Bewertung von Gerandalf im Detail
Ja, Motel One, schaffte es - zumindest in den neuen Häusern, den Unterschied kaschiert das Unternehmen gern bis zur Unkenntlichkeit - ein anderes Flair als die übliche Budget-Rationalität aufkommen zu lassen. Das kostet im allgemeinen rund 10 Euro Aufschlag, was bei (DZ-)Preisen von 50 Euro eben schon 20 Prozent sind.
Dafür gibt es eine neumodische Schüssel auf dem Waschtisch, statt eines eingelassenen Beckens, dafür ist ein Flachbildfernseher an der Wand, statt eines üblichen in der oberen Zimmerecke. Dass der neue Bildschirm oft kaum größer ist als die früheren, aber den Nachteil eines eingeschränkten Sichtwinkels hat, fällt meist eher den männlichen als den tendenziell begeisterten weiblichen Gästen auf.
Das öfter beschriebene Spezial-Merkmal, schon beim Einchecken bezahlen zu müssen, ist erstens nichts besonderes, sondern in vielen reinen Übernachtungshotels so und hat den Vorteil, dass so beim Auschecken kein Nachteil durch plötzliche Wartezeit entstehen kann - auf dem Weg zum Flughafen womöglich eine entscheidende Sache.
Was das für unverhoffte Folgen haben kann, dazu mehr weiter unten.
Ärgerlich und als wirklicher Nachteil ist anzumerken, dass der Parkplatz nur formell nicht mit im Zimmerpreis enthalten ist, Im Frankfurt gibt es jedenfalls (im Unterschied zu den von Motel One übernommenen, alten aber Parkplatzausgestatteten Hotels etwa in Köln-West) nahezu keine Chance in irgendeiner angemessenen Entfernung zum Hotel das Auto ohne 6 Euro Tages-Gebühr (und das ist noch keineswegs ein Parkhaus) abzustellen.
Motel One Frankfurt-Airport7
Einzelbewertung
-
Zimmer
[mehr][weniger]
-
Größe
-
Sauberkeit
-
Ausstattung
-
Zustand (gut erhalten etc.)
-
Eine geglückte Verbindung zwischen Design und Nutzbarkeit.
-
Hoteleinrichtungen
[mehr][weniger]
-
Gesamtzustand
-
Rezeption/ Organisation
-
Personal (Freundlichkeit/ Service)
-
Drei Nächte buchen und sofort bezahlen, ist ja kein Problem.
Wenn dann aber am Abend des letzten Tages nach der Wiederankunft der Code nicht mehr funktioniert und man beim Nachfragen in der da immerhin noch besetzten Rezeption nach dem Grund fragen muss, warum, dann erfährt, dass man schon längst hätte fort sein müssen, nach zwei (???) Nächten, man dann sogar in Beweisnot gerät, weil die Quittung ja im Zimmer ist, in das man nicht hinein kommt und der Rezeptionist tatsächlich die Quittung bezweifelt, weil ihm sein System etwas anderes sagt und dies alles, wo man abends doch eigentlich eher müde ist, da kommt schon so etwas wie Frust auf.
-
Essen und Trinken
[mehr][weniger]
-
Lage und Umgebung
[mehr][weniger]
-
Verkehrsanbindung
-
Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
-
Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)
-
Für Autotouristen gibt es nichts zu bemängeln außer dem fast unausweichlichen Zwang, den Bezahlparkplatz (5 Euro/Tag) nutzen zu müssen. Ansonsten jotwede, wie man so sagt. In der Abgeschiedenheit des Business-Parks kann man sich wirklich ziemlich einsam fühlen.
Spannend ist immerhin der Blick in den Fluren: Dort blickt man den Gang entlang aus dem Fenster, direkt in eine Biegung der unmittelbar nahen Autobahn, wo abends der Eindruck entsteht, die Autos würden direkt auf den Gang zu fahren. Zum Glück hört man diesen verkehr im Zimmer nicht - zumindest nicht bei geschlossenem Fenster und auf der autobahnabgewandten Seite.