Die Deutschen sind gründlich, die Landschaft ist schön und abwechslungsreich. Außerdem ist man recht unfreundlich, aber das Land ist sauber. Besonders gelobt werden Kuchen und Brot. Viele denken, dass die Deutschen in Lederhosen und Dirndl herumrennen. Besonders bestaunt man die Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Ebenfalls weit bekannt sind das Oktoberfest und Neuschwanstein. Doch wie kommt es, dass die ausländische Meinung über das deutsche Volk besagt, dass wir ärgerlich und sorgenvoll in die Gegend schauen?
Ich liebe deutsche Land
Ehrgeizig

sind wir und pflichtbewusst. Und wir lieben unser Land. Wir haben zu gegebener Maßen einen seltsamen Humor, aber nicht nur die Mario Barth's, Ingo Appelt’s, Harald Schmitt's und lange Liste unser Comedians beweisen, dass die Deutschen viel für Humor übrig haben. Die Chinesen halten uns für langsam die Amerikaner halten uns für freizügig und die Engländer und Franzosen eben für humorlos, aber durch die übertrieben pedantische Art sind wir beliebte Urlauber. Deutschlands Ureinwohner sind blond, haben blaue Augen und ernähren sich am liebsten von Würstchen mit Sauerkraut. Die deutsche Musik besteht nur aus Beethoven und Bach. So viel zu den Vorurteilen. Kurz gesagt sind wir das Volk, dass die Liegen im Urlaub schon für den nächsten Tag im Voraus reserviert und gerne mit Tennissocken und Sandalen Mallorca unsicher macht. Aber was finden die Besucher tatsächlich in Deutschland vor?

16 Bundesländer haben wir, obwohl immer noch der Ost - / West-Vergleich gezogen wird. Nicht nur bei uns in den Köpfen ist bei einigen Unbelehrbaren immer noch die Mauer, auch erstaunliche viele Besucher scheinen noch nicht zu wissen, dass es die Mauer nicht mehr gibt. Die beliebtesten Ziele für ausländische Besucher befinden sich in
Bayern. So lässt sich auch gut erklären, dass die meisten uns mit Lederhosen und Dirndln, sowie Bier in Verbindung bringen. Neben Bavaria ist
Berlin einer der Hauptanziehungspunkte. Geht man von Chinesen und Amerikanern aus, die in der Regel nur eine knappe Woche Urlaub pro Jahr haben, wird es recht eng mit den Sehenswürdigkeiten während einer Tour durch
good old Germany. Daher beschränkt man sich auf das vermeintlich typisch Deutsche, wie das "so very german"
Hofbräuhaus, das "so beautiful" Märchenschloss
Neuschwanstein oder den "so big"
Reichstag in Berlin.
Doch wir haben mehr zu bieten
Während

meiner langen Zeit im Reisebüro bekamen gerade die Schwaben oft Besuch von Übersee. Statt die wunderschöne
Wilhelma zu präsentieren, die einen Großteil des Charmes von
Stuttgart ausmacht, natürlich neben dem
Schloss, buchte man eine Fahrt mit einem Porsche zu nächtlicher Stunde über die Autobahnen. Das bringt vielleicht einen Chinesen dazu, sein Vorurteil der Langsamkeit über Bord zu werfen, Deutschland wird es den Fahrer des Wagens nicht näher bringen. Überhaupt spielt für Besucher die Automobilindustrie eine große Rolle. So ist die
BMW Welt in großes Ereignis für die männlichen Besucher. Aber auch das
Mercedes-Benz-Center erfreut sich großer Beliebtheit.
So historisch....

Erstaunlicher Weise besteht Deutschland nicht nur aus Plattenbauten, die heute allerdings auch schon wieder in Mode gekommen sind. Es gibt auch schöne historische Plätze zu sehen, touristisch attraktiv für die Besucher sind hier leider immer noch Massenplätze wie die
Loreley oder der
Marienplatz mit Glockenspiel in München. Um wie viel ruhiger geht es doch an der
Cloef bei der Saarschleife zu. Was man im Schnelldurchgang durch Deutschland leider wohl links liegen lassen wird, sind die
Breitachklamm in
Oberstdorf, die
Wutach-Schlucht im
Schwarzwald, das
Plöner Schloss bei
Kiel oder die
Mecklenburgische Seenplatte.
München - die Stadt von Welt

