Bewertung von maljonok im Detail
maljonok
Hennef, Deutschland95%
Playa de Cofete befindet sich im Südwesten der Insel und ist entweder über eine ca. 20 km lange Schotterpiste mit einem (am Besten Gelände-) Wagen oder zu Fuß über "Grande Valle, einen königlichen Wanderweg, zu erreichen.
Wenn man sich für einen Mietwagen entscheidet, sollte man berücksichtigen, dass der Versicherungsschutz eines einfachen PKWs mit der asphaltierten Straße wenige km nach Morro Jable endet. Wer auf eine Nummer sicher gehen möchte, sollte einen Geländewagen vorziehen. Wir haben sowohl mit einem Jeep als auch mit einem Citroën C3 und einem Renault Clio die Strecke zurückgelegt. Beide Autotypen haben ihre Vor- und Nachteile. So hat es meinem Mann unheimlich Spaß gemacht, endlich Mal mit einem richtigen Wagen zu fahren. Dabei kann aber von einer angenehmen Fahrt eher nicht die Rede sein. Man hat jedes Schlagloch und jede Bodenwelle am eigenen Leib gespürt. Außerdem war es in unserem offenen Jeep sehr windig und staubig. Da wir aufgrund eines kräftigen Windes auf die Kopfbedeckung verzichten mussten(wurde vom Wind sowieso weggerissen), bekamen wir außerdem einen schrecklichen Sonnenbrand der Kopfhaut. In einem normalen PKW bei den nächsten Fahrten hat es sich viel angenehmer und komfortabler angefüllt.
Die Anfahrt:
Man fährt in Morro Jable Richtung Hafen, biegt aber nicht links zum Hafen ab, sondern nimmt die rechte Abzweigung zur südlichen Spitze der Insel "Punta de Jandia". Die ersten km sind asphaltiert. Danach geht es ziemlich holperig auf einer Schotterpiste. Aus dem "Sehenswerten" sind die frei laufenden Ziegen, Erdhörnchen und Esel zu erwähnen. Man fährt an einer alten Tomatenplantage und an einer Hüttensiedlung, von der aus Grande Valle abzweigt, vorbei. Nach etwa 20 Minuten biegt man an einer beschilderten Stelle rechts nach Cofete ab. Es geht bergauf und man kommt anschließend am Bergkamm an. Dort sollte man anhalten.
Für die Strapazen der Fahrt wird man mit einem sensationellen Ausblick vom Aussichtspunkt "Roque del Morro" belohnt. Unten dehnt sich der weitläufige Sandstrand von Cofete begrenzt durch die Bergkette von Jandia. Bei klarem Wetter soll sich die gesamte Westküste bis zur Höhe von Pájara erkennen lassen, was wir leider noch nicht haben erleben dürfen. Es gibt da eine überdachte Aussichtsterrasse und eine Tafel mit zahlreichen Hinweisen, u.a. dass der Bau dieses Miradors aus EU-Fördermittel finanziert wurde. Der Wind ist hier aber dermaßen stark, dass man beim Aufmachen der Autotüren aufpassen muss, dass diese nicht vom Wind gegen die Steinmauer oder andere geparkte Fahrzeuge geprallt werden. Auch eine locker sitzende Kopfbedeckung verliert man da sehr schnell.
Weiter geht es auf der anderen Seite des Berges runter. Der Weg wird hier noch schmaler. Vor zahlreichen unübersichtlichen Kurven sollte man hupen und damit den eventuell vorhandenen Gegenverkehr warnen. Die eigenartigen, kakteenähnlichen Pflanzen, die man auf diesem Straßenabschnitt sieht, sind seltene, unter strengem Naturschutz stehende Euphorbiengewächse mit dem Namen Cardón de Jandía, die nur auf Fuerte zu finden sind.
Schließlich erreicht man Cofete, eine kleine Siedlung mit einem Dutzend spärlich und spartanisch gebauter Häuser. Immerhin gibt es in diesem Ort ein kleines Restaurant, in dem man sich nach einer anstrengenden Fahrt stärken kann. Die Preise sind etwas überhöht. Das liegt aber an der Abgeschiedenheit des Ortes und an den damit verbundenen Schwierigkeiten. Die Atmosphäre ist aber einmalig. Man kann sich entweder auf Terrasse oder im Lokalinneren einen Platz aussuchen und die Ursprünglichkeit der Gegend auf sich wirken lassen.
