Bewertung von sunflower76 im Detail
sunflower76(35)
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Hallo Leute,
heute möchte ich euch einmal in eine etwas andere Stadt entführen, Madurodam, das sich zurecht die kleinste Stadt der Niederlande nennt. Warum? Weil es eine Miniaturstadt ist, die es so nur in Den Haag gibt. In Den Haag haben wir zwei Tage unseres Holland-Aufenthalts bei meiner Brieffreundin verbracht und sie meinte, nach dem Friedenspalast, dem Parlament und dem Meer, muss man auf alle Fälle Madurodam gesehen haben, deshalb erzähle ich euch heute ein bisschen etwas über diese Sehenswürdigkeit inmitten der Stadt Den Haag.
WAS IST MADURODAM?
Wie oben erwähnt ist es eine Miniaturstadt, die eine typisch holländische Stadt im Maßstab von 1:25 detailgetreu nachbildet. Es ist aber nicht so, dass hier Gebäude von der ganzen Welt zu besichten sind, wie es bei uns in Kärnten in Minimundus der Fall ist, sondern nur architektonische Leistungen der vergangenen Jahrhunderte, die man nur in den Niederlanden findet. Die Stadt wurde auf einer Fläche von 18.000m errichtet, und wurde im Juli 1952 eröffnet zum Andenken an George Maduro. Seine Eltern wollten ihm damit ein Denkmal errichten, denn Maduro ist im zweiten Weltkrieg gefallen. Gleichzeitig suchte ein Studentensanatorium Unterstützung für kranken Studenten und so entstand Madurodam, das mit dem Ziel errichtet wurde, die Erlöse den kranken Studenten zukommen zu lassen.
WAS GIBT ES IN MADURODAM ZU SEHEN?
Gleich am Eingang gegrüßt Hansje Brinker die Besucher. Dazu gibt es eine Legende, aber ich bin nicht sicher, ob ich sie ganz richtig wieder geben kann, obwohl meine Freundin sehr bemüht war, alles zu erklären, ich versuche es einfach mal. Also dieser Hansje Brinker wurde von seinen Eltern zu Freunden geschickt, um Essen vorbei zu bringen und auf der Rückfahrt hat er gesehen, dass starke Regenfälle dein Deich bedrohen, er sah ein kleines Loch im Deich und da er nicht wollte, dass es größer wird und der Deich dann bricht, hat er einen Finger hineingesteckt und so die Stadt, ich glaube es war Haarlem, vor der drohenden Überschwemmung gerettet. Tapferer Junge, der Kleine.
Geht man dann durch den Eingang sieht man das gesamte Areal auf einem Blick und der Touristenfotograf wartet schon mit seiner Kamera. Wir haben ihm zusätzlich unsere Kamera in die Hand gedrückt und so dieses Foto quasi gratis bekommen.
Am leichtesten ist es, wenn man den Beschilderungen folgt, aber bei den ganzen Wege und Gassen ist es gar nicht so leicht, sich zurecht zu finden. Alles beginnt beim Geburtshaus von George Maduro, das gleich links am Weg liegt. Insgesamt sind hier 167 Bauwerke zu bewundern, jedes einzelne kostet ungefähr soviel wie ein Auto. Ich werde euch jetzt nicht alle Bauwerke nennen, nur einige wichtige, so zum Beispiel das Rathaus von Utrecht, das Parlamentsgebäude Binnenhof von Den Haag sowie den ebenfalls dort befindlichen Obersten Gerichtshof, verschiedene Amsterdamer Grachten samt dazugehörigen Gebäuden und Schiffen, Das Anne-Frank-Haus und die Westerkirche von Amsterdam, natürlich der Dam mit dem Königlichen Palast, den Hafen von Rotterdam samt Raffinerie, Windmühlen, Brücken und vieles mehr. Sogar die Tulpenfelder von Lisse wurden nachgestellt.
Ingesamt fahren in Madurodam 12 Züge, 4.542 Autos und Lastkraftwagen und 32 Flugzeuge kommen gerade in Amsterdam an oder fahren raus zur Startbahn. Außerdem fahren noch 58 Schiffe die angelegten Grachten und das Meer auf und ab.