München besitzt für Touristen nicht nur die größte Relevanz, sondern auch neben
Frankfurt und
Düsseldorf, einen wichtigen
Flughafen. Ein Erlebnis an sich ist es schon, sich durch München per U-Bahn zu bewegen. Einen besonders schönen Ausblick auf München hat man vom
Olympia-Turm, besonders schön ist es im
Englischen Garten. München eignet sich aber auch hervorragend zum
Shoppen, sei es auf dem
Viktualienmarkt oder in den
5 Höfen. Der
Laimer Hof am Schloss Nymphenburg lädt zur standesgemäßen Übernachtung ein.
Hoher Norden - steife Brise

In
Hamburg snackt man und hier sitzt das Geld. Es regnet in Hamburg entgegen vieler Gerüchte auch nicht mehr, als in anderen deutschen Städten, dafür zählt die Stadt unbestritten dank der vielen Grün- und Wasserflächen zu den schönsten Städten Deutschlands. Hamburger sind auch nicht so s-stur wie man gerne meinen möchte, wer mit ihnen ins Gespräch kommt, wird schnell merken, dass sie schnell auftauen, aber vielleicht kommen sie im ersten Moment nicht so daher wie rheinische Frohnaturen. Übrigens liegt Hamburg genau so wenig am Meer, wie München in den Alpen. Trotzdem lässt es sich toll spazieren an der
Binnen- und Außenalster und auch einen Bootsausflug sollte man nicht versäumen. Es gibt sehr schöne Designhotels in Hamburg. Zum einen wäre da das
Gastwerk, wo Gäste eine Kombination aus alter Fabrik und neuem Design vorfinden oder das stylische
25hours Hotel.
Berlin - ike liebe Dir

Berliner haben eine große Schnauze und eigentlich gehört
Berlin auch nicht zu Deutschland, sondern für viele Touristen ist es Deutschland. Das liegt natürlich daran, dass Berlin so groß ist, zum anderen, dass viele in Deutschland oder gar Europa, gar nichts anderes kennen als Berlin. Nirgendwo befinden sich auch nur annähernd so viele
Ausflugsziele so kompakt in recht naher Umgebung. Wie wäre es mit einem Ausflug in den wunderschönen
Ausflugspark Marzahn, obwohl das wunderschöne
Schloss Sancoussi genau so wenig zu verachten ist, wie seine
Gärten. Überhaupt hat Berlin sehr viele schöne
Parkanlagen zu bieten. Um die Stadt auf eine andere Art zu erkunden, kann man an einer
U-Bahn-Cabrio-Tour teilnehmen oder bei einer
Panorama S-Bahn-Tour. Stylisch übernachtet man in Berlin im
Arte Luise Kunsthotel, entstanden aus dem ehemaligen, noch kuscheligeren, Künstlerheim Luise. Oder man nächtigt nah dem Kuhdamm im
Hotel Bleibtreu, mit einem der schönsten Innenhöfen Berlin's.
Frankfurt und das liebe Geld

Nein, an die Skyline von New York kommen wir nicht dran und wollen es auch gar nicht. Uns reicht die Skyline von Frankfurt vollkommen aus um uns weltoffen und groß zu fühlen. In Frankfurt regiert das Geld, aber Frankfurt bietet genau wie Berlin sehr gute
Museen, wie das
Senkenberg Museum. Auf dem
Römer, genauer gesagt auf dem Balkon, kann man unsere Fußballhelden jeweils nach einer Europa- oder Weltmeisterschaft bewundern, zumindest wenn es Grund zum Jubeln gibt. Nicht verpassen sollte man einen Ausblick vom
Main Tower auf die Umgebung zu werfen. Besonders gut übernachten lässt es sich in der
Villa Rocco Forte Kennedy , besonders hervorzuheben ist hier das Spa. Aber auch in der
Gerbermühle kommt man aus dem Staunen und Erholen nicht heraus.
Weitere Ziele einer Stippvisite

Hier dürfen
Mannheim und
Heidelberg nicht fehlen. Mannheim, die Stadt der Quadrate bietet den wunderschönen
Luisenpark, den man sich bei einem Besuch, gerade mit Kindern, nicht entgehen lassen sollte. In Heidelberg darf man ruhigen Gewissens die Hauptattraktion besichtigen, das
Schloss. Aber auch der
Philosophenweg ist jeden Schritt wert. Auch für einen Besuch des
zoologischen Gartens, sollte man sich Zeit nehmen. Die
Villa Marstall befindet sich in Heidelberg direkt am Neckarufer. Gespeist wird stilvoll im Gewölbekeller.

