Bewertung von angelus im Detail
angelus
Diessen am Ammersee, Deutschland87%
Einer der ältesten und Traditions- und Geschichts- umwitterten Namen des alten Kulturlandes an Rhein und Ruhr ist der des Haus Hugenpoet. Etwas abseits der Landstraße, südlich Kettwig, finden wir diese größte architektonische Kostbarkeit des Ruhrtales. Schon als Kind zog es mich immer Richtung Kettwig, zum Chattenturm und zu Haus Hugenpoet.
Äußerlich ist es ein schöner großer Park mit einem herrlichen Bestand en gepflegten Bäumen und Sträuchern, britisch gepflegtem kurz geschorenem Rasen und wohl geordneten Blumenrabatten mit einem mehr bunt blühender Pflanzen darinnen.
Inmitten dieser Parkschönheit das traditionsreiche Wasserschloss, in der heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert, hier konnten Besucher schon immer eine Atmosphäre gehobener Gastlichkeit erwarten und sich richtig erholen in dieser landschaftlich reizvollen, ja idyllischen Umgebung.
Das stattliche Schloss besteht aus dem Haupt-Herrenhaus, umgeben von der inneren und äußeren Vorburg, die rechtwinklig aufeinander stoßen und durch Wassergräben getrennt sind.
Doch in diesem Haus steckt erheblich mehr an Geschichte.
Also entsprechend kurz einiges dazu:
Angefangen hat alles mit einer Huge, das kommt nicht von huge im englischen, und auch nicht von den französischen Hugenotten, das kommt von dem altdeutschen Wort Huge, das ein anderer Begriff war für das Wort Kröte. Gleichzeitig hieß die Nachsilbe poet nicht Pfote oder Pote, sondern kommt von dem anderen altdeutschen Begriff Pfuhl, Pfütze oder Pütt (was auch zum Begriff für den Bergbau unter Tage wurde).
Also ließe sich Hugenpoth übersetzen mit Kröten-Pfütze oder Krötenpfuhl. Dies war auch der Name des ersten dort erbauten Wasserschlosses, Graben umwehrt. Schon 778 wird es schriftlich als einer der Königshöfe Karls des Grossen erwähnt.
Im Laufe der Jahrhunderte verfiel das Schloss, neue Schlossherren kamen, so die Herren von Nesselrode, mittelalterliche Raubritter, die neu Bauten, und infolge ihrer Raubzüge auch das Schloss 1478 im Rahmen einer Fehde wieder erstürmt und abgebrannt bekamen, nur Teile blieben als Ruine bis 1756 stehen, dem Teil der Anlage, den wir Laurushaus nennen, im Garten gelegen. Auch das einige Meter weiter 1509 errichtete neue Schloss wurde im 30jährigen Kriege stark beschädigt, so dass der Johann-Wilhelm von Nesselrode-Hugenpoet es abreißen und 1647 in der Form des heutigen Schlosses erneut und endgültig neu errichten ließ.
Die Familie verarmte und 1831 gelangte das Haus an die mächtige Familie von Fürstenberg, die das Schloss weiter ausbaute. 1879 verlegte die Familie, die aus Borbeck kam, wo ihr dortiges Schloss von der Industrialisierung bedrängt wurde ihren Hauptwohnsitz nach Hugenpoeth.
Besonders hervor zu heben ist gediegene Innenausstattung des Hauses. Das prächtige, massive Treppenhaus aus feinstem schwarzem Marmor, die ursprünglich aus Schloss Horst, dem Stammsitz der Fürstenbergs stammenden Kamine erheischen unsere besondere Beachtung, sie sind aus dem 16. Jahrhundert und aus Baumberger Sandstein, sie gelten als die von Aufbau und Ausführung her glänzendsten Werke der niederländischen Schule der Spätrenaissance im Rheinland und in Westfalen.
Die neuere Geschichte übersteht das Schloss relativ gut, nach dem Kriege dient es als Heimat für das berühmte Folkwang-Museum (Kunstmuseum) der nahen Stadt Essen. Als diese 1954 in seine Gebäude zurückkehren kann ist das Schloss für eine neue Aufgabe frei:
Fest stand, dass der Familie von Fürstenberg für eine eigene wohnliche Nutzung das Gebäude bei allen Kosten doch etwas zu teuer kam, so suchte man eine neue Verwendung und fand sie 1955 gemeinsam mit Kurz Neumann als Pächter der auf eigene Kosten alles renovierte und umbaute:
Hugenpoet wurde Schlosshotel, nach dem Tod des Vaters führte Sohn Jürgen ab 1964 das Hotel weiter, 1975 trat das Haus der Vereinigung der großen, romantischen Schlosshotels, Chateaux & Relais bei, der hervorragende Ruf des Schlosses auf gastronomischen Gebiet baute sich auf und aus, so dass es heute als eines der schönsten und besten in ganz Deutschland gilt. 1995 stiegt der heutige Chef des Hauses, Michael Lübbert ein, Sohn einer bekannten Hoteliersfamilie, das Haus wurde weiter erweitert, so dass jetzt insgesamt 25 Zimmer und Suiten verschiedener Größen und Ausstattungen zur Verfügung stehen.
