Dorsten gehört mit 9 weiteren Städten dem Kreis Recklinghausen an und liegt verkehrsgünstig am Rande des Ruhrgebiets und des Münsterlandes. Idyllisch am Fluß Lippe und dem Wesel-Datteln-Kanal gelegen zieht Dorsten alljährlich viele Besucher aus der Umgebung und auch aus dem Ausland an. Die Stadt Dorsten zählt heute 82 000 Einwohner in ihren 11 Ortsteilen und ist dem Kreis Recklinghausen in NRW angegliedert. Heute hat die ehemalige Hansestadt 8 Partnerstädte: Dormagen und Ernee in Frankreich, Crawley in England, Hainichen in Deutschland, Newtonabbey in Nordirland, Rybnik in Polen, Waslala in Nicaragua und Hod Hasharon in Israel.
Allgemeines
Die alte Hansestadt an der Lippe liegt verkehrsgünstig sowohl zum
Ruhrgebiet als auch zum Münsterland und warb jahrlang mit dem Slogan „Tor zum Münsterland, Brücke ins Ruhrgebiet“. In der Tat ist Dorsten an die Bundesautobahnen A 31 (Bottrop-Emden) und A 52 (MG-Marl) angeschlossen und die B 223, B224 und B225 geben ebenfalls gute Verbindungswege ab. Dorsten verfügt über einen kleinen Bahnhof und kann somit auch per Zug bereist werden. Neben dem kleinen Fluss Lippe fließt der Wesel-Datteln-Kanal, der eine wichtige Schifffahrtslinie abgibt. Dorsten ist eine Flächenstadt mit 171 qkm, die überwiegend mit Grünfläche, Weideland und Acker durchzogen ist. Der höchste Punkt mit 122 m liegt im Naturpark Hohe Mark, der auch ein beliebtes Ausflugsziel für Waldspaziergänger ist.
Geschichte
Bereits 11-7 v. Chr. stand im heutigen Stadtteil Holsterhausen ein Römerlager, dessen Spuren durch Ausgrabungen belegt sind. Zwischen 100-500 n.Chr. entstanden einzelne Höfe, die sich zu den Siedlungen Durstina und Durstinon zusammenfügten. Durch den Schiffbau und der günstigen Lage an zwei Fernhandelswegen wuchsen die Siedlungen schnell.
Schließlich erhielt Dorsten 1251 durch Konrad von Hochstaden die Stadtrechte. Durch die günstige Lage am schiffbaren Fluss Lippe genoss die kleine Stadt bald ihre Blütezeit und wuchs immer mehr an. Eine Stadtmauer umschließt schließlich die Stadt und das Franziskanerkloster wird 1488 gegründet. Schließlich wird die Stadt im 14. Jahrhundert zur Hansestadt, aufgrund der Unruhen während des eligionskrieges und der Dreißigjährige Krieg zerbricht jedoch die Hanse.
Bildung spielte jedoch in Dorsten eine große Rolle und so wurde bereits 1642 das Gymnasium Petrinum, 1699 das St. Ursula Gymnasium mit Mädcheninternat gegründet. Zahlreiche Belagerungen und Unruhen belasten in der nächsten Zeit die Stadt.
Doch während der industriellen Revolution genießt Dorsten eine neue Blütezeit, Eisengießereien, Webereien und auch der Bergbau bestimmen nun das Stadtbild.
Lange Zeit kamen durch den Bergbau immer mehr Arbeiter mit ihren Familien in die Stadt, die Zechensiedlung im Ortsteil Hervest zeugt noch heute davon. Erbaut wurde diese ab 1912 und hat ihr Zentrum um den Brunnenplatz.
Im zweiten Weltkrieg hat Dorsten einen hohen Schaden durch Luftangriffe zu beklagen, dennoch kann die Stadt weiter expandieren.
2001 wurde die Kohleförderung in Dorsten schließlich eingestellt, die Bergbaustadt war schockiert. Nach wie vor wird an einer alternativen Nutzung des Zechengeländes gebastelt.
