Dallas führt als Reiseziel eher ein Schattendasein. Das gilt nicht nur für unsere Breiten, selbst in den USA wird man gefragt, was man dort eigentlich wolle. Dass Kennedy dort 1963 erschossen wurde ist weitgehend bekannt und dass man dort auch ein Museum besuchen könne und ach ja, Dallas war ja auch Schauplatz für die gleichnamige Fernsehserie. Die Ewings und vor allem J. R., Bobby oder Sue Ellen sind vielen ein Begriff. Ihre Southfork Ranch ist ja auch noch irgendwo und das war es dann schon. Dallas ist nicht einmal die Hauptstadt von Texas, nur die zweitgrößte Stadt mit dem Spitznamen Big D und D-Town. Sie nimmt eine Fläche von knapp 1000 km² ein und zählt 1,2 Mio. Einwohner. Zieht man die Metropolregion heran, sind es über sechs Mio.
Reisezeit
Eine ideale Reisezeit festzulegen, ist unmöglich. Das hängt vom persönlichen Geschmack und Temperaturgefühl ab. Dallas liegt im Einflussbereich der Subtropen mit milden Wintern und feucht-heißen Sommern. Im Winter kann es gut und gerne innerhalb weniger Tage zwischen -5° C und +25° C haben, das ist normal und wenn sich Schneeflocken darunter mischen, ist es auch nichts Ungewöhnliches. Die Sommertemperatur kratzt dann schon an der 45° Marke. Es kann tagelang über 42° C haben und die Regenschauer bleiben trotz ständiger Prognose laufend aus. Noch dazu können hier vor allem im Frühling Tornados durchkommen.
Fahrt vom und zum Flughafen DFW
Am 30.Dezember 1996 wurde mit

dem Trinity Express die erste Pendlerstrecke in Texas von der Union Station in Dallas aus eröffnet. Seit 1998 verkehren die Züge auch samstags. Am Sonntag gibt keine Zugverbindungen. Im Jahr 2000 wurde die Station DFW-Center Port eröffnet, welche eine öffentliche Busumsteigeverbindung zum internationalen Flughafen ermöglicht. 2001 wurde die Strecke nach Fort Worth verlängert. 2002 schloss man den Bahnhof in Fort Worth an das Busnetz an. Untertags verkehren doppelstöckige Niederflurgarnituren mit Texas-Fahnen Design. Die Fahrtzeit von Dallas nach Fort Worth beträgt 65 Minuten, die zur Flughafenstation Center Port/DFW zwischen 30 und 35 Minuten. Von dort aus verkehren Gratis-Shuttle Busse zu den jeweiligen Terminals, wobei man auf dem South Remote Parking umsteigen muss. Eine Linie der DART soll um 2012 vom DFW bis zum Stadtzentrum verkehren. Eine Taxifahrt kostet rund 70 Dollar.
Hotels in Downtown Dallas
Auf diverse Hotels wird in den einzelnen Teilen von Downtown Dallas verwiesen. Das
SpringHill Suites Dallas Downtown - West End ist

eine Erste Wahl, da es sich unweit des Westends und dem Arts District befindet. Es ist von Shoppingmöglichkeiten und gastronomischen Betrieben umgeben, gleich wenn man das Hotel verlässt, trifft man auf die erste. Der einzige Supermarkt, ein CVA, liegt nur wenige Gehminuten südwärts. Das Hotel ist mittels Zimmerkarte zu betreten und verfügt ausschließlich über Suiten, die einen hervorragenden Wohnkomfort gewährleisten. Das Frühstück ist im Zimmerpreis mit inbegriffen, was in den USA eine Seltenheit darstellt.