Man sollte sich immer ausreichend 10 Cent Stücke einstecken, dann kann man nämlich auch Leben in die Miniaturstadt bringen, so kann man zum Beispiel die Drehorgel von Drenthe zum Spielen bringen, Kirmeskarusselle sich bewegen lassen und sich einen Miniatur-Mars Riegel von der Schokoladenfabrik in Veghel per LKW liefern lassen. Irgendwo kann man sogar mit EUR 1,-- kleine holländische Schuhe als Souvenir bekommen, aber wo das jetzt genau ist, kann ich mich nicht mehr erinnern.
SONDERAUSSTELLUNG
Wir hatten dieses Jahr ein besonderes Glück, denn als wir dort waren, war in Madurodam die Sonderausstellung Eisskulpturen. Beim Eingang bekam man gleich eine Weste in die Hand gedrückt, aber die war ziemlich klein geschnitten und ich wollte mir nicht vorkommen wie eine Presswurst und so habe ich sie einfach in den Arm genommen genau so lange, bis wir im Gebäude waren, denn da herrschten enorme Tiefsttemperaturen und ich habe mich in die Weste gequetscht. Es waren traumhafte Eisskulpturen ausgestellt, von einer Burg über ein Märchenschloss und vielen anderen Gebilden. Für die Kinder war sogar ein Eiskanal zum Rutschen angelegt und da sind unsere rauf und runter gedüst. Sehr lange haben wir es aufgrund der Kälte aber nicht ausgehalten und draußen mussten wir uns wirklich erst einmal aufwärmen, die Kleinen hatten schon blau gefärbte Finger und waren dementsprechend in Jammerlaune, aber mir war es das auf alle Fälle wert, denn so etwas habe ich zuvor noch nie gesehen, war toll anzuschauen!
ESSEN IN MADURODAM
Nach diesem Eisausflug mussten wir uns wirklich aufwärmen und so haben wir beschlossen, uns im Restaurant Paviljoen eine heiße Schokolade gegönnt. Das Restaurant ist ein Selbstbedienungsrestauran t, relativ groß und mit tollem Blick über Madurodam. Gleich außen befindet sich auch ein Kinderspielplatz, so konnten wir Erwachsenen in Ruhe plaudern, während sich unsere drei Kinder draußen ausgetobt haben und so ihre blauen Finger schnell wieder vergessen hatten. Im Eingangsgebäude befindet sich auch noch das Restaurant Waterland, darüber kann ich allerdings nicht viel sagen, weil wir dort nur vorbei gegangen sind, es dürften aber neben den Snacks, die es oben gab, auch kleinere Menüs zur Auswahl geben.
SOUVENIRS
Was wäre eine Touristenattraktion ohne das dazugehörige Souvenirgeschäft? Im Geschenkladen findet ihr alles, was man so mit nach Hause nehmen könnte, um zu beweisen, dass man in den Niederlande war, in Miniaturformat oder Originalgröße. Für uns gab es Postkarten und ein T-Shirt. Die Preise sind normal man muss die Kühe melken, solange sie Milch haben.
So, meine Lieben, das war´s wieder für heute! Ich freue mich, wenn mir jemand seine Meinung vielleicht ins GB schreibt! LG, Dani
Madurodam9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Wir kamen direkt vom Meer aus Scheveningen und zwar mit der Buslinie 22. Madurodam hat direkt eine Haltestelle, so kann man es gar nicht verfehlen. Allerdings kann man auch mit der Straßenbahn Nr. 9 direkt zu Madurodam fahren, mit der gleichen Haltestelle. Wenn man z.B. vom Hauptbahnhof kommt, in die 9er Richtung Scheveningen einsteigen und direkt vor der kleinsten Stadt der Niederlande aussteigen. Wie man mit dem Auto hinkommt, weiß ich leider nicht, aber generell würde ich Autofahren in Den Haag nicht empfehlen, und ich weiß wovon ich rede, denn wir waren mit dem Auto dort und fanden trotz Routenplaner sehr schwer die richtigen Straßen, weil diese nur teilweise beschildert sind.