Charleston ist eine Stadt im US-Bundesstaat South Carolina. Gegründet wurde Charleston bereits 1670, trug damals aber den Namen Charles Town. Die Stadt befindet genau auf der Grenze der Counties Berkely County und Charleston County. Im Jahr 1800 war Charleston bereits die viertgrößte Stadt Nord-Amerikas, nach Philadelphia, New York, Boston und Quebec. Den Namen Charleston trägt der Ort seit 1783 und bis 1788 war die Stadt sogar die Hauptstadt des Bundesstaates. Heute leben circa 120.000 Einwohner in Charleston und damit ist sie, nach der Hauptstadt Columbia, die zweitgrößte Stadt in South Carolina.
Geschichte
Charleston hieß lange Zeit
Charles Town. Dies sollte eine Ehrung an den englischen König Charles II. darstellen. In dieser Zeit - lange vor dem Unabhängigkeitskrieg - war die Stadt ein lebendiges Handelszentrum an der Ostküste
South Carolinas und eines der Hauptanbaugebiete für Reis. Durch den Einfluss fremder Kulturen aus
Frankreich, der
Karibik,
Afrika und anderen Kolonialmächten, wurde Charleston zudem sehr oft mit
New Orleans verglichen. Da man unbedingt diese Monopolstellung, als wichtigster Handelshafen an der Ostküste, behalten wollte, gründete man 1833 die
Charleston and Hamburg Railroad Company und konnte so den Konkurrenten
Savannah (Georgia) abschütteln, da diese Stadt noch kein eigenes Transportnetzwerk vorweisen konnte.
Das

ehemalige
Fort Sumter liegt im Hafengebiet von Charleston und sollte eine wichtige Rolle im Bürgerkrieg spielen, denn hier wurde zum ersten Mal auf den Feind geschossen und so der Krieg eingeläutet. Als der Unabhängigkeitskrieg dann vorüber war, wurde Charleston, als Handelszentrum, ziemlich unbedeutend. Da es jetzt keine Sklaven mehr gab, die man auf die Reisfelder hätte schicken können, wurde der gesamte Reisanbau uninteressant für die Plantagenbesitzer und die Stadt versank viele Jahre in weitgehende Bedeutungslosigkeit.
Charleston 
wurde über die Jahrhunderte durch mehrere Katastrophen erschüttert. Beim so genannten Charleston-Erdbeben von 1886 wurde die Stadt nahezu zerstört, aber die Einwohner schafften es, die Stadt innerhalb von vier Jahren wieder aufzubauen. Die letzte große Naturkatastrophe war der Hurrikan Hugo (1989, Hurrikanstufe 5), der sehr viele Häuser in Charleston und den Nachbarorten
Mount Pleasant,
Isle of Palms und
Goose Creek zerstörte. Schon deswegen ist es schon phantastisch zu nennen, dass die historische Altstadt von Charleston bis heute, nahezu unbeschädigt, die Katastrophen überstehen konnte. Seit 1931 steht der historische Stadtkern unter Denkmalschutz und umfasst mehr als 2.000 denkmalgeschützte Objekte, darunter das älteste Museum der Vereinigten Staaten, welches bereits 1773 gegründet wurde. Zum Teil stammen diese Objekte noch aus den Gründungszeiten Charlestons und die
Sehenswürdigkeiten werden jährlich durch etwa vier Millionen Touristen besucht.
Tourismus
Sehenswürdigkeiten
Am

besten nimmt man an einer der vielen
Sightseeingtouren oder
Kutschfahrten teil, wenn man auf bequeme und originelle Art und Weise etwas von der Stadt sehen will und etwas über die Geschichte der ehemaligen Handelsmetropole lernen möchte. Sehr zu empfehlen wäre da die
Museumsmeile Charleston. Eine Wanderkarte und die Tickets für die Sehenswürdigkeiten entlang der ausgeschilderten Wanderroute erhält man im
Charleston Area Convention and Visitor Bureau an der Ecke King Street - Mary Street. An der Route liegen 15 Sehenswürdigkeiten, wie etwa das
Aiken-Rhett House, das
Konföderationsmuseum Charleston, das
Childrens Museum of the Lowcountry, das
Old Slave Mart Museum sowie vier ausgedehnte
Parks.
Veranstaltungen
Das
Charleston Harbor Fest findet jedes Frühjahr im Hafen von Charleston statt. Jedes Jahr kommen Segelschiffe aus der ganzen Welt nach Charleston und die Eigentümer erlauben es den Besuchern, die Schiffe zu besichtigen und an Hafenrundfahrten teilzunehmen. Das Festival endet mit der so genannten "Parade of Sails", wobei alle Schiffe gemeinsam den Hafen wieder verlassen. Die Anlegestellen befinden sich am
Charleston Maritime Center und am Union Pier Passenger Terminal. Vom Hafenzentrum aus, kann man unter anderem per Rundfahrtboot das Hafengebiet von Charleston erkunden. Der Hafenkomplex samt Liegeplätze für Boote (Länge 54 Meter, maximaler Tiefgang 3 Meter) ist zudem Austragungsort diverser Segelveranstaltungen und Bootsausstellungen.
Museen
Die