Dieses wird im 1. Stock eingenommen und bietet neben Wurst, Käse und Marmelade auch Würstchen und Hash Brownies. Yoghurt und Müslivarianten, alles auf Einweg-Plastiktellern, sind auch vorhanden. Wenn man mit dem Speisen fertig ist, kann man an einem der beiden Gratis-Internetpoints im Frühstücksraum Platz nehmen. Sogar ein Drucker ist vorhanden und die Ausdrucke sind ebenfalls kostenfrei. Ein kleiner Pool mit ebenso beschaulicher Terrasse und liegen, in der prallen Sonne, runden das Bild ab. Ein Shuttle, nur wochentags, bringt einen gratis zu den Sehenswürdigkeiten im Umkreis von zwei Kilometern.
Sehenswürdigkeiten
Die hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich auf Downtown Dallas, das in die untenstehenden Teile aufgeteilt wird. Die Sehenswürdigkeiten wurden dem jeweiligen Gebiet zugeordnet, wobei auf einen kontinuierlichen Verlauf geachtet wurde.
West End Historic District
Der West End Historic District ist ein Gebiet im Nordwesten der Innenstadt, östlich der I-35E und westlich der Lamar Street gelegen. Dieses ehemals aus Lagergebäuden bestehende Viertel, die im Zuge des Eisenbahnbaus nach Dallas im Jahre 1872 aus dem Boden schossen, wurde ab

1976 in ein Unterhaltungsviertel mit Restaurants, Cafés und Einzelhandelsgeschäfte umgewandelt. Es steht unter Denkmalschutz. Dieser Bezirk wird auch durch Eingangsbögen mit Willkommenstafeln von anderen Stadtteilen abgegrenzt. Die Idee, hier ein Ausgehviertel zu gestalten, hat sich bis zum heutigen Tage recht gut bewährt. Neben Fastfoodketten, wie T.G.I Fridays, sind auch urige Steaklokale und piekfeine und ebenso teure Gourmettempel anzutreffen. Zwei Cafés haben auch Einzug in die Market Street genommen. Hier trifft man auf die größten Touristenströme in Downtown, auf der Strecke zwischen Elm und Lamar. Am Nordende des Viertels, knapp vor der Interstate, trifft man noch auf ein
Spaghetti Warehouse und eine Pizzeria. Anders sieht es mit dem Einzelhandel und Shopping Centern aus. Hier haben schon etliche das Handtuch geworfen, die Auslagen sind dunkel, die Lokalitäten bleiben ungenutzt. Es gibt Pläne, sie wieder zu revitalisieren, aber das geht nur zögerlich voran. Eine positive Ausnahme bildet hier
Wild Bills Western Store.
Auch die
Dealey Plaza, wo John F. Kennedy 1960 erschossen wurde, fällt in das Gebiet des West Ends.

Hier zählt man jährlich an die sieben Millionen Besucher. Die Plaza ist ein Trichter, wo die Elm, Main und Commerce unter die Gleise der Amtrak abtauchen. John F. Kennedy kam im offenen Wagen von stadteinwärts die Elm entlang gefahren, als ihn der tödliche Schuss traf. Er soll angeblich von Oswald vom Schulbuchlager aus abfeuert worden sein und das aus dem 5. Stock, der in den USA als 6. Stock gezählt wird. Daher auch der Name des kostenpflichtigen Museums,
Sixth Floor Museum, wahrscheinlich auch der teuersten Sehenswürdigkeit in ganz Dallas und der meist besuchten. Im Museum darf man leider keinerlei Aufzeichnungen machen, worauf auch strengstens geachtet wird. Dafür kann man im anschließenden Shop geschichtsträchtige Bilder käuflich erwerben. Das Museum erzählt die gesamte Geschichte von John F Kennedy und zeigt im darüber gelegenen Stock alle ungeschnittenen Filmaufnahmen der Amateurfilmer des Unglückstages. Das Fenster, von wo aus die tödlichen Schüsse gefallen sein sollen, ist ringsherum mit Schulbuchattrappen umstellt und mit einer Glaswand von den Besuchern getrennt.