Von diesem Restaurant aus sind es nun etwa 200 Meter zum Strand und dem Parkplatz, an dem jede Cofete-Fahrt zusammen mit der Straße zwangsweise endet. Weiter darf man nur zu Fuß, da die ganze Gegend zum Naturschutzgebiet gehört und das Querfeldeinfahren verboten ist.
Die Wanderstrecke:
Der alte Königsweg "Grande Valle" beginnt etwa 3 km nach der Abzweigung zum Hafen an einer kleinen Hüttensiedlung. Man kann sein Auto an einem kleinen improvisierten Parkplatz am rechten Straßenrand stehen lassen. Eine Hinweistafel ist zudem am Anfang platziert. Der Weg selbst ist sehr gepflegt. Während unserer Wanderung haben wir da auch "Straßenarbeiter&quo t; angetroffen, die sich um den Pfad gekümmert haben. Sie haben herumliegende Äste entfernt, verrutschte Steine an ihre Stelle zurückversetzt und die Gehfläche gefegt. Man geht immer geradeaus das Tal aufwärts und wird vom starken Gegenwind begleitet. Deswegen sollte man im Voraus an die entsprechende Bekleidung denken und nach Möglichkeit einen Tag mit wenig starkem Wind für diese Wanderung aussuchen. Ausreichend Trinkflüssigkeit ist ebenfalls ein Muss. Erst kurz vor der Passhöhe wird es ziemlich steil. Der Wind nimmt da ebenfalls zu. Man sollte schon jede Menge Anstrengungen mitbringen und gut zu Fuß sein, damit man nicht einfach weggefegt wird. Ganz oben wird man mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Auf beiden Inselseiten sieht man Atlantik. Rechts und links dehnen sich die Berge. Unten hat man eine ursprüngliche Landschaft von Cofete mit hellem Sandstrand. Der Weg runter ist dann etwas gefährlicher. Der Pfad ist wesentlich schmaler und auf keine Weise abgesichert. Diejenigen, die Höheangst haben, sollten lieber nicht nach unten gucken, sonst wird es denen von der Höhe und Steilheit ganz schnell schwindelig. Je mehr man sich dem Dorf nähert, desto entspannter und sicherer füllt man sich jedoch.
Der Strand:
Cofete hat einen herrlichen langen und breiten goldgelben Sandstrand, der immer (fast) menschenleer ist. Man fühlt sich da wie auf einer einsamen Insel. Weit und breit keine Menschenseele. Man hat hier seine Ruhe und kann sich wunderbar bei Wellenrauschen entspannen. Der Blick geht in die unendliche Weite und man genießt die Ursprünglichkeit der Natur.
Zum Baden ist der Strand wegen der gefährlichen und unberechenbaren Unterströmungen sowie einer starken Brandung nicht geeignet. Auch wenn man nur knietief im Wasser steht, spürt man die Ozeangewalt und den Sog der hereinbrechenden Wellen. Dabei fällt es einem sehr schwer das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Das Wasser hat eine gravierende Kraft und zieht einfach den Boden unter den Füßen weg. So manche Schwimmer hat die Gewalt der Cofete-Wellen schon ihr Leben gekostet. Man sollte aus diesem Grund nie tiefer als bis zu Knien ins Wasser rein und dabei die Wellen, die hereinbrechen, immer im Auge behalten, damit man nicht überrascht und ins Meer mitgerissen wird.
Dafür eignet sich der Strand bestens, um einen ganzen Tag ungestört in der Sonne zu liegen oder einen Picknick zu machen. Man hat dabei eine wunderschöne Naturkulisse für sich allein.
Außerdem lässt es sich am Strand wunderbar wandern. Der frische Wind vom Meer und eine Fußkühlung durch die Wellen sorgen für perfekte Wohlfühlbedingungen. Bis zu dem kleinen Inselchen El Islote, das bei Ebbe auch begehbar/besteigbar wird, braucht man eine gute Stunde.
Ich komme immer wieder gern nach Cofete. Das ist ein Ort, der seine Ursprünglichkeit bewahrt hat und an dem man das jegliche Zeitgefühl verliert. Der Strand strahlt einfach unwiderstehliche Anziehungskraft aus.
Strand von Cofete10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Strand - Größe
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Strand - Sauberkeit
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Strand - Platzangebot
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Wasserqualität