meisten Museen befinden sich im Historic District von Charleston, welches an sich schon eine Art von Freiluftmuseum darstellt, denn dieses Viertel umfasst gut 2.000 denkmalgeschützte Häuser und der größte Teil dieser Immobilien ist heute ein Museum. Durch das Viertel führt die
Museumsmeile Charleston. Wer dieser Route folgt, wird keines der berühmten Museen der Stadt verpassen. So findet man an der East Battery das
Edmond-Alston House welches 1825 gebaut wurde. Der Erbauer war auch Eigentümer der
Middleton Place-Plantage, die an der anderen Seite der Stadt liegt und ebenfalls besichtigt werden kann.

In der nahe gelegenen Meeting Street findet man das
Calhoun Mansion. Das Anwesen wurde 1876 gebaut und hier kann man unter anderem den Ballsaal besichtigen, der über eine 14 Meter hohen Glasdecke verfügt. Geht man weiter entlang der Meeting Street, stößt man knappe 300 Meter weiter auf das nächste Museum - das
Nathaniel Russel House. Die Immobilie wurde im Jahr 1800 durch den Kaufmann Nathaniel Russell gebaut. Eigentlich wollte Russel hier mit seiner Familie leben, aber bereits 1803 wurde das Anwesen umgestaltet und seitdem ist es ein Museum. Im Stadtzentrum findet man das
Museum am alten Sklavenmarkt, wo von 1859 bis 1878 Sklaven öffentlich versteigert wurden. Diese Sklaven kamen per Schiff im Hafen an. Da viele die Seereise nicht lebend überstanden hatten, diente das Auktionshaus damals gleichzeitig auch als Leichenhalle. Es wäre zu viel hier jedes einzelne Museum in der Stadt aufzuführen. Daher gibt es
hier eine ausführliche Übersicht. Auch die
Webtipps und
Bewertungen bei Trivago berichten über diese Ausflugsziele.
Plantagen
Nicht

weit außerhalb der Stadt befindet sich ein Abschnitt vom Asley River. Hier findet man die einstigen Plantagen Charlestons. Sie gehörten einst zu den fruchtbarsten und prächtigsten Plantagen des Staates.
Drayton Hall entstand zwischen 1738 - 1942 und John Drayton war der Plantagenbesitzer. Als 1856 der Bürgerkrieg über das Land hereinbrach, wurde Draytons Anwesen, als einziges Haus entlang des Flusses, nicht beschädigt. Die Architektur des Plantagenhauses wurde deshalb nie verändert. Bis 1974 war die Plantage noch im Besitz der Familie Drayton und sie verzichteten darauf Wasser oder Elektrizität anschließen zu lassen. Bis heute gibt es nicht einmal eine Zentralheizung im Haus. Als man beschloss aus der einstigen Plantage ein Museum zu machen, entfernte man die Möbel aus dem Haus, damit die unveränderte und authentische Architektur des Anwesens mehr zur Geltung kommt. Die
Magnolia Plantation liegt etwas weiter Flussabwärts und gehörte ebenfalls den Draytons. Allerdings ist die Magnolia Plantage wesentlich älter als Drayton Hall, denn sie wurde bereits 1676 durch Thomas und Ann Drayton gebaut. Bekannt wurde die Plantage wegen seinen Englischen Gärten, die Reverend John Grimke Drayton hier ab der Mitte des 19. Jahrhunderts anlegte. Das Haupthaus wurde während des Bürgerkriegs durch befreite Sklaven angezündet und zerstört. Nach dem Bürgerkrieg wurde die Plantage wieder aufgebaut und die Gärten dem Publikum zugänglich gemacht. Das Anwesen ging dadurch als erste Touristenattraktion in die Geschichte der (gerade erst entstandenen) Vereinigten Staaten ein. Auf der einstigen Plantage stehen den Besuchern heute zehn themengebundene Gärten und einen Tierpark offen.
Ebenfalls

am Ashley River, aber ziemlich weit außerhalb - etwa 23 Kilometer nordwestlich von Charleston - liegt
Middleton Place. Middleton Place steht heute unter Denkmalschutz und war einst der Wohnsitz von Henry Middleton, ein britisch-amerikanischer Politiker, Pflanzer und der zweite Präsident des Kontinentalkongresses. Auf dem Anwesen aus dem 18. Jahrhundert befinden sich Stallungen, ehemalige Plantagenanlagen und Blumengärten, ein Museum, ein Restaurant, eine Herberge sowie andere Attraktionen für Besucher. Auch Hochzeiten können auf dem Anwesen ausgerichtet werden und in regelmäßigen Abständen gibt es Events und Ausstellungen. Von hier aus gelangt man übrigens sehr schnell zum
Patriots Point Naval & Maritime Museum.
Zu

