Bewertung von templeroliver im Detail
templeroliver
Wolfurt, Österreich98%
Eine Bewertung der wunderschönen Inseln ohne eine Erwähnung der aktuellen Lage bzw. von Chichiriviche ist nicht hilfreich. Ich möchte daher hier auch kurz darauf eingehen. Ziel ist ja hilfreiche Informationen zu vermitteln.
Man erreicht Chichiriviche am besten mit einem Leihwagen ansonsten auch mit einem Bus von Valencia - einer Stadt die ich aufgrund ihres sensationellen Nachtlebens auch jedem empfehlen kann. Chichiriviche ist im Westen Venezuelas, zwischen Coro und Valencia. Ebenso im Nationalpark Morrocoy liegt Tucacas - aber der Ort hat gar nichts, schlechte Hotels, schlechte Restaurants und eine bedenkliche Sicherheitslage (ich wurde am helllichten Tag ausgeraubt und bekam als Extra dann noch eine blutige Nase verpasst). Also lieber nach Chichiriviche...
Wobei seit Hugo Chavez an der Macht ist sich auch das verschlafene, sichere Chichiriviche gewandelt haben soll - die Sicherheitslage ist so dass man anscheinend überall in Venezuela durchaus mit Taschendieben bzw. in den Städten (vor allem in Caracas und Maracaibo) mit Raubüberfällen rechnen muss. Ich würde daher die Botschaft in Caracas für aktuelle Informationen zu Rate ziehen.Der Ort an sich
hat allerdings auch nicht viel zu bieten. Gut es gibt einige Hotels, ein sensationelles Meeresfrüchterestaurant (direkt am Strand, eigentlich das einzige am Strand) aber schon bei der Anfahrt 2,3 Km vor dem Ort sieht man die hässliche Seite der Gegend.
Kleine Seen in denen überall Müll schwimmt - dazu wunderschöne Flamingos.
Der Ort selber - unattraktiv, hässliche Häuser, staubige Strassen - keinerlei Attraktionen.
außer, außer
einer Mangrovenlandschaft mit vielen Vogelarten (u.a. den Flamingos), es lohnt sich diese mit einem Boot zu erkunden und eben den traumhaftesten Inseln vor der Küste.
Erster Eindruck der Inseln war - ein Paradies.
Bei meinem ersten Ausflug nach Chichiriviche blieb mein in Venezuela lebender Freund im Hotel und ich fuhr alleine auf eine Insel. Der Fischer ließ mich aussteigen und fuhr zurück... und ich war alleine auf der ganzen Insel. Weißer Sandstrand, kristallklares Wasser, Palmen, ein angenehmer Wind der mir die Temperaturen sehr angenehm machte... herrlich. Allerdings auch ein ungutes Bauchgefühl ob denn der Fischer wiederkommen würde. Das konnte einem natürlich nur in den 90er Jahren und nur außerhalb der venezolanischen Ferien passieren.
Selbst die Hauptinsel Isla Sombrero war damals relativ menschenleer.
Inseln bei Chichiriviche10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Mittlerweile sind die Inseln sehr touristisch und ich empfehle unbedingt außerhalb der venezolanischen Ferien die Inseln zu bereisen. Obwohl dies natürlich auch seinen Reiz hat - Venezolaner im Urlaub sind noch kontaktfreudiger als sonst.
Die Venezolaner gehen gerne auf die erste Insel nach Chichiriviche, Cayo Pelón (Kahle Felseninsel) eine Mini-Insel. Weißer Sandstrand, umringt von Korallen, kein Service, eigentlich nichts weiter als ein Sandhaufen im Meer und dort legen sie sich zumeist ohne Sonnenschirm in die pralle Sonne. Ein Europäer würde sich den Sonnenbrand seines Lebens holen - aber auch so mancher Venezolaner bekommt eine Überdosis Sonne ab.
La piscina (das Schwimmbecken) bzw. Los Juanes hat keinen eigenen Strand - dennoch viele Boote mit Venezolanern die (viel, sehr viel) Bier trinken und feiern. Mehr was für Partytiger.
Ebenfalls sehr schön sind Boca Seca und Cayo Peraza (die Paradies-Insel, ist recht klein aber wunderschön)
Mein Tipp ist aber Mero - kaum besucht aber ebenfalls mit glasklarem Wasser, Palmen - allerdings ohne Service. Wer Robinson Crusoe spielen will sollte auf diese Insel gehen!
Die Hauptattraktion ist aber die Isla bzw. Cayo Sombrero.
Sie ist wie sich jeder Europäer die Karibik vorstellt.
Wie im Klischee - weißer Sandstrand, glasklares Wasser - davor ein Korallenriff in dem man perfekt schnorcheln kann (ich habe ca. 30 verschiedene Fischarten u.a. eine Muräne und Barrakudas sowie eine Schildkröte gesichtet) oder etwas weiter draußen tauchen kann, Palmen und - im Gegensatz zu den anderen Inseln- 2 Restaurants, umherlaufende Händler die leckeres Eis und Getränke anbieten sowie die Möglichkeit Sonnendächer und Liegen auszuleihen. Am Wochenende und in den Ferien tlw recht überlaufen ist die Insel außerhalb dieser Zeiten weiterhin recht spärlich besucht.
Cayo Sombrero hat 2 Strände. Einen Nachteil hat aber auch diese Trauminsel - es gibt Sandflöhe auf der Insel, von einer Übernachtung (zelten) wie sie vielen Rucksacktouristen aufgeschwatzt wird würde ich daher abraten. Von den Venezolanern die ich in Chichiriviche traf hat jeder gemeint das würden nur die Ausländer machen.
Ich bekam auch einmal eine Runde Sandflöhe - wurde die aber mit einem Sprung ins Wasser wieder los. Am Hauptstrand sind sie nicht vertreten.
Tipp: sich einer Gruppe anschließen die ein Boot nimmt - dadurch wird die Fahrt natürlich weitaus billiger