Bewertung von angelus im Detail
angelus
Diessen am Ammersee, Deutschland98%
Trinity College als Hochschule, und sein Herzstück, die Bibliothek dazu, das schlagende Herz der Irischen Identität und Kultur.
Trinity College, Dreieinigskeits Hochschule, hinter diesen fromm klingenden Namen verbirgt sich die altehrwürdige Universität der Hauptstadt Dublin, die größte und älteste des katholischen Landes. Gegründet wurde sie übrigens schon im Jahre 1592, man staune, von der Englischen Königin Elisabeth I, hätte man ihr doch gar nicht zugetraut. Seinerzeit am östlichen Rande der Stadt, vor der Stadtmauer, gestartet, entwickelte sich der Campus immer weiter, die Stadt wuchs, die Einwohnerzahl und die der Studenten nahm zu, es kamen neue, weitere Abteilungen, weitere Gebäude hinzu. Inzwischen sind die verschiedenen Fakultäten über fast die gesamte Stadt verstreut.
Betreten wir den Komplex, so kommen wir als erstes in den Front Square, der eigentlich Parliament Square heißt. Beeindruckend erscheint mir hier die ruhige, wirklich ehrwürdig akademische Atmosphäre hier, man wäre fast erstaunt wenn nicht ein paar ehrwürdige Professoren oder ein paar lebendige, klug diskutierende junge Studenten um die Ecke kämen, die Szenerie scheint es zu erwarten.
Mittelpunkt und wichtigstes Ziel aller Besucher dürfte dabei das mächtige Gebäude der berühmten Universitäts-Bibliothek sein, in diesem riesigen Tonnengewölbe, malerisch würdig Holz vertäfelt, finden wir nicht nur die Bücher zum fachlichen Studium, sondern Irlands größte und eindrucksvollste Bibliothek überhaupt.
Diese Bibliothek von Trinity College fasst zusammen die größte Dokumenten- Handschriften- und Büchersammlung des Landes. Hier finden wir das sagenumwobene Book of Kells, eine historische Handschrift aus dem 8. Jahrhundert, traumhaft schön illustriert, das die vier Evangelien in Lateinischer Sprache wiedergibt.
Mit seinen wirklich einzigartigen, vielfältigen kunstvollen Illustrationen gilt es als das wertvollste Relikt der großen kulturellen Vergangenheit der grünen Insel cüberhaupt. Mönche der ebenso sagenhaften schottischen Klosterinsel Iona sollen es im 8. Jahrhundert verfasst haben.
Ähnlich alte und noch älter sollen mehrere weitere Handschriften sein, die bekanntesten sind dabei wohl das Book of Armagh und das Book of Durrow, beide nicht ganz so berühmt, aber wohl nochmals 100 oder 200 Jahre älter.
Nicht Literatisches, aber dennoch mythisch-irisches Prunkstück ist hier auch noch eine eindrucksvolle kunstvoll geschwungene alte Harfe, der man den Namen des frühen sagenumwobenen Helden Brian Ború gegeben hat. Auch sie ein Prunk- und Prachtstück wie es kein anderes vergleichbares gibt.
Doch eigentlich geht es auch hier nicht um das was man sehen kann, sondern das was man mit Herz und Seele hier spüren kann, die lange, wertige Tradition, die großen Geister die sich hier entwickelten oder entfalteten, diese heiligen Hallen in ihrer Zeit mit reichem Leben erfüllten.
Hier gibt fast jeder berühmtere oder bekanntere gebildete Ire zur Schule und studierte brav in diesen heiligen Hallen der Geschichte,
seien es so streitbare Patrioten wie Wolf Tone, Emmet, Grattan oder Davis,
oder so beliebte Poeten und Schriftsteller wie Swift, Wilde, Goldsmith, Millington, Sygne oder Becket, um nur einege der bei uns bekanntesten zu nennen.
Trinity College war und bleibt die Geistesschmiede der Irischen Kultur, und die Bibliothek das Herz des Ganzen. Das College Green ist die Heimat und der Entwicklungsboden auch der heutigen jungen reichen Zukunft dieses Landes.
Trinity College Bücherei10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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Konzept
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Exponate
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Bedeutung
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In allen Punkten 100+, zentral der Universitäts-Campus, hier schlägt das ewige, lebendige Herz Irlands, das muss man nicht nur gesehen haben, das sollte man in sich aufnehmen.
Die Architektur ist, wie bekannt, historisch original, das Konzept einfahc und erfolgreich, man sammle die Relikte einer Nationalkultur, bringe sie in einem großen Zentrum zusammen und mache sie seinem Volke zur weiteren Weiterbildung und ewigen Erinnerung zugänglich.
Die so zusammen getragenen Exponate sind, anerkanntermassen, in der abendländischen Kultur, nahezu konkurrenzlos zu nennen.