Webtipps
Wer einen Parkplatz oder gar einen Stadtplan benötigt, kann sich unter
Dorsten.de informieren. Ebenfalls findet die Stadt Dorsten auch einen Eintrag bei
Wikipedia, letztlich ist sie durch die Autorin Cornelia Funke doch um einiges bekannter geworden.
Sehenswürdigkeiten
Dorsten verfügt neben dem
jüdischen Museum Westfalenauch über weitere Museen, das Museum im
Schloss Lembeck ist nur eines davon.

Auch die
Tüshaus Mühle zieht Besucher an und kann in den Sommermonaten oder im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
In der Altstadt gibt es neben zahlreichen Shoppingmöglichkeiten auch heute noch Spuren von Dorstens Geschichte, so kann man Teile der Stadtmauer, das Torwächterhaus oder einen Wachturm entdecken. Auch die alte Stadtwaage auf dem Marktplatz, die lange Zeit als Rathaus und Standesamt fungierte zeugt von Dorstens Geschichte.
Wer Dorsten mit dem Fahrrad erkunde möchte, kann einen Teilabschnitt der von Xanten nach Haltern führenden Römerroute nehmen und dabei auch die
Lippefähre Baldur benutzen, die ihre Besucher trockenen Fußes auf die andere Flussseite bringt.
Freizeit
Neben der Eissporthalle und dem
Freizeitbad Atlantis mit Wasserrutschen und Saunalandschaft bietet Dorsten noch weitere Möglichkeiten seine Freizeit aktiv zu gestalten.
Für Freunde des feuchten Nass dürfte eine geführte Kanutour vom Dorf Hervest bis nach Hünxe sicherlich genau das richtige sein.
Wen es eher in die Lüfte zieht, kann den Segelflugplatz aufsuchen und dort einen Rundflug über Dorsten buchen.
Viele Dorstener haben sich Vereinen angeschlossen und sind mehr oder weniger erfolgreich in ihrer Liga. Neben Basketballspielen ist auch Tanzen ein beliebtes Hobby, zwischenzeitlich findet man die Dorstener Tänzer auch in der Bundesliga wieder.
Aber auch Volksläufe und Radwandertage sind immer wieder auf dem Veranstaltungsplan.
Veranstaltungen
Neben dem Katharinen- und Nikolausmarkt mit Kirmes bereichert im Winter ein Weihnachtsmarkt mit einer künstlichen Eisfläche (Dreams on Ice) den Veranstaltungskalender.
Im Sommer findet traditionell das Altstadtfest mit einem Programm und Verkaufsständen statt. Außerdem bietet das Kanaluferfest mit seinem Gummientenrennen und dem Wettschwimmen auf selbst entworfenen Schwimmvehikeln den Besuchern ein großes Vergnügen.
Schützenfeste der jeweiligen Stadtteile sowie der monatlich stattfindende Bikertreff auf dem Parkplatz des ehemaligen Zechengeländes runden die Events ab.
Hotels und Unterkünfte
Zahlreiche Hotels mit verschiedenen Angeboten sowie Privatunterkünfte, Pensionen und Stellplätze für das eigene Heim stehen den Besuchern zur Verfügung.
Viele Hotels bieten Möglichkeiten für Geschäftsreisende wie das
Haus Berken oder das
Hotel Albert. Wer etwas Besonderes zum Übernachten sucht oder seine Hochzeit im besonderen Rahmen feiern will, kann dies auch im
Schlosshotel Lembeck tun. Neben einem Standesamt gibt es direkt vor Ort auch eine Hochzeitsuite.
Andererseits liegt Dorsten in unmittelbarer Nähe zum Freizeitpark Movie World, dem Centro oder der Arena auf Schalke, so daß auch für Kurzaufenthalte die richtige Übernachtung geboten wird.
So hat Dorsten einen Wohnmobilstellplatz in Innenstadtnähe und auch eine Anlegestelle für 5 Sportboote am Kanal.