Bewertung von leo56 im Detail
leo56
Rosenheim, Deutschland98%
Im März wohnten wir zwei Wochen im Sunrise Monica Beach Club. Hier angekommen, erfahren wir, dass etwas die Hälfte des Hotels wegen Renovierungsarbeiten gesperrt sei. Ein Unwetter im Dezember 2008 habe Wasserschäden verursacht, die eine umfassende Renovierung erforderlich machen würden. Nun gut, dafür haben wir Verständnis, wenn wir das auch lieber im Reisebüro bereits erfahren hätten und nicht erst vor Ort. Wie können die Zimmer weiterhin bebucht werden, wenn sie gar nicht zur Verfügung stehen?! Alfredo, der nette Spanier an der Rezeption macht uns Vorschläge. Wir haben drei Möglichkeiten: 1. ein Doppelzimmer innerhalb der Hotelanlage, aber nicht im Haupthaus, 2. ein Apartment innerhalb der Apartamentos Monica Beach, mit Nutzung der Hotelanlagen des Clubs (was wir aber erst erfahren, nachdem wir "das Zimmer" gefunden haben, 3. ein Doppelzimmer im Hotel Sunrise Costa Calma Beach Resort, einem vier Sterne Hotel der gleichen Hotelkette. Wir bekommen einen Schlüssel und einen Plan in die Hand gedrückt und sollen uns nun die Zimmer ansehen. Eigentlich hätten wir erwartet, dass uns Jemand dorthin führt. Wir irren durch die weite Anlage und irgendwann finden wir das Doppelzimmer. Es wirkt sehr klein, abgewohnt und die winzige Terrasse führt auch nicht zu einem Garten wie die Zimmer des Haupthauses, sondern es wirkt wie in einem Lichthof. Wir würden wir uns hier nicht wohlfühlen. Ich habe sogar den verdacht, dass diese Zimmer eigentlich Zimmer für die Angestellten sind. Schnell ist klar, dies wollen wir nicht. Also geht es weiter zum Apartment. Nr. 572? Wir stehen am Ende des Hotelgeländes und hier sind 800-er Nummern. Ein schwedisches Ehepaar steht auf ihrem Balkon und ich frage die Beiden, wo denn die 500-er Nummern sein könnten? "Keine Ahnung", sagen diese, "wir sehen täglich Leute mit Zetteln herumlaufen, das ist schlechte Organisation." Ein schmaler Weg führt hier weiter zum nächsten Hotel, scheinbar. Nun versuche ich es hier und tatsächlich, nach weiteren 200 Metern stehe ich vor einem Bungalow mit der Nummer 572. Nun müssen wir uns den anderen Schlüssel geben lassen (es gibt immer nur einen zur Besichtigung), ich gehe also los und lasse meinen Mann bei Gepäck und Bungalow, der wegen dieser Art und Weise der Hotelorganisation schon langsam auf 180 ist und am Liebsten gleich wieder heimfliegen würde. Dann sehen wir uns das Apartment an. Es ist sehr großzügig. Ja, hier bleiben wir. Im Bad ist es nicht so richtig sauber, auch die übrigen Böden haben tote Insekten u.ä., aber es ist hier viel schöner als das vorher besichtigte Doppelzimmer. Die Appartmentanlage ist eine in sich abgeschlossene eigene Anlage der Sunrise Hotelkette mit einem eigenen Swimmingpool, die nur derzeit als Ausweichquartier für den Monica Beach Club verwendet wird, weil es nicht ausgebucht ist. Hier gibt es auch einen kleinen Supermarkt, da es ja für Selbstversorger ausgerichtet ist. Heute noch (oder am nächsten Morgen, wie uns Alfredo anbietet), in das Hotel Sunrise Costa Calma Beach Resort umziehen wollen wir nicht. Wir wollen endlich ankommen und haben Hunger. Nur gut, dass wir uns so entschieden haben!!! An den folgenden Tagen sehen wir immer wieder Leute, die mit Sack und Pack zum Hotel Sunrise Costa Calma Beach Resort wandern. Das Gepäck wird nämlich nicht vom Hotel hinüber gefahren und das andere Hotel ist mindestens zwei Kilometer entfernt. Das ist eine große Zumutung. Letztendlich fühlen wir uns im Hotel aber wohl, das Essen ist gut und auch die übrigen Einrichtungen in Ordnung. Eine genügende Anzahl an erstaunlich ruhigen Bars sorgt dafür, dass man überall die All Inclusive Getränke und in einer Bar auch Snacks bekommt. In Strandnähe befindet sich die Afrika Bar. Die Liegen am Strand gehören leider nicht zum Hotel, das ist am Costa Calma Beach aber überall so. Ein privater Vermieter kassiert pro Tag 9 Euro für 2 Liegen (ohne Auflagen) und einen viel zu kleinen Sonnenschirm.