Lediglich an den Nebenfenstern kann man sich von dieser abenteuerlichen Theorie ein eigenes Bild machen. Zapruders Aufnahmen sind die aufschlussreichsten, die auch die Vermutung aufkommen lassen, dass vom Grassy Knoll aus die wahrhaftigen Todesschüsse ausgingen. Bei dem Lattenzaun fehlen noch immer die Planken und auch die Babuschka Lady, blieb dank ihres Kopftuches und der Grobkörnigkeit der Aufnahmen bis heute ein Rätsel. Dafür steht dort heutzutage ein Straßenverkäufer, der Bootlegs von diesen Aufnahmen Zapruders verkauft. Die Reifenspuren von Kennedys Wagen sind bis zum heutigen Tage, ob im Original oder erneuert, mit einem Kreuz markiert und optisch erkennbar.
Unweit der Todesstelle auf der Founders Plaza hat man mit der
John F. Kennedy Memorial Plaza Kennedy ein modernes Denkmal errichtet, mit einer schwarzen Platte im Inneren. Von dort aus blickt man unweigerlich auf die Rückfassade des beeindruckenden
Old Red, dem alten Gerichtsgebäude von Dallas.

Der Bau wurde 1890 unter Orlopp in Angriff genommen. Der bis 1919 vorhandene Glockenturm wurde aus statischen Gründen entfernt. Das im Gerichtsgebäude untergebrachte Museum bietet einen Querschnitt der Geschichte Dallas von seiner Gründung 1840 bis zum heutigen Tage. Dabei wird auch diversen Persönlichkeiten Tribut gezollt. Das Museum ist zudem Sitz der Touristeninformation von Dallas. Weiter im Norden liegt an der North Griffin Street das
Dallas World Aquarium. Es ist zugleich Aquarium und Zoo, das sich in vier Unterbereiche aufspaltet.
Arts District
Östlich des Aquariums liegt der
Fountain Place. Er ist ein 60-stöckiger Wolkenkratzer mit 219 Meter Höhe und 100.000 qm Bürofläche. Er wurde 1986 nach Plänen des Architekten Pei errichtet. Seine Gestalt ist Prismen nachempfunden worden, was auch untertags diverse Lichtreflexe nach sich zieht.

Der Wolkenkratzer hat durch Verdrehungseffekte in seiner Struktur auf jeder Seite ein anderes Aussehen. Ein geplanter Zwillingsturm wurde aufgrund der Öl- und Immobilienkrise in den 1990'ern nie realisiert. In der Serie Dallas diente der Fountain Place als Sitz von Ewing Oil und dann von Weststar Oil. Den Namen erhielt das Gebäude aufgrund der Vielzahl an Fontänen, die für dieses Gebäude geschaffen wurden. Diese befinden sich, nebst einem treppenartigen Wasserfall um das Gebäude herum, in einem öffentlichen Park. Hunderte von Fontänenabfolgen werden, mittels Computern, in den Abendstunden generiert. Das nützen auch viele, um sich hier ein illegales Bad zu verschaffen, indem sie durch den Wasserstrom laufen, um vom Wächter verscheucht zu werden. Wie so ein Abend auf diesem Platz verlaufen kann, ist in der
Bewertung des Fountain Place nachzulesen.
Weiter nach Osten führt der Weg zur
Crow Collection of Asian Art. Sie ist eine Dauerausstellung, die sich der Kunst und den Kulturen von China,

Japan, Indien und Südostasien verschrieben hat. Zum freien Eintritt gibt es ebenso kostenfreie Führungen, die in der Lobby des Museums ihren Ausgang nehmen.
Die Geschichte des
Dallas Museum of Art reicht bis 1903 zurück. Im heutigen Museum befinden sich die 20 Millionen Dollar teure Kollektionen zusammen mit 400 Artefakten ägyptischer und nubischer Kunst. Gegenüber vom Museum liegt die
Erste Vereinigte Methodistenkirche. Ihre Ursprünge reichen bis 1846 zurück. 1926 wurde das jetzige Gebäude eröffnet.