Im
Ruhrpott mit
Essen,
Bochum oder
Dortmund finden sich die meisten Besucher bei
Messen und Festen ein. Zwei Besuchermagneten in Deutschland sind sich gar nicht grün, gehören ab doch bei einem Besuch schon aufgrund der Nähe zueinander,
Düsseldorf und
Kölle. Wer zur richtigen Jahreszeit kommt, kann sich ein umfassendes Bild über den lustigen Deutschen beim
Kölner Karneval machen. Aber nicht nur die Kölner Jecken wissen zu feiern, auch in Düsseldorf geht es an
Karneval rund. Eins der schönsten Hotels von Deutschland findet man ganz sicher in Köln mit dem
Wasserturm.

Zu guter Letzt darf
Dresden nicht fehlen und auch nicht der
Spreewald. Wo man in Dresden vor lauter
historischen Zeitzeugen nicht weiß, wo man mit der Besichtigung beginnen soll, sind es im Spreewald nicht die Gurken, die den Besucher begeistern. Auf einer
Bootsfahrt erkundet man die teilweise noch recht unberührte Natur. In Dresden selbst übernachtet man fürstlich im
Schloss Eckberg. Günstiger, aber auch außergewöhnlich nächtigt man in der
City-Oase.
Die spinnen, die Deutschen?

Na so kann man das auch nicht sagen, wir sind nur humorvoller als unser Ruf. Wie wäre es mit einer Übernachtung im
Kofferhotel "Zum Prellbock"? Tatsächlich nächtigt man hier in einem Koffer. Oder in der
Propeller Island City Lodge , wo im wahrsten Sinne des Wortes alles Kopf steht. Wer schwindelfrei ist, kann im ersten
Baumhaushotel in Sachsen nächtigen. Im
Heuhotel lässt es sich ebenso gut und außergewöhnlich schlafen, traumhafter geht es nur noch im
Das Kranzbach. Oder aber in der
Hornburg im eh nicht nur zur Weihnachtszeit aus aller Herren Länder sehr beliebten
Rothenburg ob der Tauber. Das kleinste Hotel der Welt heißt übrigens
Eh-häusel, mit dem Schlüssel in der Hand erhält man das Hotel auf Zeit, welches nicht nur einen Whirlpool mit Regenbogenfarben bietet.
Sportliches Deutschland

Fußball, Fußball und wieder Fußball, können denn die Deutschen nichts anderes? Im Grunde genommen... jein! Jeder Mann hat seinen favorisierten Fußballklub. Dieser wird mitunter also Logo auf T-Shirts, auf Wimpeln im Auto oder sogar als Konterfei an Häusern präsentiert. Fußball und die Sportschau sind vielen Männern sehr heilig. Aber natürlich gibt es auch andere Sportarten die betrieben werden, denn Deutschland ist ein Land der Vereine. Ski fahren zum Beispiel kann man im Schwarzwald sehr gut, sei es Langlauf oder Abfahrt, hierfür eignet sich der
Feldberg. Es gibt auch Indoor-Skihallen, wie die
Jever Skihalle in Neuss. Weiter lieben die Deutschen im Sommer, als auch Winter
Erlebnisbäder. Auch die "normalen" Hallen- und Freibäder wurden modernisiert und meist um einen, ebenfalls sehr beliebten
Sauna- und Wellnessbereich erweitert. Außerdem sind
Kart- und Quadfahren gerade sehr angesagt. Genau so gerne, spielen die Deutschen
Golf.
Lustiges Deutschland

Nein, an Six Flagg Mountain kommen wir nicht ran und ein Disneyland wurde leider auch nicht in Deutschland gebaut. Aber wir haben trotzdem unseren Spaß in Freizeitparks. Besonders beliebt und groß ist der
Europapark. Aber auch das
Phantasialand ist sehr beliebt und bekannt. Ebenso beliebt sind der
Playmobil Fun Park in Zirndorf, der
Heidepark in Soltau oder gar der
Movie Park mit seiner rasanten Stunt-Show.
Bloß nicht
In Deutschland