Sunrise Monica Beach6
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Bett-/ Matratze
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Ausblick
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Unsere Zimmer (Schlafraum und Wohnraum mit Küche) waren groß genug, das Doppelzimmer, welches wir vorher sahen, wäre uns zu klein gewesen. Die Sauberkeit ließ hier allerdings sehr zu wünschen übrig. Die Zimmermädchen kamen zu wechselnden zeiten, meist erst nach 15 Uhr, wenn wir schon vom Strand oder von Ausflügen kamen und eigentlich in Ruhe Kaffee kochen oder duschen oder lesen wollten. Einmal stand ich gerade unter der Dusche und mein Mann sagte, sie sollen doch in zehn Minuten wiederkommen. Manana? fragte das Zimmermädchen hoffnungsvoll, aber mein Mann sagte: nein, in zehn Minuten. Ok, aber sie kam nicht wieder. jeden Tag waren andere Frauen, mal allein, zu zweit oder sogar zu dritt. Das war am Tag vor unserer Abreise. Gearbeitet haben sie kaum. Täglich wurden die Betten hergerichtet und mal hier, mal da, etwas gewischt, aber sauber wurde es nie. Mehrmals machte mein Mann die Damen auf Schmutz aufmerksam (die toten Insekten waren beispielsweise am 4. Tag noch immer da) und dann wurde immer emsig das bemängelte geputzt, aber nur das. Handtücher gab es reichlich und die Betten wurden jeden 2. Tag frisch bezogen, aber darauf beschränkte sich meist die tägliche Arbeit. Der Abfall vom Bad war zwar bis auf einmal immer weg, den in der Küche "vergaßen" sie oft.
Das Sofa und die Sessel im Wohnbereich waren mit dunkelblauem Velour überzogen und hatten nicht nur etliche Flecken, sondern wenn man darauf klopfte, kam der Staub nur so heraus. Wir hatten ja genügend Badetücher, also legte ich mir immer eines darunter.
Die Küche erhielt nach etwa drei Tagen (auf Rückfrage) eine Kaffeemaschine und zwei Tage später (ohne Rückfrage) eine Mikrowelle. Dabei muss der Monteur eines der Gläser zerbrochen haben (wir waren nicht da, als er die Mikro installierte), denn wir standen plötzlich in Scherben, glücklicherweise mit Schuhen.
2002 entstanden die Apartments, aber das Flair wirkte wie 80-er Jahre. Die Doppelzimmer im Hotel selbst stammen wohl noch aus den Siebziger Jahren, da waren wir eindeutig besser dran. Aber die werden ja nun, seit Januar 2010, renoviert. Der Ausblick ging in eine Richtung zum nett angelegten Garten, die andere Richtung auf den Weg und den Zaun zum Sunrise Costa Calma Palace.