Das Innere der braunen Backsteinkirche erinnert an ein hölzernes Auditorium. Auch Nichtmitglieder können im Zuge einer Gratisführung die Kirche besichtigen. Die
Belo Villa und Pavillon wurde im neoklassischen Revival Stil errichtet. Ab 1926 diente es als Bestattungsinstitut, welches auch 1934 die Beerdigung von Clyde Barrow, dem Partner von Bonnie, übernahm.
Das
Das Morton H Meyerson Symphoniezentrum öffnete im September 1989 seine Pforten.

Das Gebäude ist eine Mischung aus Glaselementen, geschwungenen Bögen, Pyramidenelementen und ist nach akustischen Richtlinien erbaut worden. Die großen und teils geneigten Glasflächen sollen einen optimale Lichtdurchflutung gewährleisten. Das Gebiet um die Flora Street ist eine Großbaustelle. Der Annette Strauss Artist Square wird per 2009 ein brandneues Operngebäude bekommen. Gegenüber der Symphonie liegt die römisch-katholische Kathedrale der Stadt. Die
Kathedrale des Schreins der Jungfrau von Guadelupe wurde 1902 fertig gestellt. Sie wurde von den Ursulinen betreut

und hieß bis 1968 Herz-Jesu-Kathedrale. In den 60er Jahren des 20.Jahrhundert verlor die Kirche an aktiven Mitgliedern, und das Interesse an ihr durch mexikanische Einwanderer wuchs. Im Dezember 1977 wurde die Herz-Jesu-Kathedrale in Kathedrale Santuario de Guadalupe unbenannt. Sie ist die Schutzpatronin von Amerika. Die Kathedrale zählt die größte katholische Gemeinde in den USA, von denen nur rund zehn Prozent englischsprachig sind. Vor dem Eingang zur backsteinfarbigen Kirche mit Glockenturm steht eine Marienstatue. Das Innere der Kirche besticht durch Rosetten und Buntglasfenstern
Um einen Abstecher von Downtown nach Norden in die Outlets diverser Modelabels machen zu können, bietet sich der kostenfreie
Mc Kinney Avenue Trolley an.

Um Spenden wird aber gebeten. Er ist eine Wiederbelebung der antiken elektrischen Straßenbahnstrecke, die eingleisig beim Belo Mansion ihren Ausgang nimmt und nach der ersten Anhöhe zweigleisig weiter verläuft. Die Fahrer sind Pensionisten und machen dies ehrenamtlich. Zur Fahrt werden die Trolleys Rosie, The Green Dragon, Petunie, Matilda oder der klimatisierte Winnie eingesetzt, die zwischen Anfang und Mitte des 20.Jahrhunderts konstruiert wurden. Alle Haltestellen werden nur auf Verlangen bedient. Die Strecke führt rund sechs km durch Uptown Dallas und beinhaltet Stopps am Ritz Carlton, an der U-Bahnstation der DART und im Shoppingbezirk von Uptown mit seinen Outlets.
City Center District
Eines der markantesten Hochhäuser von Dallas ist die
Plaza of the Americas Das Gebäude besteht aus zwei schwarz verspiegelten Bürotürmen , die 25 Stockwerke hoch sind. Direkt in der Plaza befindet sich das
Westin City Center Dallas, welches die Westfassade der Plaza bildet.

Das Hotel bietet auch Zimmer mit Blick auf das Innere der Plaza mit ihrem Eislaufplatz und Shoppingarkaden. An Restaurants befinden sich über 40 Stück in diesen Hallen, darunter auch Vertreter der Fastfood Branche. Hier herrscht ausnahmslos absolutes Fotografierverbot. Genau auf der anderen Straßenseite liegt der
Chase Tower Er weist mit seinen 55 Stockwerken eine Gesamthöhe von 225 Metern auf sowie ein sieben Stockwerke hohes Loch auf. Dieses Schlüsselloch ist öffentlich zugänglich und bietet eine Skylobby.
Die Pearl hinunter Richtung Süden eröffnet sich an der Pacific der
Erntedank Platz, welcher 1976 eröffnet wurde.