gibt es wider Erwarten gar nicht so viele Regeln. Hier muss man sich keine Schuhe ausziehen, bevor man in Wohnungen kommt oder Visitenkarten austauschen, die meisten Deutschen besitzen gar keine Visitenkarte. Nett wäre es wenn man Blumen für die Gastgeberin mitbringt - wie wohl fast überall auf der Welt. Und auf den Boden spucken wird auch nicht gerne gesehen, aber wo sieht man es schon gerne, wenn auf den Boden gespuckt wird? Ohne Fahrschein sollte man nicht in Bus und Bahn einsteigen, denn so genanntes "schwarzfahren" kann schon teuer werden. Außerdem sollte man beachten, dass es eine Promille-Grenze gibt beim Autofahren. Zurzeit (Stand Januar 09) sind es 0,5 Promille, die erlaubt sind, die Grenze soll aber auch 0,3 Promille gesenkt werden. In Deutschland muss man nichts zahlen, wenn man ein Bonbon-Papier auf den Boden wirft, trotzdem wäre es netter, das Papier in einem Müllbehälter zu schmeißen. Man muss keine Knödel essen um in Bayern gemocht zu werden, allerdings sollte man einen Liter Bier (eine Maß) bestellen, halbe Liter sind unüblich. Vorsicht mit dem Appelwoi in
Hessen, dieser schmeckt den meisten Besuchern nicht und kann zudem starke Kopfschmerzen hervorrufen, sollte man sich doch an den Geschmack gewöhnt haben.

Auf die
Reeperbahn darf man als Frau nicht in die Herbertstraße gehen. Die Deutschen sind im Allgemeinen recht aufgeschlossen und nicht sehr prüde. Das wird auch auf dem Rest der Reeperbahn schnell sichtbar. In anderen Ländern ist es üblich als Höflichkeitsfloskel nach dem Befinden einer zu fragen. Tut man dies bei einem Deutschen, kann das schnell als ernst gemeinte Frage aufgefasst werden und in einen längeren Bericht ausarten. Wer nicht möchte, braucht auch keine Polonaise mitzumachen, die man meist in Bierhallen stattfinden sieht. Das diese großen Bierhallen, hauptsächlich in München aufzufinden, fast ausschließlich von Touristen besucht werden, hat sich diese Unsitte eingebürgert. Deutsche machen in der Regel von sich aus sehr selten Polonaisen, außer zu Karneval, was auch die
fünfte Jahreszeit genannt wird.

Im Gegenteil zu anders lautenden Tipps, darf man in Deutschland in der Öffentlichkeit flüstern und auch Leute anstarren, muss jedoch damit rechnen, dass man zurück angestarrt wird. Es stimmt, dass man sich nicht auf Autos lehnen sollte, sie sind der Deutschen Kind. Wer auf einer Rolltreppe auf der falschen Seite steht, wird nur in Ausnahmefällen angebrüllt, angerempelt werden kann er dagegen schon von Deutschen, die schneller sind, als man vermuten könnte. Zur Begrüßung gibt man sich in Deutschland die Hand, nur Bekannte geben sich Küsschen auf die Wangen. Beim Essen im Restaurant wird nicht geschmatzt und wer bei der Rechnung nach dem Aufenthalt ein Trinkgeld geben möchte, kann den passenden Betrag mit einem "Stimmt so" an den Kellner überreichen. Insgesamt sollte man nicht erschrecken, wenn man Deutsche sieht die Lächeln oder gar laut lachen, es ist nicht gesagt, dass dies von Bier oder Wein kommt, oft passiert das aus einer Laune heraus.
Sauerkraut und ein Fazit

Guten Kuchen haben wir ja unbestrittener Maßen, da ist man sich länderübergreifend einig. Aber wir bieten auch gute Küche und diese ganz nach Gusto. Je nach Herkunftsland vielleicht teilweise gewöhnungsbedürftig, oft aber ausgezeichnet und das sogar mit Michelin-Sternen oder Gault-Millaut Auszeichnungen. Unsere Köche schmücken sich mit virtuellen Hauen, Sternen oder Löffeln. Wer auch hier außergewöhnliches sucht, sollte mal im
Nektar im München vorbeischauen, wo man chillt und diniert. Oder man versucht sich in einer
Unsicht-Bar, wie z. B. in
Hamburg, wo man in einem völlig dunklen Saal speist. Der
Zauberlehrling in Stuttgart bietet sogar Kochkurse an. Hervorragend isst man auch im
Kleinen Prinz in
Baden-Baden. Wer aber etwas richtig Gutes und noch dazu ein Nationalgericht test will, der kann auch gerne mit einer unserer Brezeln vorlieb nehmen, die schmecken immer und die bekommt man in anderen Ländern fast nie!