Bewertung von Kayah im Detail
Kayah
Erkrath, Deutschland99%
Unser Schiff legte in Esztergom an. Die 30 000-Einwohner-Stadt liegt direkt am bekannten Donauknie, d.h. hier macht die Donau fast einen rechtwinkligen Knick.
Das Wahrzeichen der Stadt und das meist besuchtes Ausflugsziel ist die Kathedrale von Esztergom, auch Basilika von Esztergom genannt.
Die Kirche fällt in der Stadt auf, da sie erhaben auf dem Burgberg steht und von vielen Punkten der Stadt sichtbar ist. Mein Mann und ich haben sie schon von weitem gesehen, als wir uns per Schiff Esztergom näherten. Sie ist 100m hoch , 117m lang und 47m breit und damit die größte Kirche Ungarns und eine der größten in Europa.
Die Kathedrale wurde von 1822 bis 1869 erbaut. Der Stil ist neoklassizistisch. Am Eingang befinden sich Säulen wie sie früher in der Antike an Tempeln üblich war. An der Vorhalle befinden sich 22 korinthische Säulen. Das Gebäude hat eine große Hauptkuppel und zwei kleinere Kuppel.
Die Kathedrale ist Sitz des Bischofs und der katholischen Kirche in Ungarn. Der Bau ist für eine katholische Kirche etwas ungewöhnlicher und sie sieht auf dem ersten Blick "orthodox" aus.
Vom Anlegehafen bis zur Kathedrale dauerte es mit dem Bus nur knapp 10 Minuten.
Über einen kleinen Weg, der über eine Wiese führt, kommt man zum Eingang. Hier gibt es viele Pflanzen, und Bäume und da wir im Sommer dort waren, grünte alles.
Links hat man schon einen tollen Ausblick über die Stadt Esztergom.
Der Eingang ist links, etwas versteckt. In der Haupthalle sieht man deutlich die riesigen Ausmaße. Die Innenhöhe beträgt bis zu 68m. Ich finde sie von innen viel schöner als von außen. Auffällig ist der grau-rote Stuckmarmor an den Wänden. Gerade die graue Farbe lässt den Raum kühler wirken. An den Wänden und Decken gibt es Malereien, an den Wänden zusätzlich noch Skulpturen. Das Innere der Kuppel ist weiß mit vielen goldenen Verzierungen. Bis auf den Altar, die Orgel und die Sitzbänke wirkt sie nicht "katholisch". An der Wand hinter dem Altar befindet sich ein riesiges Gemälde. Man sagt, es sei das größte gemalte Gemälde auf einer Leinwand.
In der Kathedrale eingebaut ist die Bakócz-Kapelle, die deutliche älteren Datums ist. Sie ist vom Eingang aus auf der linken Seite und man erreicht sie direkt von der Haupthalle. Sie ist im Renaissance-Stil und wurde 1506/07 erbaut und ist damit über 300 Jahre älter als der Rest. Die verzierten Wände sind aus rotem Marmor.
Unter der Basilika gibt es eine Krypta im ägyptischen Stil. Hier sieht man viele Grabsteine, die sehr kunstvoll gemeißelt wurden. Viele Bischöfe sind hier begraben, wie z. B. der Märtyrer Kardinal Jósef Mindszenty (1892-1975). Die Krypta ist daher auch eine Pilgerstätte geworden. Als wir da waren, war zum Glück nicht viel los und wir waren ziemlich alleine dort. Es war dunkel, muffig und unheimlich.
In der ersten Etage gibt es die "Schatzkammer", in der die umfangreichste Sammlung der ungarischen Kirchenkunst ausgestellt wird, wie kunstvoll verzierte goldene Kreuze, die mit Edelsteinen besetzt sind, wertvolle Kleidungsstücke der Bischöfe und vieles mehr. Insgesamt kann man sich über 400 Ausstellungsstücke ansehen. Für die Schatzkammer muss man Eintritt bezahlen, Wir zahlten pro Person umgerechnet ca. 6 €, was ich OK fand. Der Eintritt zur Kathedrale an sich ist kostenlos.
Wer möchte, kann noch für knapp 1,40 € pro Person auf die Kuppel steigen. Wir haben es nicht gemacht, weil wir uns noch draußen umsehen wollten.
Hinter der Kathedrale hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die Donau und auf Esztergom. Da unser Schiff von Esztergom schon einmal nach Visegrád weiterfuhr, hatten wir die Möglichkeit, unser Schiff von oben bei Fahrt zu fotografieren.
Uns hat die Kathedrale beeindruckt. Nicht nur durch ihre Ausmaße, sondern auch durch ihren Stil, da sie außergewöhnlich für ein katholisches Gotteshaus ist.
Esztergom Basilika10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Atmosphäre
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Architektur