Gengenbach – Diese kleine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg zieht seit Jahren Besucher aus der ganzen Welt an. Hauptmagneten sind hierbei die historische Altstadt mit dem in der Weihnachtszeit größten Adventskalender der Welt und die zahlreichen Wandergebiete, welche die Schwarzwaldgemeinde umgeben. Zu Gengenbach gehören auch Bermersbach, Reichenbach und Schwaibach, welche ehemals eigenständige Gemeinden waren.
Land und Leute

Bekannt geworden ist diese kleine Schwarzwald-Gemeinde in erste Linie durch ihre historische Altstadt mit den vielen Sehenswürdigkeiten und ihren romantischen, verwinkelten Gassen mit sehr schön anzusehenden Fachwerkhäusern. Direkt an der Kinzig gelegen, wurde sie 1360 sogar Reichsstadt und war viele Jahre das Zentrum der Flößerei, die noch bis ins späte 19. Jahrhundert einen wichtigen Erwerbszweig darstellte. Informationen hierzu findet man im
Flößerei- und Verkehrsmuseum, direkt an der Bahnlinie und vor dem großen Kinzigtor gelegen

Die Geschichte Gengenbachs reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Sie bildete sich aus einer bäuerlichen Ansiedlung und wurde 1360 zur Reichsstadt erhoben. Einst war die Stadt von einer großen Stadtmauer mit Wehrgängen umgeben. Doch durch Brände und Kriege, zuletzt während des Pfälzischen Erbfolgekrieges (1688-1697), wurde diese weitestgehend zerstört. Übrig geblieben sind heute nur noch die beiden Türme am Kinzig- und am Obertor, der Prälatenturm und der Schwedenturm. Gengenbach genießt als Festspiel- und Kulturstadt seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf.
Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten

Die meisten Besucher, die nach Gengenbach kommen, sind wegen der historischen Altstadt zu Gast. Hier empfiehlt es sich, entweder den Rundgangmarkierungen, welche sich auf der Straße befinden, zu folgen. Diese sind durch kleine Rittersymbole gekennzeichnet. Oder aber man nimmt den kleinen Altstadt-Stadtplan der Stadt
Gengenbach mit, um diese individuell erkunden zu können. Idealerweise beginnt man seinen Rundgang am
Kinzigtorturm und dem darin enthaltenen Wehrgeschichtlichen Museum. Von dort aus rechts durch die Klosterstraße zur Benedikt-von-Nursia-Straße mit dem
Wehrgang und dem
Kräutergarten im Klosterhof. An diesen grenzt unmittelbar der Garten der
Pfarrkirche St. Marien, in dem der
Prälatenturm in einen Rest der alten Wehrmauer integriert ist. Nun gelangt man zur der Kirche und der angrenzen
Benediktiner-Abtei, in der sich heute eine Fakultät der Hochschule Offenburg befindet.

Der Weg führt einen dann über die Viktor-Kretz-Straße ins Gänsbühl, in dem sich der
Schwedenturm und das
Färberhaus befinden. Weiter geht es zum
Obertor mit seiner Sonnenuhr und durch die
Brenngasse, entlang des größten Restes der Stadtmauer zum Mercyschen Hof. Von hier aus gelangt man dann zur
Engelgasse, die für ihre Fachwerkhäuser mit den deutlichen Überhängen bekannt ist. Durch den Winzerhof mit dem
Narrenbrunnen (Gengenbach ist eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fastnacht) läuft man dann zur Hauptstraße mit dem
Niggelturm und dem darin enthaltenen Narrenmuseum. Hier erlebt der Besucher auf sieben Stockwerken eindrucksvoll die Geschichte der Gegenbacher Fasend. Außerdem hat der Niggelturm durchaus auch als Aussichtspunkt seine Bedeutung.

