Eine Stadt mit einer besonderen Lage war Cuxhaven schon immer. Von drei Seiten umgeben mit Wasser - im Westen die Wesermündung, östlich die Elbmündung und im Norden schließlich die Nordsee. Doch nicht nur Seefahrer kommen seit langem in diese Stadt, auch ihr Kurcharakter und die zahlreichen Strandbäder locken jährlich Touristen in den Norden. Heute hat die Stadt rund 53.000 Einwohner. Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake, das hölzerne Seezeichen an der Elbmündung. Es befindet sich auch auf dem Wappen der Stadt.
Lage
Cuxhaven ist mit nahezu allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. So verkehrt der Halunderjet vom
Hamburger Hafen über Weddel nach Cuxhaven, um schließlich nach Helgoland weiter zu fahren. Aber auch zahlreiche andere Schiffe fahren den Hafen der Stadt regelmäßig an. Wer Cuxhaven nicht über das Wasser anfahren möchte, kann alternativ die Autobahn A 27 von
Bremen aus benutzen oder auch die Bundesbahn zum Transportmittel wählen.
Geschichte
Cuxhaven

blickt erst auf eine knapp 100-jährige Stadtgeschichte zurück, denn die Stadtrechte wurden ihr erst im März 1907 verliehen. Doch Cuxhavens Geschichte ist schon viel älter, was nicht zuletzt der günstigen Lage an den Wasserwegen zu verdanken ist. So fanden Archäologen sogar ein Großsteingrab, das um
4000 v. Chr. angelegt sein soll. Weitere Funde beweisen ebenfalls eine langjährige Siedlungstradition. Die Dörfer und Ländereien um das heutige Cuxhaven gehörten im
Mittelalter dem Ritter von Lappe, der das Schloss Ritzebüttel als Stammsitz unterhielt. Piraten blockierten immer wieder die Handelswege an der Elbe und das Rittergeschlecht litt chronisch unter Geldmangel. So beschloss man
1392 einen letzten Versuch, indem man nach Piratenmanier Handelschiffe auf der Elbe beraubte.
Doch der Hamburger Rat belagerte mit 800 Verbündeten das Schloss Ritzebüttel und kaufte es schließlich auf. Der Ritter und sein Geschlecht mussten daraufhin versprechen friedlich zu bleiben und so wurde aus diesem Grundbesitz das Amt Ritzebüttel.
1594 konnte die erste namentliche Erwähnung von Cuxhaven belegt werden. Dank der Eindeichung breitete sich das kleine Dorf immer weiter aus, lediglich gestört durch Unruhen und der großen Weihnachtsflut von
1717. Erst seit dem
18. Jahrhundertwird Cuxhaven eine größere Bedeutung als Hafenstadt zuteil. Seezeichen, Hafenanlagen und Deiche wurden errichtet.
1795 zählte

man in Cuxhaven insgesamt 41 Häuser. Von
1803 bis 1812 war die Region von den Franzosen besetzt, Napoleon hatte die Idee eines Kriegshafens. So wurden Küstenbatterien angelegt um die Elbe zu sichern. Erst am
30. November 1813 ergaben sich die Franzosen, nachdem englische und russische Truppen einmarschierten. Schließlich wurde der Hamburger Bürgermeister Amtmann von Ritzebüttel. Während dieser Zeit wurde die Fischerei neu entdeckt. Neben den Fischern, die täglich auf See fuhren, wurden auch an Land Berufe rund um den Fisch zur Tagesordnung. Ob Seilmacherei, Fischverarbeitung oder Fischereibedarf, die Bewohner übten immer mehr Berufe rund um den Fisch aus. Durch die Gründung zweier Salzereien arbeiteten nun auch weitere Bürger in der Fischverarbeitung.
Die Stadt erblühte, so dass
1816 das Seebad eröffnet werden konnte. Ein Badehaus an der Alten Liebe zog viele Gäste an, weitere kamen um mit Schiffen zu reisen.
Während die Wirtschaft im
19.Jahrhundert weiter positiv verlief, folgten eine Sturmflut und weitere Unruhen: Die Dänen gaben vor den Toren Cuxhavens eine Schlacht. Kurz vor dem Beginn des
ersten Weltkrieges zählte Cuxhaven knapp 18 000 Einwohner.
Mit dem Ende des
Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt nun dem Bundesland
Niedersachsen zugehörig, während die vorgelagerte Insel Neuwerk weiterhin zu
Hamburg gehörte.
1977 wurde Cuxhaven schließlich zur Kreisstadt, heute ist sie das größte deutsche Nordseeküstenbad.
Tourismus
Cuxhaven und seine nähere Umgebung ziehen nicht nur im Sommer zahlreiche
Badegäste an, sondern bietet auch für Kuraufenthalte ein umfangreiches Angebot. Viele Hotels haben Kuranwendungen direkt vor Ort oder kooperieren mit den Kurhäusern. Außerdem wird Cuxhaven als
Luftkurort bezeichnet, da die jod-und salzhaltige Luft gut tut. Menschen mit Erkrankungen der Atemwege, mit Allergien oder rheumatische Beschwerden finden hier aufgrund des Klimas Erleichterung.
In Cuxhaven findet man viele
Radwege und auch an
Pferdeliebhaber ist gedacht. Letzteres mag nicht allein daran liegen, dass auf der Insel Neuwerk zahlreiche bekannte Traber ihre Pferdekuren bekommen und der Wattboden ideal für die Gelenke der Vierbeiner ist. Aber auch sonst gibt es in Cuxhaven viel zu sehen...
Sehenswürdigkeiten
Wie

