverkehrszeit, da kann es schon mal 15 Minuten länger dauern. Zum Strand fährt man am besten mit der Buslinie 45 in ca.25 - 30 Minuten nach Meliha Beach. Dort kann man eine Liege und einen Sonnenschirm für 6 Euro am Tag mieten. Sandstrände sind nämlich in Bugibba Mangelware. Zurück nach Bugibba, kann man sich für 6 Euro pro Person auch mit dem Speedboot bringen lassen. Bei ruhiger See bringt das richtig Fun. . Zum Strand in Bugibba sind es vom Hotel aus nur ca. 10 Minuten. Es ist am Strand allerdings ein felsiger Untergrund und zum liegen nicht so bequem. Taxis haben in Bugibba Festpreise. Egal wohin man fährt, es kostet 8,00 €.
Aufpassen, die weißen Taxen sind teuer.
Im Gegensatz zu den Wempley Taxen, dürfen die weißen Taxen Fahrgäste von der Straße aus zusteigen lassen. Man kann besser mit den Wembley Taxen fahren, die man nur unter der Telefonnummer (00356/21374242) erreicht. Diese Taxis sind durch ihre graue Farbe und das KGY-Kennzeichen zu erkennen und wesentlich billiger als die weißen Taxen
Ausflugsmöglichkeiten
Buchen kann man Ausflugsmöglichkeiten, mit dem Boot zur Insel Gozo und zur blauen Lagune. Die Romantika bietet ein Programm von 5 Stunden ab 15 € an. Oder man fährt mit dem Quad nach Popey Village. Die Filmstadt muss man gesehen haben. Man kann Valletta Rundreisen buchen und für Taucher gibt es auch genügend Angebote. Auch hoch zu Roß kann man seine Wissbegierde stillen. In Valletta kann man sehr viel über die Geschichte von Malta erfahren. Sehenswert, sind die St.Johns Co Cathedral , das alte Hospital und die drei Städtetour. Eine Auswahl von Ausflugsmöglichkeiten hängen im Hotel in Form von Infomaterial an der Wand zwischen der Rezeption und dem Fahrstuhl.
Ein kleiner Insidertipp
Wenn man richtig auf den Putz hauen will, dann muss man abends nach St. Julian fahren. Dort ist die Partymeile von Malta. Die Busse fahren dort bis 00:30 Uhr. Danach kann man sich telefonisch von einem Sammeltaxi abholen lassen. Einfach danach fragen. Die Malteser sind unheimlich hilfsbereit. Beim telefonieren mit dem Handy muss man etwas aufpassen. Da ist man ganz schnell sein Geld los. Es zahlen nämlich der Anrufer bis zur Landesgrenze und der Angerufene den Rest. Wenn man Geld abhebt, dann muss man etwas höhere Gebühren mit einrechnen. Bei 50 € habe ich 5€ Gebühren bezahlt. Postkarten sind auf Malta spottbillig. Es gibt sie schon für 10 Cent.
Wann die richtige Reisezeit ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Persönlich fahre ich lieber, wenn es nicht mehr 40 Grad warm ist. Bei unserem Aufenthalt hatten wir zwischen 24 und 27 Grad. Das Wasser war noch sehr angenehm. Auf jeden Fall muss man sich eincremen und nicht darauf bauen, das man auch ohne Sonnencreme braun wird, gell Tanja :-))
Mein Fazit
Das war mal wieder eine schöne Woche, mit kleinen
Schönheitsfehlern, über die ich bei dem von uns gezahlten Preis gerne drüber weg gucke. Sollte ich noch einmal nach Malta fahren, würde ich allerdings versuchen, entweder nur Übernachtung zu buchen, oder allerhöchstens mit Frühstück. Die Preise in den Restaurants sind nämlich so günstig, das es nicht lohnt Voll- oder Halbpension zu buchen. Für ca.7.00€ - 8.00€ bekommt man ein komplettes Menü mit Getränk, z:B 12 Scampis mit Fritten und Salat und ein Glas Wein)
Coral5
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Hoteleinrichtungen
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Lage und Umgebung
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Verkehrsanbindung
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)