Bewertung von Chris26 im Detail
Chris26
Gland, Schweiz95%
Nachdem ich in Chiang Mai bisher zwei Mal im Lotus Hotel abgestiegen war, wollte ich dieses Mal ein anderes Hotel in besserer Lage und mit besserer Ausstattung aussuchen, und landete so schließlich beim Rydges Aroma Tapae Hotel, ein recht neues Hotel in Chiang Mai der australischen Rydges-Kette. Letztlich kann ich aber fast nur die Lage und den Ausblick vom Zimmer als besonders gut bezeichnen
1. Lage, Gebäude:
Das Rydges Aroma Tapae Hotel liegt am westlichen Rand der alten Stadtmauer von Chiang Mai (22 Chaiyaphum Road), die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind also relativ gut zu erreichen, und an der Hauptstraße vor dem Hotel findet sich leicht in Tuk-Tuk oder Minibus. Den Flughafen erreicht man in 10 Taximinuten, den Night Market ebenso in rund 10 Minuten.
Das Gebäude sieht fast würfelförmig aus (siehe Produktfoto) und verfügt über 12 Stockwerke.
2. Hotelklassifikation:
Im offiziellen Hotelverzeichnis von Chiang Mai ist es als First Class Hotel (4 Sterne) gelistet, gehört also zu den Tophotels der Stadt (5 Sterne-Hotels gibt es in Chiang Mai nur außerhalb, wie z. B. das Four Seasons). Nun ja, persönlich würde ich es eher als gutes Mittelklassehaus bezeichnen.
3. Zimmer:
Im Hotel kann man auswählen zwischen 134 Standardzimmern (Superior), 54 Mountain view Deluxe-Zimmern und 13 Suiten. Die Superior- und Deluxe-Zimmer sind gleich groß und quasi gleich ausgestattet, wobei sich die Deluxe-Zimmer eben in den oberen Stockwerken befinden und damit einen etwas schöneren Ausblick bieten. Ich hatte ein Deluxe Zimmer gebucht, welches mit einem wirklich sehr guten King-Size-Bett mit relativ harter Matratze ausgestattet war, einem Sessel mit rundem Tisch, Schreibtisch mit Schreibtischstuhl, TV mit Pay-TV, Minibar und Zimmersafe. Das Bad war relativ geräumig mit großem Wandspiegel und Badewanne/Dusche gestaltet. Die Zimmergröße würde ich auf insgesamt knapp 20qm schätzen, also nicht gerade riesig, aber auch nicht beengt (u. a. dadurch, dass die Möblierung eher spärlich war). Im Eingangsbereich findet sich ein angenehm großer Wandschrank mit Schiebtüren, daran anschließend die Minibar. Der Sessel und der Tisch stehen in so einer Art kleinem Erker, der durch ein wandhohes Fenster gekennzeichnet ist, von wo aus man einen wirklich schönen Blick über Chiang Mai geniessen kann (siehe Foto unten). Leider gibts keinen Balkon, auch wenn man es erst vermuten könnte, aber auf dem Mauereinlass draussen steht nur der Ventilator der Klimaanlage. Die Fenster lassen sich teilweise öffnen (das kleinere Fenster zum Ventilator hin).
Das ganze Zimmer wirkte von der Einrichtung her relativ billig (Möblierung) und wenig dekoriert (keine Bilder an den Wänden), von den Farben her auch eher kalt gehalten. Auch das Bad ließ irgendwie an Atmosphäre zu wünschen übrig. An Badeutensilien fanden sich nur 4 kleinere Plastikbehälter mit Shampoo und Badezusatz, die vom Roomservice auch erst dann ersetzt wurden, als alle 4 leer waren, nicht etwa täglich ergänzt.
