Bewertung von thokla im Detail
thokla
Nähe Braunschweig, Deutschland96%
Beim letzten Besuch von Cascais im Jahre 2006 haben wir uns, trotz damals 2-wöchigen Aufenthaltes, nicht die Zeit genommen, das unweit des Hotels im oberen Teil des Ortes liegende Seemuseum zu besuchen. Da beim nun gesplitteten Urlaub auch Cascais auf dem Plan stand und es an einem Samstag über 30 Grad warm und windig war, holten wir dies nun nach - im Innern vermuteten wir zumindest eine Klimatisierung, was auch der Fall war.
Das Museum mit dem portugiesischen Eigennamen "Museu do Mar - Rei D. Carlos" befindet sich im oberen, historischen Part von Cascais. Wer das Museum auf einem schön angelegten, parkähnlichen Grundstück mit dem Auto besuchen möchte, kann nur auf Parkmöglichkeiten am Seitenstreifen der Strasse zurückgreifen. Eng wird es an Wochenenden, denn dann ist nahzu alles zugeparkt durch die Besucher des gegenüber liegenden botanischen Gartens "Parque Marechal Carmona“ - die sich meist in Form von Familien dort vergnügen. Alternativ zum eventuell schweißtreibenden Fussmarsch kann aber auch der örtliche Bus namens "BusCas" benutzt werden, um dort hin zu gelangen. Die Fahrkarten sind sehr günstig.
Das Museum hat täglich von Dienstag bis Sonntag ab 10 bis um 17 Uhr geöffnet. Üblicherweise kostet der reguläre Eintritt günstige 2 Euro pro Person. Besucher über 60 Jahre und Gruppen kommen kostenlos hinein. An Sonntagen ist der Eintritt grundsätzlich frei, doch mussten wir am Samstag auch nichts zahlen. Fotografieren im Museum ist zwar erlaubt, doch nur ohne Blitzgerät.
Nach dem Betreten landet der Besucher in einem großen, sehr ruhigen Raum im Schummerlicht. Eingespielt werden hier leise Geräusche der Meereswelt, die von überblendenden Projektionen begleitet werden. Hier sind einige historische Schiffsmodelle als Exponate zu finden. Im folgenden Raum findet der Besucher zahlreiche Modelle von Meerestieren unterschiedlicher Größe - aber jeweils in den originalen Ausmaßen der Natur. Hier, wie auch sonst im Museum, sind die Austellungsstücke in portugiesischer und englischer Sprache beschriftet bzw. näher erläutert. Etliche der Fische aus der Tiefsee sehen als Modell fast erschreckend, aber sehr vielfältig, aus. In der nächsten Räumlichkeit sind historische Funde aus dem Meer in Vitrinen ausgestellt, was aber eher langweilig war.
Interessant wurde es in einem Raum, der alte Gegenstände aus der Geschichte des Ortes zeigte. So konnte man auf zahlreichen, alten Fotos die tägliche Lebensweise nachvollziehen oder die beim Fischfang benutzten Requisiten in Augenschein nehmen. Sporadisch werden auch auf kleinen Monitoren alte Filmsequenzen gezeigt. Der nautische Bereich im Folgeraum zeigt, wie sich die Seeleute früher orientierten und welche Hilfsmittel benutzt wurden. Zahlreiche Schiffsmodelle liessen vermuten, welch schwerem Job die Fischer Cascais’ nachgingen.
Neben weiteren Austellungsstücken interessanter Natur - gezeigt wird etwa, wie die Seeleute früher von ihren Fahrten unerlaubt Pfeffer aus Indien in hohlen Kokosnüssen schmuggelten - ist im Museum auch ein temporärer Ausstellungsbereich zu finden. Beim Besuch waren es eher nicht so spektakuläre Malereien von Fischen in größerer Zahl.
Als Fazit bleibt festzustellen, dass ein Besuch des Museums lehrreich und bezogen auf die Ortsgeschichte zwar interessant ist, aber es nicht als Pflichtbesuch auf der Urlaubsagenda stehen muss. Es ist auch nicht riesig, sodass meist ein bis eineinhalb Stunden Besuchszeit reichen dürften. Für Kinder wird es wohl, ohne eine erklärende Führung, eher langweilig sein.
Seemuseum Cascais7
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Exponate