Bewertung von carmen im Detail
carmen
Colditz, Deutschland99%
2004 waren wir zum Nationalfeiertag der Schweiz am 1. August eingeladen. Und wenn wir schon mal irgendwo sind, dann schauen wir uns natürlich auch so viel wie möglich an. So war unsere erste Station Zürich, und wir fanden im Internet auch eine nette Bleibe, die bezahlbar war, denn das ist in Zürich nicht unbedingt selbstverständlich.
- Lage -
Das Hotel Sonnental liegt in einem Vorort von Zürich, der Dübendorf heißt und sich direkt an der Autobahn nach Zürich befindet. So ist die Anreise recht bequem. Zu den Verbindungen sag ich später noch was.
- Anreise -
Wie immer beschreibe ich hier die Anreise von Leipzig aus und eine Strecke, die zwar etwas umständlicher, aber dafür nicht so stark befahren ist. Da fährt man also die A9 bis Dreieck Bayreuth, dann auf die A70 bis Schweinfurt, auf die A7 bis Biebelrieder Kreuz, auf die A3 bis Würzburg und dann die A81 bis Singen. Bei Schaffhausen geht es über die Grenze.
Wer Zeit hat wie wir, kann sich hier noch den Rheinfall und das Schloß ansehen - ein beeindruckendes und erfrischendes Naturschauspiel.
Von dort aus sind es noch ca. 50 km bis Zürich über die A4 und die A1 via Winterthur.
Kommt man aus dieser Richtung, kann man nördlich von Zürich die Abfahrt Dübendorf nehmen. Man fährt von der Autobahn runter, folgt den Wegweisern Richtung Fällanden, kommt in die Stadt Dübendorf hinein und fast direkt am Hotel vorbei, das auf der linken Seite liegt.
Es gibt eine Tiefgarage und Parkplätze im Hof.
- Das Haus -
Das 3 Sterne-Hotel besteht aus zwei Gebäuden: einem größeren Trakt, in dem sich die meisten Zimmer und die Rezeption befinden, und ein kleineres, in dem auch einige Zimmer sind und das dazugehörige Restaurant.
Wie der Name schon suggeriert, ist im Hotel das meiste Interieur in einem goldenen Gelb und Blau gehalten, was schon mal einen fröhlichen Eindruck macht.
Es ist ein modernes Gebäude, zweckmäßig für Geschäftsreisende.
Beide Gebäude sind durch einen überdachten Gang verbunden, so daß keiner bei Regen etwa naß werden muß, wenn er ins Restaurant gehen will.
- Rezeption -
Die befindet sich im Erdgeschoß und ist in der Regel von 7 Uhr bis 23 Uhr besetzt. Doch nach diesen Zeiten braucht man sich im Grunde nicht zu richten, denn das Hotel hat eine geniale Einrichtung für alle Nachtschwärmer. Neben dem Tresen hängt ein Schlüsselbrett. Zu jedem Zimmer gehört ein Nachtschlüssel, den man nur entnehmen kann, wenn man seinen Zimmerschlüssel in das dafür vorgesehene Schlüsselloch steckt. Und umgekehrt. Kommt man nachts zurück, öffnet man mit dem Nachtschlüssel den Eingang, steckt ihn an seinem Platz ein und bekommt so den Zimmerschlüssel. Auf diese Weise ist auch gewährleistet, daß niemand einen fremden Schlüssel nehmen kann.
Hier erledigt man also alle Anreiseformalitäten, bekommt Auskünfte zu Veranstaltungen, Verkehrsverbindungen oder Sehenswürdigkeiten sowie Tickets für die S-Bahn.
Außerdem gibt es hier im Erdgeschoß noch einen Aufenthaltsbereich mit Kamin und einen Tagungsraum.
Über einen Lift geht es dann in die 81 Zimmer, die sich über 3 Stockwerke bzw. in dem separaten Gebäude verteilen.
- Zimmer -
Auch die Zimmer sind in jenem schönen sonnigen Gelb und Blau gehalten, das mich an dem Gebäude schon so entzückt hat. Dazu korrespondiert sogar der rote Teppich, mit dem die Zimmer ausgelegt sind.
Die Einrichtung ist angenehm, praktisch und zweckmäßig. Neben dem Doppelbett gibt es einen Schreibtisch, Fernseher, Telefon, Radiowecker, eine abschließbare Minibar sowie zwei Sessel und einen Tisch.
Die Beleuchtung ist angenehm und von jedem Platz aus schaltbar.
Da das Hotel quer und etwas versetzt zur Straße liegt, sind die Geräusche der Umgebung gut zu ertragen. Wer da empfindlich ist, sollte sich Zimmer am Ende des Hauses geben lassen. Lediglich Flugzeuge vom nahegelegenen Flughafen Zürich hört man gelegentlich, aber auch in erträglicher Lautstärke.
Das Bad ist klein, aber ebenfalls praktisch eingerichtet. Es gibt eine Toilette, ein Waschbecken, genügend Ablagefläche und eine Wanne, in der man duschen kann, da sie mittels Duschvorhang vom Raum getrennt ist. Auch hier sind sogar die Farben stimmig zum Ambiente des Hotels.
