Bewertung von zuckerl im Detail
zuckerl
Bad Tölz, Deutschland95%
- Erreichbarkeit -
Die Burg befindet sich zwischen Farchant und Garmisch-Partenkirchen. Wir mussten erst an einer Tankstelle in Farchant fragen, wie man zu der Burg kommt, da wir kein Hinweisschild fanden und auch von der Straße aus keine Burg zu sehen war. Nach einer detaillierten Erklärung fuhren wir dann wieder zurück nach Garmisch-Partenkirchen und bogen rechts Richtung Pflegersee ab. Es ging einen Berg hinauf und wir sahen Hinweisschilder mit Wanderwegen, als wir ein Hinweisschild zur Burg Werdenfels entdeckten, hielten wir an und stellten unser Auto ab. Es war Januar und auch ein wenig kalt, aber wir hatten alle gutes Schuhwerk an. Dieser Ausflug zur Burgruine war eigentlich nicht geplant, sondern wir entschieden uns spontan dazu, da wir sowieso gerade an dem Tag in Garmisch unterwegs waren.
Wir folgten also den Hinweisschildern, es ging ein Stück geradeaus, dann ein kurzes Stück bergab um dann ein langes Stück bergauf zu laufen. Wir liefen eine gute halbe Stunde und dachten schon wir müssten wieder umkehren, da es später Nachmittag war und es aussah, als ob es gleich zu regnen beginnt. Dann kamen wir an einem schönen Landhaus vorbei und gleich daneben sahen wir die Burgruine.
- Budget-Freundlichkeit -
Die Burgruine ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Es stehen ja auch nur noch Reste von dieser Burg.
- Zustand -
Ihr Zustand ist schlecht, da sie im Mittelalter als Steinbruch missbraucht wurde und nur noch Ruinen von der Burg übrig sind. Man kann heute nur noch erahnen wie sie einst aussah.
- Historische Bedeutung -
Man vermutet, dass diese Burg um 1230 erbaut wurde, von wem ist jedoch unbekannt. Ab dem Jahr 1249 befand sie sich im Eigentum des Hochstifts Freising und wurde als Pflegamts- und Gerichtssitz genutzt. Ab dem 15. Jahrhundert waren die Freisinger jedoch knapp bei Kasse und mussten die Burg verpfänden. Man kümmerte sich wohl kaum noch um das Erscheinungsbild der Burg und 1632 wurde der Pflegsitz auf die Wang verlegt. Die Burg war sich selbst überlassen und wurde ab 1676 als Steinbruch genutzt. Seit dem Jahre 1822 befindet sich die Burgruine im Privatbesitz und im 20. Jahrhundert begann man Teile der Burg zu rekonstruieren und sanieren.
Nach dieser Burg wurde das Werdenfelser Land benannt, zu dem Garmisch-Partenkirchen zählt.
- Muss man gesehen/ gemacht haben -
Bei der Burg angekommen betrachteten wir die Ruinen von außen und gingen in die einstige Burg hinein. Viel sieht man hier nicht mehr und ich konnte mir nur schwer vorstellen, wie sie einst ausgesehen haben muss. Ihre Mauern sind aber recht dick und sie soll ja auch eine der wehrhaftesten Festungen im Oberland gewesen sein. Durch ein Fenster bzw. von der Burg aus hat man einen sagenhaft wunderschönen Blick auf Farchant. Wir mussten aufpassen wo wir hintraten, es lag noch ein wenig Schnee und teilweise war es matschig gewesen, aber mit gutem Schuhwerk ist man hier auf der sicheren Seite.
Der Weg hat sich für uns gelohnt und wir werden uns die Burg im Sommer noch einmal ansehen wenn das Wetter schöner ist. Es ist auf jeden Fall ein schöner Ausflug dorthin und man hat zudem von der Burg aus einen sehr schönen Blick auf Farchant und die umliegenden Berge. Viel sieht man jedoch nicht mehr von dieser Burg.
Burgruine Werdenfels7
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Zustand
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Historische Bedeutung