Bewertung von leo56 im Detail
leo56(56)
Rosenheim, Deutschland99%
Das Arekuna Camp ist eines unserer Ziele während einer von mehreren Venezuelarundreisen. Bevor wir nach Arekuna kommen, sind wir im Canaimacamp und sehen uns dort die vielen umliegenden Wasserfälle an. Vom Canaimacamp aus fliegen wir nicht lange zum Arekunacamp, das jedoch noch viel abgelegener ist. Es befindet sich neben einem Fluss, dem Fluss Caroni, das ist ein Nebenfluss des Orinoco, und liegt an und auf einem Hügel.
Die Landebahn des Arekunacamps liegt, vom Fluss aus gesehen, hinter dem Camp und besteht lediglich aus einer Schotterpiste. Beim Aufsetzen rüttelt es uns durch, das Flugzeug schwankt erst nach rechts, dann nach links, und plötzlich steht es. Gott sei Dank! Ein Reifen des linken Zwillingsreifens ist geplatzt! Mein Mann hatte es dem Piloten schon vor Canaima gesagt, der jedoch meinte, es sei alles in Ordnung. Wir steigen aus und sind froh, nun endlich angekommen zu sein. An einem kleinen Häuschen neben der Schotterpiste stehen 15 oder 16 Leute, die nun mit unserem Flugzeug zurück nach Ciudad Bolivar fliegen sollen. Der Pilot jedoch möchte das Risiko nicht eingehen. Er fliegt allein zur Werkstatt und kommt erst am nächsten Tag wieder. Wo diese Leute die Nacht verbringen ist uns später schleierhaft, aber vielleicht in Hängematten?
Zuerst geht es zur Rezeption und Jeder erhält einen Bungalow zugewiesen. Unser Bungalow befindet sich ebenso wie der unserer Freunde ganz unten am Fluss. Das Restaurant liegt oben am Hügel. Regenwasser wird hier aufgefangen und zum Trinkwasser aufbereitet und der Strom wird über einen eigenen Generator erzeugt. Wir sind beeindruckt.
Die Bungalows sind sehr hübsch eingerichtet: Es gibt zwei Einzelbetten, die jeweils auf einem Steinpodest liegen, wohl um es Ungeziefer schwerer zu machen, hinaufzukriechen. Wir schauen genau nach; schließlich warnte uns die Dame beim Einchecken vor dem Hügel, der "reich an Klapperschlangen" sei. Nun, im Bett ist keine und dort ist auch sonst kein ungebetener Gast. Dann wollen wir zum Duschen gehen und ich schlage meine Badeschuhe (eine Angewohnheit in den Tropen) hart mit den Fersen auf den Boden. Was ist das? Eine Tarantel?! Ein Schrei und ein Schlag und weg ist sie. Wie sie hereinkommen konnte, ist unklar; denn rundherum und auch am Dach sind dünnflechtige Netze angebracht, fast wie Gaze, um Ungeziefer abzuwehren.
Die Fenster bestehen aus schmalen Glasstreifen und lassen sich fast wie Sprossen am Fensterladen, jedoch einzeln, bewegen. Am Morgen wurden wir jedes Mal von den Vögeln geweckt, Kolibris und Amazonen, immer zu zweit. Ein herrliches Gefühl!
LTA Arekuna Camp10
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Ausblick
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Die Zimmer sind groß genug für zwei bis drei Nächte; denn das Camp wird meist für Rundreisen genutzt. Das Camp gehört zu einem Reiseunternehmen, der LTA.
Die Zimmer sind sauber und außer der einen Tarantel finden wir kein einziges Ungeziefer, auch nicht im Bad.
Das geflieste Bad besitzt eine Dusche mit heißem Wasser. Strom wird ab 23 Uhr bis zum Hellwerden abgestellt aber dafür hat Jeder Verständnis. Kühlschrank und Klimaanlage braucht man hier nicht wirklich, der Ventilator reicht aus und in der Nacht können die Fensterstreifen unbesorgt in waagerechte Stellung gebracht werden und somit für ausreichende Durchlüftung sorgen. Die Hängematte und die Gardinen an den Fenstern sorgen für ländliches und indianisches Flair.
Der Ausblick in den Regenwald und auf den Fluss ist fantastisch, besonders, wenn am Morgen die Pärchen von Amazonen vorbeifliegen.
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Vielfalt gastron. Einrichtungen
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Publikum/ Gäste
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Hotelbar
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Das Camp liegt wie gesagt um einen Hügel und Rezeption, Shop und Restaurant sowie Bar liegen ganz oben auf dem Hügel. Wir haben von hier den besten Blick in alle Richtungen: nach hinten auf den Flugplatz, links der dichte Regenwald und vorn und rechts der wunderschöne breite Fluss mit seinen Windungen.
Sobald die Sonne in einem herrlichen Sundowner untergegangen ist, hören wir die Grillen. Eine fängt an und immer mehr stimmen ein: zum Schluss ist die ganze Nacht hindurch ein leichtes Dröhnen zu vernehmen: Abermillionen der unscheinbaren bräunlichen Grillen, es ist einfach unbeschreiblich!
24 Gäste können hier wohnen, aber so viele Leute sehen wir gar nicht. Mit uns sind unsere Freunde (vier Personen), ein mexikanisches Ehepaar und ein venezulanischer Guide unterwegs. Eine zweite Gruppe in ähnlicher Stärke sehen wir ebenfalls, damit hat es sich erschöpft (außer in der ersten Nacht).
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Essen und Trinken
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Vielfalt des Speisenangebots
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Qualität des Speiseangebots
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Getränkeangebot
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Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
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Bedienung/ Service
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Das servierte Essen ist sehr vielfältig, ausreichend und schmeckt hervorragend. Das Getränkeangebot ist ebenfalls ausreichend, es gibt Bier, Limo und Cola, Wein und auch einige Spirituosen. Die Atmosphäre im Restaurant, das nach außen völlig offen gestaltet ist und ein hohes reedgedecktes Dach besitzt, erinnert an die Kolonialzeit. Zwei Kolibris tun uns leid. Sie haben sich in dem hohen Dach verirrt und finden auch am dritten Tag nicht wieder heraus; denn das Dach ist oben nirgends geöffnet.
Die Bedienungen sind meist flink, sie sind freundlich und zuvorkommend.
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Lage und Umgebung
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Verkehrsanbindung
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)
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Das Camp ist nur per Flugzeug zu erreichen. Mit dem Boot würde man selbst von Canaima aus mehrere Tage benötigen. Dies macht aber auch den absoluten Reiz dieses Erlebnishotels aus.