Von dort aus führt der Weg anschließend in Richtung Marktplatz. Hier sieht man nun zuerst das
Rathaus, das während der Weihnachtszeit zum
größten Adventskalender der Welt wird. Aber auch der
Röhrbrunnen mit dem „
Schwed“ und das
Korn- und Kaufhaus mit dem angrenzenden
Schwarzen Adler sind Sehenswürdigkeiten mit historischem Hintergrund. Schräg gegenüber dem Rathaus steht die
Alte Ratskanzlei, die vor der Errichtung des Rathauses Sitz der Amtsstuben der Freien Reichsstadt war. Neben ihr führt die Höllengasse zum
Scheffelhaus, dem einstigen Wohnsitz des Großvaters des Dichters Viktor von Scheffel.
Auf dem Weg zurück zum Kinzigtor kommt man am
Löwenberg-Palais mit einem Museum für Moderne Kunst vorbei.

Außerhalb der historischen Altstadt befinden sich noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten, die ebenfalls nicht uninteressant sind. Im Nordwesten, in der Leutkirchstraße, findet man die
Leutkirche St. Martin aus dem 15. Jahrhundert und im Nordosten der Altstadt die
Jakobuskapelle auf dem Bergle, die zu einem der Wahrzeichen von Gengenbach zählt. Die Jakobuskapelle ist dem Heiligen Jakobus geweiht und war über lange Zeit eine der vielen Stationen auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.
Essen & Trinken

In und um Gengenbach gibt es viele verschiedene Gaststätten und Versperhütten, die man zu unterschiedlichen Öffnungszeiten besuchen kann. Erwähnenswert ist hierbei in der Altstadt der
Mercysche Hof, welches sich zwischen Brenngasse und Engelgasse befindet und sich durch preiswerte Gerichte der Region auszeichnet, während die
Pfeffermühle an der Ecke Engelgasse / Viktor-Kretz-Straße eine etwas gehobenere Küche mit entsprechenden Preisen anbietet. Der
Löwenberg-Keller befindet sich unterhalb des Löwenberg-Palais’ und ist hingegen für sein Gewölbe bekannt. Er bietet sowohl eine traditionelle Speisekarte, als auch eine Vesperkarte an.

Außerhalb Gengenbachs sind als Versperlokale der
Strohhof im Ortsteil Strohbach,
Müller’s Mühle im Dantersbach und das
Martinsteinhiesli zu erwähnen. Alle drei Ausflugslokale sind durch ihre Lage im Wald ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen.
Auch erwähnenswert sind das
Landgasthaus Eiche im Ortsteil Schwaibach, direkt an der Kinzigstraße gelegen, und der
Landgasthof Rebstock im Ortsteil Fußbach, die beide vornehmlich traditionelle Gerichte der Region anbieten.
Hotels und Unterkünfte

Gengenbach bietet einige Hotels und Pensionen, bei denen jeder etwas für sich Passendes finden dürfte. So bieten das
Schwarzwald Hotel und die
Pfeffermühle Unterkünfte in der Stadt an, wobei sich die Pfeffermühle in der historischen Altstadt befindet, während man vom Schwarzwald Hotel zunächst noch die Kinzigbrücke überqueren muss. Wer es dann doch etwas gehobener haben möchte, der wird beim
Eventhotel Pfeffer & Salz fündig werden, wo man auch mit größeren Teilnehmerzahlen anreisen und Tagungen und Feierlichkeiten abhalten kann.

Gut uns günstig kommt man in den äußeren Ortsteilen Gengenbachs unter.
So bieten der
Ferienhof Kälble in Fußbach und der
Schillihof in Schönberg Ferien auf dem Bauernhof an. Beide Häuser werden familiär geführt und bieten ein Frühstück mit zum Teil hausmacher Spezialitäten. Während der Ferienhof Kälble noch Schweine und Schafe führt, gibt es beim Schillihof Kühe, die sich während des Sommers auf der hauseigenen Weide befinden
Wer es dann doch etwas gehobener haben möchte, der wird beim
Eventhotel Pfeffer & Salz fündig werden, wo man auch mit größeren Teilnehmerzahlen anreisen und Tagungen und Feierlichkeiten abhalten kann.