Galveston liegt auf Galveston Island im Süden von Texas. Der Spitzname für die Stadt am Golf von Mexiko ist Oleander City. Auf rund 120 km² leben rund 60.000 Einwohnern. Die Bezeichnung Galveston rührt von Bernardo de Gálvez y Madrid her. Er war Gouverneur in Louisiana und auf Kuba. Die ersten Ansiedlungen gehen auf 1815 zurück. 10 Jahre später wurde der Hafen errichtet, von dem aus heute auch Kreuzfahrer loslegen. Früher diente er als Haupthafen für die Texas Navy während der texanischen Revolution. Heute stehen viele der Gebäude in Galveston auf dem Register der Historic Places.
Naturkatastrophen
Galveston war aufgrund seiner Lage am Golf prädestiniert für Hurrikanes. 1900 wurde es erstmals von einem verwüstet. Damals gab es noch keine Namen für die Wirbelstürme und er wird daher als Hurrikan of 1900 bezeichnet. Dieser traf am 4.September 1900 mit einer Stufe 4 auf der Saffir-Simpson-Skala auf Land. Mit bis zu geschätzten 12.000 Todesopfer wird er als verheerendster Hurricane in der Geschichte der USA geführt. Es wurden Betonwälle errichtet und Vorkehrungsmaßnahmen getroffen. Dies hielt aber Hurrikan Ike 2008 nicht davon ab, die Stadt erneut zu verwüsten. Am 13.September um 2 Uhr nachts brach für die Bevölkerung die Hölle herein. Obwohl nur Kategorie 2, richtete er Schäden an, als ob er Kategorie 4 hätte. Die Infrastruktur war wochenlang lahmgelegt, Teile standen unter Wasser, Häuser erlitten schwere Schäden und manche Hotels haben bis heut nicht wieder eröffnet.
Reisezeit
Eine ideale Reisezeit festzulegen, ist unmöglich. Das hängt vom persönlichen Geschmack und Temperaturgefühl ab.
Galveston liegt im Einflussbereich der Subtropen mit milden Wintern und feucht-heißen Sommern. Im Winter kann es gut und gerne zwischen 10° C und 15° C haben. Schneeflocken sind hingegen äußerst ungewöhnlich. Die Sommertemperatur kratzt dann schon an der 35° Marke und das bei hoher Luftfeuchtigkeit. Der niederschlagsreichste Monat ist der September, wobei es im April am wenigsten regnet. Eine weitere Gefahr sind die Hurricanes, die meistens aber an Galveston vorbeischrammen außer in den Jahren 1900 und 2008.
Anreise
Die Anreise kann sich als ziemlich kostspielig entpuppen. Zwar verfügt Galveston über einen eigenen Municipality Airport, der

aber von keinen Fluglinien angeflogen wird und daher für die zivile Anreise belanglos sind. Kommt man aus Europa, landet man in der Regel auf dem
Houston George Bush Intercontinental Airport. Die Anfahrt dauert rund 100 Minuten und verschlingt ein Taxigeld von rund 130 US-Dollar. Billiger, wenn auch von Europa ohne weiteren Zwischenstopp kaum machbar, ist es vom
William P Hobby Airport seine Anfahrt anzutreten. Er liegt im Gegensatz zum
Houston George Bush Intercontinental Airport im Süden

der Stadt Houston. Von beiden Airports gibt es öffentliche Busse ins Stadtzentrum von Houston, für Galveston bleibt da eventuell noch der ebenso wenig preiswerte Super-Shuttle. Ist man dann am
Hafen von Galveston angekommen, kann die Kreuzfahrt beginnen. Man sollte sich aber vorher unbedingt die Stadt Galveston ansehen, da diese viel hergibt. Der Hafen verfügt über öffentliches Kais, Lagerhäuser, Verladebrücken und eine Eisenbahn. Die Cruise Terminals befinden sich auf Pier 20 und 21 und werden von Royal Caribbean und Carnival Cruises bedient. Der Hafen verfügt über einen Taxistand und liegt unmittelbar an der Altstadt.
Sehenswürdigkeiten
Eigentlich

