Bewertung von Philea im Detail
Es gibt wohl kaum einen schöneren Spaziergang in und um Düsseldorf, als dem Lauf des Himmelgeister Rheinbogens zu folgen. Mit den zahlreichen Kopfweiden, den durch Hecken und Baumreihen gegliederten Wiesen, Äckern und Deichen bietet die niederrheinische Landschaft wunderschöne Blickwinkel in freier Natur und die beste Therapie zur Stress- und Problembewältigung. Hier kommt man auf andere Gedanken, atmet tief durch und entdeckt weite Freiräume und neue Perspektiven. go for it!
Interessantes Detail in Himmelgeist sind die Auen, jene Grünzonen, die bei Hochwasser überschwemmt werden, wertvolle Zonen mit ihrer Artenvielfalt. Hier gibt es regelmäßige Überflutungen, denn der Rhein kann sich ausdehnen, der Deich liegt weit entfernt vom Fluss. Genau auf diesem Deich kann man einen Teil des Spazierganges zurücklegen, für Kinder und Hunde ist das ein ganz besonderes Vergnügen, denn dann sind die Kleinen ganz groß.
Der Rhein floss noch im Mittelalter an genau jener Stelle, wo heute der Deich verläuft. Durch Uferbefestigungen wurde er in Laufe der Jahrhunderte in seinem Bett festgelegt. Obwohl der Rheinbogen dem Rhein folgt, bekommt man den Fluss beim Spaziergang nicht zu sehen, man kann ihn nur ahnen.
Übrigens können die Tier und Pflanzen der Auen mit den Überschwemmungen gut leben. Überhaupt ist der Rheinbogen, der zum großen Teil unter Naturschutz steht, ein Fest für Flora und Fauna. Hier blüht es von Frühling bis Herbst, zu sehen sind Flockenblume, Wiesensalbei und Ackerwitwenblume, von Juni bis Oktober blüht die Glockenblume, ab September die Herbstzeitlose. Und Schmetterlinge gibt es hier auch noch zu entdecken, zumindest das Tagpfauenauge dürfte dem ein oder anderen noch bekannt sein. In den Baumhöhlen der alten Kopfeiden brüten Steinkäuze. Im Frühjahr und Sommer grasen die Kühe auf den Weiden. Und der Bogen wird auch von Reitern gerne frequentiert.
Vor dem Gut Meierhof stehen die beiden beeindruckenden und malerischen Libanonzedern, die um das Jahr 1740 gepflanzt wurden, und die bis zu 1000 Jahre alt werden können - da haben sie ja in Himmelgeist hoffentlich noch ein lange Zukunft vor sich.
Ein besonderes Highlight ist die alte Himmelgeister Kastanie, die eine eigene Website hat (www.himmelgeister-kastan ie.de), daneben steht das markante Trafohäuschen. Die Kastanie wurde 2006 vor der Säge gerettet, ist ein Symbol für den Naturschutz und der Baumgeist Jüchtwind hat sogar eine eigene Postanschrift mit Briefkasten. Wer dem Geist einen Brief schreibt und 45 Cent beifügt, bekommt sogar eine Karte als Antwort zurück.
Also: Wer in dieser Ecke lebt und sie noch nicht kennt - nichts wie hin!
Himmelgeister Rheinbogen10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Erholungswert
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Einzigartigkeit
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Der Weg zum idyllischen Spaziergang:
Mit dem Auto fährt man die Hauptstraße durch Düsseldorf-Himmelgeist immer geradeaus durch - bis zum Ende auf der abknickenden Vorfahrtstraße rechts abbiegen, hier ist ein Schild "Schloss Mickeln", man biege nach rechts ab und dann die nächste Möglichkeit nach links rein in den Kölner Weg, das Parkplatzschild weist den Weg.
Mit der Bahn Linie 707 in Richtung Universität, Umsteigen am S-Bahnhof-Düsseldorf-Bilk in die Buslinie 835 in Richtung Düsseldorf-Reisholz. Nach rund 15 Minuten an der Haltestelle Alt-Himmelgeist aussteigen. In Fahrtrichtung des Busses ca. 20 Meter geradeaus gehen, an der nächsten Strasse rechts abbiegen, und dann die nächste links rein, in den Kölner Weg.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz vom Kölner Weg aus. Dort kann man entweder nach links Richtung Gut Meierhof aufbrechen oder man geht nach rechts und biegt in die Allee ein. Von da an geht es immer dem Weg nach und man landet nach rund 6,5 Kilometern wieder am Parkplatz, egal welche Seite man wählt.
Ist übrigens auch ein Lauftreff. Wer es sich leisten kann, geht hier unter der Woche spazieren, am Wochenende und an Feiertagen ist hier ein Massenauflauf an Walkern, Joggern und Radfahrern. Weniger empfehlenswert.
Gleich um die Ecke liegt Schloss Mickeln, dazu habe ich an anderen Stelle auf trivago ein paar Worte verloren.
Das Naturschutzgebiet bedingt es, dass man Hunde hier anleinen soll, das nur nebenbei bemerkt, auch wenn es die wenigsten Hundehalter auch tatsächlich tun. Gehen wir mal davon aus, dass das die braven Exemplare ohne Jagd- und Stöbertrieb sind.