Die Preise der Minibar waren für thailändische Hotelverhältnisse ziemlich gesalzen und lagen etwa auf dem Niveau von 5-Sterne-Hotels in Bangkok (Dose Singha Bier z. B. 150 Bt., rund 3 Euro). Frech fand ich, dass man für die Nutzung des elektronischen Zimmersafes noch für rund 100 Bt. Nutzungsgebühr pro Tag zur Kasse gebeten wurde (so dass ich den zentralen Safe an der Rezeption nutzte, der gratis war). Auch das Preisniveau des In-Room-Dinings (24 Stunden) war ziemlich hoch (Hauptgerichte ab ca. 300 Bt.). Die Lärmisolierung zum Gang hin war nicht besonders toll, Hotelgäste anderer Zimmer konnte man deutlich beim Betreten/Verlassen ihrer Zimmer vernehmen.
Für ein so neues Hotel fand ich es auch sehr unangebracht, dass hier noch mit traditionellen Schlüsseln gearbeitet wird, also nicht etwa mit Keycard-Systemen. Es wurde auch deutlich darauf hingewiesen, dass die Schlüssel bei Verlassen des Hotels an der Rezeption abzugeben sind. Wiederbekommen hat man die Schlüssel nur bei Vorzeigen einer Guest-Card also ein bisschen übertrieben das ganze, fand ich. Sehr sicherheitsbewusst. In der Hotelmappe im Zimmer wurde übrigens deutlich darauf hingewiesen, dass Gäste im Zimmer nicht erwünscht sind, insbesondere nicht nach 22 Uhr (Joiners Fee wohl ca. 1.000 Bt., wenn ich mich recht erinnere). Etwas paradox, dass dann am (recht lieblos gestalten) Swimming Pool des Hotels ganz offensichtlich entsprechende Damen räkelten, die darauf warteten, dass Hotelgäste sie mit aufs Zimmer nähmen.
4. Hoteleinrichtungen:
Im Erdgeschoss des Hotels findet sich die recht großzügig angelegte Lobby (mit Springbrunnen etc.), dahinter das Restaurant, in dem auch das Frühstücksbuffet gereicht wird (relativ akzeptabel mit viel Auswahl). In der Lobby gibts dann noch die Lobby Bar, ein kleines Reisebüro für Ausflüge und einen Duty-Free-Shop. Im 3. Stock findet sich (außerhalb) der Swimmingpool mit Poolbar (die ich aber nie im Betrieb erlebt habe).
5. Service:
Der Check-In ging relativ reibungslos über die Bühne, das Gepäck wurde aufs Zimmer gebracht, und vor dem Hotel befanden sich immer genug hoteleigene Sicherheitskräfte und Pförtner, die einen beim Betreten und Verlassen des Hotels zackig militärisch grüßten (zum Glück habe ich gedient, sonst wäre ich wohl geschockt gewesen g).
Beim Frühstück war der Service (Kaffee/Tee..) auch recht flott und freundlich, sonstige Dienstleistungen im Hotel habe ich nicht in Anspruch genommen, daher kann ich hier nicht mehr berichten. Aber das Serviceniveau ist in Thailand sowieso immer recht hoch, daher würde ich das nicht so besonders herausstellen.
6. Übernachtungspreis:
Ich habe knapp 40 US-Dollar die Nacht für das Deluxe-Zimmer inklusive Steuern und Frühstücksbuffet bezahlt. Also nicht extrem teuer.
7. Quintessenz:
Als Pluspunkte für das Rydges Aroma Hotel würde ich die Lage des Hotel und die Aussicht vom Zimmer bezeichnen, sonst fällt mir nicht viel Positives ein. Die Zimmergestaltung fand ich persönlich als viel zu lieblos und zu billig für ein angebliches First-Class-Hotel, die Sicherheitspolitik des Hotels völlig übertrieben, die Preise für Extras (Room-Service, Safenutzung!) nicht angemessen, und den Swimmingpool nicht gerade einladend. Konsequenz: das Hotel sieht mich nicht wieder.
Amora Tapae6
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Bett-/ Matratze
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Ausblick
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Publikum/ Gäste
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Lage und Umgebung
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Lage (Stadthotel)
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Verkehrsanbindung
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Einkaufsmöglichkeiten
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Kulturelle Angebote
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)