es sich für eine
Hafenstadt gehört, gibt es in diesem Bereich viel zu sehen. Täglich fahren zahlreiche
Schiffe von der
Alten Liebe auf See, Ausflugsschiffe nach
Helgoland oder brechen zu Schiffsausflügen zu den
Seehundsbänken oder zur
Insel Neuwerk auf. Am Zipfel dieses Teil des Hafens befindet sich die hölzerne Aussichtsplattform
Alte Liebe , von wo einst Menschen ihren Lieben auf den Schiffen nach Amerika zugewunken haben.Wer sich umschaut entdeckt den Semaphor, ein altes Seezeichen, das die Windstärke anzeigt.
Mit zunehmender Anzahl der Passagiere und der immer größer werdenden Passagierschiffen beschloss man Ende des 19.Jahrhunderts einen neuen Hafen zu bauen, der schließlich 1897 vollendet, jedoch 5 Jahre später erneut erweitert wurde. Mit seinem 37m hohen Hapagturm zeichnet sich dieses Bauensemble nun deutlich von der restlichen Silhouette der Hafengebäude ab.Selbst wenn der Besucher den Hafen verlässt, dreht sich im Ort Cuxhaven auch sonst noch viel um das Thema Meer und Schifffahrt.
Seit

einige Jahren liegt nun auch das
Feuerschiff Elbe 1 als schwimmendes Museum im Hafen fest und kann besichtigt werden. Ein besonderer Höhepunkt ist es, mit dem Feuerschiff auf See zu fahren, was allerdings nur an wenigen Tagen im Jahr möglich ist.Mit der Elbe 1 werden dann Fahrten zu den Seehundsbänken oder gar nach
Helgoland unternommen.Wer die offene See meiden will, kann auch an einer der zahlreichen
Hafenrundfahrten im Binnengewässer teilnehmen oder einen Ausflug über den
Nord-Ostsee-Kanal unternehmen.
Auf der anderen Seite des Hafens befindet sich das
Steubenhöft mit den Hapaghallenvon denen auch heute noch große Schiffe nach England auslaufen. So verkehrt bis zum Jahre 2005 auch täglich die Fähre nach Harwich von hier aus. Eine Ausstellung zum Thema "Abschied nach Amerika" beschäftigt sich mit der Geschichte der Auswanderer vergangener Zeiten.
Im einem historischen Gebäude ist zum Beispiel das
Fischereimuseum untergebracht, in dem der Besucher alles über den Fischfang und die Geschichte der Kutter erfahren kann. Ein etwas traurigeres Thema beleuchtet das
Wrackmuseum im Ortsteil Stickenbüttel, in dem Exponate aus gestrandeten Schiffen rings um Cuxhaven ausgestellt werden. Aber auch das
U-Boot-Archiv in Altenbruch oder das
Schiffsmuseum in Duhnen mit dem größten Buddelschiff der Welt sind Besuchermagnete.
Neben