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Vielfalt gastron. Einrichtungen
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Publikum/ Gäste
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Hotelbar
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Pool & Außenanlagen
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Sportangebot im Hotel
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Animation/ Sportbetreuung
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Kinderbetreuung
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Das gesamte Erscheinungsbild ist nicht schlecht. Die Hauptgebäude sind so angelegt, dass ein Großteil der Zimmer den Balkon zum Meer oder eine Terrasse zum schön angelegten Garten besitzt. Die vielen Palmen sind gut gepflegt, leider aber auch gut gegen den Palmrüssler gespritzt. Giftschilder weisen darauf hin. Für ein Familienhotel ist das nicht so toll. Die Lobby ist winzig. Hier stehen auch zwei Internetterminal, die für Mailabruf und Recherche in Ordnung sind, für andere Tätigkeiten aber ungeeignet sind. Ich wollte meine Foto-Festplatte anschließen, das USB-Kabel hatte ich dabei und es gibt auch einen USB-Anschluss, aber der PC kann lediglich die Fotokarten (SD und Co) des Fotoapparates erkennen. Auch ein Stick kann nicht bedient werden. Ich fragte Alfredo und er versuchte es ebenfalls vergeblich. "Das sind keine richtigen PC's", sagte er dann, "aber es gibt ein Internetcafe in der Nähe." Na gut, wenigstens ist er ehrlich.
Zur schlechten Organisation im Hotel habe ich mich ja schon ausgelassen, die Bars und Cafes sind ausreichend. Das Publikum besteht vorwiegend aus Deutschen und Österreichern, die letzten Tage aber kamen auch immer mehr Russen. Beim Essen fielen sie ab und zu unangenehm auf, wenn die Teller voll beladen und nicht aufgegessen wurden, aber auch einige andere Gäste konnten sich hier nicht "benehmen". Gut, bei einem All inclusive Hotel muss man wohl damit rechnen. Ein Ehepaar trank beispielsweise morgens erst einmal Sekt, wozu sie sich gleich eine ganze Flasche auf den Tisch stellten. Abends sollen alle männlichen Gäste wenigstens lange Hosen tragen, aber auch dies wurde nicht von allen eingehalten.
Die Pools sind gut gepflegt, Sportangebote sind Volleyball, Tischtennis und Billard. Ein Fitnesscenter soll es geben, ich habe es aber nie gefunden. Wellness hat das Hotel nicht, allerdings könnte man dies (kostenpflichtig) im Nachbarhotel nutzen. Animation ist vorhanden, eher unaufdringlich. Für Kinder gibt es stundenweise Betreuung.
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Essen und Trinken
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Arrangement der Speisen
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Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
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Das Essen ist sehr gut, abwechslungsreich und frisch. Hierbei gibt es gar nichts auszusetzen. Jeder Gast hat abends einen festen Platz und es gibt zwei feste Zeiten für das Abendessen. Morgens und mittags ist freie Platzwahl. Die Athmosphäre ist angenehm, lange Wartezeiten gibt es auch bei den frisch angerichteten warmen Speisen nicht.
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Lage und Umgebung
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Landschaft/ Umgebung
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Verkehrsanbindung
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)
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Sportmöglichkeiten
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Strand - Größe
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Strand - Sauberkeit
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Strand - Platzangebot
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Wasserqualität
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Die Lage am Costa Calma Beach ist wunderbar. Das Hotel liegt etwas höher gelegen als der Strand, aber die Wege sind, zumeist ohne Stufen, so ausgelegt, dass sie auch ältere Menschen bewältigen können, sofern sie nicht sehr gehbehindert sind. Für Rollstuhlfahrer ist es hier allerdings absolut ungeeignet.
Öffentliche Busse fahren hierher, die Bushaltestelle befindet sich in direkter Hotelnähe. In der Umgebung gibt es insgesamt sieben Einkaufscenter, dazu kommen etliche nette Restaurants und Bars. Autovermietung gibt es (manchmal) im Hotel, allerdings fanden wir am Tisch des Autovermieters in der Hotel-Lobby während der angeblichen Sprechzeiten über zwei Wochen lang immer nur den gleichen Zettel vor: Ich bin heute leider nicht im Hotel Monica Beach. Dafür gibt es viele in der Nähe.
Der Strand ist perfekt. Ein breiter Sandstrand, der selbst bei Flut ausreichend Platz bietet. Eine feste kostenlose Toilette, ein Umkleideraum, Rot Kreuz-Büro und Schwimmeister befinden sich hier. Nebenan ist eine Surfschule, die nachmittags, sobald genügend Wind aufkommt, für einen guten Preis Kindern wie Erwachsenen das Surfen beibringt.
Das Wasser selbst ist so klar, dass wir sogar die verschiedenen Fische erkennen konnten.