erwähnen wäre noch die
Boone Hall Plantation am Highway 17. Diese Plantage liegt etwa 13 Kilometer außerhalb von Charleston und wurde 1681 erbaut. Die Auffahrt wurde erst 1734 angelegt und diente später mehrfach als Filmkulisse. Wer
Vom Winde verweht und
Fackeln im Sturm gesehen hat, wird die Auffahrt von Boone Hall erkennen. An der einstigen
Sklavenstraße hinter der ehemaligen Plantage findet man neun erhaltene Sklavenquartiere aus dem 18. Jahrhundert, als auf der Plantage noch Baumwolle angebaut wurde.
Restaurants
Wer

kulinarisch auf seine Kosten kommen möchte, sollte unbedingt die
King Street aufsuchen. An
Restaurants gibt es hier unter anderem das Halls Chophouse, Virginia's on King oder auch das Restaurant Shine - insgesamt befinden sich 24 Restaurants in der King Street. Unter anderem findet man hier auch das Restaurant
Poogans's Porch. Es wurde nach dem Hund des ehemaligen Besitzers benannt. Der Spielfilm
Champagne Charlie (1989) mit Hugh Grant wurde zum Teil hier im Restaurant gedreht und einstige Kulissenteile bilden die Innendekoration des Lokals. Prominente und Lokalpolitiker sind regelmäßige Gäste im Restaurant und an den Wänden kann man Fotos sehen, von alle Berühmtheiten, die hier bereits gespeist haben, wie zum Beispiel Paul Newman, Joanne Woodward, Jim Carrey, Jody Foster, Tennessee Williams, Barbara Streisand und James Brolin. Man behauptet zudem, dass es in dem Restaurant spukt.
Hotels
In

Charleston kann man herrlich übernachten, denn hier gibt es einige sehr romantische
Hotels, die den typischen Südstaatenflair bis heute erhalten haben. Ein gutes Beispiel wäre da das 4-Sterne Hotel
French Quarter Inn, welches nur 18 Kilometer vom örtlichen
Flughafen entfernt liegt. Das Hotel verfügt über 50 elegante Gästezimmer und Suiten. Einige Zimmer sind mit einem offenem Kamin, Whirlpool und private Balkone ausgestattet. In der Nähe des Hotels findet man gute Restaurants, Ladenlokale und auch Unterhaltungsstätten.
In der Broad Street findet man das
John Rutledge House Inn, welches etwa vier Blocks vom Marktplatz entfernt liegt. Das denkmalgeschützte Hotel wurde bereits 1763 gebaut. Benannt wurde es nach dem Erbauer John Rutledge, der einer der Personen war, die die erste amerikanische Verfassung unterzeichnet haben. Rutledge war zu dem Zeitpunkt Gouverneur von South Carolina. Das Hotel verfügt über zwei Kutschenhäuser und wurde aufwendig restauriert, wie man auf den
Bildern sehen kann. Bis heute sind die ursprünglichen Kunstschmiedearbeiten und die originale Innenausstattung mit seinen italinienischen Marmorkaminen und den geschnitzten Intarsien erhalten geblieben.
Das
HarbourView Inn liegt in der Vendue Range Nummer 2 und hat vier Sterne. Es liegt nur 15 Kilometer vom Flughafen entfernt. Ob Sie auf Geschäftsreise oder zum Vergnügen unterwegs sind, das Hotel ist ideal für Ihren Aufenthalt. Das Hotel bietet zahllose Einrichtungen, Raffinessen und Dienstleistungen. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nachbarschaft aller bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Alle komfortablen und großzügig geschnittenen Gästezimmer des Hotels sind mit allen Vorzügen und Annehmlichkeiten für den modernen und anspruchsvollen Reisenden ausgestattet.
Sonstiges
Das Charleston Area Convention & Visitors Bureau befindet sich in der 81 Mary Street - Ecke King Street.

Hier kann man sich Informationen über Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten besorgen, aber auch die Mappe mit den "Free Valuable Coupons" kann man hier abholen. Diese Mappe enthält nämlich Coupons für vergünstigte Eintrittstickets für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (circa 1 US-Dollar Rabatt je Coupon) der Stadt, wie etwa das
Charleston Museum, den
Old Exchange & Provost Dungeon, die
Magnolia Plantation und den
Audubon Swamp, die
Cypress Gardens oder auch das prunkvolle
Drayton Hall. Gutscheine für diverse Restaurants sind ebenfalls in dieser Mappe enthalten.