Ein Fön ist ebenso vorhanden wie die obligatorischen Seifen- und Duschbadspender.
Ein Indiz für ein gutes Hotel sind immer auch die Handtücher. Die hier waren blütenweiß und sogar schön weich.
- Frühstück -
Frühstück gibt es von 6.30 bis 10 Uhr im Restaurant, d. h. im gegenüberliegenden Gebäude.
Das Restaurant ist vom Ambiente wirklich zauberhaft und erinnert ein wenig an eine spanische Hazienda. Alles ist wieder in Gelb gehalten; überall sind getöpferte Dekorationen zu finden.
Das Frühstück ist für ein 3 Sterne-Hotel durchaus akzeptabel, wenn auch nicht sehr einfalls- oder abwechslungsreich. Hier findet man trotzdem im Grunde alles, was man für einen Start in den Tag braucht: herzhaftes und süßes Brot, Müsli, Wurst und Käse, Konfitüren und Honig, Milch und Joghurt, Obst und natürlich Kaffee und diverse Teesorten.
Leider haben wir in der Zeit nicht im Hotel gegessen, also kann ich nichts dazu sagen, wie die Küche sonst so ist.
Es gibt einen schönen Biergarten direkt hinter dem Restaurant, der aber einen entscheidenden Nachteil hat: er liegt unmittelbar in einer Kreuzung der beiden Hauptstraßen im Industriegebiet und ist damit wohl eher nicht gerade gemütlich.
- Umgebung/ Sehenswertes -
Interessant ist dieses Hotel natürlich für alle Touristen, die sich Zürich anschauen wollen und ihr Geld lieber in Süßigkeiten oder andere Luxusartikel stecken wollen als in eine Hotelrechnung.
Vom Hotel bis zur S-Bahn sind es etwa 8 Minuten zu Fuß. Dort kann man entweder drei verschiedene S-Bahnen oder die Straßenbahn nach Zürich Hauptbahnhof nehmen. Die S-Bahn braucht ca. 10 Minuten bis in die Stadt, die Straßenbahn ca. 20 Minuten.
Wenn man die Stadt erkunden will, lohnt sich ein 24-Stunden-Ticket zu 15 Franken, für Leute, die länger da sind, sogar ein 72 Stundenticket zu 30 Franken. Inbegriffen sind jeweils die Fahrten mit sämtlichen Verkehrsmitteln der Stadt (Bahn, Tram, Schiff), Ermäßigungen oder freier Eintritt in diverse Museen und sogar eine Rundfahrt auf dem Zürichsee oder der Limmat (Fluß durch Zürich).
Man kann eine Menge zu Fuß unternehmen, da die Stadt ein kompaktes Zentrum auf beiden Seiten der Limmat hat.
Was lohnt sich? Auf jeden Fall die Bahnhofstraße, die Nobelmeile für alle Shoppingwütigen, ein Besuch beim Konditor Sprüngli, wo man sich unbedingt ein paar Luxemburgerli (ein furchtbar leckeres Gebäck in verschiedenen Geschmacksrichtungen) leisten sollte, ein Bummel an der Limmat entlang, wo man wunderschöne Höfe mit Brunnen und tollen Ausblicken über die Stadt findet. Auch eine Fahrt mit der Polybahn, einer historischen Zahnradbahn, bis hinauf zur ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) lohnt sich, von wo man einen phantastischen Blick über Zürich hat.
- Preise -
Mein Schatz hat das Hotel bei hrs.de gebucht und da wurde das Doppelzimmer mit 110 Euro veranschlagt, was für die Lage und die Saison ein akzeptabler Preis ist. Die Preise bewegen sich sonst bei CHF 88 bis CHF 130 für ein Einzelzimmer, CHF 111 bis CHF 200 für das Doppelzimmer und CHF 180 bis CHF 220 für das Deluxe-Zimmer.
- Homepage -
Unter der Homepage http://www.hotelsonnental .ch kann man sich einen guten Einblick in die Gegebenheiten des Hotels verschaffen. Die Site ist sehr übersichtlich und dezent gestaltet.
Auch Online-Reservierungen sind möglich.
- Daten -
Öffnungszeiten: Mo - Fr. 07.30 bis 24.00 Uhr, Sa. 08.00 bis 24.00 Uhr, So. 08.00 bis 22.00 Uhr
- Meine Meinung -
Ein wirklich gepflegtes und bezahlbares Hotel in verkehrsgünstiger Lage zu Zürich, das sowohl für den kurzen, aber auch für einen ausgedehnten Urlaub in dieser zauberhaften, aber teuren Stadt geeignet ist.
Auf jeden Fall empfehlenswert.
Sonnental8
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Ausblick
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Vielfalt gastron. Einrichtungen
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Pool & Außenanlagen
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Essen und Trinken
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Vielfalt des Speisenangebots
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Qualität des Speiseangebots
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Arrangement der Speisen
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Getränkeangebot
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Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
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Bedienung/ Service
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Lage und Umgebung
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Landschaft/ Umgebung
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Verkehrsanbindung
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Einkaufsmöglichkeiten
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)