Bewertung von Gudrunt46 im Detail
Gudrunt46
Mark, Schweden98%
Im Oktober 2007 suchte ich im Internet nach einer günstigen Übernachtungsmöglichkeit in Diani Beach. Ich besitze eine Schule für Waisenkinder in dieser Gegend und da ich mein Geld lieber für die Schule ausgebe, als für teure Übernachtungsmöglichkeite n, freute ich mich, als ich auf ein sehr schönes Ferienhaus stieß, dass nach meiner Anfrage per Mail auch noch für 5 Wochen zu haben war und 130 Euro pro Woche und pro Person kosten sollte.
Ich sah mir die Homepage des Besitzers an und war restlos begeistert. Wunderschöne Beschreibungen des Hauses, viele Informationen zum Land Kenia, Preisliste und Belegungsplan verschaffen dem Reisenden einen ersten, sehr guten Eindruck. Nachdem ich alles durchstöbert hatte, war ich davon überzeugt, genau das Richtige gefunden zu haben. Ein Haus, mitten in einem tropischen Garten, mit einem kleinen Pool und einer sehr schönen Terrasse! Die Küche voll ausgestattet und hübsche, landestypischen Möbelierung! Was will man mehr?
Für 5 Euro pro Tag konnte ich mir noch einen Koch mieten, aber da bestand kein Interesse meinerseits. Das Hausmädchen und die Nachtwächter waren inklusiv.
Ich freute mich darauf, am Abend, nach der Arbeit noch ein bisschen zu schwimmen, mir dann was zu essen machen zu können und danach den Abend auf der schönen beschriebenen Terrasse ausklingen zu lassen.
Es kam jedoch alles völlig anders als geplant!
Ende November landete ich in Mombasa. Der Fahrer der Lodge holte mich, wie mit dem Hausbesitzer besprochen und bezahlt, am Flughafen ab.
Die Likizo Lodge liegt ca. 1200 m von der Hauptstraße in Diani Beach entfernt. Eigentlich eine sehr schöne Gegend! Das Haus, das ich bewohnen sollte, steht auf einem ca. 10.000 qm großen Grundstück (Daktari Land) auf dem insgesamt 4 Häuser erbaut wurden. Jedes Haus hat einen anderen Besitzer. Der Besitzer meines Hauses nennt sich "Daktari" (Dr. Kurt Lux aus Österreich).
Nach meiner Ankunft lernte ich das absolut liebenswerte Personal kenne. Das Hausmädchen hatte das Haus, das zuvor über 6 Monate leer gestanden hatte, blitzblank geschrubbt. Die Gärtner hielten den Garten sehr sauber und mein Fahrer, half mir, bei allem, was mir schwer fiel. Alle waren hier viele Stunden täglich im Einsatz und arbeiteten unermüdlich.
Die anderen 3 Häuser standen leer.
Schon kurz nach meiner Ankunft sah ich mir das Haus, in dem ich 5 Wochen leben sollte etwas genauer an. Ich bin weder ein Pedant noch brauche ich übertriebenen Luxus, aber ein trockenes Schlafplätzchen weiss ich sehr zu schätzen!
Das Bad war eine einzige Katastrophe! Blanke Kabel guckten aus den Wänden und hingen von der Decke. Das Waschbecken war so verstopft, dass man es nicht benutzen konnte. Ich habe die Abwasserrohre abgeschraubt, aber die Verstopfung saß tief in der Wand und war für mich unerreichbar.
Im Wohnzimmer waren die Polstermübel übersät mit Brandlöchern, die Gardinen hingen in Fetzen vor den Fenstern und das Dach war undicht, so dass das Zimmer bei Regen geflutet wurde. In den Polstern hatten sich unterschiedliche Tierchen eingenistet. Den Hauptteil bildeten Sentipedes (Scolopender), die zwischen den losen Sitzkissen wohnten.
Unterm Dach wohnten harmlose Riesen-Stabheuschrecken, die abends durchs Zimmer schwirrten, aber eigentlich nicht weiter störten.
Die Vollausstattung meiner Küche bestand aus einem kleinen Kühlschrank, der nur verschlossen werden konnte, in dem man einen großen Stein vor die Tür legte, völlig kaputten Hängeschränke hinter denen sich ein paar verkratzte Plastikteller befanden und einem überdimensionalen Gasherd, dessen Backofen seinen Dienst längst eingestellt hatte. Die Küche hatte eine Außentür, durch die, selbst wenn sie verschlossen war, am Abend Kröten hereinspazierten, die in ihrer Veilzahl ein lustiges Konzert anstimmten.