Mit EZ/Bad/WC/ÜF 180 €, DZ/Bad/WC/ÜF 215 €, Zusatzbett/ÜF 50 €, Junior-Suite 325 € und Turm-Suite 450 € sind die Preise für die heutige Zeit eher bescheiden zu nennen. Hunde (10 €) und Autos (Garage 15 €) sind übrigens gern gesehen,
Auch im neuen Jahrtausend herrscht hier weiter der gute Geist der vergangenen Jahrhunderte, so sagt man, dass sich mit dem Schritt über die Schwelle für den Gast auf Schloss Hugenporth ein Wechsel vollzieht, ein Gefühl ganz eigener Art kommt auf, er nimmt das Ambiente gepaart aus Tradition und Charme in sich auf und wird offen für das wohltuende gemütliche genießen des ihn gebotenen, - hier bleibt die Hektik der heutigen Welt noch draußen, vor den Toren, jenseits des Burggrabens. So lautet das heutige Motto des Hauses auch Traditionen respektieren, für Neues offen sein, z.B. auch für ein Tennis-Match mit dem Schlossherrn auf dem hauseigenen Court oder einem Besuch auf dem nahen Golfplatz in Oefte, fünf Kilometer weiter, oder eben nur einem weiteren Spaziergang durch den wunderbaren Schlosspark, um noch einmal die Lungen so richtig saubere Luft tanken zu lassen.
Oder wir sehen uns bei einem Glas guten Rotweins in der Schlossgaststätte, was auch nicht zu erachten ist, generell ist die Küche gut, gehoben und preislich, für Kunden mit ausreichendem Geldbeutel, erträglich.
Kurz, was soll ich Euch vorschwärmen, -
wer die Zeit und das Geld hat sich solch einen Schlossaufenthalt leisten zu können, der kann sich auch online anmelden, -
denn dem rate ich sich solch einen Tag oder ein Wochenende einmal in aller Ruhe zu Gemüte zu führen, es wird voll auf seine Kosten kommen und sich so richtig rund herum dort wohl fühlen, -
wem so etwas nicht liegt und wer sich das nicht leisten kann, der sollte auf der Landstraße vor dem Hause getrost vorbeifahren.
Schloss Hugenpoet10
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Bett-/ Matratze
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Zimmer für ein altes Schloß relativ groß, sehr sauber und gepflegt, gut ausgestattet, ausgezeichnet unterhalten und ständig gut in Schuß gebracht, etwas antiquierteres Schloß-Stil, Betten gelten als ganz ordentlich, tagsüber Zimmerservice.
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Hoteleinrichtungen
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Publikum/ Gäste
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Business-Ausstattung
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Hotelbar
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Atmosphäre eines alten, recht ordentlichen Schlosses, einer Wasserburg mit Zugbrücke, oder dem was davon übrig geblieben ist, das Hotel lebt von den gehobenen Geschäftskunden, daher kein Wunder, dass der Service rund um klappt wie aus dem eff eff, gut zahlende Geschäftskunden lieben das, so auch eine gemütliche Bar zum sitzen und angenehme Tische für gesellige Runden.
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Essen und Trinken
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Gutes, umfangreiches Angebot, manches was gut und teuer ist, geschmackvoll dargeboten, rheinische Burg bleibt, auch als Hotel rheinische Burg. Und den Besuchern gut zu dienen hat man im Laufe der Jahrhunderte auch nicht verlernt, im gegenteil denke man ist eher noch schneller geworden.
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Lage und Umgebung
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Verkehrsanbindung
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)
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Sportmöglichkeiten
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Verkehrsanbindung unweit Essen und mehrerer Autobahnen, eben wirklich zentral im Ruhrgebiet, zwischen Rhein und Ruhr, ehester Sport hier wohl das wandern durch den schönen, großen, sehr gepflegten Park, ein Ort der inneren Tagungs- Ruhe und Einkehr sowie Konzentration, also örtlich nix Nachtleben, nur Ruhe, Schlaf und topp Betten.