Bewertung von angelus im Detail
angelus
Diessen am Ammersee, Deutschland98%
Der Phoenix Park zu Dublin, ein riesen Monster das kaum eine Grenze kennt.
Hatte ja schon gesagt, dass ich St. Stephens Green, der zentraler liegt, schöner finde, auch wenn er kleiner ist, hier jetzt einige Zeilen zu dem größeren Bruder, dem Phoenix Park.
Irgendwie erinnert mich der Phoenix Park von Dublin, an den Englischen Garten in München. Auch dieser ist riesig, und in der Innenstadt hat man oft das Gefühl man könne gehen wohin man wolle, überall findet man ein entsprechendes Schild das man immer noch da ist.
Mit den Phoenix Park ist es ähnlich, eigentlich sollte ich sagen, noch schlimmer, denn der ist noch ein ganzes Stück größer. Mit über 11 km Außenmauern und einer Grundfläche von über 700 ha ist er der größte urbane, öffentliche Stadtpark Europas. Hier war es im 17. Jahrhundert Herzog James von Ormond der mit der Errichtung der Umfassungsmauern seine Existenz manifestierte, so sicherte er seinen Besitz und schloss die möglichen fremden Besucher aus. Er wollte seine prächtigen Hirschpark für sich allein haben.
Ein öffentlicher Garten zu dem die Bürger Zutritt hatten wurde, ähnlich wie in München, der Park erst rund 100 Jahre später, sehr zur Freude der Bürger.
Da bei dieser Größe natürlich auch eine menge der nobelsten Privatwohnsitze in das Geländer eingeschlossen sind kann der öffentliche Zugang natürlich nur für die freien und in öffentlicher Hand liegenden Flächen gelten. In diesem Sinne bekannteste Ausnahme ist so z. B. die Residenz des Staatspräsidenten der Republik, vorher Sitz des Vize-Königs, wo jetzt eben alle sieben Jahre ein neuer Besitzer einkehrt. 'Next door' finden wir die Residenz des Amerikanischen Botschafters, im malerischen Ashtown Castle.
Überhaupt ist auch dieser schöne große Park nicht ohne seine Anbindung an die Geschichte und einige ausgezeichnete Persönlichkeiten und deren Monumente denkbar.
So finden wir im Park den berühmten, riesigen 63 m hohen alten Ägyptischen Obelisk, ein Ehrenmal für den Herzog von Wellington, wie nicht anders zu erwarten ist der große Kriegsheld natürlich in den Nachbarschaft, hier in Dublin geboren.
Ein anderes sehr eindrucksvolles Denkmal, rechts von der US-Botschaft, ist das des Phoenix, wonach ja der Park eigentlich benannt ist. Während der Engländer meinen wird, dass es sich um den Vogel der aus der Asche hervor bricht handeln könnte, was jeder verstehen würde, so gibt es auch eine örtliche, gälische Version. Danach wäre der Namen hervorgegangen aus dem Begriff 'Fionn Uisce' und würde stehen für 'klares Wasser'. Auch das macht seinen Sinn. Mit seinen riesigen Rasenflächen, seinen vielen großen alten Bäumen und schönen Sträuchern und anderem floralem Schmuck ist dieser Park wirklich eine echte Lunge der Stadt Dublin, hier kann die Stadt, aber auch jeder einzelne Besucher, nach Herzens Lust die Natur genießen und hin und wieder mal so richtig durchatmen.
Das was hier geboten wird bricht eigentlich jeden Rekord. So soll es in diesem Park allein 40 Fußballplätze geben, riesige Trainingsanlagen für alle Sportarten, wobei mir besonders auffiel, dass es da genug Platz zu geben scheint für beides, die professionellen Altlethen einerseits, aber auch für den Sport begeisterten kleinen Mann der mal eben etwas sportlichen Spass oder Trainung und Übung nebenbei haben will. Weiter gibt es hier einen der ältesten Cricketplätze und den dazu gehörenden Traditionsclub, sowie gleich auch noch, innerhalb der Gesamtanlage, den Dubliner Zoo, einen der größten, und wohl auch ältesten Europas.
Wie in Irland mancher orts üblich finden wir dann gleich auch noch ein so genanntes Besucherzentrum, wo wir uns mit einer Filmvorführung und weiteren Ausstellungen informieren können über die insgesamt, wie man sagt, 3.500 jährigen Geschichte dieses Riesenparks, denn so weit reichen die einzelnen, hier gesammelten Fundstücke insgesamt wohl zurück.
Nach all der Vornehmheit und dem Schnick-Schnack, dies ist nun mal ein großer Park mit allen möglichen Angeboten, aber vor allem ist und bleibt es eine große, schöne, alte Parkanlage, mit vielen Bäumen, Sträuchern, Blumen, und Tieren, vor allem auch Vögeln, die man schlicht und einfach unkompliziert in sich aufnehmen und genießen kann.
Auch das sollten wir nicht vergessen. Auch die normale Natur ist diesen Besuch wert.
Phoenix Park10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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Artenvielfalt Vegetation
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Erholungswert
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Erreichbar in jeder Form, etwas außerhalb von der Stadtmitte nach Westen, aber eigentlich so riesig groß, dass man es nicht schafft ihn zu verfehlen.
Das Ding muss man gesehen haben, wenn sich auch dabei stets die Frage stellt, welchen Teil meinen wir dann, die alten noblen Heimstätten, die Denkmäler, die Sportanlagen oder die Pflanzen, Blumen und die Tiere des ebenfalls einbezogenen Zoos.
Entscheidend hier jedoch nicht die mittlere Artenvielfalt, sondern die alles erschlagende enorme Gesamtausdehnung der Anlage. Je nach den Interessen die der einzelne hat, Erholungswert in den verschiedensten Richtungen uneingeschränkt zu bejahen.