In meinem Schlafzimmer stand ein 140 x 200 cm großes Bett, mit Mückennetz. Daneben ein funktionstüchtiger Ventilator.
Nachdem ich, an meinem Ankunftstag einigen 15 cm langen Scolopendern im Wohnzimmer entgehen könnte, untersuchte ich mein Schlafgemach sehr intensiv.
Ich konnte keine Tiere finden, verknotete mein Mückennetz und legte mich schlafen. In der Nacht weckten mich zunächst heftige Geräusche aus der Küche.
Als ich nachschaute, fraf ich auf einige Ratten, die die Küchenmöbel zerknabberten.
Nachdem ich wieder eingeschlafen war, weckte mich ein wirklich sehr heftiger Schmerz. Ein Scolopender (Hundertfüßler) hatte mich unterm Arm erwischt.
Mir wurde speiübel und ich hatte keine Ahnung, wie heftig das Gift dieser Gliedertiere wirkt. Im Krankenhaus erfuhr ich, dass ein gesunder Mensch den Biss eines Scolopenders problemlos überlebt, was ich sehr beruhigend fand.
Es ging mir jedoch 3 Tage sehr mies.
Bei genauerem Hinsehen, stellte ich fest, dass die Außenwand meines Schlafzimmers faustgroße Löcher im Bereich des Türrahmens hatte - verdeckt von Gardinen. Durch diese Löcher konnten selbst Tiere in Größe einer Ratte oder Schlange in mein Schlafzimmer gelangen.
Auch die Abende auf der Terrasse waren nicht unbedingt ein Genuß. Dei kleine Teich auf dem Grundstück ist eine wunderbare Mückenbruhtstätte.
Der Pool auf dem Grundstück ist sehr schmutzig!
Ich habe es geschafft 12 Tage in der Likizo Lodge zu überleben. Als der Gärtner eine grüne Mamba in meiner Küche erschlagen musste, bin ich ausgezogen. Natürlich hatte ich für 5 Wochen bezahlt, aber das Geld war verloren. Ich habe versucht mich mit dem Besitzer per SMS, eMail oder telefonisch in Verbindung zu setzten, aber Herr Dr. Kurt Lux war zu keiner Zeit mehr erreichbar.
Meine Mails hat er nie beantwortet.
Das Haus Likizo Lodge ist baulich in einem sehr schlimmen Zustand! Es ist für Kinder und auch Erwachsene gefährlich und im Grunde unbewohnbar.
Der Besitzer, Herr Dr. Kurt Lux ist seit vielen Jahren nicht mehr in Kenia gewesen. Die Bilder in seiner Homepage sind viele Jahre alt und endsprechen dem heutigen Zustand in keinster Weise!
Das Personal, dass für die 4 Häuser auf dem Grundstück zuständig ist, ist mit Gold nicht aufzuwiegen. Ich bin selten so hilfsbereiten, liebenswerten Menschen begegnet, die schon seit langem auf die Zahlung ihres Gehaltes durch den "Daktari" warten. Die anderen 3 Häuser auf dem Grundstück sind mit dem Haus des "Daktaris" nicht zu vergleichen. Die Besitzer kommen ihren Verpflichtungen gegenüber dem Personal nach und lassen bauliche Schäden unverzüglich ausbessern.
Trotz ständiger Anmahnungen durch das Personal und verschiedene Gäste, vermietet Herr Dr. Kurt Lux dieses baufällige Haus, zum selben Preis, weiter, ohne.
Ich kann nur jedem sonnenhungrigen Keniafreund dringend raten, einen großen Bogen um die Likizo Lodge und Herrn Dr. Kurt Lux zu machen!
Ich glaube, es ist nicht Sinn der Sache, in Urlaub zu fliegen, um dort sein Leben zu lassen.
Likizo-Lodge Diani Beach1
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Das wirklich bemühte Personal gibt sein Bestes, was Sauberkeit und den Zustand des Objektes betrifft!!!
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Hoteleinrichtungen
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Gesamtzustand
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Der Gesamtzustand des Hauses ist eine absolute Katastrophe!
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Lage und Umgebung
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Verkehrsanbindung
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)
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Die Verkehrsanbindung wird schon im Reiseangebot als etwas schwierig beschrieben. Das ist allerdings kein großes Problem. 1200 m zur Hauptstraße sind für gesunde Menschen problemlos zu überwinden. Außerdem kann man in Kenia für sehr wenig Geld ein Tuck Tuck bestellen, dass viel günstiger ist, als ein Taxi.
An der Hauptstraße gibt es gute Restaurants. In einem nahegelegenen Hotel gibt es ein Casino und auch Abendunterhaltung!