landet man, egal ob man aus Houston kommt oder vom Hafen, gleich auf der Hauptstraße von Galveston -
The Strand, die eigentlich Avenue B heißt. Sie wurde mit seinen Nebenstraßen zum National Historic Landmark District erhoben, da er zum Großteil aus viktorianischen Häusern besteht, die Geschäfte und Restaurants beherbergen. Er gilt auch als Touristenmeile und Einkaufsstraße. Teilweise wird er vom Island Trolley durchfahren. Woher der Name - The Strand - kommt, ist umstritten. Er könnte dem Londoner Strand huldigen oder einfach aus dem Deutschen stammen, da dort auch viele deutsche Siedler ihre Heimat fanden. Seit den Schäden durch den Hurrikan Ike am 13.September 2008 musste der Strand generalsaniert werden.
Nach

einem Spaziergang nach Osten kommt man zum
Saengerfestpark. Er ist eine Grünoase am Shopping-Mekka The Strand. Dieser lädt nach dem anstrengenden Bummel am Strand zum Verweilen ein und selbst der Trolley hat dort eine eigene Station. Wer hungrig ist, kann im Yagas, bei den Fuddrockers oder im Bass einkehren. Am Wochenende herrscht hier ein buntes Markttreiben. Der deutschklingende Park, nicht die einzige Sehenswürdigkeit hier mit deutschen Wurzeln, was Graf Braunfels zu verdanken ist., ist eine Betonfläche, die mit liebevollen Grüninseln durchzogen ist, die sowohl Bäume als auch Blumen beherbergen. Viele Sitzbänke sind an ihnen anzutreffen. Regelmäßig finden dort Veranstaltungen statt.
Andererseits

kann man sich auch mit dem straßenbahnähnlichen
Trolley fortbewegen. Seit Mitte der 1960er Jahre besteht ein Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln in Galveston. Es besteht derzeit (2008) aus 6 Linien und einer Trolleylinie, die 1988 wiederbelebt wurden. Sie verläuft vom Seawall Boulevard über die 25. Straße zum historischen Stadtteil The Strand. 1995 wurde sie zum Galveston Wharf erweitert. Die Fahrten sind aber gebührenpflichtig.
Weiter

geht es zur
Postoffice Street. Dafür gibt es sogar eine selbstgeführte Tour. Sie umfasst Besuche der Ship's Mechanic Row mit dem Tremont House und des Galveston County Historical Museums auf der Market Street. Dieses bietet eine Ausstellung über den Hurrikan von 1900. Weiter geht es über die 23.Straße in die Postoffice Street, wo 25 restaurierte Gebäude zu besichtigen sind. Außerdem befinden sich dort Skulpturen und

Galerien. Erfrischungen gibt es im O'Malley's Irish Pub, Mod Coffee House, The Stork Club, Sky Bar, oder Rudy & Paco. Den Abschluss der Tour bildet das Opernhaus aus dem Jahre 1894. Man kann die ganze Stadt auch per
Segway - The Recovery Tour erkunden. Unterwegs kommt einem noch die weiße First
Presbyterian Church unter. Sie wurde 1843 vollendet. Die Kirche verfügt über Türme und ist im Inneren durch Gastgeschenke weiter geschmückt. Von den zehn Buntglasfenstern sind drei aus Tiffanyglas. Das Kirchgebäude überlebte auch das Feuer von 1885 und den Hurricane von 1900, musste aber nach dem Hurricane Ike 2008 renoviert werden.
Daneben

liegt die
Heilige Marien Kathedrale. Sie war die erste, die in Texas errichtet wurde und wird daher auch die Mutterkirche von Texas genannt. 1847 wurde der Kirchenbau vollendet, 1873 kam ein Kreuz hinzu und 1878 wurde die Gottesmutter als Staute auf den Kirchturm hinzugefügt. Die Kathedrale hat zwei Zwillingstürme und einen kleinen an der Rückfront. 2008 wurde das Gebäude durch den Hurrikan Ike so schwer beschädigt, dass sie erst ab 2010 wieder der Gemeinde zur Verfügung steht.
In