Der Eingang der schneckenhausartigen Kapelle befindet sich am Ende einer 38 Meter langen Brücke, die einen Wasserfall überquert. Das Innere der Kapelle ist mit Buntglas verziert. Die Spiralenform der Kapelle erzeugt dank diesem unterschiedliche Farbeffekte. Beim Ausgang in den Hof befinden sich der Hof Aller Nationen und die Gebetsmauer, auf der diverse Psalmen eingemeißelt wurden. Die der Liberty Bell nachempfundenen Glocken läuten jede Stunde. Der Park ist durch Wasserfälle, Bäume, Sträucher und Grünflächen gekennzeichnet.
Weiter gen Süden, vorbei am Freedom Tower, wieder an der Elm gelegen -
The Majestic Theater. Es wurde im April 1921 eröffnet.

Das Theater, erbaut im barocken Renaissancestil, konnte auch Gregory Peck, Bob Hope and John Wayne als Schauspieler gewinnen. Auch Theateruraufführungen standen auf der Tagesordnung bis 1973 das Theater nach dem Film Leben und Sterben lassen seine Pforten schließen musste. 1976 erbarmte sich die Stadt Dallas seiner und ließ es restaurieren sowie unter Denkmalschutz stellen. 1983 wurde es wieder eröffnet. Heutzutage werden Theaterstücke, Musicals und Konzerte aufgeführt. Kirchen diverser Konfessionen, wie die
Erste Baptistenkirche - San Jacinto Street finden

sich in diesem Stadtteil. Die Grundsteinlegung des Kirchengebäudes erfolgte 1890. 1982 wurden zwei Hausblöcke dazu gekauft und mit Durchgängen verbunden. Hier werden auch Kindergarten und Kirchenschule betrieben. Das Gebäude hat auf beiden unterschiedlichen Straßenseiten jeweils eine Ziegelbauoptik. Die gesamte Straßenseite ist im Besitz der Kirche und erstreckt sich bis zum alten
Postamt von Dallas hin. Schreitet man weiter gegen Süden am beeindruckenden
Indigo Hotel vorbei, gelangt man zum
Alten Rathaus. Das Gebäude im Beaux-arts Stil erbaut, leistete

als solches in der Zeit von 1914 bis 1978 seine Dienste. Das fünfstöckige Gebäude wurde aus grauem Texas Granit erbaut. Korinthische Säulen säumen die Fassade. Das Innere des Rathauses besticht durch Marmorfußböden und Mahagoniholz. Am 24.11.1963 kam das Alte Rathaus durch die dortige Ermordung des mutmaßlichen Kennedyattentäters Lee Harvey Oswald in die Schlagzeilen. Er wurde im Untergeschoß an der Rathausgarage bei der Überführung in das Staatsgefängnis von Dallas erschossen. Eine Gedenktafel erinnert an diesen Vorfall.
Die
Erste Presbyterianische Kirche von Dallas wurde 1856 gegründet. 1882 wurde die erste gemauerte Kirche von Dallas auf der Harwood eingeweiht.

Sie ist im viktorianischen eklektischen Stil errichtet und in Weiß gehalten. Nach der Erweiterung im Jahre 1897 kamen griechische Elemente hinzu. Korinthische Säulen säumen das Eingangsportal. Im Inneren verwirklichte man ein halbrundes Amphitheater mit Sitzgelegenheiten. Die Presbyterianische Kirche ist zu einer Anlaufstelle für Obdachlose und Straßenkinder geworden. Abweichend vom griechischen Revival Stil wurde an die Kirche die Sudie George Kapelle angebaut, die durch ein Gittertor von der Straßenseite getrennt wird.
Main Street District
Die
Main Street bildet natürlich die Arterie durch Downtown Dallas. Dort finden sich etliche Einzelhandelsläden, Ketten und gastronomische Betriebe

wieder, wenn auch nicht so geschlossen, wie es in Europa der Fall ist. Da aber in vielen Städten Downtown nur ein CBD, ein Central Business District, ist, bildet dieses Angebot in Dallas eine der wenigen erfreulichen Ausnahmen. Ein Kaufhaus nur für Damenkleider ist auch vorhanden. Die kurze Stone Street bildet die einzige Fußgängerzone von Dallas und hat sich zur Ausgeh- und Gastromeile entwickelt. Auch Hotels gibt es hier en masse, wie das
Magnolia Hotel, das auf die
Pegasus Plaza blickt.