einer
Wattwagenfahrt zur Insel Neuwerk darf natürlich auch ein Abstecher ins
Nationalparkzentrum Wattenmeer in
Sahlenburg nicht fehlen. Beides lässt sich gut verbinden, da das Nationalparkzentrum gegenüber der Zustiegsstelle für Wattwagen liegt.Es gibt jedoch auch
Museen, die sich mit nicht maritimen Themen beschäftigen, wie das
Ringelnatz-Museum oder das
Schloß Ritzebüttel.
Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake, ein hölzernes Seezeichen im Ortsteil Döse. In unmittelbarer Nähe befindet sich das alte
Fort Kugelbake , das im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann. Ein besonderes Highlight im August ist das
Duhner Wattrennen, ein Pferderennen auf dem "Grund des Meeres", dem Wattboden.
Wer

mit Kindern unterwegs ist, sollte unbedingt den
Zoo im Kurpark Döse aufsuchen, dessen Eintritt kostenlos und auch interessant ist. Hier erwartet die Kleinen außerdem ein großer Spielplatz und die Seehunde- und Pinguinfütterung. Während der Ferienzeiten findet außerdem in der Nähe der Kugelbake
Kinderanimation mit Bastelangeboten statt. Bei Regenwetter kann ein Besuch im
Erlebnisbad ahoi! Abwechslung schaffen, in dem es auch eine große Saunalandschaft gibt. Unter
Käpt´n Cux´s Hafen verbirgt sich ein großzügiger Indoorspielplatz, der Groß und Klein zum Spielen und Abenteuer erleben einlädt. Aber auch sonst gibt es für Kinder in Cuxhaven viel zu entdecken, ob die Neptuntaufe am Strand oder spezielle Piratenfahrten. Hier wird auf die Kleinen viel Rücksicht genommen.
Sehenswertes in der Umgebung
Auch in der Umgebung von Cuxhaven gibt es viel zu sehen, so dass sich Ausflüge zum
Aeronauticum in
Nordholz oder zum
Natureum Niederelbe in
Balje lohnen.
Auch nach
Bremerhaven ist es nicht weit, dort erwarten den Besucher zahlreiche weitere
Ausflugsziele.
Hotels und Unterkünfte
Cuxhaven bietet für jeden Geschmack eine Unterkunft. Viele Hotels liegen direkt in erster Reihe am Meer und bietet einen herrlichen Meeresblick, wie zum Beispiel das
Badhotel Sternhagen ,
Veermaster Deichgraf oder
das Muschelgrund.
Hauptsächlich finden sich viele Privatunterkünfte und kleine Pensionen vor Ort, jedoch gibt es auch große Hotels wie das
Best Western Donner´s oder das
Seehotel Neue Liebe .
Aber

auch eine
Jugendherberge und zahlreiche Campingplätze wie zum Beispiel der
Campingplatz Finck stehen den Gästen zur Verfügung.Ein großer Teil der Privatunterkünfte in Cuxhaven und seinen umliegenden Ortsteilen haben maritim klingende Namen wie
Albatros oder
Hus achtern Diek. Viele Kurgäste kombinieren ihre Privatunterkunft in Cuxhaven mit Wattwanderungen und Kuranwendungen in den Kurzentren. Einige Ferienanlagen bieten auch Kuranwendungen unter dem eigenen Dach an. In Rücksprache mit Arzt und Krankenkasse ist so ein Familienurlaub in Verbindung mit einer Kur möglich.
Wer gerne reitet kommt in Cuxhaven auch auf seine Kosten. Es gibt viele Reitmöglichkeiten, Leihpferde und Kutschfahrten. Allerdings ist auch an diejenigen gedacht, die lieber mit ihrem eigenen Pferd in Urlaub fahren wollen, denn in einigen
Pferdepensionen können sowohl Pferd als auch Reiter unterkommen.
Webtipps
Neben der
offiziellen Internetpräsenz der Stadt stellen sich verschiedene Vereine und Gruppen der Stadt im Internet mit umfassenden Erklärungen zu ihrer Region vor.
Aber auch Einträge in diversen Onlinelexika wie
Wikipedia oder
Wikitravel geben Informationen zum gewünschten Ort.
Außerdem gibt es verschiedene thematisch sortierte Seiten zum Thema
Hafen,
Wattenmeer und
Kuren. Fotos und weitere Informationen gibt es auf zahlreichen privaten Webseiten wie
Cuxiland oder von
Holger Wehdemeier.