unmittelbarer Nähe der nächste klerikale Bau. Die
Trinity Episcopal Church wurde 1841 gegründet. Sie wurde im gotischen Stil errichtet, verfügt über einen eckigen Kirchturm und einen Kirchhof. Die Kirche hat den Hurrican von 1900 überstanden. 1926 wurde die Kirche angehoben und das Kirchinnere mit 20 Buntglasfenstern versehen. Das große Fenster über dem Altar stellt Jesus Christus als Beschützer dar. Die Kirchenorgel von 1989 hat 4086 Pfeifen. Vom Äußeren her könnte die Kirche in Schottland stehen. Ihr Vorhof mit den Arkaden ist besonders sehenswert.
Langsam

baumelt man dann wieder Richtung Hafen zurück. Das
Fisherman's Wharf liegt am Pier, direkt gegenüber vom Historic Strand District. Das Restaurant bietet Fischspezialitäten, die auch auf der Gästeterrasse mit Meerblick eingenommen werden können. Weitere Spezialitäten umfassen Hühnergerichte, Pasta und Steakgerichte. Alles dort hat täglich geöffnet und man hat einen ungetrübten Blick auf die ein- und auslaufenden Schiffe.
Mit

gestärktem Magen kann man jetzt weitere dort befindliche Sehenswürdigkeiten in Angriff nehmen. Das Texas Seaport Museum in Galveston bietet das
Segelschiff Elissa aus dem Jahre 1877 als zentrales Ausstellungsstück. Man kann die Decks des 45 Meter langen Schiffes erkunden und im dazugehörigen Kinosaal Einzelheiten der Rettung vor dem Schifffriedhof und ihrer Restaurierung ansehen. Das Museum erzählt auch die Geschichte der Einwanderung und des Seehandels. In dem täglich geöffneten Museum werden auch Führungen angeboten.
Einmalig

zu Texas passend und gleich daneben ist das
Ocean Star Offshore Drilling Rig and Museum. Es liegt am Pier 19. Die Besucher sind willkommen, sowohl das Museum als auch die Bohrinsel zu besuchen und Videos über Offshore Bohrungen zu verfolgen. Das Museum stellt auf drei Ebenen Modelle und interaktive Installationen über die Öl- und Gasförderung vor der Küste aus. Die Bohrinsel selbst wird über einen Skywalk betreten. Für Fans von George Bush oder Leute, die sich über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko schlau machen wollen, sicher die richtige Wahl.
Genau

auf der anderen Hafenseite ist der
Seawolf Park. Dort befindet sich ein dreistöckiger Pavillon, mit der USS Cavalla, einem U-Boot sowie der USS Stewart, einer Zerstörereskorte. Der Park wurde an der Stelle einer Einwanderungsstation errichtet- Der Park trägt den Namen des verlorenen U-Boots USS Seawolf. Der Eintritt ist kostenpflichtig. Die Öffnungszeiten sind ganzjährig von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang festgelegt. Ein Taxi ist bei der Besichtigung von Nöten.
Unterkünfte
Ein Traum

auf der Mechanic's Row ist
The Tremont House - a Wyndham Historic Hotel. es handelt sich hierbei um ein Designerhotel, vor dem auch Kutschen haltmachen. Die Zimmer haben ein komplettes Bad sowie unter anderem Fernseher mit Kabel-TV, einen CD-Spieler, Highspeed-Internet, einen Kaffee- / Teekocher, einen Schreibtisch, Telefon, Ventilator und W-LAN im Zimmer sowie einen Zimmersafe. Sonst bietet das Tremont auch ein Business Center, ein Café, einen Fitnessraum, eine Hotelbar, ein Restaurant, Tagungsräume eine Terrasse sowie Wäschereiservice und Zimmerservice.