Ein Springbrunnen und neun Granitpfeiler, die den Namen von griechischen Musen tragen, kennzeichnen diesen Platz, der abends im Neonlicht erstrahlt. Ein rotes, fliegendes Pferd porträtiert den Pegasus, ein Symbol, das mit Dallas gleichgestellt wird. Dieser Pegasus wurde im Jahre 2000 restauriert und auf die Spitze des Magnolia Hotels platziert. Bei der
Bank of America Plaza auf der Main Street handelt es sich um den 72-stöckigen Wolkenkratzer der Bank of America, dessen

Konturen in der Nacht in Grün erleuchten. Dies ist im gesamten Gebiet von Downtown Dallas gut erkennbar. Dadurch bekam der Wolkenkratzer auch den Spitznamen The Green Tower. Mit seinen 281 Meter Höhe nimmt er noch immer die erste Stelle der höchsten Gebäude von Dallas ein. In Angriff genommen wurde er 1983 und nach zwei Jahren Bauzeit im Jahr 1985 eröffnet. Seine Fassade ist von drei Stufenstrukturen durchsetzt, was ihn von den übrigen Hochhäusern abhebt.
Convention Center and Government District
Stark geschichtsträchtig ist die
Pioneer Plaza. Dort wird

der Cowboyvergangenheit von Dallas gedacht. Dafür sorgt eine lebensgroße Nachstellung eines Viehtriebes in Bronze, da der Ort früher der Ausgangspunkt des Shawnee Viehtriebs war. Robert Summers kreierte die Figuren von Rindern und Cowboys, die sich von der Anhöhe des Pionier Parks über einen Trampelpfad hinunter bis zu einem künstlich angelegten Teich erstrecken. Selbst dieser wird noch von den Bronzefiguren durchquert. Am oberen Ende der Herde liegt der
Pioneer Plaza Cementery. Die dort Bestatteten haben Dallas um 1850 herum mit aufgebaut.

Der wegen diverser Überflutungen hoch angelegte Friedhof ist frei zugänglich und nicht eingezäunt. Neben anonymen Gräbern gibt es auch einige mit Grabsteinen und Monumenten. Hinter beiden Anlagen schließt sich das schier unendlich lange und größte Tagungsszentrum von ganz Texas, das
Dallas Convention Center an. Dort stehen 88 Tagungsräume zur Verfügung sowie 1770 gepolsterte Sitze für die Besucher von Konzerten, Theaterstücken und Musicals.
Im Osten schließt sich im Osten das neue
Rathaus von Dallas an. Das Rathaus wurde vom Architekten Pei ab 1965 im umgekehrten Pyramidenstil

entworfen. Nach sechsjähriger Bauzeit wurde es als siebenstöckiges Betongebäude 1978 eröffnet. 1.039 Fenster gewähren von außen einen direkten Einblick in die Tätigkeiten der Rathausmitarbeiter. Das Rathaus nimmt eine Gesamtfläche von knapp einem Quadratkilometer ein. Eine 30.000 qm große Grünfläche vor dem Gebäude dient als Plaza mit Teichen und Brunnen, Skulpturen von Henry Moore und Fahnenmasten. Hier wurden vor allem Texas Eichen angesiedelt. Auf der Plaza werden auch öffentliche Veranstaltungen und Feste abgehalten.
Reunion District
Im Südwesten von Downtown dies und jenseits der Interstate liegt der Reunion District. Die
Union Station gewährleistet eine

