Bewertung von elfenblume im Detail
elfenblume(55)
Deutschland97%
Der kleine Ort ist mit den Pilgerströmen und Touristenbussen völlig überlastet.An den Strassenrändern parken Autos,die Busse können nicht durchfahren.Polizisten versuchen das Chaos eingermassen zu ordnen-überraschenderweis e waren keine Opfer zu beklagen.
Mit Schrammen und abgebrochenen Spiegeln ist allerdings zu rechnen.
Warum nach Fatima?
Fatima ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal.Fatima ist sozusagen das "Mekka "der Portugiesen.Jeder muss einmal dort gewesen sein.Aber nicht nur die Einheimischen,auch in deutschen Reisekatalogen werden Pilgerreisen nach Fatima angeboten.Jedes
Jahr pilgern hunderttausende zu der Rosenkranzbasilika mit dem 65 m hohen Turm.
Was passierte in Fatima?
Am 13.Mai 1917 hatten drei Hirtenkinder hier eine Erscheinung.In einem gleissenden Licht ermahnte eine weissgekleidete Frau die drei Kinder immer fleissig den Rosenkranz zu beten.
Die Erscheinung wiederholte sich bis zum 13.Oktober noch fünf Mal,
hierzu versammelten sich 70000 Menschen
Im Jahre 1919 wurde an dieser Stelle eine Kirche gebaut.
Im Jahre 1982 unternahm Papst Johannes Paul II eine Wallfahrt nach Fatima.
Er dankte in seinen Gebeten für seine Genesung nach dem Attentat.
Wer kriegt Platzangst?
Wir reihten uns in den Strom von Menschen ein ,die durch die nicht gerade breiten Eingänge drängten. An diesem sonnigen Sonntag war anscheinend ganz Portugal auf den Beinen. Wir standen auf dem 150000qm. grossen Platz Vor uns lag die Kirche,
die man eigentlich nur mit einem Fernglas genau sehen konnte.Links konnte man mehrere kleine Kapellen und jede Menge Verkaufsstände , die von Menschenmassen belagert waren,kaum erkennen.Es roch nach Kerzenwachs und Weihrauch.
Der Platz ist asphaltiert,nur ein ca.1m. breiter Streifen besteht aus polierten Fliesen.Auf diesem Weg rutschten viele alte aber auch junge Menschen auf ihren Knien in Richtung
Kirche.
Wieviel Menschen passen in eine Kirche?
Nachdem uns unserer Reiseleiter Nuno eine kurze Erklärung der Geschichte Fatimas gegeben hatte gingen wir in die neue, gerade fertiggestellte Kirche.
,Durch ein fürchterliches Gedrängel gelangten wir in einen 15000 Menschen fassenden Saal.Der Altar ist schlicht,einziger Schmuck ist ein grosses Kreuz-alles ist supermodern.Man konnte nur mit dem Menschenstrom laufen-zurück ging es nicht-stehenbleiben auch nicht.
Vor den Toren achteten die Ordner darauf,dass alles in Bewegung blieb. Über eine grosse" Rampe" -man fühlte sich wirklich wie in einer Viehherde- gingen wir in den Untergrund.Die komplette Kirche und ein grosser Teil des Platzes ist sozusagen "unterkellert"H ier befinden sich Andachts-und Versammlungsräume in jeder Grösse.
Wir haben nur mal kurz hinein geschaut-irgendwie bekam jeder Platzangst-nur raus hier!!
Auf dem Platz steht eine Statue von Johannes Paul II..Die Statue wurde angefertigt als er schon von seiner Krankheit gebeugt war.Sie steht nicht etwa auf einem Sockel-einfach
auf den Platz gestellt und offensichtlich in Lebensgrösse.Viele Menschen standen und knieten hier,küssten die Hände und beteten.Es ist wirklich anrührend zu erleben,wie Menschen im Rollstuhl oder sonstigen Gebrechen hier für ein Wunder beten. Wir wollten noch ein Foto machen-unmöglich -die Skulptur auch nur für einen Moment ohne eine Menschentraube zu erwischen.
Unser Nuno fragte die Gruppe:"Wieviel Zeit möchten Sie hier für weitere Besichtigungen haben?
"Bloss weg hier"das war einstimmung.Alle 8 Mitglieder der Gruppe fühlten sich in dieser Menschenmenge unwohl..Wir haben uns geeinigt,dass wir uns in 20 Minuten am
Haupteingang treffen
.Wenigstens ein Foto der Kirche und ein Blick ins Innere..Es war nicht möglich.Die Kirche war zum Bersten voll.Ein Blick vom Eingang auf den Altar----mehr war nicht möglich.Auch das ging nur mit Einsatz der Ellenbogen-sorry.
Die Pause des Busfahrers wurde also verkürzt.Wir sind zu der Stelle gelaufen, an der er geparkt hatte.Wir hätten sonst ewig warten müssen bis er die zwei Strassen geschafft hätte .
Basílica de Nossa Senhora do Rosário de Fátima6
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Budget-Freundlichkeit
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Atmosphäre
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Architektur
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Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Fatima sicher gut zu erreichen. Mit dem eigenen Pkw ist es ein Abenteuer, denn es gibt wenig Parkplätze.Ob man es gesehen haben muss? sollte jeder für sich entscheiden. Vielleicht ist die Anlage an einem Wochentag wenig überlaufen, sonntags ist es jedenfalls stressig. Die Anlage ist schon beeindruckend, denn der Anbetungsplatz ist so gross wie der Platz in Rom. Die Atmosphäre mit Weihrauchgeruch und Kerzen, die gläubigen Menschen, die fast fanatisch in ihrer Verehrung sind, ist schon beeindruckend.