hervorragende Anbindung an die DART, dem öffentlichen Verkehrsnetz von Dallas, mit seinen Bussen und LightRails. Auch hält dort der Amtrak aus Chicago einmal pro Tag. Mehrmals täglich, außer sonntags verkehrt der Trinity Express nach Fort Worth. Das weiße Gebäude selbst wurde 1916 errichtet und ersetzte die damals fünf Bahnhöfe von Dallas. In der Innenhalle gibt es einen Fahrkartenschalter und einen Fahrkartenautomaten des Amtraks. In der Blütezeit der Union Station hielten an ihr bis zu 80 Züge pro Tag. 1954 war dort zeitweise die Bibliothek untergebracht. Vor dem Bahnhofseingang liegt die
Ferris Plaza. Diese aus dem Jahre 1920 stammende Grünanlage wurde nach dem Bankier Royal A. Ferris benannt. Es gibt auch einen Fußgängertunnel zum Reunion Tower und zum
Hyatt Regency Dallas.

In der großen Lobby sind Tagungsräume sowie ein Minimarkt und ein schön teures Selbstbedienungscafé untergebracht. Die Rezeption ist auch sehr großzügig gestaltet. Innen die Treppen hinunter gelangt man zum Lift des
Reunion Towers. Der dreistöckige Reunion Tower ist ein 171 Meter hoher Aussichtsturm. Obwohl der Turm nun ein Teil des Hyatt Regency Hotelkomplexes ist, ist er für die Allgemeinheit gedacht und beherbergt eine Aussichtsplattform, das Drehrestaurant Antares und den Club The Dome.

Der 1978 im Zuge eines Stadtumbauprojekts errichtete Turm war bis zu einem Zubau des Hyatts ein freistehendes Gebäude. Der Turm war von November 2007 bis Dezember 2008 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Den Turm erreicht man über Lifte, die in drei rechteckigen Außenschächten hochfahren. In der Nacht wird der Turm durch hunderte Glühbirnen erleuchtet, die - durch Computer gesteuert - diverse Muster generieren. Die Eintrittspreise liegen bei zwei US $ für Erwachsene.
Time Warp außerhalb von Downtown
Das
Dallas Freilichtmuseum am Alten Stadtpark bietet mittels 38 historischer Gebäude Einblicke in das frühere Leben in Nord-Texas.

Diese Gebäude stammen aus den Jahren 1840 bis 1910. Es handelt sich um Bauernhöfe aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs, die Dorfschule, die Dorfkirche, den Bahnhof von Dallas, den Landarzt, Wohnhäuser jüdischer Mitbürger, viktorianische Häuser oder um gewerblich genutzte Gebäude. Bis auf vier Häuser sind alle auch ohne Führung zu besichtigen. Darüber hinaus wurden Teile der damaligen Main Street von Dallas hier aufgebaut. Das Dallas Freilichtmuseum ist auf einer rund 50.000 qm großen Fläche im Old City Park untergebracht.
Öffentliche Verkehrsmittel in Dallas
Der Dallas Area Rapid Transit (DART) deckt das Stadtgebiet von Dallas und zwölf umliegenden Städte ab und bedient somit eine Gesamtfläche von 2000 qkm.

Der Verkehrsverbund umfasst zwei Schnellbahnen, einen Trolley, einen Pendelzug und rund hundert Buslinien. Die blauen und roten DART Schnellbahnen verbinden den Norden mit dem Süden. Eine grüne und eine gelbe, die bis zum DFW International Airport verlaufen soll, stehen in Planung. Die Tageskarten kosten so viel wie zwei Einzelfahrscheine. Fahrkarten sind an den Haltestellen der Schnellbahnen oder an DART Verkaufsstellen erhältlich. Es werden zwei Tarifzonen unterschieden. Local gilt in ganz Dallas und seinen Vorstädten, Premium schließt das öffentliche Verkehrsnetz von Fort Worth mit ein. Personen über 65 zahlen einen reduzierten Tarif.